Die Versammlung Gottes (52) - 5. Mose 18,6.7; 26,1.2


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(00:00:00) Die Versammlung Gottes, vorbildlich im 5. Buch Mose gesehen. Natürlich gab es die Versammlung Gottes im Alten Testament nicht. Aber wir finden doch manche Grundsätze im Alten Testament, die neutestamentlich gelehrt werden, aber durch Einzelheiten, durch Bilder im Alten Testament, uns ausführlicher gezeigt werden. Und wir haben gesehen, dass ab 5. Mose 12, dieser eine Ort, den der Herr in Canaan, in Israel, erwählen wollte, dass dieser Ort 21 Mal genannt wird, mit bestimmten zusätzlichen wertvollen Hinweisen. Das erste ist, es ist ein Ort, wo es nur einen Gott gibt, der angebetet wird, nicht viele Götter. Ein Gott. Wir haben zweitens gesehen, es ist ein Ort des Gehorsams. Es ist drittens ein Ort, wo wir Anbetung bringen. Es ist viertens ein Ort, wo wir geben. Es ist fünftens ein Ort, der die Grundlage jeglicher Gemeinschaft ist, ob in den Zusammenkünften oder außerhalb. Wir haben sechstens gesehen, es ist ein Ort der Hingabe, wo wir etwas geben. Ein Ort, der uns, was wir da bringen, gewissermaßen etwas kostet. (00:01:01) Siebtens ist es der Ort, wo wir Gemeinschaft, den Höhepunkt der Gemeinschaft finden. Achtens ist es ein Ort, wo wir moralisch gefordert sind, denn die Gemeinschaft mit dem Herrn erfordert, dass wir ihm geistlicherweise nahe sind. Wir werden nicht wie Gott, natürlich nicht. Aber wir sollen das Böse meiden, wir sollen das Böse bekennen und lassen. Und das heißt, dass es eine gewisse moralische Nähe mit dem Herrn gibt. Es ist dann neuntens ein Ort der Gnade, wo wir diese Gnade Gottes in besonderer Weise sehen und auch erleben. Es ist zehntens ein Ort, wo wir mit den Familien insgesamt hingehen, nicht nur einzelne, sondern wir dürfen mit unseren Familien dort sein. Es ist elftens ein Ort, wo wir den Tod des Herrn, das Gedächtnis mal seines Todes haben. Es ist zwölftens der Ort, wo wir erkennen, dass Grundsatz, die Grundlage, die Lehre und die Praxis zusammengehören, wo wir nicht einfach das Mal des Herrn einnehmen, aber es nicht wichtig ist, auf welchem Fundament wir das tun. (00:02:01) Es ist dann dreizehntens ein Ort, wo es um das Gedächtnis geht, das Gedächtnis des Herrn. Es ist vierzehntens ein Ort, wo die Kinder Gottes zusammenkommen, wo eben nicht nur der Einzelne, wo nicht nur Familien da sind, sondern dem Grundsatz nach, wenn nichts dagegen spricht, die ganze Familie Gottes, Kinder Gottes zusammenkommen. Es ist fünfzehntens ein Ort des Segens, der uns in das tausendjährige Reich hineinweist sogar. Es ist sechzehntens ein Ort, wo wir etwas bringen, wo wir nicht konsumieren in erster Linie, das dürfen wir auch. Wir werden auch gesegnet werden. Wir dürfen auch etwas annehmen, was der Herr uns gibt, sondern wir sollen mit gefühlten, erfüllten Herzen zu ihm kommen. Es ist dann siebzehntens ein Ort, wo Dinge auch entschieden werden müssen, wenn sie über den persönlichen Bereich, über persönliche Beziehungen hinausgehen oder wenn Sünde da ist oder wenn es darum geht, jemanden aufzunehmen in die Gemeinschaft. (00:03:01) Es ist achtzehntens ein Ort, wo verbindliche Entscheidungen getroffen werden, wo nicht etwas entschieden wird und jeder kann überlegen, ob er sich danach richtet oder nicht, sondern es ist verbindlich. Und dann heißt es in 5. Mose 18 Vers 6. Und wenn der Levit kommen wird aus einem deiner Tore, aus ganz Israel, wo er sich auffällt und er kommt nach all seiner Herzenslust an den Ort, den der Herr erwählen wird und verrichtet den Dienst im Namen des Herrn, seines Gottes, wie alle seine Brüder, die Leviten, die dort vor dem Herrn stehen, so sollen sie zu gleichen Teilen essen außer dem, was er von seinem väterlichen Eigentum verkauft hat. Das zeigt uns, wie der Levitendienst und dieser Ort miteinander verbunden sind. Ein ganz, ganz wichtiges Merkmal auch für die heutige Zeit, dieser Ort des Zusammenkommens. Wir können sagen, die Versammlung Gottes als solche. Und der Dienst der Gläubigen ist untrennbar miteinander verbunden. Natürlich tue ich einen Dienst persönlich für den Herrn. (00:04:03) Es ist nicht die Versammlung, die Gemeinde, die Kirche, die mich anstellt, sondern das ist der Herr, der mich in einen Dienst beruft, der mich in dem Dienst fördert, der mich in dem Dienst belehrt, der mich in dem Dienst auch züchtigt. Es geht um den Herrn unbedingt. Und doch sehen wir hier, dass Versammlung Gottes, die Grundsätze des Versammlungslebens und der Dienst nicht voneinander zu trennen sind. Man kann nicht sagen, ja, ja, das eine ist die Versammlung, aber das andere ist mein