Markus 7,14-23


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(00:00:00) Wir stehen bei unserem Podcast über das Markus-Evangelium in Kapitel 7 Vers 14. In den ersten zwölf Versen hat der Herr Jesus deutlich gemacht, dass die Traditionen, z.B. über Waschungen, aber auch über Kindererziehung, über das Verhalten zu den Eltern bei den Juden höher stand als das Wort Gottes. Ihre Traditionen setzten das Wort Gottes beiseite und der Herr Jesus tadelt das in scharfer Weise. Jetzt geht es weiter, und als er die Volksmenge wieder herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen, d.h. der Herr Jesus möchte über dieses Thema noch etwas weiteres zu den Volksmengen sagen. Hört mich alle und versteht, hört mich alle, d.h. der Herr Jesus möchte, dass jeder zuhört, das sagt er damals, das sagt er auch heute. Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn eingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was von ihm ausgeht, ist es, was den Menschen verunreinigt. Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre. Der Jesus macht also jetzt deutlich, dass die Verunreinigung, von der die Pharisäer (00:01:04) und die Schriftgelehrten und diese Rabbiner viel gesprochen haben, wir haben das gesehen, dass sie feste Vorschriften über das Waschen hatten, von oben, von unten, wie oft, und sie meinten, damit wäre man rein. Und tatsächlich hatte Gott im Alten Testament zeremonielle Vorschriften auch über die Reinheit, über die Waschungen gegeben, aber das hatte er nicht getan, um diesen Waschungen einen zentralen Platz zu geben, sondern eigentlich stellten diese Waschungen letztlich einen Schutz für das Volk Israel in der Wüste dar, aber zweitens war es vor allen Dingen eine symbolische Bedeutung, Reinigung, die Gott damit verbannt. Und das macht er jetzt deutlich, der Herr Jesus. Er zeigt, dass nicht die äußeren Waschungen uns reinmachen oder dass man durch diese Waschungen sich reinigt, weil nicht das Äußere uns verunreinigt, sondern unser Herz, nicht das, was von außerhalb in den Menschen eingeht, das verunreinigt ihn, sondern was von ihm ausgeht. (00:02:01) Das ist auch für heute wichtig, manchmal hört man über irgendwelche Dinge, die man einnimmt, dass sie uns verunreinigen und so weiter, das ist einfach nicht wahr, wir sehen das hier, dass nicht das, was wir essen, das was wir meinetwegen als Medizin einnehmen oder sonst was, das ist nicht das, was uns verunreinigt. Okkultismus und so weiter, der kommt nicht von außerhalb, sondern der kommt aus unserem Herzen, weil wir uns mit Geistern und solchen Dingen beschäftigen, das ist das, was verunreinigt, weil in unseren Herzen etwas vorhanden ist, was böse ist, das ist verunreinigend, nicht das, was wir essen, ein Buch, das ist nicht die Verunreinigung, sondern das Buch hat einen Anknüpfungspunkt, der Film hat einen Anknüpfungspunkt in unseren Herzen, dass Filme natürlich böse sein können, das ist wahr, aber nicht der Film als Material ist das, was uns verunreinigt, sondern unser Herz, was damit sich anleiten lässt, was sich anregen lässt und so weiter. Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre. Sind wir bereit wirklich auf Gott, auf Gottes (00:03:05) Wort, auf das, was der Jesus sagt, zu hören? Wir stellen also fest, nicht etwas Äußeres verunreinigt uns, sondern das Innere, dass der Herr Jesus im weiteren Verlauf des Wortes Gottes uns zeigt, dass wenn wir Gemeinschaft machen, wenn wir sogar jemanden grüßen, das ist etwas Äußeres, der eine Irrlehre hat, 2. Johannesbrief, dass er uns damit als eins sieht mit diesem Gesetzlosen, mit diesem, der eine falsche, eine böse Lehre hat. Das liegt aber daran, dass ich damit eben eine Haltung ausdrücke und die sieht Gott. Also nicht das, was von außerhalb in uns hineinkommt, nicht das verunreinigt uns, sondern das, was aus unserem Innern hervorgeht. Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Die Jünger haben das nicht verstanden und es ist gut, dass wir sehen, dass sie den Herrn Jesus befragen. Auch uns geht es oft so, oder (00:04:03) nicht, dass wir im Wort Gottes manche Dinge nicht verstehen. Und da ist es gut, zu dem Herrn Jesus zu gehen, ihn zu befragen, ins Gebet zu gehen. Er hat natürlich Hilfsquellen gegeben. Er hat solche Brüder gegeben, die als Lehrer das Wort Gottes ausgelegt haben und die uns eine Hilfe dabei geben. Und die sollten wir natürlich benutzen. Denn der Herr hat diese Gaben gegeben nach Epheser 4. Und es ist wertvoll, diese Gaben auch zu verwenden. Aber wir gehen zu dem Herrn Jesus. Wir gehen in das Gebet zu ihm, lesen das Wort Gottes unter Gebet und mit den Hilfsquellen, die er dann dazu gegeben hat. Der Jesus spricht zu ihnen, seid auch ihr so unverständlich, begreift ihr nicht, dass alles, was von außerhalb in den Menschen eingeht, ihn nicht verunreinigen kann. Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch und es geht aus in den Abort, indem er so alle Speisen für rein erklärte. Damit erklärt der Herr Jesus auch im Blick auf die heutige Zeit, dass es keine unreinen Speisen mehr gibt, dass in Gottes Augen sowieso (00:05:02) Speisen in sich selbst nicht unrein waren. Er hatte zeremonielle Gesetze vorgegeben für das Volk Israel und sie mussten diese einhalten. Der Herr Jesus hat sie natürlich auch eingehalten. Aber an und für sich waren Speisen nicht rein oder unrein. Und der Jesus erklärt hier alle Speisen für rein. Das zeigt uns, dass wir heute alles essen dürfen, das was uns Freude macht, dass wir nicht aus Gedanken, das ist irgendwie unrein oder das wäre schlecht, etwas abweisen dürfen. Natürlich müssen wir nicht alles essen und dürfen wir auf unsere Gesundheit achten, aber aus mehr oder weniger religiösen Gründen auf etwas zu verzichten, das ist eben verkehrt. Alle Speisen sind rein und erst recht dürfen wir niemandem das verbieten. Aber besonders zeigt der Herr Jesus hier nicht Speisen verunreinigen uns, nicht das was wir essen, was wir einnehmen. Das verunreinigt uns, denn das geht wieder raus und damit ist es weg. Nein, der Jesus zeigt, dass es um das Herz geht, denn es geht nicht in sein Herz hinein, sagt er. Diese Speisen gehen nicht in das Herz hinein. (00:06:01) Er sagte aber, was aus dem Menschen ausgeht, das verunreinigt den Menschen. Das ist das Tragische, das wir für uns erkennen müssen. Nicht das was wir hören, nicht das was wir sehen, nicht das was wir lesen, das ist das Verunreinigende, sondern unser Herz, das was aus unserem Herz hervorkommt und was eben mit dem was wir sehen, was wir hören etwas verbindet und was eben zu dem Sündigen führt. Denn von innen aus dem Herzen des Menschen gehen hervor die schlechten Gedanken. Das Böse, das kommt aus unserem Herzen und deshalb schauen wir uns Dinge an, deshalb nehmen wir Dinge auf, deshalb nehmen wir Dinge auch wahr und deshalb verbinden wir mit bestimmten Dingen auch Böses. Hurerei, natürlich hat das mit Äußerem zu tun, dass ich Ehebruch begehe, dass ich unverheiratet mit jemandem intim bin, das hat natürlich eine äußere Komponente, aber sie kommt aus unserem Herzen, deshalb tun wir das, weil wir Böses in unseren Begierden, in unserem Fleisch haben. Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, List, Ausschweifung, böses Auge, Lästerung, Hochmut, Torheit, (00:07:06) alle diese bösen Dinge gehen von innen aus und verunreinigen den Menschen. Man könnte sich mit jedem einzelnen Begriff jetzt ausführlich beschäftigen. Ja, Mord, das kommt aus meinem Herzen, dass ich jemandem Böses will, dass ich ihm etwas nicht zugestehe, dass ich ihm etwas neide, Habsucht, dass ich Dinge haben möchte, die mir nicht zustehen, die mir nicht gehören, dass ich sie auf unrechtmäßige Weise dann erwerbe. Bosheit, dass in meinem Herzen etwas Böses ist, was ich dann eben durch meine Handlungen, durch meine Worte ausdrücke. List, wie ich hinten herum listig jemandem etwas wegnehme oder über jemanden rede. Ausschweifung, ja, wie ich gerne einfach mein Fleisch, meine Begierden ausleben möchte. Böses Auge, dass ich jemandem etwas nicht gönne. Lästerung, dass ich böse über jemanden spreche und das ohne, dass er das mitbekommt. Hochmut, dass ich mich höher fühle als jemand anders. Das alles kommt aus unseren Herzen hervor. Diese Dinge gehen von innen aus und (00:08:06) verunreinigen den Menschen. Und deshalb, lasst uns nicht die äußeren Dinge in den Vordergrund stellen. Natürlich, das was ich äußerlich tue, offenbart mein Herz. Aber es geht um das Herz letztendlich. Und wenn ich dieses Herz beurteile nach dem Wort Gottes, das muss gereinigt werden. Ich muss mich bekehren, weil mein Herz böse ist. Das ist unrein. Und nicht, weil eine äußere Handlung an sich, in sich unrein ist, sondern weil es aus meinem Herzen hervorkommt. Lasst uns da auch den Maßstab des Wortes Gottes, auch das Urteil des Wortes Gottes auf das, was aus meinem Herzen, aus meinen Gedanken hervorkommt, eben das, wo ich die Entscheidungen treffe, lasst uns das darauf anwenden und lasst uns ehrlich miteinander umgehen. Oft fühlen wir uns besser, fühlen wir uns geistlicher, fühlen wir uns heiliger als wir sind. Und das ist Hochmut. Nein, wir wollen dieses Wort, das der Herr spricht, wollen wir auf uns anwenden. Wir wollen gerade in diesem Bereich von dem (00:09:01) Wort Gottes nichts wegnehmen. Aber wir wollen nichts hinzutun und dann mit äußeren Vorschriften irgendwas bezwecken wollen, als ob wir dadurch heiliger oder gottesfürchtiger wären. Nochmal, das Äußere offenbart unser Herz, aber es geht um das Herz.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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