Die Versammlung Gottes (18) - Zusammenkommen zur Auferbauung der Versammlung


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über das Thema Versammlung Gottes. Beim letzten Mal haben wir gesehen, dass es ein Zusammenkommen gibt, das dem Herrn Jesus ganz besonders am Herzen liegt. Das ist das Brotbrechen. Dieses Mal wollen wir uns mit der Erbauungsstunde beschäftigen. Erbauungsstunde deshalb, weil der Apostel Paulus in 1. Korinther 14 davon spricht, dass Erbauung das große Ziel dieser Zusammenkunft sein soll. Der Geist Gottes wollte uns in einem langen Kapitel, 1. Korinther 14, das sind 40 Verse, deutlich machen, wie wichtig, wie wertvoll diese Zusammenkunft ist und dass es bestimmte Grundsätze gibt, die dabei zu beachten sind. In 1. Korinther 14 heißt es, dass wir besonders danach streben sollen zu Weissagen. Und dann heißt es in Vers 3, wer aber Weissagt, redet den Menschen zur (00:01:04) Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. Das ist das Ziel dieser Zusammenkunft, dass wenn die Gläubigen zusammenkommen, nicht um Gott und dem Herrn Jesus etwas zu bringen von unten nach oben, sondern um von dem Herrn etwas zu empfangen, dass dabei Weissagung im Mittelpunkt steht. Das heißt, dass die Gläubigen erbaut werden, aufgebaut werden in ihrem Glauben, dass der Glaube ein Fundament bekommt, dass der Glaube gestützt wird, dass da ein Baustein nach dem anderen zusammengefügt wird, damit die Gläubigen feststehen, dass sie ermahnt werden, ermuntert werden, getröstet werden, dass ihr Glaube an dem Wort Gottes ausgerichtet wird, dass sie verstehen, was Gottes Gedanken sind, was Gottes Grundsätze für das persönliche gemeinsame Glaubensleben sind, was Gottes (00:02:02) Wort über die Zukunft sagt und so weiter und dass sie getröstet werden, dass alles das ersetzt wird, was mangelt bei ihnen, dass ihnen Hilfestellung gegeben wird für ihr Glaubensleben. Das ist diese Zusammenkunft zur Auferbauung. Und wir, Brüder, gläubige Männer, die wir gefordert sind, denn in 1. Korinther 14, Vers 34 heißt es ausdrücklich, die Frauen sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden. Das heißt, wir Männer sind angesprochen, wir sind gefordert, solche die an den Herrn Jesus glauben. Wir wollen uns fragen, ob wir diesem Anspruch, den der Herr hier an uns stellt, ob wir dem auch gerecht werden. Das heißt, ob wir wirklich erbauen, ob wir wirklich diesen Glauben aufbauen, dass wir zum Nutzen tätig sind, ob wir wirklich ermahnen, ermuntern, ob wir solche sind, die den Gläubigen eine Hilfestellung sind, die auch trösten, die (00:03:01) das, was fehlt, ersetzen, die Hinweise geben, die Trost geben auch in schwierigen Lebensumständen. Und wodurch das geschieht, sagt der Apostel Paulus dann in Vers 26. Was ist es nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch eine Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Sprache, eine Auslegung. Alles geschehe zur Erbauung. Alles geschehe zur Erbauung. Das wird deutlich, das macht deutlich, es soll wirklich ein Ziel haben. Es geht nicht darum, dass ich irgendwie mein Wissen abspule, dass ich glänze als Redner, sondern dass die Gläubigen eine nützliche Botschaft für ihr Leben, für die jetzt vor ihnen liegende Woche bekommen. Sind wir solche, die dazu beitragen, die solche Beiträge haben, die jetzt nicht uns groß machen, sondern die den Herrn groß machen. Letzten Endes geht es darum, dass der Jesus groß wird, dass er der Mittelpunkt des Lebens wird. Nur