Markus 14,62-65


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(00:00:00) Der Herr Jesus erweist sich auch in den tiefsten Leiden als der vollkommene, als der vollkommen hingegebene für Gott, seinen Vater und auch für uns. Wir haben gesehen, wie der Herr Jesus gefangen genommen wurde, wie falsches Zeugnis gegen ihn abgelegt wurde, ohne dass man ein übereinstimmendes Zeugnis hätte finden können. Und zum Schluss haben wir gelesen in Markus 14, dann in Vers 61, dass der Herr Jesus von dem Hohen Priester gefragt worden ist, bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten? Bist du der Messias, bist du derjenige, der im Alten Testament vielfach angekündigt worden ist, der der Sohn Gottes ist? Und jetzt finden wir, dass der Herr Jesus zu der Wahrheit spricht, zu der Wahrheit sich bekennt. Jesus aber vers 62 sprach, ich bin es und ihr werdet den Sohn des Menschen zurecht in der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Der Jesus bestätigt nicht nur, dass er der Messias ist, natürlich in einer ganz anderen Weise, als das Volk ihn erwartete. Das Volk dachte, da kommt jetzt ein Politiker, der Messias, der König, der jetzt die Feinde (00:01:02) aus dem Land jagen wird und vertreiben wird. Aber der Messias des Alten Testamentes, der Messias Gottes, der Messias, den Gott angekündigt hatte, das war der moralische König, natürlich mehr als der moralische, er war auch ein Politiker, natürlich wird er der Politiker sein, er wird jetzt nicht im bösen Sinne, wie wir das heute haben, wo wir so viele korrupte Politiker haben, sondern er wird der König sein, der Messias, der sein Volk anführen wird, damit es zur Ehre Gottes lebt und natürlich dann in dem eigenen Land auch leben wird. Aber sie haben gedacht, das wäre nur derjenige und der Jesus zeigt dann, dass er von sich als dem Sohn des Menschen spricht, dass er weit erhaben darüber ist. Psalm 8 spricht ja schon davon, dass der Jesus dieser Sohn des Menschen oder dass es diesen Sohn des Menschen geben wird und was diesen Sohn des Menschen kennzeichnen wird. Was ist der Mensch, Psalm 8 Vers 5, dass du seiner gedenkst und des Menschen Sohn, dass du auf ihn acht hast, denn ein wenig hast du ihn unter die Engel erniedrigt und mit Herrlichkeit und Pracht hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher gemacht über die Werke deiner Hände und alles hast du unter (00:02:04) seine Füße gestellt. Das ist der wahre Messias, das ist der wahre König, das ist der Herr Jesus, der dieser verherrlichte Sohn des Menschen sein wird. Aber dadurch wird auch deutlich, was dem vorausgehen muss, dass er erst leiden musste, dass er sogar unter die Engel erniedrigt werden müsse. Aber der Jesus sagt noch etwas mehr hier in dieser Antwort. Ihr werdet den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen. Er ist eben der Sohn des Menschen, er ist wahrhaftig Mensch, er ist vollkommener Mensch und er würde einen Ehrenplatz bekommen. Wer war er hier? Er war doch hier gerade derjenige, der gefangen vor dem Hohen Priester stand, der ihn befragte. Aber der Jesus sagt, wer er wirklich ist. Er ist derjenige, der im Alten Testament angekündigt worden ist, derjenige, der Macht und Herrlichkeit haben wird, aber nicht allein auf der Erde, sondern auch im Himmel. Ihr werdet ihn zur Rechten der Macht sitzen sehen. Natürlich könnte man das hier auf einen Thron auf der Erde beziehen. Aber das, was wir im Alten Testament finden, und darauf nimmt der Jesus Bezug, nämlich auf Daniel 7, da finden wir in Vers 13, ich schaute in den Gesichtern der Nacht und siehe, (00:03:04) mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn. Und er kam zu dem Alten an Tagen, das ist Gott, der ewige Gott, und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker und Völkerschaften und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird. Darauf nimmt der Jesus Bezug, auf diese Weissagungen des Alten Testamentes, die von ihm in seiner Herrlichkeit sprechen. Bist du der Christus? Ja, sagt der Jesus, ich bin es, aber ich bin weit mehr. Ihr werdet den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Das heißt, der Jesus zeigt, ich bin die Erfüllung dessen, was im Psalm 8 und in Daniel 7 von dem geschrieben steht, der der wahre Prophet, ja, der weit mehr ist der Sohn des Menschen, der Sohn Gottes. Herr Jesus steht zu der Wahrheit, auch wenn er natürlich wusste, was das für eine Folge haben würde. (00:04:01) Die lesen wir jetzt in Vers 63. Der hohe Priester aber zerriss seine Kleider und spricht. Was brauchen wir noch, Zeugnis? Durfte der hohe Priester seine Kleider zerreißen? Wir lesen in 3. Mose 10. Wir schlagen diesen Vers auf. In 3. Mose 10 heißt es in den Versen 6 und 7. Und Mose sprach zu Aaron und zu Elias und zu Itamar, seinen Söhnen, eure Häupter sollt ihr nicht entblößen und eure Kleider nicht zerreißen, damit ihr nicht sterbt und ihr Gott nicht erzürne über die ganze Gemeinde. Das heißt, wenn ein Priester, ein hoher Priester, seine Kleider zerreißen würde, dann würde Gott zürnen. Und