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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über das Markus-Evangelium. Wir sind angekommen in Markus 6 Vers 45. In dem letzten Podcast haben wir uns damit beschäftigt, dass der Jesus 5000 Männer und dann sicherlich auch noch ein paar Frauen und Kinder genährt, gesättigt hat. Er hat sich erwiesen als der ewige Sohn Gottes, als der, der Macht hat über alles, der der Schöpfer ist, aber der zugleich nicht einfach, wenn ich das mit Ehrfurcht sage, da von oben herab gedient hat, die Dinge getan hat, sondern der ein Herz hatte für die Menschen und der auch seine Jünger in die Pflicht genommen hat und auch uns, die wir ihm dienen wollen, also uns alle, in die Pflicht nimmt, dass wir Instrumente des Segens, Kanäle des Segens für ihn sind. Und dann lesen wir in Vers 45. Und sogleich nötigte er, seine Jünger in das Schiff zu steigen und an das jenseitige Ufer nach Bethsaida vorauszufahren, während er die Volksmenge entlässt. Warum muss er sie nötigen? Aus Johannes 6 der Parallelgeschichte wissen wir, dass die Menschen den Jesus zum König (00:01:07) machen wollten. Dabei ist interessant, das will ich noch ergänzen, dass das Wunder der Brotvermehrung das einzige Wunder ist, dass wir in allen vier Evangelien finden. Es hat also eine ganz besondere Bedeutung in dem Leben des Jesus, dass alle vier Evangelisten dieses Wunder berichten, das einzige Wunder, was wir in allen vier Evangelien finden. Und wahrscheinlich war das für die Jünger natürlich auch eine Gelegenheit, sich zu profilieren in den Augen der Menschen. Sie wären die Minister des Königs gewesen. Da muss man schon mal nötigen, weiterzumachen. Der Jesus war nicht gekommen, um sich jetzt als der Herrscher anerkennen zu lassen. Er war gekommen, um das Erlösungswerk zu vollbringen. Und das mussten seine Jünger lernen. Und deshalb muss er sie wegschicken, damit sie sich nicht sonnen in dieser Gelegenheit, wo sie selbst sozusagen mit dem Herrn im Mittelpunkt stehen konnten. (00:02:01) Aber der Jesus wollte die Volksmenge entlassen. Das ist auch großartig. Der Jesus sagt nicht einfach Ich mache was und da bin ich weg, sondern er entlässt die Volksmenge. Das heißt, er geleitet sie. Er schaut, dass jeder wirklich wegkommt, dass da keiner zurückbleibt, sondern dass alle auf ihren Heimweg gehen können. Und als er sie verabschiedet hatte, ging er hin auf den Berg, um zu beten. Das ist das, was der Jesus immer wieder tat. Das Gebet. Wie wichtig ist dieses Gebet? Wie wenig beten wir? Wie dürfen wir? Wie sollen wir den Herrn Jesus als Vorbild nehmen? Dass wir die Zeit, die wir haben, wirklich im Gebet verharren, dass wir nach dem Dienst vor dem Dienst ins Gebet gehen. Und als es Abend geworden war, war das Schiff mitten auf dem See und er allein auf dem Land. Wir finden jetzt, dass der Jesus uns etwas zeigt über den Dienst wieder. In Markus 4 ist die Begebenheit, dass der Jesus mit den Jüngern im Schiff war, aber schläft. Er ist da, aber als ob er abwesend wäre. Hier nun finden wir die Gelegenheit, dass die Jünger in das Schiff steigen, dass sie (00:03:06) sozusagen auf die Reise gehen und er auf dem Berg ist. Beide Begebenheiten sprechen von der heutigen Zeit. Auf der einen Seite ist der Jesus bei uns, aber es sieht aus, als ob er abwesend ist. Aber wie könnte unser Schiff untergehen, wenn er dabei ist? Zweitens aber zugleich, der Jesus ist auf dem Berg. Er ist jetzt in dem Himmel und vom Himmel aus ist er für uns tätig. Er hat uns einen Dienst gegeben. Er hat uns auf die Reise geschickt, bis er wiederkommen wird. Und jetzt sind wir nicht auf uns allein gestellt, aber auf der Dienstreise. Und die Frage ist, haben wir Vertrauen, dass er uns an das Ziel bringen wird? Und als er sie beim Rudern Not leiden sah. Das ist eine Bemerkung, die wieder nur Markus uns zeigt, der Jesus sah sie, der Jesus hat sie nicht aus den Augen verloren, wie auch uns nicht aus den Augen verliert. Und er sah sie Not leiden und das beschäftigt ihn. (00:04:03) Und da kümmert er sich um sie, so wie er sich auch um dich und um mich kümmert, wenn er uns in Mühen, in Nöten sieht. Denn der Wind war ihnen entgegen, aber sie waren auf der richtigen Reise. Er hatte sie ausgesandt. Nicht jeder Gegenwind zeigt, dass wir auf einem falschen Weg sind. Im Gegenteil, oft ist es gerade ein Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber bei Jona gibt es auch Situationen, wo es zeigt, dass wir auf einem falschen Weg sind. Kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen, wandelnd