Die Versammlung Gottes (43) - 5. Mose 12,5 (2)


Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) Die Versammlung Gottes im fünften Buch Mose. Wir haben beim letzten Mal gesehen, erstens, dass es die Versammlung natürlich im Alten Testament nicht gab und wir deshalb auch mit aller Vorsicht nur Hinweise im Alten Testament auf die Versammlung Gottes anwenden können. Zweitens, wir haben gesehen, dass Gott seinem Volk mitgeteilt hat, dass es einen Ort im Land geben würde, wo er in der Mitte des Volkes äußerlich jedenfalls wohnen würde. Und keiner hat danach gefragt, bis endlich David kam und Gott ihm einen besonderen Segen letztlich Psalm 132 ausspricht, dass er sich wirklich gekümmert hat darum, dass es für Gott einen Wohnort gab. Das Volk hatte einen, Gott nicht. Wie ist das bei uns heute? Wir alle haben Wohnorte, aber kümmern wir uns darum, dass der Herr wirklich inmitten seines Volkes wohnen kann, dass es diesen Ort gibt, wo man zusammenkommt, wo er in der Mitte ist, wo er in der Mitte sein kann. Er kann nur in der Mitte derer sein, die sich in seinem Namen oder zu seinem Namen hin versammeln, die nach seinen Gedanken zusammenkommen, die ihm von Herzen gehorsam sind. Und jetzt schauen wir uns nach und nach diese Bibelstellen an (00:01:02) im fünften Buch Mose, 21 an der Zahl, 3 mal 7, also das zeigt eine absolute Vollkommenheit, 7, 3 mal dieser Vollkommenheit, die offenbart wird durch das Wort Gottes, wo der Herr wirklich wohnen kann. Und das Erste, was wir lesen, ist in 5. Mose 12 Vers 4. Da heißt es, dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr nicht so tun. Wie nicht tun? Wie er das vorher in den Versen 2 und 3 über die Nationen des Landes, in das das Volk Israel ja erst noch hineingehen würde, 5. Mose waren sie in den Ebenen Moabs, wie sie die Nationen gehandelt haben. Ihr sollt alle Orte, heißt es nämlich in Vers 2, ganz und gar zerstören, wo die Nationen, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben. Auf den hohen Bergen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum. Und ihr sollt ihre Altäre niederreißen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Aschere mit Feuer verbrennen und die geschnitzten Bilder ihrer Götter umhauen und ihr sollt ihre Namen an jedem Ort vertilgen. Dem Herrn, (00:02:01) eurem Gott, sollt ihr nicht so tun, sondern den Ort sollt ihr aufsuchen, den der Herr, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwähnen wird, um seinen Namen dorthin zu setzen, dass er dort wohne, dahin sollst du kommen. Was zeigt uns der Geist Gottes hier? Er zeigt uns, dass die Nationen an jedem Ort viele Orte hatten, wo sie ihren Götzendienst hatten. Aber bei Gott gab es nicht viele Orte, sondern gab es einen Ort. Gott hatte nur Jerusalem in dem Land erwählt. Nun, wir haben beim letzten Mal und auch schon davor gesehen, dass es natürlich heute nicht so ist, dass man nach Jerusalem reisen muss, um an den Ort zu kommen, wo Gott wohnt. Nein, gerade das ist er nicht mehr, denn das Volk Israel hat den Herrn gekreuzigt, es hat ihn an das Kreuz gebracht. Und wir Nationen waren kein Stück besser, wir haben diese Kreuzigung vollzogen. Dadurch ist das, was buchstäblich im Alten Testament vorgeschrieben (00:03:02) war, ist zu einem Ende gekommen. Gott hat etwas ganz Neues gegeben, das finden wir dann geschichtlich ab Apostelgeschichte 2 und lehrmäßig dann in den Briefen des Neuen Testamentes. Aber das, was hier vorgebildet wird, die Nationen kamen nach eigenen Vorstellungen zusammen. Jeder hat das getan, was er selbst wollte, hat an jedem Ort, unter jedem grünen Baum, auf jedem hohen Berg, auf den Hügeln, nach den Gedanken des Menschen, das was großartig ist, was hoch ist für die Menschen, die Berge, die Hügel und so weiter. Was schön ist nach den Gedanken des Menschen, ein grüner Baum, da haben sie ihre Götzenaltäre hingebaut. Das ist nicht so in dem Volk Gottes, in Kanan für das Volk Israel. Nein, sie