Markus 15,39-47


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(00:00:00) Der Herr Jesus hat sein Leben in den Tod gegeben. Der Herr Jesus ist gestorben. Er hat sühnende Leiden auf sich genommen und wir beten ihn dafür an. Wir haben aber beim letzten Mal auch gesehen, in Markus 15 Vers 35 bis 38, dass der Spott und der Hass und die Ablehnung des Menschen, der Juden, damit nicht zu Ende gekommen waren. Sie haben erleben müssen eine Finsternis drei Stunden lang, aber sofort in dem Moment, wo sie vorbei ist, machen sie weiter. Und dann haben wir gesehen, dass der Schöpfer Himmels und der Erde gestorben ist, dass er verschied und dass es sofort eine Reaktion gab und Gott hat deutlich gemacht, dass er dieses Werk wirklich annimmt. Er hat das ja noch nicht sichtbar vor den Menschen gemacht in dem Sinne, weil das durch die Auferstehung, durch die Auferweckung des Herrn Jesus zu unserer Rechtfertigung deutlich geworden ist. Und doch hat er sofort den Vorhang des Tempels zerreißen lassen und damit deutlich gemacht, dass das Werk ist so gewaltig, dass Menschen, die den Herrn Jesus als Retter annehmen, jetzt auch zu Gott kommen können, weil Gott zu uns Menschen gekommen ist, nicht nur in der Person (00:01:03) des Herrn Jesus, dass es natürlich war, sondern auch dadurch, dass jetzt auf der Grundlage seines Werkes Gott seinen Segen, seine Liebe Menschen kundtun kann und ihnen das Evangelium, die gute Botschaft, das Evangelium der Herrlichkeit Gottes verbreiten und verkünden lassen kann. Aber das ist nicht die einzige Reaktion. Wir sehen jetzt in Vers 39, als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber dabei stand, sah, dass er so schrie und verschied, sprach er wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. Wir sehen also jetzt Reaktionen von Menschen und das Erste ist, dass da ein heidnischer Hauptmann sofort erkennt, das ist nicht normal, dass jemand nicht aus Schwäche stirbt, weil er eben nicht mehr kann, sondern dass er am Ende einen Ruf tut, dass er so schrie und verschied. Da merkt er, das ist nicht normal, da ist etwas ganz Außergewöhnliches passiert. (00:02:03) Nicht, dass wir sagen können, dass dieser Hauptmann jetzt sich bekehrte, dass er den Herrn Jesus als Retter angenommen hat, aber er hat anerkannt, dass derjenige, der da hing, mehr ist als nur ein Mensch, dieser Mensch war Gottes Sohn. Was für ein wunderbares Urteil, was für ein wunderbares Bekenntnis hat Gott bewirkt in diesem Mann, dieser Mensch war Gottes Sohn. Wenn die Juden den Herrn Jesus weiter verspotteten, dann hat Gott dafür gesorgt, dass Steine schreien, wie es einmal heißt, dass Steine sich, nämlich die Nationen, dass sie rufen und vor dem Herrn Jesus gewissermaßen niederfallen und bezeugen, dass der Herr Jesus wirklich Gottes Sohn ist. Aber das ist nicht die einzige Reaktion. Vers 40, es waren aber auch Frauen, die von weitem zusahen, unter denen auch Maria Magdalene war und Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und von Josephus und Salome, die ihm, als er in Galiläa war, nachgefolgt waren und ihm gedient hatten und viele andere mit (00:03:02) ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren. Wir sehen also, dass es hier auch eine ganze Anzahl von Frauen gab, das ist auch irgendwie bemerkenswert. Wir finden keine Männer unter dem Kreuz. Ja, da war Johannes, das war der Einzige, den wir dort finden, Johannes 19, dem der Herr Jesus seine Mutter, also Maria, anvertraut und umgekehrt. Ansonsten lesen wir nur von Frauen. Sie hatten Herzen für den Herrn Jesus. Sie waren mit dem Herrn Jesus gegangen, sie hatten dem Herrn Jesus von ihrer Habe etwas gegeben. Sie waren ihm nachgefolgt, als er in Galiläa war und als erste wird hier Maria Magdalene genannt und das ist ja irgendwie beeindruckend. Diese Frau, von der mehrere Dämonen ausgetrieben worden waren, sie war diejenige, die dem Herrn Jesus deshalb ganz besonders ergeben war. Wem viel vergeben worden ist, wer von vielem geheilt worden ist, der liebt viel. Das hat der Jesus selber einmal gesagt im Blick auf eine Sünderin, die ihm die Füße (00:04:01) gesalbt hat und das sagte er gegenüber einem Pharisäer und hier sehen wir das. Maria Magdalene, der war viel vergeben worden und das hatte sie