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(00:00:00) In den ersten beiden Versen von Markus 13 haben wir gelesen, dass der Herr Jesus den Jüngern deutlich gemacht hat, dass der Tempel zerstört werden wird, dass nichts von diesem großen Gebäude, das so eindrucksvoll für die Jünger und auch für die Juden gewesen ist, übrig bleiben wird. Wir haben gesehen, dass auch für uns die Bedeutung darin liegt, nicht auf das Äußere zu sehen, das heißt nicht den Mittelpunkt, nicht den zentralen Gesichtspunkt in dem Äußeren zu sehen, sondern in dem Inneren, in dem Herzen. Dann geht es weiter in Vers 3, Markus 13 Vers 3. Und als er, der Herr Jesus, auf dem Ölberg saß, offensichtlich ist der Jesus mit seinen Jüngern herausgegangen aus dem Tempelbereich und jetzt auf den Ölberg direkt gegenüber gegangen, dem Tempel gegenüber, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas für sich allein. Das heißt, der Jesus war jetzt direkt umgeben von den vier Jüngern, die anderen waren sicherlich auch dabei umgeben, aber die vier haben den Herrn Jesus jetzt besonders in Beschlag genommen. Und der Jesus lässt das zu. Der Jesus lässt zu, dass Einzelne ihn besonders fragen, dass Einzelne besondere Fragen haben. (00:01:06) Und das ist eigentlich schön, dass man eine persönliche Frage an den Herrn Jesus hat, aber nicht nur ganz alleine, sondern dass es auch Freunde gibt, die miteinander Dinge irgendwie damit beschäftigt sind, mit bestimmten Dingen, und diese dem Herrn Jesus vorlegen. Das dürfen auch wir haben. Wenn wir persönliche Fragen haben, wir dürfen auch mit mehreren gemeinsam dann ins Gebet gehen, wenn wir über eine Sache gesprochen haben, die uns beschäftigt, und den Herrn Jesus befragen. Die vier tun das, und der Herr Jesus antwortet ihnen auch. Sie fragen den Herrn Jesus für sich allein, sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen, wann dies alles vollendet werden soll? Es sind also zwei Fragen. Die erste Frage ist nach dem Zeitpunkt, und die zweite ist, wie das geschehen soll, oder was es für Zeichen dafür gibt. Lass mich in diesem Zusammenhang nochmal sagen, es ist gut, wenn wir Fragen haben. (00:02:01) Es ist gut, wenn wir auch gemeinsam Fragen haben. Wir sollten allerdings nie mit dem Gesichtspunkt, mit der Gesinnung zu dem Herrn Jesus gehen, auch das Wort lesen, Herr zeige mir etwas, und zeige das bloß nicht den anderen. Lass mich etwas über das Wissen der anderen hinaus wissen. Sondern unsere Gesinnung soll immer sein, dass der Herr uns gemeinsam etwas zeigt, nicht dass ich irgendwie durch ein Wissen dann besonders herausstechen kann, andere sozusagen überrumpeln kann, oder dadurch ein besonderes Ansehen habe, dass der Herr mir etwas besonders gesagt hat, sondern dass wir diese Gesinnung haben, vor dem Herrn in Demut zu sein, und wir haben ein wirkliches Herzensanliegen, das unser Leben dann bestimmt, wenn er uns das sagt, und nicht, dass wir über andere regieren können. Jesus aber fing an, ihnen zu sagen, auf diese beiden Fragen, gebt Acht, dass euch niemand verführe. Offensichtlich möchte der Herr Jesus als erstes das Gewissen der Jünger erreichen, lasst euch nicht verführen, und er kommt damit auf die Frage, wahrscheinlich des Zeitpunktes (00:03:06) erstmal zu sprechen. Gebt Acht, dass euch niemand verführe. Wir können so leicht verführt werden, auch wir heute, verführt werden durch Äußeres, verführt werden dadurch, dass jemand beeindruckend ist, und wir nicht darauf achten, was er eigentlich inhaltlich zu sagen hat. Wir können so leicht verführt werden, weil wir so oberflächlich sind. Das ist ja eine Zeit, in der man so oberflächlich ist. Lasst uns wachsam sein, dass wir nicht verführt werden. Jesus gibt jetzt Merkmale, damit man eben nicht verführt wird, und für uns ist das immer das Wort Gottes. Durch das Wort Gottes, dadurch, dass wir auf der Grundlage des Wortes Gottes sind, dadurch, dass wir Gottes Wort als Maßstab für unsere Beurteilung nehmen, dadurch werden wir nicht verführt. Aber die Gefahr besteht, wenn der Herr das seinen Jüngern sagt, wenn er das den Jüngern als Vertreter des gläubigen Überrestes der damaligen Zeit, der heutigen Zeit, der zukünftigen Zeit sagt, dann sind das ja solche, die ihm vertrauen, das sind ja solche, die mit ihm auf seiner Seite, auf der Seite des Verworfenen stehen, dann sind das solche, die gläubig (00:04:04) sind, die mit ihm leben wollen. Auch wir stehen immer in Gefahr, verführt zu werden. Wer zu stehen sich düngt, wer meint zu stehen, der soll aufpassen, dass er nicht fällt. Das heißt, wenn ich schon meine, naja, mir kann das ja nicht passieren, dann bin ich schon im Begriff