Markus 7,6-13


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(00:00:00) Herzlich Willkommen zu einem neuen Podcast über das Markus-Evangelium, heute über Markus 7, Abfer 6. In den ersten fünf Versen haben wir gesehen, dass die Juden den Herrn Jesus belauerten, ihn und seine Jünger, inwiefern sie wirklich nach den Vorschriften der Juden ihre Reinigungszeremonien ausführten. Und das taten die Jünger des Herrn Jesus nicht, der Jesus aber anscheinend doch. Und jetzt, nachdem sie den Herrn Jesus befragt hatten wegen seiner Jünger, finden wir, wie er ihnen antwortet. Die Jünger hatten das nicht getan. War das verkehrt? Vers 6, Ist es verkehrt, den Herrn Jesus mit den Lippen zu ehren? Nein, das ist nicht verkehrt. Aber das Herz muss dahinter stehen. Es geht nicht um eine äußere Form, auch heute nicht. Wir müssen unwahrscheinlich aufpassen, dass wir nicht Formen über (00:01:05) das Innere setzen. Natürlich wird das Innere deutlich auch durch unser Äußeres, das ist ja keine Frage. So wie ich spreche, das hat auch mit meinem Herzen zu tun. Aber das Entscheidende ist, es muss aus dem Herzen kommen. Ich kann eine Form haben, die mit meinem Herzen nicht verbunden ist. Und dann ist das nichts als Heuchelei. Dann ist das für Gott abscheulich. Vergeblich aber, führt der Jesus diesen Gedanken fort, vergeblich aber verehren sie mich, indem sie erstens als leeren Menschen Gebote lehren. Warum haben sie nicht Gottes Wort gelehrt? Gott hat über Reinigung im Alten Testament sehr viel zu sagen. Aber wir suchen vergeblich etwas, das er gesagt hätte, wie sie die Hände waschen müssten. Ja, wenn die Priester den Opferdienst hatten, dann mussten sie eher ein Becken benutzen. Dann mussten sie ihre Hände und Füße waschen. Wir wissen, dass das für uns eine geistliche Bedeutung hat. Aber wenn (00:02:03) es um das Essen ging, hat Gott keine Vorschriften gemacht. Das war nicht das Entscheidende. Wie stand ihr Herz zu Gott? Darum ging es. Menschen Gebote. Das können wir machen. Wir können statt Gottes Wort zu lehren, statt das zu lehren, was Gott sagt, können wir menschliche Gedanken, die an sich nicht verkehrt sein müssen, können wir höher hängen als Gott. Gottes Wort, Gottes Gedanken. Das Gebot Gottes habt ihr aufgegeben und die Überlieferung der Menschen haltet ihr. Das, was Gott ihnen gesagt hat und Gott hat im Alten Testament schon immer auf das Herz hingewiesen. Wenn es zum Beispiel um die Beschneidung geht, dann hat Gott schon im Alten Testament gesagt, dass es eine Beschneidung des Herzens gibt, dass es darum geht, dass man innerlich Gott gegenüber richtig steht, sich Gott und seine Wort unterwirft. Es ging ihm nie allein um eine äußerliche Form, auch bei den Geboten nicht. Und das hatten sie aufgegeben. (00:03:01) Sie hatten Menschen Gebote gelehrt und hatten Gottes Gebot aufgegeben. Die Überlieferung der Menschen haltet ihr. Waschungen der Krüge und Becher und vieles andere dergleichen tut ihr. Und er sprach zu ihnen, geschickt hebt ihr das Gebot Gottes auf, um eure Überlieferung zu halten. Das ist ein ganz wichtiger Grundsatz, den wir erfassen müssen. In dem Moment, wo Menschen Gebote erheben, die wir nicht in Gottes Wort finden, stellen sie Gottes Gebote zur Seite, hebt man Gottes Gebote auf. Denn das, was Gott getan haben möchte, hat er in seinem Wort geschrieben. Und wenn Gott etwas nicht in seine Wort aufgenommen hat, dann können wir als Menschen, dann dürfen wir das auch nicht als ein Gebot erheben. Denn damit heben wir Gottes Gebot auf. Das, was Gott möchte, hat er aufschreiben lassen. Und wenn wir etwas darüber hinaus verpflichtend einführen, stellen wir Gottes Wort zur Seite. Denn wenn Gott das (00:04:02) gewollt hätte, hätte er es in seine Wort aufgenommen. Das muss uns so vorsichtig machen, menschliche Gedanken zu erheben und zu einer Verpflichtung zu erheben. Ich habe das in meiner Jugendzeit erlebt, gerade was das Äußere betrifft, was bestimmte Formen betrifft, dass man Gläubige dazu verpflichtet hat. Der Inhalt der Gedanken mag ja richtig gewesen sein. Und wenn man das als Empfehlung ausgesprochen hätte, wäre das schon gut gewesen. Aber wenn man das als eine Pflicht macht, dann schiebt man damit automatisch Gottes Wort beiseite. Lasst uns das bedenken, wenn wir irgendwelche Gebote erheben, die Gottes Wort so nicht gibt. Geschickt hebt ihr das Gebot Gottes auf, um eure