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(00:00:00) In Markus 12, Ab Vers 28 kommen wir jetzt zu einer weiteren Frage, das heißt einem weiteren Angriff, zu einem weiteren Angriff der Schriftgelehrten gegen den Herrn Jesus. Wir haben gesehen, wie sie versuchten, ihn zu Fall zu bringen, indem sie nach der Steuer des Kaisers fragten. Der Jesus sagt, gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Dann haben sie versucht, Sadduzea, dieser Rationalisten, versucht, die Auferstehungswelt lächerlich zu machen. Der Jesus macht ihnen aus der Schrift, die sie aus dem Alten Testament anerkannten, deutlich, dass Gott ein Gott der Lebenden ist und dass die, die gestorben sind, Gläubige, die gestorben sind, im Paradies leben. Wir wissen, dass die Ungläubigen im Hades sind, dass sie ebenfalls leben im Scheol, allerdings um dann endgültig vor dem großen weißen Thron gerichtet zu werden und von dem Herrn Jesus verurteilt zu werden, so dass sie ewig im Feuersee in der Hölle sein werden. Furchtbarer Ort. Lass dich heute retten, wenn du Jesus noch nicht als Retter angenommen hast. Nun kommt eine dritte Gegenfrage, eine dritte (00:01:03) Opposition. Markus 12 Vers 28. Und einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie miteinander verhandelten, trat er zu und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn. Gut geantwortet. Wie soll man das verstehen? War jetzt Glaube auf einmal da vorhanden? Nun, wir sehen an der Frage, dass da mindestens Zweifel ebenso vorhanden waren, dass das letztlich auch diese typische Oppositionsfrage ist, welches Gebot ist wichtiger als ein anderes. Auch wir würden gerne, machen gerne Unterschiede, indem wir versuchen, dass ein Vers wichtiger ist als der andere. Der Herr hatte wirklich gut geantwortet, wenn auch scharf. Das heißt, wir sehen, dass eine scharfe Antwort nicht verkehrt sein muss, dass eine scharfe Antwort durchaus etwas Gutes ist. Jedenfalls dann, wenn es von dem Herrn Jesus ist. Bei uns ist natürlich immer die Gefahr, dass eine scharfe Antwort auch fleischlicher Natur sein kann. Bei dem Herrn Jesus war das immer anders. Er hatte keine sündige Natur. Er hat (00:02:05) immer vollkommen reagiert, vollkommen geantwortet und deshalb lernen wir bei ihm, wie er geantwortet hat. Nun die Frage dieses Schriftgelehrten. Welches Gebot ist das erste von allen? Seht ihr, das ist so eine typisch menschliche Frage. Das Wort Gottes. Welchen Vers müssen wir ganz besonders ernst nehmen? Welcher Vers geht vor allen anderen? Merken wir, dass wir dadurch das andere entwerten? Das ist immer so ein Problem, das wir auch als Gläubige haben. Was ist wichtiger? Die Anbetung oder der Dienst für den Herrn? Und diese Frage ist töricht. Diese Frage ist verkehrt. Diese Frage kann man so nicht beantworten. Man kann nicht sagen, das eine ist wichtiger als das andere oder das andere ist wichtiger als das eine. Nein, beides ist wichtig. Beides hat seinen Platz und natürlich gibt es bestimmte Verse, die ein ganz besonderes Vorrecht uns zeigen, aber Gott stellt uns das gesamte Wort Gottes zusammen und damit zeigt er, dass er Segnungen gegeben hat und jede einzelne ist wertvoll und wenn wir auf (00:03:01) eine Meinung verzichten zu können, dann erleben wir einen Verlust. Jede einzelne Ermahnung ist wichtig und wenn wir meinen, eine bräuchten wir nicht zu berücksichtigen, dann bedeutet das letztendlich, dass wir Gottes Wort nicht mehr ernst nehmen. Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete, das erste ist, höre Israel, der Herr ist unser Gott, ist ein Herr und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft. Der Jesus zitiert hier ganz bemerkenswerterweise 5. Mose 6 Verse 4 und 5 und nicht aus den zehn Geboten 2. Mose 20. Damit macht der Jesus schon deutlich, diese Frage, die du stellst, die ist falsch gestellt. Der Jesus fasst also hier einen Teil des Gesetzes zusammen, nämlich den, der Gott betrifft und den stellt er voran. Deshalb sagt er erste, aber er sagt nicht das erste Gebot. Im Deutschen kann man (00:04:01) das nicht anders ausdrücken, aber es steht hier nicht der Artikel, also nicht zeigt er mit dem Zeigefinger auf ein bestimmtes Gebot, sondern er sagt, das