Die Versammlung Gottes (15) - Diakone


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über das Thema Versammlung Gemeinde Gottes. Heute soll es um Diener oder Diakone in der Versammlung gehen. Wir nehmen als Ausgangspunkt den Vers in Apostelgeschichte 6. Da gab es ein Murren der Hellenisten, das sind die griechisch sprechenden Juden, dass ihre Witwen übersehen worden wären in der Anfangszeit, was die materielle Bedienung betrifft. Und dann finden wir ganz erstaunlich, dass die Apostel, die zwölf Apostel, dass sie nicht sagen, wie könnt ihr nur aufstehen und jetzt diese Irritation entstehen lassen, dieses Murren vornehmen. Nein, sie gehen auf diese Bedürfnisse ein und die zwölf Apostel sagen dann zu der Menge Apostelgeschichte 6 Vers 3, seht euch nun um, Brüder, nach sieben Männern von euch, von gutem Zeugnis, vollheiligen Geistes und Weisheit, die wir über diese Aufgabe bestellen wollen, nämlich die Tische zu bedienen. (00:01:01) Tische bedienen, das ist ja ein vielleicht seltsamer Ausdruck, was ist denn damit gemeint? Tische bedienen meint, dass damals offenbar auf den Tischen Kleider und auch Lebensmittel gelegt wurden, die dann verteilt wurden an solche, die nicht genug hatten. Wir verstehen, es geht also bei dem Dienst der Diakone, der Diener, um eine materielle Ausstattung der Gläubigen. Wir finden später in 1. Timotheus 3, dass dort nicht nur die Ältesten genannt werden, sondern 1. Timotheus 3 Vers 8, die Diener ebenso. Was heißt ebenso? In Vers 1 hatte Paulus gesagt, das Wort ist gewiss, wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk, der Aufseher nun muss das und das und das sein. Nun, der Dienst der Diener, der Diakone, wie das Wort im Griechischen heißt, ist eben auch ein wertvoller Dienst. Schön, wer (00:02:03) diesen Dienst begehrt, aber jemand, der diesen Dienst ausführt, muss bestimmte Kriterien erfüllen. Wir finden diesen Dienst also nicht nur praktischerweise in Apostelgeschichte 6, sondern wir finden ihn auch dann in den Briefen wieder, dass Gott möchte, dass es solche Brüder, männliche Gläubige gibt, das ist immer darauf beschränkt gewesen, ein Gotteswort, die in besonderer Weise für die örtliche Versammlung um die materiellen Dinge besorgt sind. Wie bei den Ältesten finden wir auch bei den Diakonen, dass es immer mehrere sind. Es wird immer in der Mehrzahl genannt und wir finden, dass sie bestimmte Qualifikationen erfüllen müssen. Das ist ganz erstaunlich, wie hoch die Anforderungen Gottes für einen solchen Dienst sind, den wir vielleicht übersehen. Wann haben wir das letzte Mal gebetet für solche, die sich um die materielle Verteilung der eingelegten Gaben kümmern? Das ist eben nicht nur Gaben dann zu verteilen für das Werk des Herrn, sondern (00:03:04) das sind auch Gaben für Personen, die vielleicht in Armut leben, Witwen gerade, die keine Gläubigenverwandten haben, die sich um sie kümmern, um solche, die in Armut leben, die am Rand der Gesellschaft sind. Das ist ein ganz wichtiger Dienst und da sagt Paulus zum Beispiel, sie sollen würdig leben, sie dürfen nicht doppelzüngig sein, nicht viel im Wein ergeben. Das zeigt noch mal, wie Alkohol immer und auch damals eine große Gefahr war. Nicht schändlichem Gewinn nachgehen, das können wir gut verstehen, das dürfen nicht solche sein, die in Gefahr stehen, das Geld für sich selbst einzusacken, die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. Das müssen also solche sein, die das Geheimnis über Christus und die Versammlung kennen, die das verstehen. Sie sind nicht solche, die das unbedingt lehren können müssen, aber die ein Bewusstsein haben, was die himmlische Stellung der Gläubigen ist, was die (00:04:03) Stellung der Versammlung Gottes in Gottes Augen ist und sie müssen auch in ihrem praktischen Leben untadelig sein. Ihre Frauen sollen ebenso würdig, nicht verleumderisch, nüchtern sein. Also auch in der Ehe, auch in der Familie muss es da stimmen bei denen. Das zeigt uns, wie hoch die Anforderungen Gottes sind bei den Dienern. Bei den