am Anfang hat er auch in dieser Macht dann eingegriffen. Wir denken an Nadab und Abihu, die Söhne von Aaron, die fremdes Feuer brachten. Das tat Gott hier nicht. Der Zustand des Volkes insgesamt, der Zustand der Führer war so schlecht, dass Gott das zugelassen hat. Nun, hier ging es ja auch darum, dass sein Sohn jetzt dieses Erlösungswerk vollbringen würde. Der hohe Priester zerreißt seine Kleider. Warum? (00:05:01) Um so zu tun, dass er empört ist, dass da eine Lästerung geschehen ist. In Wirklichkeit war er der Böse, war er der Boshafte. Hat er den Sohn Gottes selbst, hat er verurteilt, was wird das einmal für ein Gericht sein für diesen Kaiaphas, wenn er wie noch einmal vor Christus stehen wird, aber dann in völlig vertauschten Rollen an dem großen weißen Thron und dann wird er vor ihm niederfallen müssen. Da wird er bekennen müssen, was er für eine schändliche Verurteilung vorgenommen hat, wissend, dass der Jesus der Gerichte, der Vollkommene ist. Jetzt ist er schon im Hades, dieser hohe Priester und erwartet sein furchtbares Gericht. Er zerrißt seine Kleider und spricht. Brauchen wir noch Zeugen? Natürlich nicht. Jetzt hat er doch erwiesen, dass er der sich Anmaßende ist, dass er der Lästernde ist, der meint, er könnte sich zu Gott machen. Das ist die boshafte Interpretation dieser bösen Menschen. Was brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt die Lästerung gehört. Was meint ihr? Sie aber verurteilten ihn, dass er des Todes schuldig sei. Nun im jüdischen Gesetz, in dem Gesetz des Alten Testamentes, das Gott gegeben hat, war (00:06:05) das natürlich Lästerung oder besser wäre das Lästerung gewesen, wenn der Jesus nicht wirklich dieser verherrlichte Sohn des Menschen sein würde, wenn er nicht der Christus gewesen wäre, wenn er nicht der Sohn Gottes gewesen wäre. Aber er war es und er hatte es. Viele Male hat er das erwiesen durch die vielen Wunder, die er getan hat, durch das Offenbaren der Herzenseinstellung, dass nur der Sohn Gottes, dass nur Gott selbst eben wissen konnte. Sie verurteilten ihn. Was für eine schändliche Verurteilung. Und einige fingen an, ihn anzuspeien, das heißt anzuspucken und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen. Jetzt kommt die ganze Brutalität, der ganze Hass, die ganze Bosheit des Menschen und jeder Führer hervor. Waren sie religiöse Menschen? Haben sie sonst nicht immer so ein äußeres Gewand von Heiligkeit, von Frömmigkeit, von Gelassenheit, von Hingabe getragen? (00:07:01) Aber in Wirklichkeit kommt jetzt hervor, was in ihren Herzen war, was da an Bosheit, an bösem Willen war. Das, was Gott gesagt hat in 1. Mose 6, die Welt war voll Verderbtheit, Verdorbenheit und Gewalttat. Das finden wir hier. Verdorbenheit, wie sie versuchten und auch geschafft haben, den einzig Reinen, der an diesem Ort gewesen ist, zu verurteilen, des Todes schuldig zu bezeichnen. Die Einzigen, die des Todes schuldig waren, das waren sie, nicht er. Er war der Einzige, der das Recht hatte zu leben, aber er war bereit zu sterben. Und dann kommt diese ganze Brutalität hervor, die der Mensch jetzt nicht mehr kaschieren kann, die er nicht mehr verbergen kann. Satan stachelt das alles an. Und sie tun das noch in einer hassvollen Weise. Sie verhüllen sein Angesicht in der Meinung, er könnte nicht sehen, wer ihn jetzt schlägt und schlagen ihm mit Fäusten, was für eine primitive Art und Weise, mit ihm umzugehen. Aber das ist der Mensch. Das sind wir Menschen. Und dann sagen sie zu ihm, Weissage, jetzt könntest du ja mal zeigen, dass du Gott bist, (00:08:01) indem du weissagst, wer das tut. Und der Jesus brauchte nicht zu weissagen, er konnte das alles sehen, weil er der Sohn Gottes ist. Aber er hat geschwiegen. Wir haben nur dieses eine Mal in diesem Verhör, dass der Jesus sprach, in dem Wissen, dass er gerade deswegen verurteilt werden würde, weil er zu der Wahrheit seiner Person stand. Aber er hat gesprochen. Er hat sich nicht verteidigt, sondern er hat zu der Herrlichkeit, die wahr war, zu der Herrlichkeit, die seine Person betrifft. Er hat zu dieser Frage des hohen Priesters eine Antwort gegeben und die Diener schlugen ihm ins Angesicht. Wie furchtbar, dass wir sehen, wie der Herr Jesus behandelt worden ist. Wir waren letztlich mit dabei. Wir waren auch nicht besser. Wir können nur aus großer Gnade mit Dankbarkeit zurückschauen und sagen, Gott sei Dank, dass er unser Herzen, unser Gewissen erreicht hat, dass wir uns bekehren durften. Aber hier sehen wir, mit welcher Hingabe der Jesus auch in diesen körperlichen, furchtbaren körperlichen Leiden, aber auch in diesen seelischen Leiden von seinem eigenen Volk, von dem der behauptete hohe Priester zu sein und die Rechte Gottes und die Rechte des Volkes (00:09:04) zu verteidigen, wie er von ihm in schändlicher, in böser, in boshafter, in gemeiner Weise behandelt worden ist. Ihm die Ehre, ihm allein, unserem Herrn Jesus Christus.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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