dann werden wir wirklich aufgebaut werden, wenn es um ihn geht. Nur dann (00:04:05) können wir getröstet werden, denn wie könnte man ohne den Herrn Jesus getröstet werden? Nur dann ist wirklich Ermahnung und auch Ermunterung da, denn wie könnte ich ermuntert werden? Wie könnte ich ermahnt werden, wenn es nicht der Maßstab der Person des Herrn Jesus ist? Damit sage ich nicht, dass wir nur über den Herrn Jesus reden können. Gottes Wort ist, wenn ich das so ausdrücken darf, eine Erfurcht vielfältiger, dass es auch ganz konkrete Ermahnungen uns vorstellt. Da spricht der Geist Gottes nicht immer direkt von dem Herrn Jesus, aber jede Ermahnung soll uns letztlich indirekt näher zu ihm bringen. Und dazu gibt es eben diese Mittel. Es ist interessant, dass der Apostel mit einem Psalm anfängt. Damit sind natürlich nicht die alttestamentlichen Psalmen gemeint. Sie sind Teil des Wortes Gottes und wir können auch über die Psalmen etwas sagen. Aber entscheidend ist doch, was meint er hier mit dem Psalm? Und wenn (00:05:01) wir von Psalmen im Neuen Testament lesen, auch an anderer Stelle in den Briefen, dann sind damit Loblieder gemeint. Dann sind die Psalmen eben nicht einfach ein ein Wort, das gesprochen wird, sondern dann ist das ein geistliches, christliches Loblied für Gott. Mein Eindruck ist, dass es am Anfang der christlichen Zeit Gläubige gab, die vielleicht spontan oder vielleicht, weil sie das kannten, ein geistliches Lied, ob gesungen oder gesprochen, den Geschwistern vorgestellt haben, um ihre Herzen zu erheben, um ihre Herzen zu dem Herrn Jesus zu führen. Um so, wie wir das in Verbindung mit dem Brotbrechen haben, um die Herzen zu fesseln für Christus und ihm in Geist und Wahrheit Anbetung zu bringen. Dann gibt es eine Lehre. Wir brauchen zur Erbauung, zum Aufbauen, brauchen wir Lehre, müssen wir gefestigt werden in der (00:06:06) Lehre des Wortes Gottes. Das ist vielleicht etwas, was wir weniger mögen, was uns irgendwie ferner liegt. Aber es ist ein ganz wichtiger Baustein, um aufgebaut, um auch getröstet zu werden. Vielfach ist zum Beispiel Heilsgewissheit nicht vorhanden. Und wie bekommt man Heilsgewissheit? Nicht, indem man irgendwie emotional, gefühlsmäßig irgendetwas sagt, sondern indem man fundiert das Wort Gottes vorstellt, wo Gottes Wort deutlich macht, dass jemand, der an den Herrn Jesus glaubt, der den Herrn Jesus als Retter angenommen hat, nicht wieder verloren gehen kann, sondern dass er fest steht auf dem Grundsatz des Wortes Gottes, auch wenn es um die Zukunft geht. Was gibt es für falsche Lehren über die Zukunft dieser Erde, die Zukunft der Christen, als ob wir Christen durch die Drangsalzzeit gehen müssten? Da brauchen wir die Lehre des Wortes Gottes, um deutlich zu machen, dass dem nicht so ist. Dann ist von Offenbarung die Rede. Das war in der Anfangszeit. In der Anfangszeit (00:07:03) war das Wort Gottes noch nicht vollendet. Und da hat Gott, da hat der Jesus den Brüdern in dieser Zeit, wo das Wort Gottes noch nicht vollendet war, eine Offenbarung gegeben, dass sie die Dinge, sagen wir über die Verbindung von Christus und der Versammlung, die einfach nicht bekannt waren, die nicht im Alten Testament enthalten waren, ihnen durch Offenbarung gezeigt hat und dass sie diese Dinge weitergegeben haben. Über das Sprachenreden haben wir schon gesprochen, dass es das heute nicht mehr gibt. Damals gab es das und da konnte es sein, dass in der Zusammenkunft jemand da war, der aus dem