Markus 13,24-32


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(00:00:00) Die prophetische Rede des Herrn Jesus in Markus 13 ist grundsätzlicher Natur und richtet sich an Gläubige zu allen Zeiten. Aber wir haben gesehen, dass die Verse 14 bis 20 und bis 23 auch ein besonderes Bewandtnis für den gläubigen Überrest der Juden haben wird, wenn in der Mitte der 70. Jahrwoche Daniels, dieser sieben Jahre, die noch ausstehen, und in der Mitte davon, also in den letzten dreieinhalb Jahren, Gerichte in einer ganz besonderen Schärfe, wie sie nie vorher gewesen sind und auch nie nachher sein werden, über das Volk Israel, über das Land Israel, auch über die gläubigen Juden kommen werden. Jetzt zum Abschluss dieses Teils, Apfels 24, heißt es dann, Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden. Wir können diesen Worten auch dem Vergleich in Matthäus 24 entnehmen, dass es äußere Erschütterungen in dem gesamten Universum geben wird. Wir dürfen das durchaus auch buchstäblich materiell verstehen, dass Mond, Sonne, Sterne (00:01:09) betroffen sein werden, dass es da zu Finsternissen kommen wird, dass da Sterne vom Himmel fallen werden und so weiter, dass da wirklich auch äußerliche Erschütterungen in der gesamten Schöpfung kommen werden. Das ist sogar nötig. Wir wissen, dass die Erde gereinigt werden wird, davon spricht auch Petrus und auch andere Propheten des Alten und Neuen Testaments, die zeigen werden, dass eine Reinigung auch der Schöpfung vollzogen werden wird. Römer 8 macht deutlich, dass die Schöpfung bis jetzt seufzt, und dann, wenn die Kinder die Söhne Gottes offenbar werden, das heißt, wenn wir mit dem Herrn Jesus auf diese Erde kommen werden, dann wird das ein Ende haben, dann wird dieser Niedergang der äußeren Schöpfung, der Erde, des Universums, wird ein Ende haben, und zwar dadurch, dass vorher eine Reinigung dieser Erde des Universums stattfindet, und dazu dürften diese äußeren Erschütterungen beitragen. Aber es wäre zu kurz gesprungen, wenn man das nur auf diese äußeren Dinge beschränken (00:02:04) würde. Deshalb heißt es auch hier, und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden. Das kann man natürlich auf Planeten und das weiß ich alles beziehen, aber es ist doch ein symbolischer Hinweis, der deutlich macht, dass Autoritäten in dieser letzten halben Jahrwoche, Daniels der 70., dass da auch Autoritäten erschüttert werden, also Regierungen werden zu Fall kommen, solche, die Polizei darstellen und so weiter, das wird alles in eine solche Erschütterung kommen, dass es zu Bürgerkriegen, zu Anarchie und so weiter kommen wird. Das wird also hier damit gesagt. Und dann heißt es in Vers 26, werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit. Wenn diese Erschütterungen stattfinden, dann ist für die Juden klar, die das lesen, die gläubig sind, jetzt steht das Kommen des Herrn unmittelbar bevor, jetzt können wir ihn wirklich erwarten. Aus dem Alten Testament wissen wir, dass sie in diesem Augenblick erkennen, dass sie nicht nur Jesus ans Kreuz gebracht haben, dass sie nicht nur den Messias gekreuzigt haben, sondern (00:03:04) dass dieser Messias niemand anderes ist als Yahweh, der ewige Gott selbst. Und in dem Augenblick, wo sie das erfassen werden, dann wird er vom Himmel her kommen, der verherrlichte Sohn des Menschen, der, der damals gelitten hat, den sie damals an das Kreuz gebracht haben, der deshalb auch in der Lage ist, Mitleid mit ihnen zu haben, er wird kommen und wird dann in großer Macht und Herrlichkeit regieren. In Macht und Herrlichkeit, in großer Macht wird er kommen. Sie werden ihn kommen sehen auf den Wolken, Offenbarung 1 macht das deutlich, im Propheten Jesaja Kapitel 12 wird ebenfalls davon gesprochen, das wird ein gewaltiger Augenblick sein, wenn der Herr Jesus in dieser sichtbaren Form von allen gesehen werden wird, wie das geschehen wird, wissen wir nicht. Und das macht nochmal deutlich, der Herr Jesus kommt sichtbar, das heißt, jeder, der verführt und sagt, ich bin der Christus, ich bin der Christus, den kann man daran messen, ist er für alle sichtbar, wird er von allen