Markus 16,16-20


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu diesem Podcast, mit dem wir die Betrachtung über das Markusevangelium abschließen wollen. Wir haben beim letzten Mal gesehen, dass der Herr Jesus selbst den Jüngern erschienen war, sich ihnen offenbarte und sie tadeln musste für ihren Unglauben und dass er ihnen dann den Auftrag gab, der ganzen Schöpfung, allen Menschen das Evangelium zu verkündigen, also keinen Unterschied mehr zu machen zwischen solchen, die aus Israel, aus Judah kamen oder solchen, die aus den Nationen kamen. Wunderbare Aufgabe, die er ihnen übertrug und die in einer gewissen Anwendung auch uns heute noch gelten. Wir sind keine Apostel und insofern gilt dieser Auftrag nicht mehr uns ganz persönlich, aber doch wissen wir, dass wir eine Botschaft haben, die sich an die ganze Welt richtet. Und der Jesus fügt dann in Vers 16 einen Grundsatz hinzu, nachdem er von dieser guten Botschaft, dem Evangelium gesprochen hat. Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden. Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Er zeigt jetzt, dass der Glaube nötig ist, um gerettet zu werden. (00:01:04) Es ist, wer nicht glaubt, der wird verdammt werden. Es ist nicht nötig, dass man die Taufe damit verbindet, um verloren zu gehen. Nein, wer nicht glaubt, der wird verdammt werden. Die Frage des Glaubens, die entscheidet die Ewigkeit für uns. Wer glaubt, der ist im Himmel. Wer nicht glaubt, der geht verloren. Aber der Jesus hat hier nicht allein den Himmel im Blick. Deshalb sagt er, wer glaubt und getauft wird, das heißt für die Errettung hier auf dieser Erde, um in dem Bereich zu leben, der unter dem Segen Gottes steht, wo man wirklich ein Geretteter, ein Befreiter ist, wo man ein Christ ist, da glaubt man nicht nur, sondern da lässt man sich auch taufen. Denn durch die Taufe bekennen wir uns zu dem Christus, zu diesem Nazarener, der der verworfen ist auf dieser Erde und zwar bis heute. Wer glaubt und getauft wird. Wir können nicht gerade sagen bei einer Kette von zwei Gliedern, dass hier die Reihenfolge (00:02:03) notwendigerweise beschrieben wird. Aber natürlich ist völlig klar, dass die Bedeutung des Glaubens weit darüber hinausgeht, was die Taufe bedeutet. Die Taufe zeigt uns, dass wir uns auf die Seite des Verworfenen stellen, dass wir, wie der Römerbrief uns dann deutlich macht, mit Christus sogar gestorben sind. Und das drücken wir durch die Taufe aus. Aber das Entscheidende für den Himmel ist eben der Glaube. Deshalb eben in der verneinenden Weise sagt der Jesus, wer nicht glaubt, wird verdammt werden. Das ist nicht eine Frage der Taufe, ob ich verdammt werde oder nicht, sondern wer nicht glaubt, wer den Herrn Jesus Christus nicht als seinen Retter annimmt, der geht verloren, der geht ewig verloren. Deshalb bitten wir an Christ die Stadt bis heute, lass dich versöhnen mit Gott, ehe es für immer zu spät ist. Wer da glaubt und getauft wird, das möchte ich denen sagen, die noch nicht getauft sind. Der Herr Jesus verbindet hier den Glauben und die Taufe. Durch die Taufe bekenne ich nicht, dass ich gläubig bin, sondern durch die Taufe bekenne ich mich zu Christus. Durch den Glauben nehme ich ihn als Retter an. Und durch die Taufe sage ich auch für die Menschen um mich herum, dass ich zu diesem (00:03:03) Christus gehöre, dass ich mit ihm verbunden bin und dass ich den Weg gehen möchte, den auch er gegangen ist, für Gott und verworfen von den Menschen. Deshalb wollen wir das ernst nehmen. Auch heute, wo die Taufe vielleicht in dem Bekenntnis in unserem Land nicht mehr diese Rolle spielt, wie sie das in anderen Ländern, sagen wir Afrikas, noch immer hat, für den Herrn ist das wichtig. Er möchte, dass wir glauben und uns taufen lassen und so wirklich gerettet werden. Der Jesus fügt dann hinzu, diese Zeichen, die er gleich nennt, aber werden denen folgen, die glauben. In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden und werden Schlangen aufnehmen und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen und sie werden sich wohl befinden. Sechs Punkte, die der Herr Jesus hier in Verbindung mit denen nennt, die glauben. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben. (00:04:01) Wenn also jetzt solche zum Glauben geführt werden, dann wird das stehen in Verbindung mit Zeichen, so wie wir das in der Apostelgeschichte auch finden. Es sind Zeichen, die äußerlich sichtbare Zeichen darstellen. In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben. Hier geht es nicht darum, dass Dämonen ausfahren, das gibt es auch heute noch. Auch heute gibt es Menschen, die besessen sind und die befreit werden von Dämonen. Aber hier geht es darum, dass es durch Menschen geschieht. Heute geschieht das allein durch Gott. Heute gibt es niemanden, der den Auftrag hat, irgendwie Dämonen auszutreiben. Das ist eine Gabe des Anfangs, ich komme gleich noch einmal darauf zurück und das geschah auch. Wir sehen das bei Petrus, dass er Dämonen austrieb, wir sehen das bei Paulus, dass er Dämonen austrieb, gerade die Apostel waren hier tätig. Zweitens, sie werden in neuen Sprachen reden, das heißt in Sprachen, die sie nicht gelernt haben und in denen sie die großen Taten Gottes rühmen würden, das finden wir in der Apostelgeschichte, sodass Menschen, die in ihrer Gegenwart waren und nicht eben die Sprache sprachen, wo sie (00:05:04) die Apostel jetzt die gute Botschaft verkündigten, dass sie trotzdem das, was die Apostel sagten, verstehen konnten, weil die Apostel eben in echten Fremdsprachen gesprochen haben. Es geht also hier nicht um das, was heute Zungengabe genannt wird, irgendeine Bewegung der Zunge, die dann irgendeine unverständliche Sprache, man muss es ein Lallen nennen, haben, sondern es geht um buchstäbliche Sprachen, die aber die Apostel nicht gelernt haben, die sie aber in der Lage waren zu sprechen und damit Menschen, die sie sonst niemals erreicht hätten, weil sie deren Sprache nicht sprachen, wo sie eben diesen Menschen die großen Taten Gottes verkündigen konnten. Sie werden Schlangen aufnehmen. Das heißt, so wie wir das bei Paulus finden in der Apostelgeschichte 28, sie konnten von Schlangen gebissen werden und trotzdem wurden sie von ihnen nicht getötet. Dann viertens, wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. An sich ein Gift, was Menschen umbrachte, vielleicht gerade in dem Missionsbereich, (00:06:04) war das eine große Gefahr, dass man solche Menschen nicht haben wollte und sie vergiftete. Aber Gott gab ihnen die Kraft, auch vergiftete Getränke, Flüssigkeiten aufzunehmen oder auch vergiftetes Essen und trotzdem nicht zu sterben. Fünftens, kranken werden sie die Hände auflegen und eben nicht dadurch, dass sie als Mediziner heilten, sondern einfach durch das Hände auflegen wurden Kranke geheilt. Sechstens, vielleicht auch in Verbindung mit diesem Fünften, sie werden sich wohl befinden. Menschen werden eben nicht einfach nach und nach gesund werden, sondern in dem Augenblick des Händeauflegens werden sie sich wohl befinden. Nun gibt es ja heute, wissen wir in der charismatischen Pfingstbewegung, solche, die gerade das Sprachenreden und das Dämonenaustreiben zu einer neuen Form wiedergebracht haben. Nun nicht das Sprachenreden, denn das was sie sprechen ist keine echte Sprache, sondern (00:07:01) es ist ein Lallen. Aber jedenfalls so, die diese Wirkung erzeugen wollen, auch dann mit Umfallen und dass dann angeblich Dämonen ausgetrieben werden, auch dass Kranke geheilt werden. Interessanterweise, was wir bei ihnen nicht finden, dass sie meinen sie könnten tödliches Trinken oder Schlangen aufnehmen und daran wird der ganze Hokuspokus deutlich, der damit getrieben wird. Wenn, müssten ja alle diese Zeichen vorhanden sein, sind sie aber nicht. Jemand hat das mal versucht und ist daran gestorben. Nein, das ist eine Gabe des Anfangs gewesen. In Hebräer 2, das ausdrücklich schon in der Vergangenheitsform davon gesprochen wird, dass das Zeichen des Anfangs waren, wir wissen aus Hebräer 6, dass es Zeichen sind, die eigentlich in das tausendjährige Reich hineingehören, die Gott aber für eine kurze Zeit, am Anfang der christlichen Zeit, als er das Neue, was er gegeben hat, wo er das, was er selber