Ausland kam. Und dann hat Gott einem, der dort anwesend war, eine solche Sprachgabe gegeben, dass er einen solchen auch erbauen konnte in der ihm eigenen Sprache, obwohl der Redner diese Sprache nie gelernt hat. Wir haben gesehen, dass es das heute nicht mehr gibt. Eine Auslegung der Sprache war immer nötig, weil es immer auch solche gab, die diese Fremdsprache nicht sprachen. Auch das war jetzt nicht einfach eine Übersetzung, sondern Auslegung ist mehr (00:08:04) als Übersetzung. Es ist auch eine Anwendung dieser Gedanken, die in einer Sprache geäußert worden sind. Und dann die Weissagung. Weissagung ist eben das Reden aus der Gegenwart Gottes, aus der Gemeinschaft mit Gott, sodass der Herr für den jetzigen Augenblick genau das geben kann, was nützlich ist für die Versammelten. Das ist, wie eben schon gezeigt in dem dritten Vers, das ganz Besondere, was der Geist Gottes möchte. Er möchte, dass wir weissagen. Er möchte, dass wir nicht einfach irgendeinen Gedanken äußern, sondern den Gedanken, der jetzt nötig, der gerade jetzt notwendig ist. Und dafür muss man in Gemeinschaft mit dem Herrn leben, sonst kann man diesen Gedanken nicht äußern. Das heißt auch nicht, dass wir nicht wissen, was nicht nötig wäre. Der Geist Gottes kann unsere Herzen auf einen Punkt lenken, von dem wir wissen, dass er gerade wichtig, gerade aktuell ist und den können wir und den sollen wir dann auch aussprechen. Zum Segen der Versammlung, nicht um jemanden bloß zu (00:09:04) stillen. Und wenn es um eine einzelne Person geht, die uns vor Herzen ist, dann sollen wir persönlich zu ihr hingehen und nicht eine solche Zusammenkunft dafür nutzen. Nein, wir sollen da, wo der Geist Gottes uns deutlich macht, dass das jetzt nötig ist, dass das nützlich ist. Und das wird man ja merken, wenn die Geschwister es nicht verstehen, ist es nicht nützlich. Und wenn sie sich nicht angesprochen fühlen, dann ist es auch nicht nützlich. Das ist nicht immer nur der geistliche Zustand der Zuhörer, sondern das kann auch mein Versagen sein als Redner. Und dann vergessen wir nicht, dass gesagt wird, Propheten aber lasst zwei oder drei reden. Der Herr benutzt im Allgemeinen nicht nur einen, sondern er möchte mehrere benutzen. Die Bedürfnisse sind vielfältig und können im Allgemeinen nicht von einer Person alleine gedeckt werden. Viele sehen darin auch eine Maximalgröße. Ich lasse das so stehen. Wir sehen, lasst zwei oder drei sprechen, lasst reden, Propheten. Gott möchte, dass (00:10:04) eine Vielfalt auch in der Ausübung der Gaben am Ort sichtbar wird. Gott möchte nicht nur einen benutzen. Und es ist auch oftmals zur Belebung der Gläubigen, wenn zwei oder drei von dem Herrn benutzt werden. Gott hat uns ein Zusammenkommen gegeben, das uns zum Nutzen ist. Und wenn wir merken, dass es nicht nützlich ist, dann müssen wir als Brüder uns darunter demütigen. Dann müssen wir auch miteinander reden. Wir merken, dass ein Bruder immer wieder einen Dienst tut und er gar nicht verstanden werden kann oder dass er nur Unruhe bringt und keinen Nutzen hat. Dann sollten wir miteinander reden und darüber beten. Aber der Herr gibt diese Zusammenkunft, um uns zu belehren, um uns zu ermutigen, um uns aufzubauen. Wohl dem, der dorthin geht, wohl dem, der diese Möglichkeit nutzt. Es ist ein Zusammenkommen im Namen des Herrn. Es ist ein Zusammenkommen als Versammlung, zum Segen für uns gegeben, wenn wir daran teilnehmen.
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