Ältesten sind sie sogar noch höher. Das zeigt, wie wichtig Gott diesen Dienst nimmt und wir verstehen das auch. Damals in der ersten Zeit waren das sogar solche, die Paulus zum Teil auf Reisen mitgenommen hat. Man kann das in dem Korintherbrief, auch in dem Philippabrief sehen und die dann dafür zuständig waren, dass die Eingelegten gaben das Geld dann von, sagen wir, den Gläubigen aus Griechenland, aus Mazedonien nach Jerusalem, nach Judäa gekommen, sicher ankommen sollte auch. Es müssen also vertrauenswürdige Personen sein. Auch heute ist dieser Dienst so wichtig. Er wird unterschieden von dem Ältestendienst. Das heißt, es ist nicht (00:05:04) nur denkbar, sondern es ist nach Gottes Gedanken, dass es Personen gibt, die sich speziell um diese Gaben kümmern. Die müssen sich nicht notwendigerweise um eben Aufgaben des Ältestendienstes kümmern. Heute, wo Versammlungen zusammenkommen, immer kleiner werden, mag das angemessen sein, dass Personen sowohl als auch beide Aufgaben wahrnehmen. Aber an sich gibt der Herr Diakone. Bestellt er Diakone, die müssen das Vertrauen der Versammlung haben. Das sehen wir in Apostelgeschichte 6. Im Unterschied zu dem Ältestendienst, der eben von oben gegeben worden ist, finden wir in Apostelgeschichte 6, dass sie sich selbst die Gläubigen umsehen sollten. Es mussten dann Personen sein, die das Vertrauen haben. Eine andere Person kann auch heute nicht einen solchen Dienst tun. Es müssen solche sein und sie werden immer der Mehrzahl genannt, die eben das Vertrauen der Gläubigen am Ort haben. Wie der Ältestendienst ist der (00:06:04) Diakonendienst, das macht 1. Timotheus 3 auch noch mal deutlich, ist ein örtlicher Dienst. Ein Dienst, der am Ort und nur am Ort wahrgenommen wird, nicht überörtlich. Gibt es solche, die bei uns ein Herz haben für diesen Dienst, diesen so wertvollen Dienst? Natürlich können, und das möchte ich gerne ergänzend sagen, auch Schwestern einen diakonischen Dienst tun. Aber eben nicht in diesem Sinn, dass er für die Versammlung geschieht, als solche, die die eingelegten Gaben und so weiter verwalten. Nein, wir finden, dass es Gläubige gibt, Frauen gibt, die Diakoninnen genannt werden. Wir denken an Vöbe in Apostelgeschichte 16. Ich empfehle euch aber Vöbe, unsere Schwester, die auch eine Dienerin der Versammlung in Kenchria ist. Das heißt, sie hat in äußerer Weise vielleicht, indem sie ihr Haus zur Verfügung gestellt hat, indem sie vielleicht das Brot gebacken hat für das Mahl des Herrn und den Wein zur (00:07:03) Verfügung gestellt hat, indem sie vielleicht Kleider zur Verfügung gestellt hat, wie wir das auch bei Tabitha Dorcas finden in Apostelgeschichte 9. Sie war so tätig zum Wohl der Geschwister. Also in persönlicher Weise können unbedingt auch Schwestern diesen Dienst tun und das ist außerordentlich wertvoll für den Herrn und auch für die Geschwister. Aber was die Verantwortung für die örtliche Versammlung betrifft, so ist das damals ein Amt gewesen, heute eine Aufgabe, die von Brüdern wahrgenommen werden, um die finanziellen Mittel, das können auch Kleider sein, das können auch Lebensmittel sein, zu verwalten auf der Basis der eingelegten Gaben. Nicht umsonst heißt es in Hebräer 13, Vers 16, dass wir des Wohltuens und Mitteilens nicht vergessen sollen. Eine wichtige Aufgabe und wertvoll, wenn es Brüder gibt, die mit Herzen und mit Hingabe diesen Dienst tun. Er ist zum Wohl des Volkes Gottes, er ist zum Wohl der (00:08:04) Ungläubigen, damit das Werk des Herrn verbreitet werden kann, damit die nötigen Mittel dafür vorhanden sind. Er ist zum Wohl der Diener des Herrn im Ausland, im Inland, die von diesen Gaben leben, unterstützt werden. Er ist zur Freude der Geschwister, die gerne geben und die dann solche haben, die im Vertrauen diesen Dienst tun. Er ist zur Ehre des Herrn. Wohl denen, die einen solchen Dienst ausführen.
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Artikelreihe: Die Versammlung Gottes (Podcast)

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