Markus 6,35-44


Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) Herzlich Willkommen zu einem neuen Podcast über das Markusevangelium. Wir sind in Mark 6 Vers 35 angekommen. Wir haben beim letzten Mal, in dem letzten Podcast gesehen, dass der Herr Jesus seine Apostel, er nennt sie ausdrücklich Apostel oder der Geist Gottes hier, weil sie seine Gesandten waren, wieder empfangen hat, dass sie sich bei ihm ausgesprochen haben, dass er ihnen gezeigt hat, in was für einer Gesinnung man einen Dienst tun soll. Und dann heißt es, da viele Menschen bei ihm waren, von ihm gehört hatten, er sie gelehrt hatte und als es schon spät geworden war, Mark 6 Vers 35, traten seine Jünger zu ihm und sagten, der Ort ist öde und es ist schon spät, entlass sie, nämlich die Volksmengen, damit sie hingehen aufs Land und in die Dörfer ringsum und sich etwas zu essen kaufen. Hier sehen wir, dass die Jünger nichts gelernt haben von dem Herrn Jesus. In was für einer Gesinnung war er innerlich bewegt, hat sich bemüht um diese Volksmengen. Und was sagen sie? Sie sollen nach Hause gehen und sich was zu essen kaufen. (00:01:03) Wir wissen natürlich nicht, wie es damals war, ob nachts überhaupt noch irgendwelche Geschäfte offen hatten, ob sie sich nachts irgendwie noch etwas irgendwo hätten zu essen kaufen können. Aber jedenfalls waren die Jünger das Problem los. Sie waren ihre Verantwortung los. Darum ging es ihnen. Das war das Gegenteil von dem, was den Herrn beschäftigte. Er bemühte sich um diese Volksmengen. Ihm lag an ihnen. Er wollte sie geistlich nähren, aber er wollte sie doch nicht einfach umkommen lassen. Er wollte doch nicht, dass sie da mit hungrigen Mägen nach Hause liefen und die Jünger entlass sie. Sie sollen sich selbst darum kümmern. Wir wollen jedenfalls nichts damit zu tun haben. Wie gehen wir damit um, dass es Bedürfnisse gibt? Bei uns geht es nicht um die äußeren Bedürfnisse der Menschen. Da sorgt Gott heute auf andere Weise für. Aber damals waren die Jünger bei dem Herrn Jesus. Der Jesus, der Sohn Gottes, war bei ihnen und er wollte, weil er diese Volksmengen jetzt den ganzen Tag über belehrt hatte, sie nicht einfach leer zurückgehen lassen. (00:02:03) So antwortet er hier auch. Er beantwortete und sprach zu ihnen. Gebt ihr ihnen zu essen? Ja, damit hatten die Jünger nicht gerechnet. Am liebsten hätten sie gar nichts wahrscheinlich gesagt, sondern sich einfach verkrümelt. Aber das ging eben nicht. Nein, jetzt standen sie vor dem Herrn, hatten ihm gesagt, entlass sie und jetzt nimmt er sie in die Pflicht. Was würdest du tun? Was hättest du getan in dieser Situation? Jetzt stehst du davor. Wir wissen 5000 Männern und noch Frauen und Kindern und wir werden in die Verantwortung genommen. Gebt ihr ihnen zu essen und sie sagen zu ihm Sollen wir hingehen und für 200 Denare Brote kaufen und ihnen zu essen geben? Ihnen war klar, dass selbst für 200 Denare das nicht ausreichen würde. Sie sind nicht in der Lage zu erkennen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. Sie versuchen rational jetzt zu überlegen, was könnte das alles kosten? Was müssen wir jetzt besorgen? Statt das, was sie doch erlebt haben. (00:03:02) Markus 3 bis Markus 6, wie der Jesus gewirkt hat, dass er der Sohn Gottes ist, dass er Wunder tun kann, dass nichts zu schwer, nichts zu groß fehlen ist, dass er das auch in dieser Situation einsetzen konnte. Er aber spricht zu ihnen, wie viele Brote habt ihr? Nun ist das nicht bei uns auch oft so, dass wir die Situation rational nüchtern, wie wir sagen, überblicken und dann sagen Geht nicht, müssen wir eine andere Lösung nehmen? Und so funktioniert das eben nicht. Nein, der Jesus sagt, gebt ihr ihnen zu essen? Er aber spricht zu ihnen, wie viele Brote habt ihr? Jetzt sollten sie nachschauen. Geht hin, seht nach. Das heißt, sie hatten etwas. Da war etwas vorhanden, wo der Herr anknüpfen konnte. Das finden wir sehr oft. Die meisten Wunder, die der Jesus tut, tut er nicht, indem er etwas aus dem Nichts heraus (00:04:01) schafft. Ja, diese Schöpfung ist aus dem Nichts heraus von ihm geschaffen worden. Aber meistens möchte er anknüpfen an dem, was vorhanden ist, gerade bei uns den