Markus 10,23-31


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über das Markus-Evangelium. Wir stehen in Markus 10 Vers 23. Der Jesus hatte mit diesem reichen Jüngling zu tun gehabt, der ihn guter Lehrer nannte, in ihm aber nicht den Sohn Gottes, den ewigen Gott erkannte und an seinem Geld, an seinem Vermögen hing und deshalb nicht bereit war, alles aufzugeben und dem Herrn Jesus nachzufolgen. Das war ein Beweis, dass er unbekehrt war, dass er nicht an den Herrn Jesus glaubte, dass er nicht Buße getan hatte. Er ging betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer, ihm war also bewusst, dass das traurig war, dass das ihn nicht glücklich machen konnte, aber er hatte keine Kraft, sich zu bekehren. Nun, die gibt es nur durch den Herrn Jesus und in dem Herrn Jesus nur durch Gott und er ging wieder nach Hause. Jetzt heißt es in Vers 23 und Jesus blickt umher und spricht zu seinen Jüngern, wie schwer werden die, die Vermögen haben, in das Reich Gottes eingehen? Wie schwer? Es ist unmöglich, Vermögen kann mich nicht in das Reich Gottes einführen, aber tatsächlich (00:01:03) jemand, der an seinem Vermögen hängt, für den ist es noch schwerer, als für jemand, der kein Vermögen hat, denn da kann er nicht um das Vermögenswillen Nein sagen, deshalb wie schwer ist es für die, die Vermögen haben? Ja, sie hängen oft an ihrem Geld, an ihrem Vermögen, weil sie meinen, das gäbe ihnen Sicherheit und da fällt es noch schwerer, sich zu bekehren. Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Wir können das verstehen, denn im Judentum war ja Vermögen ein Segen Gottes. Gott hatte doch den Menschen, den Juden gesagt, wenn ihr mir gehorcht, dann werde ich euch reichlich segnen und zwar äußerlich auch segnen, natürlich innerlich auch, aber es ging auch darum, äußeren Segen und wenn jetzt auf einmal dieser äußere Segen, dieses Vermögen dazu führte, dass man umso schwerer in das Reich Gottes einging, dann können wir verstehen, dass das für die Jünger etwas Unerwartetes war. Jesus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen, Kinder, wie schwer ist es, dass die, die auf Vermögen vertrauen, in das Reich Gottes eingehen? (00:02:02) Ja, jemand, der auf Vermögen vertraut, der sein Herz an Vermögen hängt, der seine Sicherheit auf Vermögen setzt, für den ist es nicht nur schwer, sondern unmöglich, das sagte Jesus damit. Es ist schwer, so jemand bekehrt sich nicht, weil er ja dann diese Sicherheit aufgeben müsste für den Glauben und der Glaube ist auch sicher, der Glaube ist auch etwas Festes, aber eben dazu muss ich erst den Sinn und die Bedeutung des Glaubens muss ich erst erfassen und das tut eben so ein Reicher nicht. Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr gehe, was unmöglich ist, als dass ein Reicher in das Reich Gottes eingehe. Als Reicher kann man nicht in das Reich Gottes eingehen. Das meint der Jesus hier. Als Reicher kannst du das Reich Gottes, kannst du ewiges Leben nicht erkaufen, erwerben. Man muss bereit sein, als Mittellose, als Empfänger der Gnade Gottes in das Reich einzugehen (00:03:01) und das fällt eben einem Reichen so schwer. Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr gehe und damit ist nicht irgendwie so eine Enge gemeint, eine Felsenge, sondern ist wirklich ein Nadelöhr gemeint und das ist schlicht unmöglich. Das heißt, ich muss bereit sein, das Vertrauen auf das Vermögen, auf den Reichtum abzugeben. Dann und nur dann kann ich mich bekehren und in das Reich Gottes eingehen. Sie aber erstaunten über die Maßen und sagten zueinander, wer kann dann errettet werden? Die Antwort ist, niemand. Niemand kann aus sich selbst errettet werden, denn ein bisschen Vermögen hat ja jeder und ein bisschen auf seine eigene Kraft, auf sein eigenes Wissen, auf seine eigenen Fähigkeiten setzt am Ende des Tages jeder und daher ist in diesem Sinn es unmöglich, in das Reich Gottes einzugehen. Aber der Jesus fügt eben hinzu, Jesus aber sah sie an und spricht, bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott, denn bei Gott sind alle Dinge möglich. (00:04:02) Da sehen wir, es ist menschlich gesprochen unmöglich, aber in das Reich Gottes kann man eben nicht mit menschlichen Mitteln hineingehen, sondern dafür braucht man Gott und Gott ist