in ihrem Herzen, sie hatte das Bewusstsein davon und deshalb finden wir, dass sie auch mit dieser vielen Liebe zu dem Herrn Jesus gekommen ist. Ja, das beeindruckt uns, dass es doch Frauen gab, die unter dem Kreuz waren, Frauen waren, die so nah wie möglich bei dem Herrn Jesus sein wollten, nur sie haben nicht viel verstanden. Sie haben von dem Sündernden Werk des Herrn Jesus nicht viel verstanden. Da war eine andere Frau, Maria von Betanien, von der wir in Markus 14 gelesen haben, die irgendwie ein Empfinden hatte, dass der Jesus jetzt sterben würde. Aber diese Frauen, die liebten den Herrn Jesus und diese Liebe ist irgendwie vorbildlich. Wenn wir eben gesehen haben bei dem Hauptmann, da war das Anerkennen der Größe des Herrn Jesus und wir wollen mehr von der Größe des Herrn Jesus erkennen und so vor ihm niederfallen. Da wollen wir aber auf der anderen Seite auch diese Liebe haben in unseren Herzen, wollen ihn mehr lieben, wollen eine Reaktion geben auf diese Hingabe des Herrn Jesus, auf seinen (00:05:02) Tod, auf diese Leiden, indem wir ihn selbst lieben. Viele andere, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren, die haben das hinter sich gelassen, also in dem Sinne, dass sie das für eine Zeit aufgegeben haben um des Herrn Jesus Willen. Was waren sie bereit für den Herrn Jesus, ihr komfortables Leben in Galiläa, im nördlichen Teil hinter sich zu lassen für eine Zeit und einfach für den Herrn Jesus da zu sein. Uns wird ja nicht aufgetragen und wir haben nicht die Aufgabe, unser Leben hinter uns zu lassen, unser Familienleben schon gar nicht, unsere Häuser, aber ist etwas davon da in unserem Leben, dass wir für den Herrn Jesus da sind, dass wir uns Zeit nehmen für den Herrn Jesus, um ihm zu dienen und die Aufträge, die er uns gibt, dann auch auszuführen. Und als es schon Abend geworden war, Fest 1942, weil es Rüsttag war für diesen großen Sabbat, das ist der Vorsabbat, eben der in Verbindung mit diesem Passafest und damit ein ganz besonderes, ein großer Sabbat war, kam Josef von Arimatier, ein angesehener Ratsherr, (00:06:03) der auch selbst das Reich Gottes erwartete und ging kühn zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu. Jetzt sehen wir, dass doch ein Mann tätig wurde. Das ist sozusagen jetzt die dritte Gruppe, die dritte Person. Es war Abend, es war Richtung Abend, wir haben ja gesehen, dass der Jesus zur neunten Stunde, 15 Uhr, dass er dort dann starb, kurz nach 15 Uhr. Dann finden wir, dass nach Johannes 19 auch diese Soldaten kamen und eben die Beine nicht gebrochen haben von dem Herrn Jesus, weil er schon gestorben war, aber diesen Sperrstich durch seine Seite vollzogen haben. Und dann kommt jetzt Josef von Arimatier und jedes Evangelium, jeder Evangelist hat etwas Besonderes von ihm zu sagen. Hier sehen wir, dass er ein angesehener Ratsherr war, das heißt, er hatte einen Ruf, angesehen nicht durch seinen Reichtum, er war ein reicher Mann, sondern durch seine Würde, durch seine Moral, durch seine Ethik, er war ein angesehener Ratsherr, der auch selbst das Reich Gottes erwartete. (00:07:01) Er war nicht einfach nur ein Teil von irgendeiner Gruppe, sondern er hatte eine persönliche Erwartung dahingehend, dass Gott kommen würde und sein Reich in Macht und Herrlichkeit aufrichten würde. Er erwartete offensichtlich den Messias. Was für eine Haltung. Jetzt ging er kühn zu Pilatus hinein, vorher war er ein verborgener Jünger, jetzt aber ist er kühn. Der Tod des Herrn Jesus hat bei ihm etwas ausgelöst. Was löst der Tod des Herrn Jesus in deinem Leben aus? Kühnheit, um den Herrn Jesus nachzufolgen, um den Herrn Jesus zu bezeugen. Wir wollen uns das zu Herzen nehmen und baten um den Leib Jesu. Der Jesus war zum Tode verurteilt worden, das heißt, jemand, der sich auf seine Seite stellte, musste damit rechnen, dass auch ihm das traf, aber das war diesem Mann jetzt nicht wichtig. Ihm war wichtig, für den Herrn Jesus da zu sein. Er bat um den Leib Jesu, weil er ihn bestatten wollte. Pilatus aber vers 44 wunderte sich, dass er schon tot sei. Das führt ja zu dem, was dann in Johannes 19 uns berichtet wird. Und er rief den Hauptmann herzu und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er es von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er