zu fallen. Viele werden unter meinem Namen kommen und sagen, ich bin es und sie werden viele verführen. Nun, was die jüdische Seite betrifft, so ist völlig klar, dass eigentlich diese Verführung gar nicht durchschlagend sein kann, denn wenn der Jesus kommen wird, dann kommt er nicht in einem Winkel, wie das Matthäus auch deutlich macht, sondern da wird er für alle sichtbar kommen. Aber hier ist das ganz allgemein ausgedrückt, ja, es kommen solche, die sagen, ich komme von Christus, ich habe ein Wort von Christus und dann lassen wir uns bitte nicht verführen, nicht jemand, der sagt, ich habe eine Botschaft an euer Herzen, hört mal dazu, was ich euch zu sagen habe, lasst mal alles andere beiseite, hört jetzt mal dem zu, was ich sage, nehmt (00:05:02) mal eine neue Brille auf, vergesst alles, was ihr bisher gelernt habt und schaut einfach nur mal jetzt, was ich euch sage und das ist dann das, was Gottes Wort sagt. Nein, lasst euch nicht verführen, da gibt es solche, die in dem Namen unter meinem Namen aufgrund meines Namens auftreten werden und sagen, ich bin es. Hier geht es natürlich darum, dass sie sagen, ich bin Christus, aber wir können das auch so verstehen, ich habe eine Botschaft von Christus und dann lasst uns das prüfen an Gottes Wort. Und sie werden viele verführen, wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet, so erschreckt nicht, dies muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Jüdisch gesprochen ist natürlich klar, dass es da Dinge geben wird am Anfang der Drangsalszeit, wo Kriege, Kriegsgerüchte und so weiter kommen werden und sie Angst haben, jetzt ist der Zeitpunkt, wo alles zugrunde geht, aber es ist noch nicht das Ende, es ist noch nicht der Höhepunkt, es ist noch nicht der Zeitpunkt, wo Christus wiederkommen wird. Auch heute gibt es viele, die sagen, was alles passiert in der heutigen Zeit, wir haben die (00:06:04) Zeit von Covid hinter uns, jetzt muss der Herr kommen, es ist noch nicht das Ende. Nicht, dass wir nicht auf den Herrn warten sollten, wir sollten jederzeit auf ihn warten, aber lasst uns niemals irgendwelche äußeren Anzeichen als Grundlage nehmen, zu meinen, jetzt muss der Herr kommen, jetzt ist wirklich der Zeitpunkt erreicht, kann ja sein. Nochmal, wir wollen auf den Herrn Jesus warten, er kann jederzeit kommen, er braucht nicht solche äußeren Ereignisse, wir sollten uns niemals an solchen Ereignissen festhalten, denn wenn wir das auch anderen gegenüber verkünden und jetzt kommt der Herr nicht, nicht dieses Jahr, nicht nächstes Jahr, was wäre dann? Nochmal, wir erwarten ihn hoffentlich jetzt, aber der Apostel Paulus hat auch schon gesagt, wir die Lebenden und er ist nicht gekommen, hat er sich geirrt? Überhaupt nicht. Wir wollen sagen, wir die Lebenden, wir warten auf den Herrn Jesus, aber nicht festmachen an irgendwelchen äußeren Ereignissen wie Kriegen oder wie Seuchen oder, oder, oder, oder wie Pandemien oder wie scheinbare Pandemien oder was auch immer. Nein, wir wollen auf den Herrn warten, weil der Herr Jesus gesagt hat, ich komme bald, (00:07:03) dass euch niemand verführe. Wenn ihr von diesen Kriegsgerüchten hört, erschreckt nicht, dies muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende, denn Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, es werden Hungersnöte sein, dies ist der Anfang der Wehen, ja Gott wird Wehen über diese Erde bringen und wir finden in der Offenbarung, dass er diese Wehen dann tatsächlich bringt, wenn die Versammlung Gottes, die Gemeinde Gottes erdrückt sein wird und dann wird erst der Anfang dessen sein, was der Herr Jesus an Prangsal über diese Erde bringen wird. Doch heute gibt es solche Dinge, Erdbeben und so weiter. Wir wollen uns dadurch nicht verführen lassen, dass wir auf einmal durch unsere Gefühle, durch unsere Emotionen und nicht durch das Wort Gottes uns prägen lassen. Lasst uns immer auf der Grundlage des Wortes Gottes entscheiden, wie müssen wir uns jetzt verhalten. Und lasst uns egal, ob Erdbeben da sind oder nicht, ob Kriege da sind oder nicht in unserem Umfeld, ob es Seuchen gibt oder nicht, lasst uns immer den Herrn Jesus erwarten. (00:08:04) Er hat gesagt, ich komme bald und das kann heute sein und so wollen wir ihn erwarten, in dem bewussten Leben eines himmlischen Christentums und nicht in dem starren und dem Blicken auf äußere Ereignisse, uns davon gefangen nehmen lassen, uns davon Angst machen lassen, das Vertrauen auf den Herrn aufzugeben. Nein, wir erwarten ihn und bis er kommt, leben wir zu seiner Ehre.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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