Wesentliche ist deine Beziehung zu Gott. Und was heißt das? Der Herr, Gott, unser Gott ist ein Herr. Es ist der eine Gott. Wir haben es nicht mit Göttern zu tun. Gott hat sich offenbar als Vater, als Sohn, als Heiliger Geist, aber er ist und er bleibt ein Gott. Das müssen wir immer festhalten. Das sind nicht drei unabhängige Personen voneinander. Es ist der eine Gott und ihn sollen wir lieben aus unserem ganzen Herzen. Ihm gelten alle Entscheidungen unseres Herzens. Das möchte der Herr. Das möchte Gott. Ist unser Herz wirklich ganz ausgerichtet auf ihn? Wir stehen ja nicht unter Gesetz. Der Herr ist das Ende des Gesetzes, Römer 10 Vers 4. Und aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor Gott gerechtfertigt, finden wir mehrfach im Neuen Testament. Nein, aber der Gedanke an sich ist ja ein Gedanke, der einfach biblisch ist, dass der Herr wünscht von solchen, die zu ihm gehören, die sein Leben bekommen haben, (00:05:03) dass wir aus ganzem Herzen, aus vollem Herzen, mit aller unserer Entscheidungskraft, die Gott uns übertragen hat und mit allen unseren Zuneigungen ihm dienen. Aus der ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand. Das macht uns deutlich, mit dem ganzen Sinn und der Gesinnung, das macht uns deutlich, dass nach Geist, Seele und Leib wir Gott dienen wollen und sollen. Dass alles, was wir an Fähigkeiten haben, alles, was der Herr uns gegeben hat als Menschen, wir für ihn einsetzen sollen. Und aus deiner ganzen Kraft. Wir sollen unsere Kraft, unsere Energie, unsere Zeit nicht verschwenden für die Dinge dieser Welt. Wir müssen arbeiten. Jeder von uns hat den Auftrag zu arbeiten und wir sollen das in dem irdischen Beruf tun. Solche, die aus dem irdischen Beruf fliehen oder womöglich gar nicht erst an irdischen Beruf angefangen haben, um wie sie meinen, dann einen höheren Dienst, einen geistlichen Dienst zu tun, die liegen falsch. Die liegen nicht im Gehorsam Gottes Wort gegenüber. Wir sollen in unserem irdischen Beruf uns bewähren und der Herr mag Einzelne und (00:06:01) das hat er getan, wird er auch weiter tun, Einzelne daraus berufen. Aber es sind Einzelne, die der Herr mit diesem Auftrag versieht. Aber ansonsten sollen wir natürlich unsere Kraft einsetzen für unseren Beruf, irdische Aufgaben. Aber wir sollen das alles für den Herrn tun, auch diese irdischen Aufgaben. Und wir sollen vor allen Dingen die grundsätzliche Lebensausrichtung haben für Gott, für unseren Herrn. Die ganze Kraft. Nicht die halbe Kraft, nicht die letzte Rille noch für den Herrn verwenden, sondern alles, was er uns gegeben hat, sollen wir für ihn einsetzen. Und dann sagt der Herr, fügt hinzu, das Zweite ist dieses, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Also jetzt macht der Herr in der Tat hier eine gewisse Unterscheidung, indem er zeigt, der Herr muss immer an der ersten Stelle kommen, aber er fügt so gleich hinzu, es ist eben nicht ein Gebot, sondern es sind zwei. Es ist nicht nur der Herr, sondern es gilt genauso. Wir können nicht sagen, ich tue das für den Herrn, so wie das diese Juden getan haben. Wir haben das in Markos 7 gesehen. Das ist jetzt für den Herrn geweiht und damit hat man den Gehorsam den Eltern gegenüber, die Ehrerweisung den Eltern (00:07:05) gegenüber aufgehoben. Nein, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das heißt, wir haben eine Aufgabe auch an unserem Bruder, an unserer Schwester, an unserem Nächsten. Wir sollen sie lieben. Niemand hat sich selbst, sagt der Apostel Paulus in Epheser 5. Nein, wir pflegen uns, wir sorgen für uns und in gleicher, ja in größerer Weise sollen wir auch für unseren Nächsten sorgen, für unseren Bruder, unsere Schwester. So fügt der Jesus zwei Dinge zusammen und zeigt, das ist letztlich das ganze Gesetz. Gott den Platz geben, den er hat, der ihm gebührt, das ist der erste, und dem Nächsten dienen. Der Jesus fügt hinzu, größer als diese ist kein anderes Gebot. Da seht ihr, er fasst sozusagen das Gesetz in diesen beiden Richtungen zusammen und damit gibt es nur das gesamte Gesetz und damit sagt der Herr, wenn du wirklich mir dienen möchtest, wenn du Gott dienen möchtest, dann musst du das ganze Gesetz, das sich in diesen beiden Grundsätzen zusammenfasst, musst du wichtig halten und musst ihm (00:08:03) gehorsam sein. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet, denn er ist einer und außer ihm ist keiner. Das ist erstaunlich, dieser Schriftgelehrte. Aus anderen Evangelien hat man den Eindruck, dass da durchaus Skepsis und auch Widerstand da war, aber hier bestätigt er den Herrn. Der Herr hatte das nicht nötig und das ist fast schon ein bisschen Anmaßung, dass er meint, dem Herrn dieses Urteil zu geben. Ja, ja, das ist schon gut und recht, was du da gesagt hast. Aber er fasst dann das zusammen und das ist interessant, weil es nur Markus uns in dieser Weise wiedergibt. Du hast nach der Wahrheit geredet. Das ist also ein Mann, der bestätigen muss, obwohl er skeptisch ist, obwohl er ein Kritiker letztendlich war, muss er bestätigen, dass der Herr wirklich nach der Wahrheit geredet hat. Du hast nach der Wahrheit geredet, denn er ist einer, Gott ist einer und außer ihm ist kein anderer und ihn lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Kraft und den Nächsten (00:09:04) lieben wie sich selbst ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Das hatte der Jesus so natürlich nicht gesagt, denn Gott die Brandopfer und Schlachtopfer zu bringen ist ja ein Beweis, dass man ihn an die erste Stelle stellt und da macht jetzt dieser Mann schon wieder Unterschiede, die der Herr so durchaus nicht gemacht hat und wir machen das auch gerne. Wir sagen, ja, der Herr hat doch das gesagt, also ist das andere jetzt nicht so wichtig, kann man das andere beiseite lassen. Das hat der Herr nicht gesagt. Er hatte diese Grundrichtung vorgegeben und damit ist auch klar, dass das, was man Gott bringt, die Brandopfer, das ist doch Gott zu lieben aus ganzem Herzen, dass man Gott die Ehre gibt und nicht eine solche Unterscheidung vornimmt, wie dieser Mann, wie wir das oft machen. Und als Jesus ihn sah, dass er verständlich geantwortet hatte, der Herr bestätigt trotzdem, dass das, was er gesagt hatte, verständlich war, sprach er zu ihm, du bist nicht fern vom Reich Gottes. Das zeigt, dass dieser Mann durch diese Bemerkungen durchaus ein rechtes Verständnis aufwies und (00:10:03) nicht fern war, aber er war nicht in dem Reich Gottes. Siehst du, ein Verständnis zu haben, das ist schon gut und wertvoll, aber es reicht nicht. Du musst auch in dieses Reich hineingehen. Nur dadurch ist es wirklich so, dass man Teil des Segens Gottes wird und im geistlichen Sinn, dass man von Neuem geboren wird. Es ist gut, das Richtige zu denken, das Falsche mal grundsätzlich abzulehnen, aber es reicht nicht. Man muss sich beugen vor dem Herrn. Nur kurz, wie Matthäus das berichtet, als aber die Pharisäer, Matthäus 22, 34, hörten, dass er die Sadduzeer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander und einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, fragte, um ihn zu versuchen. Also die eigentliche Intention war wirklich, ihn zu versuchen. Vielleicht ist dieser Mann durch die Antwort des Herrn doch irgendwie in seinem Herzen, in seinem Gewissen getroffen worden. Wir können das nicht ganz genau sagen. Jedenfalls hat er dem Herrn bescheinigt, dass er die Wahrheit redet. Auch Ungläubige müssen das manchmal bescheinigen, aber es reicht eben nicht. (00:11:02) Man muss in das Reich hineingehen, man muss sich bekehren, man muss seine Sünden bekennen, man muss Jesus, heute sagen wir das, als Retter annehmen, das Werk, das er auf Golgatha vollbracht hat. Und niemand wagte mehr, ihn zu befragen. Sie haben jetzt gemerkt, da steht einer vor Ihnen, der ist Ihnen bei weitem überlegen. Das ist der Sohn Gottes, das ist der ewige Gott. Nun, wir brauchen das und sollen das nicht in dieser Skepsis denken. Wir dürfen das bewundern sagen von dem Herrn Jesus, dürfen ihn bewundern und dürfen sagen, er ist der, der auf jede Frage die richtige Antwort gibt, der alles weiß, der der Allwissende, der Allmächtige, der Allgegenwärtige ist. Wir fallen mit Freude und mit Dankbarkeit vor ihm auf unsere Knie und beten ihn an für das, was er ist und für das, was er getan hat.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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