auch gegeben hatte, nämlich den jüdischen Gottesdienst und das Gesetz für die Juden, wo er das beiseite gesetzt hat und wo es damit eine gewisse Autorisierung gab, dass jetzt die gute Botschaft (00:08:01) eben verbunden war mit echten Zeichen, also wirklich nachweisbar Menschen, die krank waren und geheilt wurden, nachweisbar Sprachen, die echt existierten und in denen sie gesprochen haben, nachweisbar, dass da Schlangen wie bei Paulus an die Hand gingen und trotzdem die Apostel nicht daran starben. Das, was wir heute haben, ist im besten Fall Hokuspokus bis hin zu satanischen Erscheinungen. Da kann man nur raten, dringend raten, die Finger davon zu lassen, sich damit nicht zu beschäftigen, sich damit nicht eins zu machen, sich darauf nicht einzulassen. Nun finden wir in den Versen 19 und 20 den Abschluss dieses wunderbaren Evangeliums. Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen, den Jüngern, geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Der Herr wurde aufgenommen. Das ist etwas, was sozusagen passiv ist. Gott hat ihn aufgenommen. Gott hat ihn begrüßt, wie der Herr Prärabrief das sagt, als Hohenpriester und er ist dann durch die Himmel gegangen. Wunderbar, wie in einem Satz hier ein gewaltiges Wunder beschrieben wird, dass der Jesus aufgefahren (00:09:05) ist, wie das in Lukas 24 und Apostelgeschichte 1 beschrieben wird. Auch ein Wunder, das übernatürlich ist. Aber nicht nur das, wie das am Anfang des Evangeliums war, wo wir gesehen haben, dass der Geist Gottes Wert darauf legt, dass der Jesus in seiner ganzen Herrlichkeit, die weit über seine Dienerschaft hinausgeht, beschrieben wird als der Sohn Gottes. So finden wir das hier am Ende auch. Er setzte sich zur Rechten Gottes. Wer kann in der Gegenwart Gottes bestehen? Nur Gott selbst und ein Vollkommener, das ist der Herr Jesus, der vollkommene Mensch. Aber wer kann sich setzen, das kann nur jemand tun, der selber, obwohl er hier als Mensch vor uns ist, denn nur ein Mensch setzt sich zur Rechten Gottes, nicht der ewige Sohn Gottes, er ist ja Gott. Aber als Mensch konnte er sich zur Rechten Gottes setzen in eigener Machtvollkommenheit, weil er der ewige Sohn Gottes ist. Lass uns das nie bedenken, derjenige, der als Diener, als Knecht Gottes hier auf dieser Erde war, das ist zugleich der ewige Sohn Gottes. Er hatte die Macht, er hatte die Herrlichkeit, er hatte die Fähigkeit sich zur Rechten Gottes (00:10:02) zu setzen. Das ist mein Retter, das ist dein Retter, wenn du ihn als Retter angenommen hast, der diese Autorität, der diese Kraft, der diese Würde besitzt. Sie aber gingen aus und predigten überall. Wunderbar, dass sie gehorsam waren. Jetzt ist kein Unglaube mehr im Spiel, sondern sie haben genau das getan, was der Herr ihnen aufgetragen hat. Sie haben überall gepredigt, wobei der Herr mitwirkte. Hier ist es nicht der Geist Gottes, normalerweise finden wir, dass der Geist Gottes wirkt, dass es in der Kraft des Geistes Gottes ist, aber hier ist es der Herr, der wirkt, mitwirkt und das Wort bestätigte durch die darauf folgenden Zeichen. Genau das ist eingetreten, was der Herr Jesus vorhergesagt hat und diese Zeichen bestätigten, dass die Botschaft der Jünger erstens von dem Herrn war, zweitens von Gott war und dass sie die Autorität besaßen, die der Herr ihnen gegeben hat. Er bestätigte das Wort, denn das Wort stand im Mittelpunkt, nicht die Zeichen. So ist es wunderbar, dass wir sehen, dass das Evangelium das immer wieder von dem Wort (00:11:02) sprach, was der Jesus zu den Menschen geredet hat, dass es auch hier am Ende wieder im Mittelpunkt steht. Dass Kraft bekam und Kraft besaß durch das Mitwirken des Herrn Jesus, ist das selbe Wort, das auch wir predigen wollen und es ist ein Wort von Christus, es ist das Wort vom Kreuz und das ist das, was wir haben, ein Wort von dieser einzigartigen Person, die ewiger Gott ist und doch Mensch geworden ist und jetzt als verherrlichter Mensch zur Rechten Gottes thront, ohne je aufzuhören Gott zu sein. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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