da. Gott kann Menschen verändern, Gott kann Herzen verändern, Gott kann in das Gewissen eines Menschen reden und hat er das nicht bei dir und bei mir getan, haben wir nicht Jesus Christus angenommen als unseren Retter, nicht indem wir uns auf unser Vermögen etwas einbildeten, sondern indem wir Jesus als Retter angenommen haben. Ja, bei mir war das als Kind und da ist wie der Jesus das vorher einmal gesagt hat, wenn man nicht wie ein Kind wird, wenn man das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, dann wird man nicht in das Reich Gottes eingehen. Für Kinder fällt das schon leichter, deshalb ist es so wichtig, dass Eltern, gläubige Eltern ihren Kindern deutlich machen, dass sie sich bekehren müssen, um gerettet zu werden, weil Kinder sich leichter tun, um das Reich Gottes anzunehmen. Aber auch für Erwachsene ist es nicht unmöglich, da sagt der Jesus, bei Gott sind alle Dinge möglich und er wird Herzen verändern. (00:05:02) Petrus fing an zu ihm zu sagen, siehe wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Ja, Petrus denkt jetzt an sich, wie war das denn bei uns, wir haben doch alles aufgegeben. Schau mal, unsere Ehefrauen, die sind zu Hause, wir folgen dir nach und wir sind, um dir nachzufolgen, arbeiten wir jetzt nicht mehr, das heißt, unser Vermögen ist auch nicht mehr das, was uns betrifft. So schaut er auf sich selbst und sagt, ja, was haben wir denn eigentlich davon? Jesus aber sprach wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen hat, um meinet und um des Evangeliums willen. Jesus sagt, ja, wenn du eines dieser Dinge verlassen hast, sei es Haus oder Bruder oder oder, aber entscheidend ist, um meinet und um des Evangeliums willen, das heißt jetzt nicht, um das Evangelium zu verkündigen, sondern weil du das Evangelium angenommen hast. Du hast das um meinet willen, für mich hast du das verlassen und als Basis das Evangelium, das du geglaubt hast, also nicht, du hast das verlassen, um irgendetwas dir zu erkaufen, (00:06:05) um etwas zu erarbeiten, sondern weil du Jesus als Retter angenommen hast, Gott als Herrn. Wer das getan hat, da gibt es keinen von, der nicht hundertfach empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben. Gott ist ein belohnender Gott. Wer um des Herrn willen und auf der Grundlage des Evangeliums bereit ist, Verzicht zu leisten, der empfängt. Und während es bei der Bedingung ging, Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker, wenn du eines verlässt, dann sagt der Jesus, wirst du reichlich hundertfach empfangen und zwar Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder, das heißt die Fülle des Segens, die Fülle der Belohnung ist viel, viel größer als der Verzicht, den wir leisten. (00:07:03) Ja, wie ist das denn, sind wir wirklich bereit zu verzichten, um des Herrn Jesus willen, um ihm zu dienen, um für ihn zu leben, sind wir wirklich solche Menschen, solche Gläubige, die bereit sind, heute hier auf dieser Erde Verzicht zu leisten oder meinen wir, jetzt habe ich mich bekehrt und jetzt kann ich einfach so weiterleben. Das ist kein christliches Leben und da muss man sich fragen, ob wirklich Bekehrung da ist, wenn ich meine, ich könnte mich einfach bekehren und dann kann ich einfach so weiterleben wie vorher. Nein, der Herr sucht Herzen, die aufgeben, die Verzicht leisten, um seinetwillen. Und dann sagt er, es gibt heute schon Lohn und dann im kommenden Zeitalter ewiges Leben. Ja, das Christentum ist nicht ein Vertrösten auf Lohn irgendwann einmal, sondern der Herr wird uns heute schon belohnen. Aber viele Erste werden Letzte und die Letzten Erste sein. Wir sehen, dass die Maßstäbe dieser Welt, die haben bei Gott keine Gültigkeit. (00:08:01) Gott hat seine eigenen Maßstäbe, die uns in seinem Wort offenbart hat. Er zeigt uns, was wirklich Priorität hat. Und da ist die Frage, hat der Jesus in deinem, in meinem Leben Priorität? Geht es mir wirklich um den Jesus oder geht es mir um Ehre und Reichtum in dieser Welt? Sind wir Christen, die wie Christus sind, die wie Christus leben, die wie Christus sprechen? Lasst uns das auch zu unseren Herzen, zu unseren Seelen reden.
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Artikelreihe: Markusevangelium

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