Markus 9,33-37


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(00:00:00) Wir machen weiter mit Markus 9, Abvers 33. Bei dem letzten Mal haben wir gesehen, dass der Jesus zum zweiten bzw. dritten Mal ankündigte, dass er leiden müsse. Der Sohn des Menschen wird in die Hände von Menschen der Menschen überliefert und sie werden ihn töten und nachdem er getötet worden ist, wird er nach drei Tagen auferstehen. Der Jesus musste den Jüngern also noch einmal deutlich machen, er wollte ihnen deutlich machen, was das Ende seines Lebensweges hier auf dieser Erde war. Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen. Sie hatten noch nicht den Heiligen Geist. Wir können das nicht vergleichen mit unserer Situation, die wir das ganze Wort Gottes in Händen haben, die wir auf ein vollbrachtes Erlösungswerk zurückschauen können. Sie kannten das eben nicht. Sie haben das Wort nicht verstanden. Sie konnten sich das nicht vorstellen. Sie hatten ihrem Meister auch nicht gut genug zugehört. Sie hatten nicht, wie Maria von Bethanien, ausreichend versucht, zu verstehen, geistlich zu verstehen, mit ihren Herzen zu verstehen, was der Herr Jesus hier auf dem Herzen hatte, was der Ratschluss Gottes war, was er ihnen ja mehrfach deutlich gemacht hatte. (00:01:03) Und jetzt geht es in Vers 33 weiter. Und er kam nach Kapernaum. Und als er in dem Haus war, fragte er sie, was habt ihr auf dem Weg besprochen? Stellen wir uns die Situation vor. Der Jesus hatte mit seinen Jüngern jetzt über seine Leiden, über seine Tod gesprochen. Er hatte ihnen vorgestellt, was ihn bewegte, was auf seinem Herzen war. Und jetzt war er weitergegangen und in einem Haus, dann in Kapernaum, nachdem sie angekommen waren, fragte er seine Jünger, worüber habt ihr eigentlich gesprochen? Er wusste das natürlich, weil er der Sohn Gottes ist. Aber er wollte, dass ihre Herzen, dass ihre Gewissen irgendwie berührt wären. Was habt ihr auf dem Weg besprochen? Wie ist das bei uns? Wir kommen zusammen zum Gedächtnis des Herrn. Wir beschäftigen uns mit den Leiden und mit dem Tod des Herrn Jesus. Und dann gehen wir raus aus dieser Zusammenkunft. Gehen wir raus aus dem Versammlungsraum. Wir unterhalten uns. Worüber unterhalten wir uns eigentlich? Was würde der Herr Jesus von uns hören, wenn er uns dann fragt, was habt ihr hier (00:02:02) auf dem Hof, was habt ihr hier in dem Raum, was habt ihr nach der Zusammenkunft besprochen, was habt ihr auf dem Heimweg besprochen, was habt ihr bei dem Mittagessen besprochen, was habt ihr vor dem Mittagessen gesprochen, nachdem ihr in dieser Zusammenkunft wart? Was müssen sie sagen? Sie aber schwiegen, denn sie hatten auf dem Weg miteinander beredet, wer der Größte sei. Das muss irgendwie traurig für den Herrn Jesus gewesen sein. Er hatte ihnen sein Herz ausgeschüttet, er hatte ihnen seine Empfindungen offenbart, er hatte ihnen gezeigt, was auf ihn zukommen würde. Ja, er würde auferstehen, aber davor lehrte er seine Jünger, dass er als der Sohn des Menschen in die Hände von sündigen Menschen überliefert würde. Das beschäftigte ihn. Und sie beschäftigte, wer von ihnen der Größte ist. Wir werden ja nicht so töricht sein und direkt darüber reden, wer von uns der Größte ist. Das kapieren wir noch, dass wir das auf diese Weise nicht machen. Aber was ist das Thema, was unser Herzen betrifft? Ist es vielleicht auch, was ich für ein Ansehen habe, dass ich durch das Reden irgendwie groß (00:03:03) sein möchte, dass ich im Mittelpunkt stehen möchte, dass ich letztlich doch dazu beitragen möchte, dass ich der Größte bin? Ist das nicht oft irgendwie auch ein Thema, was unser Herzen beschäftigt, wie ich so in dem Gefüge der Geschwister, wie ich so in dem Gefüge der Menschen wahrgenommen werde? Sie aber schwiegen. Wie oft müssten wir schweigen, wenn der Herr Jesus uns direkt anspricht? Lasst uns solch einen Vers mal im Gedächtnis bewahren, um nach einer solchen Zusammenkunft, gerade wenn es um die Leiden den Toten Herrn geht, vielleicht, wenn der Herr Jesus wirklich sogar sehr groß vor unserem Herzen stand, wir glücklich sind über ein Zusammenkommen, wo wir mit dem Toten Herrn Jesus beschäftigt sein dürfen, beschäftigt sein konnten, was wir danach dann besprochen haben, wie leicht wir das sofort zurückstellen in unserem Herzen, in unseren Gedanken und über andere Dinge reden. Wer der Größte ist, das ist das Thema, was uns Menschen so oft, ja fast immer ganz besonders beschäftigt. Und nachdem er sich gesetzt hatte, rief er die Zwölf und er spricht zu ihnen, wenn jemand (00:04:03) der Erste sein will, so soll er der Letzte von allen und der Diener sein, wenn jemand der Erste sein will. Und das kann man in zweierlei Hinsicht verstehen, wenn jemand wirklich der Erste sein möchte, wenn wirklich jemand groß sein möchte, wenn jemand anstrebt, vor Menschen groß zu sein, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein. Dann muss ich ihm sagen, ich