gesehen, kommt er auf den Wolken des Himmels, kommt er in Macht und Herrlichkeit auch anerkannt, denn da wird sich ihm niemand, nicht eine einzige Seele widersetzen können, wenn er so kommen wird, dann wird er die Engel aussenden (00:04:05) und seine Auserwählten versammeln und das heißt hier von den vier Winden her vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels, das heißt, dann werden die Auserwählten, das sind nicht nur die Juden, also aus diesem Südreich, sondern auch aus dem Zehnstämmereich, wo wir bis heute nicht wissen, wo sie eigentlich alle zerstreut sind, die wird er wie ein Magnet anziehen durch seine Engel, die werden eben in Windeseile werden die über die ganze Erde gesandt werden und werden die Auserwählten, also diejenigen, die aus diesen zwölf Stämmen, in der Offenbarung ist von diesen 144.000 die Rede, die versiegelt werden, wird er sie zusammensammeln und sie werden nach Israel kommen, da werden natürlich nur noch ganz, ganz wenige sein, weil die Gerichte so furchtbar sein werden, dass der größte Teil dieser Juden, der eben ein ungläubiger Teil ist, überwunden wird und getötet werden wird, sodass Platz sein wird für alle Auserwählten aus der ganzen Erde. Sie werden von überall gesammelt werden und dort dann nach Israel gepflanzt werden. Von dem Feigenbaum aber (00:05:05) lernt das Gleichnis. Wenn sein Zweig schon weich wird und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. Also wir sollen, oder die Juden sollen dann von diesem Feigenbaum, der immer wieder ein Bild auch des Volkes Israel lernen, wenn die Blätter kommen und die Zweige weich werden, dann weiß man, jetzt kommt die Frucht, jetzt kommt der Sommer, jetzt kommt eben das, was man erwartet von dem Baum, dass er eben Früchte bringt. Ebenso auch ihr. Wenn ihr dies geschehen seht, so erkennt, dass es nahe an der Tür ist. Wenn ihr diese Ereignisse also feststellt, die ich, der Herr Jesus, wie er das hier Ihnen vorstellt, jetzt gezeigt habe, dann wisst, jetzt kommt der Sohn des Menschen, dann kommt die Blütezeit, dann kommt das Tausendjägerreich. Also wie bei einem Baum man sehen kann, jetzt ist Sommer und jetzt kommen die Früchte, so kann man eben auch bei diesen Ereignissen sehen, jetzt kommt der Herr. Lasst uns dabei bedenken, es geht nicht um die Entrückung. Von der Entrückung gibt es solche Zeichen nicht. Immer wieder hört man heute, dass Menschen sagen, ja jetzt muss der Herr kommen. Ja, (00:06:04) natürlich, der Herr kann jederzeit kommen. Der hätte auch vor 1800 Jahren und 1500 Jahren und 1300 Jahren kommen können. Und er kann heute nicht schneller kommen als vor 1500 oder 1200 Jahren. Denn der Jesus hat nicht gesagt, dass irgendetwas geschehen muss, damit er kommen muss. Nein, er kommt in souveräner Gnade, wann immer er will. Das heißt, lasst uns nicht auf die Zeichen der Zeit sehen. Natürlich wissen wir aus den Timotheusbriefen, was der moralische Zustand ist, aber den gibt es längst. Da gibt es nichts Neues. Auch die Dinge, die mit Corona zu tun haben, die Dinge, die mit Russland oder der Ukraine zu tun haben, die haben alle nichts mit der Entrückung zu tun. Die Entrückung ist völlig unabhängig von irgendwelchen äußeren Erscheinungen und Ereignissen. Lasst uns also nicht denken, deswegen, jetzt muss aber der Herr kommen. Der Herr kann jederzeit kommen. Wollen wir heute auf den Herrn warten oder wollen wir auf irgendwelche Zeichen warten und denken, jetzt kommt der Herr. Aber hier geht es um äußere Dinge, äußere Entwicklungen und dann ist für das Volk klar, jetzt kann der Herr kommen. (00:07:02) Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist. Komisch, dieses Geschlecht? Ist das eine Generation? Nein, das ist nicht gemeint. Dieses Geschlecht, das sind ungläubige Israeliten, ungläubige Juden, die durch Bosheit, durch Böses geprägt sind. Und dieses Geschlecht wird nicht vergehen. Das wird auch in der zukünftigen Zeit eben, selbst wenn wir entrückt sind, wird es hier auf dieser Erde sein. Da wird es den Antichristen, wird diesen Bösen, wie damals die Pharisäer, die Schriftgelehrten, die Sadduzeer, die Herodianer, so wird es solche