Die Versammlung Gottes (80) - gastweise Aufnahme (21)


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(00:00:00) Herzlich Willkommen zu einem weiteren Podcast über das Thema der sogenannten Besuchsweise-Gastweisen-Aufnahme-Zulassung am Tisch des Herrn. Wir sind bei den Schlussfolgerungen, beim zweiten Teil der Schlussfolgerungen und wir nehmen als Einstieg einen Vers aus Epheser 4. Der Apostel ermahnt die Gläubigen dort in Ephesus, mit aller Demut und Sanftmut, mit langem Mut einander ertragend in Liebe, euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens. Wir haben beim letzten Mal gesehen, dass wir Zeit brauchen, dass wir von Herzen gerne aufnehmen wollen, dass es die Versammlung ist, die entscheidet, nicht einzelne Gläubige, die das Gespräch führen und dass es eine gemeinsame Verantwortung gibt, der wir auch nachkommen wollen und weshalb wir eben jedes Mal aufs Neue mit einer Person, die sogenannt gastweise teilnehmen möchte, ein Gespräch führen. Wir wollen jetzt bei den weiteren Schlussfolgerungen daran denken, dass wir einer solchen Person Zeit geben wollen zu lernen. Die Bewahrung der Einheit des Geistes, haben wir gerade in Epheser 4 gelesen, soll in Liebe, in Demut und in Sanftmut geschehen. (00:01:09) Und wenn das wirklich das Kennzeichen ist, mit dem wir vorangehen, mit dem wir handeln, dann werden wir einem Gläubigen Zeit geben zu lernen. Dann werden wir nicht erwarten, dass er innerhalb von kürzester Zeit, nullkomma-nix, all die Prinzipien erkennt und versteht und verwirklicht und den Gehorsam ist, die Gottes Wort uns über dieses Thema gibt. Erstens erkennen wir ja, dass das nicht an einer Stelle allein geschieht, dass man einen gewissen Zusammenhang erkennen muss. Zweitens wissen wir aus unserem eigenen Leben, wie lange wir gebraucht haben, um das zu verstehen. Hast du das verstanden? Habe ich das verstanden, als wir das erste Mal Brot gebrochen haben? Ich behaupte von mir, dass ich ganz wenig verstanden habe. Natürlich haben wir ein gewisses etwas davon verstanden. Es ist ja nicht von ungefähr, dass der Apostel sagt, ich rede als zu verständigen. Aber waren die Korinther verständig? Waren nicht gerade sie es, die eben wenig Verständnis hatten und mit diesem wenigen Verständnis doch am Tisch des Herrn waren, (00:02:03) doch das Brot brechen eingenommen haben? So wollen wir einander Zeit geben. Wollen das in Demut tun, wollen das in Sanftmut tun. Und wollen nicht erwarten, dass jemand doppelt so schnell oder zehnmal so schnell lernt wie wir. Wie sind wir oft träge und erwarten aber von anderen, dass sie unglaublich schnell alles wahrnehmen, aufnehmen und verstehen. Lasst uns da Zeit geben. Das heißt nicht, dass wir nicht ernsthaft, dass wir nicht sorgfältig das machen, dass wir nicht ein Bewusstsein von der Heiligkeit des Herrn haben sollen. Das müssen wir. Und wir können nicht leichtfertig aufnehmen. Aber lasst uns Zeit geben. Das sollten wir unbedingt tun. Ein weiterer Punkt ist, dass das Übergehen des gemeinschaftlichen Weges, den jemand geht, eine Missachtung des Auftrages wäre, die Einheit des Geistes zu bewahren. Es geht eben nicht nur darum, dass wir uns von Bösem fernhalten und trennen sollen, dass wir uns von Bösem absondern und heiligen sollen. Das ist so. Aber die Einheit des Geistes zu bewahren ist ein positiver Ansatz. Da müssen wir ein Bewusstsein haben, dass es um einen