auf dem See? Ja, das war eine harte Reise und wahrscheinlich hätten die Jünger gewünscht. Jetzt, jetzt muss doch der Herr endlich kommen. Jetzt muss doch dieses diese Not zu Ende sein. Aber er kommt erst in der vierten Nachtwache. Er weiß, wie lange Jünger aushalten können und er kommt immer, wie man gesagt hat, spätestens zur rechten Zeit wandelnd auf dem See. Das ist der Sohn Gottes, der einfach über den See geht. Was für ein Wunder. Was zeigt das, dass er über allem steht? Und er wollte an ihnen vorübergehen. (00:05:03) Wollte er das? Ja, er wollte sie prüfen, ob sie ihn rufen zu sich ins Schiff. Als sie ihn aber auf dem See wandeln sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst und schrien auf, denn alle sahen ihn und wurden bestürzt. Ein Gespenst? Die Jünger haben nicht an Gespenster geglaubt. Die waren nicht törichter, als wir es sind. Aber in einer solchen Situation, da denkt man auf einmal, das kann doch nicht wahr sein. Er aber redete sogleich mit ihnen und spricht zu ihnen, seid guten Mutes. Ich bin es. Fürchtet euch nicht. Der Jesus lässt uns in der Not nicht. Er könnte ja sagen, wenn er mich nicht erkennt, dann gehe ich weiter. Das tut er nicht. Der Jesus hat ein Herz auch für uns, auch wenn wir ihn nicht in den Umständen erkennen. Er erkennt uns. Er liebt uns. Er kümmert sich um uns. Er hilft uns. Auch in deinem Dienst, auch wenn da Not ist, auch wenn Wind entgegen ist. Der Herr kommt zu deiner Hilfe. Und er stieg zu ihnen in das Schiff und der Wind legte sich. (00:06:04) Ja, der Jesus ist da und der Jesus geht zu ihnen. So kommt er auch zu dir in dein Dienstschiff, in dein Lebensschiff. Wenn du auf dem Dienst bist, es schwer wird und dann ist er da. Und in einem Augenblick sind die ganzen Probleme erledigt. Haben wir das nicht oft erfahren? Warum haben wir so wenig Vertrauen, obwohl wir das so oft genau so erlebt haben? Der Jesus lässt dich nicht allein. Und sie erstaunten sehr über die Maßen bei sich selbst und verwunderten sich, denn sie waren durch die Brote nicht verständlich geworden, sondern ihr Herz war verhärtet. Wie oft haben auch wir erlebt, dass der Herr Wunder getan hat, jetzt nicht äußerliche Wunder, aber dass die Dinge sich auf einmal erledigt haben, die wie ein Berg vor uns standen. Und trotzdem haben wir nicht Vertrauen gelernt und trotzdem gleichen wir den Jüngern, die irgendwie immer wieder neu erstaunt sind. Das kann der Herr. Das tut er. Ja, das tut er. Und warum vertrauen wir ihm nicht, dass er einen guten Weg mit uns geht, (00:07:02) selbst wenn wir das in der jetzigen Situation gerade nicht erkennen? Und als sie ans Land hinübergefahren waren, kamen sie nach Genezareth und legten an. Auf einmal war die Reise zu Ende. Das geht manchmal ganz schnell. Da sind die Mühen und man denkt, es geht nicht zu Ende. Aber kaum ist der Herr bei uns. Kaum haben wir ein Bewusstsein, dass er da ist. Er ist ja immer bei uns. Dann ist das Problem vorbei und wir sind am Ziel. Und als sie aus dem Schiff gestiegen waren, erkannten sie ihn sogleich, die Menschen dort und liefen in jener ganzen Gegend umher und fingen an, die Leidenden auf den Betten umherzutragen, wo sie hörten, dass er sei. Der Jesus ist wieder der Anziehungspunkt. Der Jesus ist, wo immer er ist, der Anziehungspunkt. Deshalb lasst auch uns immer zu ihm gehen und lasst uns die Menschen zu ihm bringen. Da sind sie an der rechten Stelle. Hier finden wir jetzt eine Gelegenheit, die uns vorausblicken lässt in den Segen des tausendjährigen Reiches, wo alle zu dem Herrn Jesus gebracht werden, wo er zum Segen für alle tätig sein wird und die Krankheiten heilen wird. (00:08:03) Und wo irgendeiner eintrat in die Dörfer und in die Städte oder in Gehöfte, legten sie die Kranken auf den Märkten hin und baten ihn, dass sie nur die Quaste seines Gewandes anrühren dürften. Und so viele, die ihn anrührten, wurden geheilt. Jeder, der zu dem Herrn Jesus kam, so viele ihn anrührten, wurden geheilt. Das ist doch heute so. Er ist der Retter, er allein und wer den Herrn Jesus anrührt, das heißt, wer ihn im Glauben als Retter annimmt, wer ihm seine Sünden bekennt, der ist gerettet für Zeit und Ewigkeit. Lasst uns mehr von ihm zeugen, lasst uns mehr zu dem Herrn Jesus hinbringen. Er ist der Retter und er hilft in jeder Lebenssituation, für jeden Menschen, für jedes Bedürfnis auch heute. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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Artikelreihe: Markusevangelium

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