Joseph den Leib. Der Hauptmann hat dann also nicht nur bezeugt, dass der Jesus Gottes Sohn ist, sondern hat (00:08:03) offenbar gesagt, dass da etwas ganz außergewöhnlich, etwas Besonderes gewesen ist. Vielleicht hat das Pilatus einen Moment auch beeindruckt. Und Gott führt dazu, dass jetzt nicht weiter sündige Hände den Herrn Jesus irgendwie anfassen dürfen, irgendetwas mit ihm tun dürfen, sondern dass dieser gläubige Mann den Herrn Jesus vom Kreuz abnehmen darf. Gott war es, der Joseph durch Pilatus den Leib des Herrn Jesus hat abnehmen lassen. Es ist interessant, dass hier in Vers 45 ein anderes Wort benutzt wird für den Leib Jesu als in Vers 43. Er ging kühn zu Pilatus, Joseph, und bat um den Leib Jesu. Da wird der Leib ganz in normaler Weise bezeichnet. Für ihn war das Jesus, wie das an anderer Stelle war. Aber hier sehen wir, dass jetzt ein Wort benutzt wird, das an anderer Stelle durchaus auch mit Leichnam übersetzt wird. Und jedenfalls wird das in einigen Handschriften so gelesen und wahrscheinlich ist das auch (00:09:02) so. Aber bei dem Herrn Jesus ist es trotzdem richtig, dass es mit Leib übersetzt wird. Es wird nur deutlich, es geht um den gestorbenen Leib des Herrn Jesus, dem wird Joseph von Arimathea geschenkt. Und er kaufte feines Leinentuch, nahm ihn herab und wickelte ihn in das feine Leinentuch und legte ihn in eine Gruft, die aus einem Felsen gehauen war. Aus anderem Evangelium wissen wir, dass Joseph da seine eigene Grabstätte für benutzt, in die niemand bisher gelegt war. Normalerweise ist das ja so, dass ein Grab für mehrere Generationen war, aber Joseph hatte sich ein Grab ausgehauen, aushauen lassen, was eben noch nicht benutzt war und wo er der Erste gewesen wäre. Und gerade das benutzt Gott, um jetzt eben dafür zu sorgen, dass der Herr Jesus in einer reinen Stätte, wo eben noch nichts Unreines, noch kein Leichennam gewesen ist, dass dort sein gestorbener Leib hingelegt wird. Noch ein Wort, was ich eben vergessen habe zu sagen. Diese ganze Bericht über den Hauptmann und Pilatus und das Gespräch mit ihm, ist ja (00:10:04) nur Markus, der das berichtet. Das ist irgendwie auch bemerkenswert, dass in aller Kürze, wie er spricht, aber doch diese Einzelheit hier gesagt wird. Auch dass Joseph von Arimathea jetzt feines Leinentuch kaufte. Er konnte ja nicht wissen, ob er den Körper des Herrn Jesus dort, den Herrn Jesus bestatten durfte. Und so, als er diese Erlaubnis hatte, kaufte er jetzt diesen Leinentuch, um dann den Herrn Jesus in rechter Weise zu bestatten in diesem reinen Grab. Und er wälzte einen Stein an den Eingang der Gruft, um sie abzuschließen. Wir müssen davon ausgehen, dass Joseph von Arimathea auch nicht jetzt wirklich damit rechnet, dass der Herr Jesus aus den Toten auferstehen würde. Aber Gott sorgte dafür, dass auf diese Weise auch deutlich wurde, dass der Jesus wirklich gestorben war und dass die Auferstehung nicht irgendwie durch einen Diebstahl oder dergleichen vorgetäuscht wurde, sondern dass sie real war. Aber Maria Magdalena und Maria, die Mutter von Joseph, sahen zu, wo er hingelegt wurde. Wieder finden wir diese Frauen, die voller Hingabe zu dem Herrn Jesus kommen und warten (00:11:05) und sagen, ich möchte in der Nähe dessen sein. Jetzt war er gestorben, aber es war ihr Heiland. Es war ihr Meister. Es war ihr Retter. Bei dem wollten sie sein, bei dem wollten sie bleiben. Ja, wir sehen, dass hier auch erfüllt wird, was durch den Propheten Jesaja schon vorher gesagt worden war. In Jesaja 53 lesen wir das in Vers 9. Man hat sein Grab bei Gottlosen bestimmt, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist. Ja, anbeten stehen wir hier vor dem Herrn Jesus, der damals der Gestorbene war, der in dieses Grab gelegt wurde. Alle Hoffnungen vorbei. Nein, aber es musste erfüllt werden. Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung. Er musste sterben. Er musste drei Tage und drei Nächte, wie das vorher gesagt worden ist, in dem Herzen der Erde sein. Und das war er. Was für eine Zeit. Nein, was für ein Heiland, vor dem wir in aller Ehrfurcht, in aller Anbetung niederfallen.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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