Die Versammlung Gottes (22) - Ankündigung: Christus baut die Versammlung


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(00:00:00) Herzlich Willkommen zu einem neuen Podcast über das Thema Versammlung Gemeindekirche Gottes. Und heute geht es zum zweiten Mal um die Ankündigungen des Herrn Jesus im Blick auf die Versammlung Gottes. Dazu schauen wir uns Matthäus 16 an. In Matthäus 16 finden wir ab Vers 13, dass der Herr Jesus, soweit wir das wissen, also das heißt, soweit das in den Evangelien berichtet wird, das erste Mal überhaupt von der Versammlung in direkter Weise spricht. Als aber Jesus in das Gebiet von Caesarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach, wer sagen die Menschen, dass ich der Sohn des Menschen sei? Sie aber sagten die einen Johannes der Täufer, andere aber Elia und wieder andere Jeremia oder sonst einer der Propheten. Der Jesus kündigt die Versammlung an ganz weit im Norden, Nordosten. Soweit wir wissen, ist der Jesus im Nordosten nicht weiter in den Norden gegangen als nach Caesarea Philippi. Das ist ein Ort, eine Stadt, die durch Götzendienst geprägt war, erstens. (00:01:05) Zweitens, es ist eine Stadt, die möglichst weit weg war von dem Zentrum des jüdischen Gottesdienstes in Jerusalem. Das heißt, ein Ort, der sehr passend ist dafür, dass der Jesus etwas ganz Neues ankündigt, die Versammlung Gottes, im Gegensatz, im Unterschied, im Kontrast zu dem Judentum, auch dem jüdischen Gottesdienst. Und dadurch, dass es weit weg war, wird sozusagen der Unterschied auch zu dem Judentum deutlich gemacht. Drittens, die Stadt heißt Caesarea Philippi. Ein Sohn von Herodes, Philippus, einer der Tetrarchen, der vier Fürsten, hat diese Stadt zu Ehren des Kaisers, des Cäsar, Caesarea genannt. Das erinnert uns daran, dass es Nationen sind. Philippi, Philippus, das ist sein Name, der zwar jetzt nicht direkt ein Jude war, (00:02:02) aber doch sich äußerlich zu dem Volk der Juden, zu dem Volk Israel, bekannte. Und das ist gerade symptomatisch, dass hier sozusagen gleich mit dem Ortsnamen gezeigt wird, aus wem die Versammlung Gottes bestehen wird. Nämlich aus Menschen, die aus den Nationen Cäsar, aus dem Volk Israel, Philippus Philippi, herausgenommen worden sind. Und der Jesus fragt die Jünger, was sagen die Menschen, der ich bin? Man fragt sich, warum stellt er diese Frage? Und mein Eindruck ist, dass er deutlich machen möchte mit dieser Frage, wer gehört denn künftig zu dieser Versammlung Gottes? Und er zeigt, dass nur diejenigen zur Versammlung Gottes gehören, die eine Beziehung zu dem Herrn Jesus haben. Wir können auch sagen, die den Herrn Jesus kennen. Und diese Menschen kannten den Herrn Jesus nicht. Wenn sie von ihm sprachen als von Johannes dem Täufer, Elia, Jeremia oder einem der Propheten, (00:03:01) dann war das zwar einerseits gewissermaßen eine hohe Wertschätzung. Aber wie kann man den Herrn Jesus vergleichen mit solchen, die in Sünde geboren wurden, mit solchen, die versagt haben? Und das haben sie alle. Johannes der Täufer, Kapitel 11, deutlich, dass er ein Glaubensproblem hatte, als er nicht aus dem Gefängnis befreit wurde von dem Herrn Jesus. Wenn wir an Elia denken, der unter dem Ginsterstrauch lag, wenn wir an Jeremia denken, der den Tag seiner Geburt verflucht hat, oder einer der anderen Propheten, die waren alle unvollkommen, die waren alle mit Sünde auch behaftet. Wie kann man den Herrn Jesus damit vergleichen? Unmöglich könnten wir das. Da mögen Vorbilder auf den Herrn Jesus sein, aber niemand kann mit dem Herrn Jesus verglichen werden. Damit zeigen diese Personen, sie kennen den Herrn Jesus nicht. Simon Petrus dagegen, auf die Frage des Herrn, ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei, antwortet, du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. (00:04:02) Nun, das zeigt, dass Petrus den Herrn Jesus kannte. Ja, der Herr Jesus fügt hinzu, glückselig bist du, Simon Bajona, denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. Das heißt, das, was Petrus gesagt