Die Versammlung Gottes (44) - 5. Mose 12,11.14 (3)


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(00:00:00) Die Versammlung Gottes in 5. Mose Wir haben beim letzten Mal gesehen, in 5. Mose 12 Vers 5, dass es nur einen Ort gibt. Einen geistlichen Ort, wie wir gesehen haben. Dann heißt es weiter in 5. Mose 12, noch einmal, es gibt in 5. Mose 12 gleich mehrere Vorkommen dieses einen Ortes. Vers 10 Das knüpft ein bisschen an, was wir bei dem ersten Podcast über 5. Mose gesehen haben. Gott hatte dem Volk sogar deutlich gemacht, ihr solltet in das Land gehen, das stand unmittelbar bevor, dann habt ihr mit Feinden zu tun. Und ich erwarte von euch nicht, dass wenn ihr mit den Feinden kämpft, dass ihr dann als erstes euch um diesen Ort kümmert. Nein, ihr sollt erst einmal die Feinde überwinden. (00:01:01) Dann drittens, werdet ihr aber eine Zeit erleben, wo ihr sicher wohnt. Das ist letztendlich als das Land verteilt wurde, also der zweite Teil von dem Buch Joshua. Und wenn das dann so ist, dann solltet ihr den Ort, den der Herr euer Gott erwähnen wird, das ist jetzt Vers 11, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Dahin solltet ihr alles bringen, was ich euch gebete. Und da waren jetzt besonders Opfer erst einmal genannt. Das heißt, dann würden sie ihren Gehorsam zeigen, indem sie diesen Ort erfragen. Denn sie konnten ja nur an diesen Ort etwas bringen, wenn sie zuvor Gott gefragt haben. Was ist das für ein Ort? Wo ist dieser Ort? Wo möchtest du denn, dass wir dahin gehen? Und wir haben gesehen, das ist damals über Jahrzehnte, Jahrhunderte nicht geschehen. Und wir müssen zugeben, dass das in der kirchengeschichtlichen Zeit auch viele, viele Jahre nicht gewesen ist. Dass man eben nicht danach gefragt hat, was der Herr wirklich für Gedanken über diesen Ort, über seinen Wohnort hat. Und müssen wir nicht zugeben, dass das auch heute immer wieder der Fall ist, dass man eben nicht fragt danach. (00:02:06) Was möchte der Herr? Wo möchte der Herr, dass wir zusammenkommen? Sondern, dass man das nach eigenen Gedanken tut. Und dabei hilft natürlich nichts, dass man sagt, ja, aber bei uns ist er in der Mitte. Wir lesen das in den Propheten Micha. Ja, da sagen seine Häupter in Micha 3 Vers 11. Darum wird Euret wegen Zier und Asphalt gepflügt werden und Jerusalem wird zu Trümmerhaufen und so weiter. Das heißt, man kann natürlich behaupten, ja, das können wir, das kann ich, das kann jeder, kann behaupten, ja, ja, wir kommen im Namen des Herrn zusammen. Aber das ist ja nicht der Punkt, sondern, und darum geht es jetzt hier in Vers 11, es ist Gehorsam nötig. Der Herr erwartet, dass man dann auch eben alles dahin bringt, was ich euch gebiete. (00:03:02) Für das Volk Israel war das ein gesetzlicher Gehorsam. Für uns ist das natürlich kein gesetzlicher Gehorsam, für uns ist das ein freiwilliger Gehorsam, ist das ein Gehorsam von Herzen. Und die Frage ist, sind wir das? Ja, bringen wir das dahin, was dahin gehört und lassen wir alles draußen, was da nicht, keinen Platz hat? Wie ist das mit unserem Fleisch? Ist das nicht oft nicht nur anwesend, wir können es ja nun nicht verhindern, weil wir an unser Fleisch gebunden oder das Fleisch an uns gebunden ist, aber das Fleisch muss ja nicht über uns herrschen. Diese alte Natur, die wir bis an unser Lebensende haben, diese Macht, die uns in ihre Gewalt bringen möchte, die ist da. Aber