Gläubigen. Natürlich reicht das nicht aus. Und als sie es erfahren hatten, sagen sie fünf Brote nämlich und zwei Fische. Das ist natürlich viel zu wenig, aber es ist doch etwas. Und wenn wir das erfassen könnten, dass der Herr dir, dass er mir etwas gegeben hat, das ist viel zu wenig für das, was nötig ist, aber es ist ausreichend, dass der Herr damit etwas macht. Wir dürfen nie meinen, das, was wir haben, das, was wir können, ist sowieso reine Gnade. Das ist nur, weil er es uns anvertraut, aber dass das ausreichen würde, dass das die Bedürfnisse abdecken würde, beantworten würde. Nein, das ist keinesfalls richtig. Aber der Herr hat dir und mir etwas anvertraut. Und wenn wir damit arbeiten, wenn wir damit tätig werden, dann kann der Herr aus diesen fünf Broten und zwei Fischen kann er viel machen, so wie er das hier tut. (00:05:05) Ja, alles, was wir haben, alles, was wir geben können, spricht von ihm. Die Brote. Er ist das wahre Brot. Er ist das Brot Gottes. Das heißt, das, womit wir Menschen dienen können, das ist Christus. Wir können die Menschen nur geistlicherweise ernähren mit ihm. Nur das, was wir von ihm haben, nur das, was wir von ihm gelernt haben, nur das, was durch ihn geprägt ist, nur das, was auf ihn hinweist, kann zum Segen sein. Und wenn wir an die zwei Fische denken, denken wir an das Wasser, denken wir daran, wie zum Beispiel der Psalmist in Psalm 42 sagt Alle deine Wogen sind über mich hingegangen. Da denken wir daran, dass jeder Segen von dem Tod Christi ausgeht. Nur wenn wir selbst ausgehen von dem Bewusstsein, dass der Jesus sterben muss, um Segen zu bringen. Nur wenn wir den Menschen Christus vorstellen, und zwar Christus, den Gestorbenen, wie er (00:06:02) in Ewigkeit vor uns stehen wird. Und dann können wir wirklich zum Segen für die Menschen sein. Und er befahl ihnen, dass sie alle sich in Gruppen lagern ließen auf dem grünen Gras. Hier sehen wir, nur Markus sagt es, dass das offenbar im Frühjahr war, wo noch die Regenfälle dazu geführt hatten, dass das Gras grün war. Da, wo der Herr Jesus wirkt, da ist immer Segen, saftiges Gras. Da ist das, was von Gott zeugt, was von Kraft zeugt. Sie sollten sich lagern. Was mögen die Volksmengen gedacht haben? Warum sollen wir uns jetzt hier hinsetzen? Was ist das für eine Sache? Auch sie mussten ein Stück weit Glauben haben, dass jetzt zu ihrem Segen etwas der Herr tätig wird. Und sie lagerten sich in Abteilungen zu je 100 und je 50. Man hat darauf hingewiesen, dass das Worte sind, die wie ein Blumenbeet ausdrücken, wie die Menschen jetzt lagern. So wie Blumenbeete in Reihe und Glied sind, so finden wir hier Reihen, wo 50 Personen nebeneinander sitzen und dann 100 Reihen davon ungefähr. (00:07:04) Wenn wir an die 5000 Männer denken, die später erwähnt werden, das zeigt, wie der Herr in Ordnung segnet, wie er in Ordnung die Menschen auch bedient. Es zeigt uns, wie der Herr auch heute. Wir dürfen das sicherlich als einen Hinweis sehen auf örtliche Versammlungen, nicht als Gebot, nicht als absoluten Maßstab, aber dass das eine eine Ordnung ist, die der Herr hier vorstellt. 50 Personen, die zusammen versorgt werden können durch ihn. Wir verstehen, wenn die im Pool gesessen hätten, wären die Jünger gar nicht durchgekommen mit dem Brot. Aber so in dieser wunderbaren Ordnung und der Herr dient immer in Ruhe, in Frieden, in Ordnung war das gut möglich. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel und segnete sie und brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie ihnen vorlegten. Und die zwei Fische verteilte er unter alle. (00:08:02) Jesus würde sich jetzt erweisen als der Sohn Gottes, als derjenige, der Gott selbst ist. Und was tut er zuvor? Er dankt dafür. Er zeigt, dass er alles aus der Hand Gottes nimmt als abhängiger Mensch. Was ist der für ein Vorbild? Wie denken wir oft groß von uns? Und wie sehen wir den Herrn Jesus hier in dieser Niedrigkeit, in der Bereitwilligkeit, einfach die Dinge aus Gottes Hand anzunehmen, in Abhängigkeit von Gott zu handeln? Und die Jünger? Sie standen jetzt um den Herrn Jesus. Sie sahen diese fünf Brote und zwei Fische. Er dankt dafür für 5000 Leute. Ja, für 5000 Leute. Da musste schon auch Glaube bei den Jüngern vorhanden sein. Stell dir das vor, du musst dich anstellen, um von dem Brot zu bekommen. Und du bist jetzt, wenn wir an zwei Reihen denken, der sechste hinten. Du bekommst nichts mehr. Aber die Jünger haben sich doch angestellt. Sie haben dem Herrn vertraut, dass er jetzt zum Segen wirken würde. Und der Herr benutzt sie. Der Herr übergeht seine Jünger nicht, auch dich nicht. Er möchte auch dich benutzen zum Segen für andere. Und sie aßen alle und wurden gesättigt. (00:09:02) Ein Satz. Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Der Jesus segnet alle. Und das, was er tut, ist zum Segen für alle. Wer zu dem Herrn Jesus kommt, der geht nie leer nach Hause. Der wird immer gesättigt werden. Alle, jede einzelne und alle auch zusammen. Da, wo der Herr Jesus wirkt, ist es zum Segen. Wenn du zu dem Herrn kommst und die Dinge von ihm annimmst, nicht von den Jüngern allein, sondern von den Dienern. Wenn du zu dem Herrn Jesus kommst, sagen wir in einer Zusammenkunft zur Auferbauung, und sagst, Herr, ich brauche Segen, dann wirst du gesegnet werden. Wir als Werkzeuge sind immer unvollkommen, aber der Herr ist vollkommen und ergibt auch durch unvollkommene Werkzeuge. Und sie hoben ein Brocken, zwölf Handkörbe voll auf und von den Fischen. Da blieb was übrig, aber der Herr wollte nicht, dass das einfach liegen blieb. Nein, er wollte auch seinen Jüngern, den Zwölfen, etwas geben von dem, was dort vorhanden war. Sie hatten bisher nichts gegessen. Jetzt waren zwölf Handkörbe voll. Natürlich dürfen wir daran denken, dass es der Segen ist, den der Herr, den zwölf Stämmen (00:10:03) Israels einmal in der Zukunft geben wird. Aber hier finden wir zunächst einmal, dass er auch seine Diener bedient, dass auch sie etwas bekommen. Und der Herr, wir wissen es nicht, ob er einfach verzichtet hat, aber seine Diener, der, der aus, der weitergibt, der, der andere segnet, der wird auch selbst gesegnet werden. Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren 5000 Männer. Was für eine riesige Anzahl an Personen, die der Herr bedient hat und gesegnet hat. Das kann er auch heute, ob wir eins sind oder zwei sind oder fünf oder 50. Er wird jeden segnen, der zu ihm kommt. Das wünsche ich dir, dass du das erlebst, aber dass du auch ein Diener bist, der im Verborgenen oder in der Öffentlichkeit ein Instrument in der Hand des Herrn ist, um andere zu segnen.
Beitrag teilen

Artikelreihe: Markusevangelium

Verwandte Artikel

Markus 6,30-34 Manuel Seibel Die Jünger kamen von ihrem Dienst zurück. Wo gingen sie als erstes hin? Zu ihrem Meister. Das ist auch für uns der beste Platz, um nach einem Dienst auszuruhen und Gemeinschaft zu haben. Er stellt alles an seinen richtigen Platz. Podcast anhören
Markus 6,1-6 Manuel Seibel Diener müssen lernen, dass sie für einen (heute) verworfenen Herrn tätig sind. Das bedeutet, dass auch sie verworfen werden. Aber sie haben einen vollkommenen Meister. Es lohnt sich, für Ihn tätig zu sein. Podcast anhören
Markus 6,14-29 Manuel Seibel Die Jünger waren von dem Herrn ausgesandt worden, um zu predigen und zu heilen. Damit sie (und auch wir) aber keine falschen Vorstellungen bekommen, was unser erwartet, unterbricht der Evangelist den historischen Bericht, um zu zeigen, was mit ... Podcast anhören
Markus 6,7-13 Manuel Seibel Jetzt (endlich) war der Zeitpunkt gekommen, dass der Herr seine Jünger wirklich aussandte. Bislang waren sie "nur" bei Ihm gewesen. Das Schöne ist: Sie sind ihrem Herrn gehorsam und führen die Aufträge aus, die Er ihnen übertragen hat. Darin ... Podcast anhören
Markus 0 (Einleitung) Manuel Seibel Das Markusevangelium stellt uns den Herrn Jesus als Knecht Gottes, als vollkommenen Diener dar. In dieser Einleitung schauen wir uns an, wie der Herr in den vier Evangelien vorgestellt wird. Ein wunderbares Thema, sich mit seiner Herrlichkeit zu ... Podcast anhören
Markus 6,45-56 Manuel Seibel Der Herr ging auf den Berg, um zu beten. Heute ist er im Himmel und verwendet sich für uns. Die Jünger waren im Schiff und litten Not. So sind wir auf der Erde im Dienst für den Herrn und dienen Ihm bei manchem Gegenwind. Aber so, wie Er die ... Podcast anhören