hat, hat er sich nicht aus den Schriften herauslesen können, sondern es war eine Offenbarung Gottes. Aber er zeigte damit, er kennt den Herrn Jesus, du bist der Christus, du bist der wahre Messias, das haben nicht viele gesagt, du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Herr Jesus der ewige Sohn Gottes ist. Petrus hat das erkannt und er konnte das bezeugen und damit zeigt er, dass er wusste, wer vor ihm stand, dass diese einzigartige Person Mensch, König und ewiger Sohn Gottes in einer Person ist. Das können wir gar nicht erfassen, das können wir gar nicht begreifen, aber Petrus hat das anerkannt. Und der Jesus zeigt, solche gehören zu der Versammlung Gottes. Er bestätigt das dann, wenn er sagt und jetzt von der Versammlung spricht in Matthäus 16 Vers 18, (00:05:03) Aber auch ich sage dir, du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Versammlung bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen. Der Herr Jesus sagt damit, aber auch ich sage dir, der Vater hat dir eine Offenbarung gegeben, aber auch ich sage dir, so könnte keiner von uns sprechen. Wenn wir etwas über die Offenbarung Gottes sagen, wenn wir in seinem Wort sagen, dann könnte keiner von uns sagen, aber auch ich sage, dann würden wir uns nämlich auf die Stufe Gottes stellen. Und das können wir nicht, weil wir nicht Gott sind. Wir sind in Sünde geborene Menschen, die aus Gnade und nur durch Gnade Kinder Gottes geworden sind, durch die Gnade Gottes. Aber der Jesus ist anders. Er konnte die Offenbarung Gottes nennen und sagen, aber auch ich sage dir. Weil er selbst Gott ist, konnte er eine andere Offenbarung daneben stellen. Er bestätigt also genau das, was Petrus gesagt hat. Aber auch ich sage dir. Und jetzt spricht er von der Versammlung als einem Bauwerk. (00:06:02) Er würde bauen. Und wenn wir an ein Bauwerk denken, dann sehen wir, dass der Jesus, wenn er jetzt sagt etwas über dieses Bauwerk, dass er der Architekt, der Planer, der Entwickler, der Offenbarer dieses Bauwerkes ist. Dieser Verse sprechen also ganz besonders von dem Herrn Jesus in Verbindung mit der Versammlung Gottes. Er ist der Architekt. Er ist derjenige, der nicht nur die Offenbarung Gottes ist, sondern der auch diese Versammlung plant, geplant hat und der wahre Architekt ist. Und dann sagt er, du bist Petrus. Petrus, die Bibelübersetzung vom CSV zeigt, dass Petrus Stein heißt. Du bist ein Stein. Du gehörst zu diesem Haus. Du bist nicht das Haus. Und schon gar nicht bist du derjenige, der dieses Haus baut. Aber du gehörst zu diesem Haus. Du bist ein Stein davon. Wie jeder andere, der auch eine Beziehung zu mir hat. Wodurch hat man eine Beziehung zu dem Herrn Jesus? Dadurch, dass man sich bekehrt hat. (00:07:03) Dass man seine Sünden bekannt hat. Dass man ihn als Retter angenommen hat. Dann ist man wie Petrus ein solcher Stein. Baumaterial, könnten wir sagen. Zweitens also. Und auf diesen Felsen. Jetzt spricht der Herr Jesus von dem Fundament. Von diesem Felsen. Ja, wer ist dieses Fundament? Eine große Kirche heute sagt, das ist Petrus. Er spricht doch von diesem Felsen. Er hat doch gerade von Petrus gesprochen. Nein, das ist nicht der Fall. Und, fügt der Herr Jesus hinzu, er sagt damit, aber Petrus, ich habe dir noch etwas zu sagen. Es reicht nicht, dass du weißt, dass du ein Teil dieses Bauwerks bist. Sondern es gibt auch eine Grundlage. Diese Grundlage. Ja, was für diese? Na, diese Grundlage, von der du selbst gesprochen hast. Du hast doch gesagt, ich bin Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Das ist diese Grundlage. Ja, wer ist das? (00:08:01) Das ist der Herr Jesus. Aber nicht der Herr Jesus als Mensch. Sondern als der Sohn des lebendigen Gottes. Der ewige Sohn Gottes. Wenn der Herr Jesus als Mensch die Grundlage wäre, so wie er das Haupt des Leibes der Versammlung ist, als Mensch, das wäre schon gewaltig. Das wäre schon eine große Sicherheit. Aber hier sehen wir, auf diesen Felsen, auf diese Offenbarung meiner Person, von der du gesprochen hast, dass ich