habe diesen Platz nicht für ihn, einen solchen Platz kann ich nicht an ihn verteilen, denn in Gottes Augen gibt es nicht den Ersten Platz, da hat nur einer diesen Platz, das ist Christus, er ist der Erstgeborene, er ist der, der vor dem Herzen Gottes steht, den er immer auf den Ersten Platz stellen wird. Und wer von uns der Erste sein will, der ist jemand, der eben gerade nicht dem Herrn Jesus nachfolgt, der in Demut, der in tiefer Erniedrigung seinen Lebensweg hier gegangen ist und deshalb soll er der Letzte sein und der Diener aller. Man kann das aber auch so verstehen, wenn jemand wirklich von euch Erster sein möchte, wenn jemand wirklich von euch im Herzen hat, das zu sein, was Gott möchte, was mich ehrt (00:05:08) und verherrlicht, dann kann er das nur, indem er bereit ist, den Letzten Platz von allen einzunehmen und der Diener von allen zu sein, der Letzte von allen. Naja, ein bisschen Demut wissen wir, das steht uns schon gut an, also so ein bisschen unterhalb von anderen, dazu sind wir bereit, ja, von Geistlichen, von solchen, die vielleicht uns vorangegangen sind, die älter sind, die uns viel geholfen haben, aber der Letzte von allen und der Diener aller, ja, ich mag wohl jemanden dienen, den ich lieb habe, den ich wertschätze, für den ich Sympathie empfinde, aber das ist ja auch nicht bei allen Gläubigen, da gibt es auch solche, die uns nicht so liegen und Diener von allen, gerade von ihnen Diener sein, bist du bereit, wirklich der Diener von allen zu sein, auch demjenigen zu dienen, der nicht dir immer wohlgesonnen ist, der dir manches vielleicht angetan hat, dann bist du in den Augen von Gott, von dem Herrn Jesus wirklich groß und er, der Herr Jesus, nahm (00:06:04) ein Kind und stellte es in ihre Mitte und als er es in die Arme genommen hatte, sprach er zu ihnen, wer irgendeins von solchen Kindern aufnimmt in meinem Namen, nimmt mich auf und wer irgend mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. Jesus zeigt jetzt, wie man wirklich Diener von allen, wie man wirklich Letzter sein kann, er nimmt ein Kind, er nimmt es in die Arme, das ist ein wunderbarer, ja, fast einzigartiger Ausdruck, es zeigt etwas von der Liebe des Herrn Jesus, gerade für die Kleinen, gerade für unsere Kinder, das ist so großartig, dass wir unsere Kinder, unsere kleinen Kinder dem Herrn Jesus gewissermaßen anvertrauen dürfen, dass wir sie ihm geben dürfen, er kümmert sich um sie, er hat sie lieb, er nimmt sie in seine Arme, es gibt niemand, um den er sich mehr kümmert, als um diese Armen, um diese Kleinen, auch um diese Witwen und Witwer, aber hier nimmt er eben so ein Kind in seine Arme und er sagt, wer eines dieser Kinder aufnimmt, die können nichts zurückgeben, die haben kein Geld, die haben nichts, was sie zurückgeben (00:07:04) können, die sind vielleicht manchmal auch sehr anstrengend, wenn man sich jetzt mit kleinen Kindern beschäftigt, ja, da muss man hinterher rennen, da muss man aufpassen, die haben eben noch nicht die Formen, auch äußeren Formen, die wir vielleicht sonst sehr gerne haben, aber wer eins von diesen Kindern aufnimmt, in seinem Namen, wer das tut, um des Herrn Willen, wer das tut, weil er den Herrn Jesus ehren möchte, der nimmt auch gleichzeitig ihn auf, wer also jemanden aufnimmt, ohne irgendeine Reaktion, ohne irgendeine Belohnung, ohne irgendeine Rückantwort, ohne irgendwie einen Nutzen und Gewinn zu erwarten, und das tut, um des Herrn Jesus Willen, weil er das tut eben, weil er den Herrn Jesus liebt, weil er den Herrn Jesus ehren möchte, weil er das für den Herrn tun möchte, weil er so jemanden mit der Liebe und der Fürsorge des Herrn betreuen möchte, der nimmt ihn selbst auf, und das heißt nicht nur ihn, sondern den, der den Herrn Jesus gesandt hat, das ist der Vater. Was für ein Segen, wenn wir uns um die Kleinen, um die Verachteten, um (00:08:03) diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen, kümmern. Das dürfen wir auch in dieser Hinsicht anwenden. Wenn es solche Menschen gibt, die können dir nichts zurückgeben, weil sie nichts haben, nichts an finanziellen Mitteln, manchmal auch nichts an seelischer Kraft, um eine Antwort zu geben, aber wer sich um sie kümmert, der nimmt nicht nur dieses Kind, der nimmt nicht nur diesen am Rande stehenden auf, sondern der nimmt letztlich den Herrn Jesus selbst auf, und nicht nur das, sondern zugleich dann den, der den Herrn Jesus gesandt hat, das ist der Vater. Was für eine Ehre gibt der Vater denen, die hier auf dieser Erde keinen Platz haben wollen, die hier nichts erwarten, sondern die geben wollen. Und dann ist man ein Nachfolger des Herrn Jesus, der gesagt hat, wir lesen das in Apostelgeschichte 20, geben ist seliger als nehmen. Das wünsche ich dir und mir, dass das unser Herzen wirklich beseelt in der Nachfolge des Herrn.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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