bösen, verkehrten Juden geben, Israeliten geben, wie auch in den Nationen. Und dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis das alles geschehen wird. Der Himmel und die Erde werden vergehen. Himmel und Erde werden aufgelöst werden, sagt der Herr Jesus. Das wird eben durch diesen Reinigungsprozess, wird das alles verändert werden. Meine Worte aber werden nicht vergehen. Wir wissen sogar, dass die erste Schöpfung einmal zusammengefaltet wird von dem Herrn Jesus, wie ein Mantel. Hebräer 1 und im Psalm finden wir das schon vorhergesagt. Aber die Worte, (00:08:06) die der Jesus gesprochen hat, die werden nie vergehen. Die werden immer Bestand haben. Von jenem Tag aber oder der Stunde weiß niemand, weder die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater. Das ist jetzt eine ganz besondere Stelle. Der Sohn weiß bestimmte Dinge nicht, sondern nur der Vater. Hier müssen wir Folgendes bedenken. Wenn in dem Neuen Testament von dem Sohn die Rede ist, dann ist die Person des Herrn Jesus gemeint. Aber der Titel Sohn heißt nicht, dass er gemeint ist als der ewige Sohn Gottes. Manchmal ist das so, manchmal aber auch nicht. Denn der Geist Gottes legt Wert darauf, dass die Person des Herrn Jesus, der vollkommen Mensch und vollkommen Gott in einer Person ist, als eine Persönlichkeit, als eine Person gesehen wird. Und dass man nicht irgendwie ihn zerschneidet, das ist der Sohn Gottes, das ist der Mensch. Und deshalb wird öfter, wenn er als Mensch vorgestellt wird, oder hier in diesem Evangelium als Knecht (00:09:02) Gottes, wird der Titel Sohn gewählt. Und manchmal, Johannes 3 zum Beispiel, wenn ganz klar er als der ewige Sohn Gottes gemeint ist, der damals während der Jesus als Mensch hier auf dieser Erde war, im Himmel war, wird er Mensch genannt, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Damit deutlich wird, das ist nicht zwei Personen, sondern das ist eine Person. Deshalb auch hier, von jenem Tag oder jeder Stunde, weiß niemand, weder die Engel im Himmel, denn ihnen hat Gott das nicht offenbart, noch der Sohn, das heißt der Herr Jesus in dem Charakter als Mensch. Er weiß das nicht, weil Gott, der Vater, sich das vorbehalten hat. Natürlich der Sohn Gottes, der Heilige Geist. Gott weiß das. Nicht nur der Vater, auch der Sohn, auch der Heilige Geist. Aber als Mensch hat der Herr Jesus diese Sache ganz dem Vater überlassen. Und als Mensch ist er auch, wenn ich das mal ehrfurchtlich sagen darf, so frei, das allein dem Vater zu überlassen. Und der Vater weiß das. Und der Herr Jesus als der Knecht, als der Mensch, erwartet einfach auf diesen Augenblick und dann (00:10:05) wird er einschreiten. Nochmal, das nimmt nichts von der Ehre des Herrn Jesus weg, von seiner Größe. Im Gegenteil, es macht ihn umso gewaltiger, umso größer, dass wir sehen, dass er bereit ist, der er der ewige Sohn ist, auch als Mensch zu warten, bis der Vater diese Dinge dann so bewirken wird. Der Vater wird dafür sorgen, dass diese Erde vorbereitet ist, damit er hier erscheinen kann, damit er regieren kann und als der Herr der Herren und der König der Könige erscheinen wird. Das muss eine wunderbare Zeit sein. Aber wir haben gesehen, sie wird mit großem Gericht verbunden sein. Und das wird bedeuten, für die Christen, die heute leben, aber nicht sich bekehrt haben. Für die Menschen, die heute leben, sich aber nicht bekehrt haben, dass über sie Gericht kommt. Dann ist es für ewig zu spät. Deshalb noch einmal der Appell an so jemand, der vielleicht zuhört bei diesem Podcast. Heute kannst du dich bekehren. Jetzt kannst du dich bekehren. Ob das heute Abend, ob das morgen noch der Fall sein wird, das weißt du nicht. Du hast keine Gewalt über dein Leben. (00:11:02) Das weiß allein Gott. Deshalb nimm Jesus heute als Retter an. Jetzt ist noch seine Liebe tätig für dich. Seine Liebe, Liebesarme sind ausgestreckt zu dir, damit du dich bekehrst. Er ist gestorben, auch im Blick auf dich. Aber annehmen musst du das selbst, sonst wird es für immer zu spät sein.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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