Überlieferung zu halten. Damit stelle ich meine Meinung, meine Auffassung, stelle ich mein Wort, mein Gebot über Gottes Wort, über das, was Gott sagt. Und damit stelle ich mich über Gott. Das ist purer Hochmut. Dessen sind wir uns oft nicht bewusst. Wir mögen es gut meine. Und ich glaube, (00:05:03) dass die Rabbiner es ursprünglich auch gar nicht so schlecht meinten. Sie wollten sich nicht erheben. Aber der Jesus offenbart, was wirklich dann passiert. Denn Mose hat gesagt, und jetzt nimmt der Jesus ein Beispiel, ehre deinen Vater und deine Mutter. Und wer Vater oder Mutter schmält, soll des Todes sterben. Das heißt, Gott hat festgelegt, dass die Eltern einen Ehrenplatz im Herzen ihrer Kinder haben müssen. Und zwar nicht nur, wenn sie im Haushalt der Eltern leben, sondern grundsätzlich. Was haben sie gemacht? Ihr aber sagt, wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht, Korban, das ist eine Gabe, das ist ein hebräischer Ausdruck, Korban für die Opfergabe, die Gabe für Gott, sei das, was irgend dir von mir zunutze kommen könnte. Das heißt, die Juden haben gesagt, man muss ja den Eltern Unterstützung geben. Die Eltern, wenn sie älter geworden sind, waren nicht mehr in der Lage, für ihr Auskommen zu arbeiten. Und da waren die Kinder (00:06:04) verantwortlich zu geben, die erwachsenen Kinder. Aber jetzt konnte ein erwachsener Sohn sagen, Korban, Gabe Gottes. Und so lasst ihr, sagt der Jesus, ihnen nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun. Das heißt, in dem Moment, wo jemand Korban sagte, konnte dieses Geld nicht mehr den Eltern gegeben werden. Und damit waren offensichtlich die Söhne, die Kinder, die erwachsenen Kinder der Verpflichtung ledig, sich um die Eltern zu kümmern. Denn das wollten sie ja eigentlich tun. Aber dann kam Gott scheinbar an erster Stelle. Und dann haben sie das Ganze Gott gegeben. Und das war pure Heuchelei. Indem ihr, sagt der Jesus, das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt. Das heißt, sie haben sich damit gegen Gottes Wort gestellt. Gott hat gesagt, sie sollten Eltern ehren. Und man sollte nichts gegen die Eltern tun. Wer Vater oder Mutter schmäht, soll des Todes sterben. Und der Jesus sagt (00:07:04) ihnen damit, dadurch, dass sie scheinbar heilig jetzt das dem Tempel gaben und damit natürlich zum Wohlgefallen, ich sag mal, der Führer des Volkes Israel, der Hohen Priester, der Ältesten, der Pharisäer dann gewesen sind, haben sie aber letztlich die Eltern geschmäht. Und haben sie damit letztlich Gottes Wort übertreten. Und haben sie damit letztlich Gott geschmäht, der eine ganz andere Verpflichtung ihnen gegeben hat. Und haben damit Menschen Worte über Gottes Wort gestellt. So kann etwas, was scheinbar gottesfürchtig wird, was scheinbar heilig wirkt, in Wirklichkeit purer Ungehorsam gegen Gottes Wort sein. Deshalb lasst uns aufpassen bei dem, was wir als menschliche Gebote, als Worte erheben, ob wir uns damit nicht gegen Gott stellen. Und vieles dergleichen tut ihr. Das war also nur ein Beispiel für das böse Handeln dieser Juden, dass die (00:08:02) menschliche Worte, sie mögen sie noch so verständlich, noch so nachvollziehbar gewesen sein. Vielleicht waren die Rabbiner in einer Zeit tätig, als sie gesehen haben, dass das Haus Gottes verkam. Dass man sich im Sinne von Haggai nicht mehr um das Haus Gottes kümmerte. Und haben sie überlegt, wie können wir das ändern? Gut gemeint, schlecht gemacht. Denn damit stellten sie sich gegen Gottes Wort. So wollen wir bei allem, was wir sagen, was wir auf die Gewissen der Gläubigen legen, wollen wir uns fragen, sagen wir jetzt etwas, was über Gottes Wort hinausgeht? Und was damit sich gegen Gottes Wort stellt und damit über Gottes Wort stellt? Lasst uns da wachsam sein. Wir können einen klaren Blick im Blick auf andere haben, haben wir einen klaren Blick im Bezug auf uns selbst. Vieles dergleichen tut ihr. Das kann man in vielen Bereichen des Lebens tun. Ist Gott damit ungehorsam? Das wollen wir nicht. Wir wollen doch Gott von Herzen gehorsam sein. Wir wollen das Äußere nicht über das Innere stellen, ohne das Äußere nebensächlich zu machen. (00:09:02) Wir wollen das Herz erreichen, das Gewissen und damit auch in äußerer Hinsicht ein Leben zur Ehre des Herrn führen.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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