wir können uns für das halten, was wir sind. Tot, gestorben mit Christus. Dann hat das Fleisch, dann hat diese sündige Natur, dann hat diese Sünde keinen Platz praktischerweise in unserem Leben. Aber wie oft müssen wir zugeben, heute gestern, vorgestern und vielleicht morgen auch wieder, dass dieses Fleisch tatsächlich viel mehr Einfluss an unserem Leben hat. Und auch in den Zusammenkünften und auch im Blick auf die Zusammenkünfte. Ach Herr, ich hätte doch gerne, dass der und der, das ist doch so ein lieber Mensch, (00:04:04) den möchte ich gerne dabei haben. An dem kann ich Brot und Kälte nicht vorbeireichen. Wie bitte? Natürlich wünschen wir, dass jeder Gläubige kommt, dass jedes Kind Gottes diesen Platz einnimmt. Aber nochmal, Gottes Wort gibt uns Kriterien auch dafür. Und da kann ich nicht nach meiner Sympathie, nicht nach dem, was ich gerne möchte, was mir so vorschwebt, handeln, sondern da muss ich Gottes Wort gehorsam sein. Da kann ich eben nicht, im Alten Testament kann ich nicht ein Schwein bringen und auf den Altar legen, sondern ich kann nur die Tiere, die nach Gottes Gedanken rein sind, kann ich da hinbringen. Und so gilt das auch heute. Da kann ich nicht irgendwie Gott an Betung bringen. Nicht, dass wir irgendwelche formalen Vorschriften hätten, sondern es muss gottwürdig sein. Es muss auch in der Sprache, und da gibt es keine detaillierte Festlegung, natürlich nicht, aber es muss auch in der Sprache angemessen sein, den Inhalten. Bei der Musik, bei den Liedern muss es geistlich sein. (00:05:01) Wir müssen es geistlich singen können. Das kann nicht irgendwie sein. Da ist nicht egal, was und wie und wo wir handeln. Sind wir von Herzen Gott gehorsam? Dann gehen wir zu dem dritten Vorkommen in 5. Mose 12, und das finden wir dann ab Vers 12. Da sagt der Geist Gottes durch Mose zu dem Volk, Und ihr sollt euch vor dem HERRN, euren Gott, freuen, ihr und eure Söhne und eure Töchter und eure Knechte und eure Mägde und der Levit, der in euren Toren ist, denn er hat weder Teil noch Erbe mit euch. Hüte dich, dass du deine Brandopfer nicht an jedem Ort opferst, den du siehst, sondern an dem Ort, den der HERR in einem deiner Stämme erwählen wird. Dort sollst du deine Brandopfer opfern und alles tun, was ich dir gebiete. Ja, wir finden also hier, dass Gott deutlich macht, wer teilnehmen kann, wer nicht teilnehmen kann. Es gibt solche, die weder Teil noch Erbe mit ihnen hatten. Sie sollten sich hüten, das an jedem Ort zu tun. Es gab diesen einen Ort. (00:06:04) Lasst uns das ernst nehmen. Das ist nicht egal, auf welcher Grundlage wir zusammenkommen. Hüte dich. Wir müssen die biblische Grundlage nehmen und das müssen wir an Gottes Wort auch immer wieder einmal überprüfen. Ich sage nicht, dass wir das jeden Sonntag überprüfen müssen. Ein Zusammenkommen verändert nicht innerhalb kürzester Zeit seine Grundsätze. Aber es kann sich, wir sehen das in Offenbarung 2 und 3, es kann sich über relativ kurze Zeit, können sich falsche, böse und biblische Grundsätze einschleichen und da sollten wir auf der Hut sein. Und dann heißt es eben, an dem Ort, wo den der HERR in einem deiner Stämme erwähnen wird, dort sollst du deine Brandopfer opfern und dort alles tun, was ich dir gebiete. Und da sehen wir also, dass Gott Brandopfer sucht haben möchte. Vorher hat er das noch mehr aufgeteilt, aber hier legt er sozusagen den Zeigefinger darauf, dass