sollten den einen Ort suchen und sollten ihn von ihrem Gott, dem Herrn Yahweh, sagen lassen. So nochmal, heute kann man an vielen Orten zusammenkommen. Es kann also nicht um einen lokalen Ort gehen, der nur einmal vorkommt, sondern Gott möchte uns damit zeigen, dass es nur einen geistlichen (00:04:04) Ort gibt. Und dieser geistliche Ort, den können nicht wir Menschen festlegen, den hat auch niemand gepachtet für sich. Das finden wir in Offenbarung 2 und 3, dass da manche vielleicht denken, das ist der Ort, wo wir sind. Da muss der Herr sich schon damit zufrieden geben. Nein, so ist das nicht, sondern es ist ein geistlicher Ort, der durch geistliche Prinzipien, durch moralische Grundsätze festgelegt ist. D.h. der Herr zeigt uns in seinem Wort, was man tun muss, was die Voraussetzung ist, dass man nach seinen Gedanken zusammenkommt. In meinem Namen, zu meinem Namen hin bedeutet, dass er das Sagen hat, dass er das festlegt. Und wo liegt er das fest? Natürlich in seinem Wort. Und wir haben in Verbindung mit Matthäus 18 einmal gesehen, dass das in mehrfacher Hinsicht bedeutet. Erstens, dass man das Wort Gottes festhält, wie es über die Person des Herrn Jesus spricht. In seinem Namen, wie kann man zu seinem Namen zusammenkommen, wenn man nicht so auch in dem Herzen und auch gemeinschaftlich festlegt, (00:05:01) nein, nicht festlegt, festhält, was Gottes Wort über die Person des Herrn Jesus sagt, z.B. dass er Mensch und Gott in einer Person ist. Zweitens haben wir gesehen, dass sein Name verbunden wird mit dem Werk. Z.B. 1.Johannes 2, wir haben die Sühnung in ihm. Sühnung ist natürlich das Werk des Herrn Jesus, aber es wird doch verbunden mit seiner Person. D.h. wir müssen festhalten, was Gottes Wort sagt, z.B. über Sühnung, z.B. über Stellvertretung, z.B. darüber, dass der Herr Jesus zur Verherrlichung Gottes gewesen ist an diesem Kreuz von Gölgata, z.B. dass jeder kommen kann, um dann auch Rettung zu bekommen, dass Versöhnung zwischen Menschen und Gott bewirkt worden ist und so weiter. Wir müssen an dem Werk festhalten, wie Gottes Wort es sagt, dürfen z.B. keine Allversöhnung lehren und so weiter. Das sind Dinge, die mit dem Werk des Herrn Jesus mit seiner Person auch in Verbindung stehen. Drittens, wir haben in 1. Korinther 12 gesehen, dass der Herr die Versammlung Gottes in Korinth dort nannt, der Christus. D.h. die Versammlung Gottes wird mit der Person des Herrn Jesus eins gemacht. Und das zeigt deutlich, (00:06:05) dass wir auch die Grundsätze, die das Neue Testament im Blick auf die Versammlung uns vorstellt, dass wir sie verwirklichen müssen. Dass wir nicht nach menschlichen Meinungen zusammenkommen können. Dass wir nicht nach noch so gut gemeinten Bedingungen im Blick auf die Teilnahme z.B. beim Brotbrechen was festlegen können. Ja, ein Mensch kann das zu eng festlegen oder ein Mensch kann das zu weit festlegen und beides finden wir heute. Und das wäre nicht im Namen des Herrn zusammenkommen, weil der Christus eben bedeutet, dass wir nach den biblischen Maßstäben des Zusammenkommens, jeder kann kommen, dem Grundsatz nach, jedes Kind Gottes, es sei denn, dass es in Sünde lebt, lehrmäßig, moralisch. Oder dass es nicht nach Gottes Gedanken Gemeinschaft pflegt, dass es sich frei fühlt, Gemeinschaft mit solchen, die in Sünde leben pflegt. Und natürlich ist auch deutlich, dass eben die Gedanken der Versammlung nicht alle (00:07:02) verstanden werden müssen. Es ist noch nicht einmal nötig, dass man mit allen Gedanken auch persönlich übereinstimmt. Wir sind nicht ein Zusammenkommen, wir dürfen nicht ein Zusammenkommen suchen oder meinen machen zu müssen, wo alle gleich denken. Aber man muss sich danach richten. Man muss bereit sein, sich für das praktische Verhalten unter das zu stellen, was Gottes Wort über das Zusammenkommen als Versammlung sagt. So gibt es heute diesen einen Ort, der in jeder Stadt sein kann. Wir finden im Neuen