der ewige Sohn Gottes bin, das ist das Fundament. Und wen gibt es, der den ewigen Sohn Gottes zur Seite stoßen könnte, der stärker wäre, der höher wäre als er? Niemand. Nein, der Herr Jesus ist dieses unerschütterliche Fundament der Versammlung. Auf diesen Felsen werde ich bauen. Das ist die Bautätigkeit, die der Herr Jesus ausführt, die er tut. Und wenn er baut, dann ist alles vollkommen. Wenn wir Menschen bauen, das werden wir später noch einmal sehen, in einem anderen Podcast, (00:09:01) da werden wir erkennen, dass wenn der Mensch baut, wenn wir bauen, das immer fehlerhaft ist. Aber er baut und dann ist das Ergebnis vollkommen. Dann ist das Bauwerk vollkommen. Dann ist das nie eine Ruine. Dann ist das nicht irgendwie mit Fehlern behaftet. Dann ist alles vollkommen. Aber wenn Jesus sagt, ich werde bauen, das heißt, das ist damals noch zukünftig gewesen. Aus Apostelgeschichte 2 und 1, Korinther 12 Verse 12 und 13 wissen wir, dass das ab dem Pfingsttag geschah. Er würde bauen. Ich baue, sagte der Herr Jesus. Das heißt, er ist nicht nur der Architekt, er ist nicht nur das Fundament als dieser unerschütterliche Felsen, sondern er ist auch der Bauherr. Ich baue. Das heißt, er ist derjenige, der das Ganze ausführt, der für das ganze Bauwerk verantwortlich ist. Und meine Versammlung, das heißt, er ist auch fünftens oder sechstens schon der Eigentümer der Versammlung Gottes. (00:10:01) Sie gehört ihm. An anderer Stelle lesen wir, dass sie dem Gott, dem Vater gehört. Aber er ist auch der Eigentümer. Seine Versammlung ist es. Deshalb kümmert er sich darum. Deshalb hat er eine solche Liebe und Fürsorge dafür. Und es ist seine Versammlung. Das ist eben dieses wunderbare Bauwerk, von dem er hier spricht. Und es ist vollkommen diese Versammlung, diese Herausgerufenen aus der Welt, die etwas Wertvolles, diese eine Perle für den Herrn Jesus bilden. Und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen. Das zeigt uns die Stabilität. Die Versammlung Gottes kann durch nichts, nicht durch Tod oder irgendetwas irgendwie angegriffen werden. Sie ist und bleibt vollkommen. Ja, tatsächlich, Gläubige können heimgehen. Und sie haben das vielfach getan, auch in der christlichen Zeit. Aber die Versammlung Gottes bleibt bestehen. Sie wird nie mit dem Tod irgendwie in Verbindung gebracht werden. Sie ist vollkommen, dadurch, dass der Herr Jesus sie baut. (00:11:05) Und sie kann durch nichts angetastet werden, weil sie ihm gehört. In Vers 20 fügt der Jesus dann noch hinzu, er gebot den Jüngern niemand zu sagen, dass er der Christus sei. Dadurch, dass er jetzt die Versammlung Gottes eingeführt hat, war das Zeugnis an das Volk Israel, dass er als König zu ihnen gekommen war, zu Ende. Denn jetzt zeigt er, dass er ein neues Zeugnis hier auf dieser Erde hat, die Versammlung Gottes. Dass er an die Stelle des Volkes Israel setzt. Nicht die Versammlung ist das geistliche Israel. Das finden wir nirgendwo in der Schrift. Aber die Versammlung Gottes bekommt jetzt den Platz, den das Volk Israel hier auf dieser Erde hatte als Zeuge Gottes. Deshalb ist die Versammlung auch der Leuchter. Sie nimmt diesen Platz als Offenbarung der Wahrheit auf dieser Erde an Stelle des Volkes Israel ein. Deshalb gibt es kein Zeugnis mehr an das Volk Israel, dass der Jesus der Christus ist. (00:12:03) Wunderbare Tätigkeit des Herrn Jesus, wunderbare Person der Herr Jesus, mit dem die Versammlung untrennbar verbunden ist, der alles im Blick auf die Versammlung tut. Ja, wir beten ihn dafür an und wir sind dankbar, dass die Versammlung auf ihm ruht und durch ihn gebaut wird, alles ihm verdankt. Das bedeutet natürlich auch, dass wir ihm gegenüber verantwortlich sind. Das wird hier nicht weiter erläutert, aber das ist die notwendige Schlussfolgerung, dass wenn er baut, wir das natürlich auch in Abhängigkeit von ihm tun sollen und dass wir diesem Bild, das er hier malt, von der Herrlichkeit der Versammlung entsprechen sollen. Tun wir das?
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