es Opfer gibt, dass es dieses Brandopfer gibt, das er gerne haben möchte. Das ist der Wunsch. Der HERR möchte nicht, dass wir einfach nur zusammenkommen (00:07:01) und dass wir dann uns überlegen, was können wir eigentlich mal machen, sondern er möchte Anbetung an diesem Ort empfangen. Es ist ein Ort, wo er deshalb auch gerne in der Mitte sein möchte, weil er selber geehrt wird, weil er selber angebetet wird. Wir haben dafür eine ganz besondere Gelegenheit, die der HERR uns genannt hat im Neuen Testament und das muss ich nochmal hinzufügen, ich glaube, das habe ich bisher gar nicht gesagt, dass es natürlich entscheidend ist, was das Neue Testament über das Zusammenkommen sagt. Wir dürfen auch aus diesem Alten Testament, da müssen wir außerordentlich vorsichtig sein, das mal ohne weiteres auf uns zu übertragen. Denn das Alte Testament ist unter Gesetz, jedenfalls hier, geschrieben worden. Das Alte Testament hat in diesem Sinn irdische Grundsätze, die Gott dem Volk gegeben hat. Wir dagegen haben himmlische, geistliche Grundsätze, die Gott uns nennt in seinem Wort. Und es ist die Frage, erfüllen wir sie und suchen wir sie? Also wir können nicht einfach sagen, ja, das steht hier in 5. Moses so und so, also ist das richtig, ist das immer richtig? Nein, Gott hat mit dem Volk Israel durchaus anders gehandelt, als er mit uns handelt. (00:08:01) Und jetzt ist die Frage, haben wir die neutestamentischen Grundsätze? Das heißt, wir müssen im Neuen Testament danach suchen, wo wir diesen Grundsatz finden, von dem es vielleicht ein gewisses praktisches Beispiel oder ein Vorbild dann im Alten Testament gibt. Entscheidend ist also, dass das Neue Testament, ich sage nicht in jeder Einzelheit, aber in den Grundsätzen uns das vorstellt. Und der Grundsatz, dass es einen Ort gibt, beziehungsweise ein Zusammenkommen gibt, wo wir dem Herrn Jesus und Gott die Anbetung bringen, das finden wir im Neuen Testament. Der Herr Jesus hat zu seinen Jüngern gesagt, tut dies zu meinem Gedächtnis, nämlich das Brotbrechen und von dem Kelch trinken. Wir finden in 1. Korinther 10 und 11, dass über den Tisch des Herrn und das Mahl des Herrn genau das uns vorgestellt wird, dass der Herr diesen einen Ort hat, wo er gerne angebetet wird. Das heißt, wir haben im Neuen Testament diesen Grundsatz finden wir und hier sehen wir das Brandopfer opfern. Ist das unser Anliegen? Es ist wichtig und es ist wertvoll, dass ich persönlich oder vielleicht auch mit Freunden zusammen die gute Botschaft weitergebe. Das sollen wir unbedingt tun. Aber das Erste, was wir hier in diesem Zusammenhang nach dem einen Ort, nach dem Gehorsam finden, (00:09:02) ist, dass Gott Anbetung haben möchte. Und das wird interessanterweise eigentlich bei allen drei Vorkommen erwähnt, die Opfertiere, die Opfer, die Gott gerne haben möchte. Ist uns das ein Anliegen vor allem anderen, dass wir ihm Anbetung bringen, dass wir zu seinem Gedächtnis zusammenkommen, dass wir das tun, was sein Herz erfreut, dann lasst uns das verwirklichen. Dann lasst uns nach diesen Gedanken auch zusammenkommen. Der Herr ist es wert und er wünscht, dass wir das tun, weil es ihn erfreut, ihn, der in der Mitte dieser zwei oder drei ist, die in seinem Namen zusammenkommen.
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Artikelreihe: Die Versammlung Gottes (Podcast)

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