Dienst. Nein, beides gehört zusammen. Wir dienen dem Herrn und tun das in Übereinstimmung mit der Versammlung Gottes, tun das in Gemeinschaft mit der Versammlung der Gemeinde Gottes und tun das auf der Grundlage des Wortes Gottes auch, was das Thema Versammlung betrifft. Das ist eben nicht zweitrangig, sondern das ist untrennbar miteinander verbunden. Und so sagt der Herr, ein Dienst ist dann wertvoll für mich, ein Dienst ist dann offen für jeden Teil, den ich jemandem beauftragen möchte, den ich jemandem geben möchte, wenn er auch der Diener, die Dienerin, (00:05:02) wenn sie auch im Blick auf die Versammlung Gottes, Gemeinde Gottes, nach den Grundsätzen des Wortes Gottes handelt und ausgehend gewissermaßen aus der Mitte der Gläubigen, aus dem Ort, wo man Gemeinschaft mit mir gemeinschaftlich haben kann. Deshalb werden die Gläubigen ihren Dienst immer in Gemeinschaft auch mit den Gläubigen am Ort tun. Sie werden Wert darauf legen, dass die Gläubigen dort am Ort, wo man zusammenkommt, auch für sie betet und dass sie nicht einfach isoliert sind oder tun, wie und was sie wollen. Nochmal, die Versammlung ist nicht diejenige, die auf der Gemeinde einen Auftrag erteilt, aber man wird in Gemeinschaft mit dieser Versammlung Gemeinde Gottes seinen Dienst tun. Das war 5. Mose 18. Jetzt kommen einige Kapitel, die über diesen Ort nicht mehr sprechen. Und dann sind wir in 5. Mose 26. Und da spricht Gott durch Mose zu dem Volk. Er soll geschehen, Vers 1, wenn du in das Land kommst. Es geht es also um das Land, das der Herr, dein Gott, dir als Erbteil gibt, (00:06:03) und du besitzt es und wohnst darin. So sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem Land einbringen wirst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und du sollst sie in einen Korb legen und an den Ort gehen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Wir sehen, das Land Kanaan hat auch eine direkte Bedeutung. Nun, eins ist klar, der Ort war ja in Kanaan. Gott hatte in der Wüste diesen Ort nicht gegeben, sondern nur im Land Kanaan. Und wenn er jetzt von diesem Ort spricht und ausdrücklich darauf hinweist, dass wenn sie in das Land kommen, dann macht uns das klar, dass Gott dieses Land Kanaan mit diesem Ort verbindet. Der Ort befindet sich also nicht nur rein zufällig in Kanaan, sondern das ist grundlegender Bestandteil, dass dieser Ort in Kanaan ist. Kanaan ist ein Bild von dem Himmel, und zwar von dem Himmel in erster Linie jedenfalls, (00:07:01) in dem wir heute schon geistlicherweise wohnen. 1. Epheser 2 Vers 6 macht deutlich, dass wir in Christus mitsitzen in den himmlischen Örtern. Und dieses Zusammenkommen als Versammlung, als Gemeinde, als Kirche Gottes, das ist ein Inbegriff des himmlischen Christentums. Dieses Zusammenkommen gehört geistlicherweise zum Himmel. Selbst wenn wir uns mit dem Tod des Herrn Jesus beschäftigen, der hier auf dieser Erde stattgefunden hat, selbst wenn wir natürlich hier auf dieser Erde zusammenkommen, so ist das doch ein Ort, wo wir sozusagen Himmelsatmosphäre, Himmelsluft atmen. Und wo wir deshalb auch nur dann, wenn wir den Himmel in unserem persönlichen Leben kennen, wenn wir die geistlichen himmlischen Segnungen kennen und verwirklichen, wo wir geistlicherweise auch in Übereinstimmung mit Gottes Wort zusammenkommen. Die Versammlung Gottes gehört ja zum Himmel. Die Versammlung Gottes ist kein Organismus, der zu dieser Erde gehört. Wir sind im Moment auf dieser Erde, persönlich und auch gemeinschaftlich. Aber die Versammlung Gottes entspringt dem ewigen Ratschluss Gottes. (00:08:04) Da gab es noch keine Erde, ist also himmlischen Charakters. Und sie wird ewig im Himmel sein. Sie wird aus dem Himmel herabkommen, sagt Offenbarung 21. Aber wird auch da immer mit dem Himmel verbunden bleiben. Unser Aufenthaltsort, unser Wesen, alles ist mit dem Himmel verbunden. Und deshalb ist das so wertvoll, wenn wir zusammenkommen, dass uns das bewusst ist, wir gehören zum Himmel. Wir sind sozusagen wie ein Element des Himmels, was gerade hier auf dieser Erde gesehen wird, was aber immer mit dem Himmel verbunden sein wird. Es ist also ein himmlisches Zusammenkommen, selbst wenn es hier auf dieser Erde stattfindet. Und erinnert uns daran, dass die Versammlung Gottes auch in Ewigkeit Bestand haben wird. Und dass wir schon heute nach diesen himmlischen Kriterien, nach den himmlischen Grundsätzen auch auf dieser Erde zusammenkommen sollen. Wunderbar, dass der Himmel uns so nah ist, weil wir jetzt schon zu dem Himmel gehören, (00:09:01) auch in unserem gemeinschaftlichen Glaubensleben.
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