Testament die Versammlung in Korinth, die Versammlung in Ephesus, die Versammlung in Rom und so weiter. Es kann also in jeder Stadt, in jedem Ort kann es ein solches Zusammenkommen geben. Aber es ist ein Ort, es sind gemeinsame Grundsätze, auf denen man zusammenkommt. Wir sehen im Neuen Testament, dass die örtliche Versammlung die Darstellung der Versammlung an diesem Ort ist. Wir verstehen sofort, es kann ja nicht nach unterschiedlichen Grundsätzen an einem Ort mehrere Versammlungen Gottes die Darstellung sein. Dann gäbe es mehrere (00:08:06) Kirchen, Versammlungen, Gemeinden nach Gottes Gedanken. Das tut es aber nicht. Gottes Wort spricht von dem einen Leib, spricht von der einen Versammlung. Und entscheidend ist nicht, dass ich sage, hier kommt man nach den richtigen Gedanken zusammen, sondern entscheidend ist, dass es wahr ist, dass Gott sein Ja dazu geben kann. Und das kann man prüfen. Das kann man absolut prüfen, indem man nämlich Gottes Wort daneben legt und fragt, wird Gottes Wort verwirklicht? Ist das, was Gottes Wort an Grundsätzen sagt, wird das getan? Ist das, was Gottes Wort auch im Blick auf die Art des Zusammenkommens sagt, die Durchführung, wo es sich dazu äußert und so weiter. So wollen wir aus diesem Vers mitnehmen, es gibt diesen einen Ort. Es gibt den auch heute noch. Diesen geistlichen Ort kann man heute finden. Ich sage nicht, dass man den an jedem Ort finden kann. Aber da, wo zwei oder drei dann auch nach Gottes Gedanken zusammenkommen, dann ist das auch heute möglich, auch neu möglich an einem Ort. Und natürlich werden das diese zwei oder drei, wenn sie neu zusammenkommen, werden (00:09:03) dann die suchen, mit denen sie in Gemeinschaft sein können, wo es andere Orte gibt, wo man in gleicher Weise auch an diesem geistlichen einen Ort zusammenkommt. Wunderbarer Platz, den der Herr damals gesagt hat und den es auch heute noch gibt.
Beitrag teilen

Artikelreihe: Die Versammlung Gottes (Podcast)

Verwandte Artikel

Die Versammlung Gottes (42) - 5. Mose (1) Manuel Seibel Die Versammlung Gottes ist ein himmlischer Organismus. Sie ist Inhalt des ewigen Ratschlusses Gottes. Daher finden wir keine Belehrung über die Versammlung (Gemeinde) im Alten Testament. Wohl aber Bilder und Schatten-Hinweise. So auch in 5. Mose. Podcast anhören
Die Versammlung Gottes (44) - 5. Mose 12,11.14 (3) Manuel Seibel Das Zusammenkommen als "Versammlung" (Gemeinde) findet nicht nur an einem geistlichen Ort statt. Gehorsam als Haltung und Anbetung als Inhalt sind wertvolle Hinweise aus 5. Mose 12. Podcast anhören
Die Versammlung Gottes (51) - 5. Mose 17,8.10 Manuel Seibel Das Zusammenkommen als Versammlung (Gemeinde, Kirche) ist ein Ort der Entscheidungen (Aufnehmen, Ausschließen). Diese Entscheidungen sind verbindlich. Ein örtliches Zusammenkommen ist natürlich nicht unfehlbar. Aber man sollte grundsätzlich ... Podcast anhören
Die Versammlung Gottes (46) - 5. Mose 12,21.26 Manuel Seibel Für das Volk Israel gab es nicht nur den einen Ort, an dem sie Gemeinschaft pflegen konnten. Sie hatten auch die Erlaubnis, in ihren eigenen Toren Fleisch zu essen. Zudem war es ein Ort der Hingabe. Das ist es auch für uns ... Podcast anhören
Die Versammlung Gottes (57) - Die Beziehung der örtlichen zur weltweiten Versammlung - Praktische Konsequenzen Manuel Seibel Handeln in Einheit, die Einheit des Geistes bewahren im Band des Friedens - was heißt das eigentlich in den praktischen Konsequenzen? Wir wollen ja auf der Grundlage des Wortes Gottes handeln, wie auch die ersten Christen auf dieser Grundlage ... Podcast anhören
Die Versammlung Gottes (54) - Gibt es die biblische Gemeinde heute noch? Manuel Seibel Wir leben in einer Zeit des Niedergangs und der Zersplitterung der Gläubigen auf der Erde. Kann man da noch die Versammlung (Gemeinde) Gottes kennen und erkennen? Gibt es sie überhaupt noch? Kann man entsprechend noch zusammenkommen? Das sind ... Podcast anhören