gemeinschaftlichen Weg geht. (00:03:03) Einheit kann man nicht alleine verwirklichen, sondern kann man nur mit anderen zusammen. Und das meint auch in Verbindung mit dem Zusammenkommen, dass ich ein Bewusstsein habe, was ist das örtliche Zusammenkommen, was ist das Prinzip des örtlichen Zusammenkommens und dass wir das verwirklichen. Also das Übergehen des Ortes, des geistlichen Ortes, wo jemand zu Hause ist, wäre eine Missachtung der Einheit des Geistes, wäre eine Missachtung des Auftrages, die Einheit des Geistes zu bewahren. Damit habe ich noch keine Schlussfolgerungen gezogen, was daraus folgt, dass so jemand auf einer anderen Grundlage, auf einem anderen Prinzip zusammenkommt. Ich sage zunächst mal nur, wir können das nicht übergehen. Wir müssen darüber reden und müssen dann gemeinsam besprechen mit demjenigen und auch mit der Geschwisterschaft am Ort, wie wir damit umgehen. Wenn jemand aus fester Überzeugung einen, ich nenne das aus biblischer Sicht, falschen Weg geht, dann können wir das nicht einfach übergehen und können sagen, es ist ja ein Kind Gottes, alles gut. Gar nicht ist alles gut. Wir müssen darüber sprechen, ist das jemand dann, (00:04:02) der mit einem reinen, mit einem aufrichtigen Herzen kommt. Also Einheit des Geistes bewahren bedeutet, darüber zu reden, zu bedenken, inwiefern das Einfluss hat und es hat Einfluss auf diese Entscheidung, inwiefern er verankert da ist, inwiefern er Verantwortung da hat, inwiefern er ein verantwortlicher Führer am Ort ist und so weiter. Das sind alles Dinge, die zu bedenken sind, die nicht vorweg und gleich grundsätzlich sagen, dann geht das also nicht oder dann geht das doch. Das ist eben nie ein formaler Weg. Das muss in jedem einzelnen Fall bedacht und überdacht werden. Aber das einfach zu übergehen, zu sagen, das hat keine Bedeutung, das wäre eben nicht die Einheit des Geistes zu bewahren. Es hat eine Bedeutung, insbesondere wenn es an dem Ort, in der Umgebung, vielleicht sogar mit Kenntnis der Person ein Zusammenkommen gibt, das auf der Grundlage der Schrift zusammenkommt. Keine Bewahrung der Einheit des Geistes durch dauerhaftes Hin und Herspringen. Wir können nicht gutheißen, dass jemand heute hier und morgen dort (00:05:03) und übermorgen wieder woanders am Brotbrechen teilnimmt. Das wäre eben kein Bewahren der Einheit des Geistes. Es wäre auch keine Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit des Besuchers zu sagen, Hauptsache Brotbrechen. Oder Hauptsache, da ist jetzt nichts Böses, ansonsten ist alles gut. Nein, ist gar nicht alles gut. Es geht nach der Schrift einen Weg. Diesen einen Weg wollen und sollen wir gehen. Und auf dieser Basis wollen wir auch aufnehmen. Deshalb, es geht nicht nur um uns, die wir Verantwortung haben am Ort. Es geht auch um denjenigen, der als Besucher kommt. Auch er muss ja ein Interesse daran haben, dem Wort Gottes gehorsam zu sein. Und zwar nicht einmal an einem Sonntag, sondern grundsätzlich. Und darüber reden wir ja mit ihm. Nicht, dass er jetzt gehorsam sein soll. Wir alle sollen gehorsam sein. Sondern was das bedeutet. Und wenn er aufrichtig ist, wenn er ehrlich ist, dann muss er ja auch zu einer Schlussfolgerung kommen. Was für einen Weg will ich eigentlich gehen? Warum will ich jetzt heute hier und morgen da und übermorgen wieder woanders vielleicht am Brotbrechen teilnehmen, (00:06:01) wo meine Freunde, wo meine Verwandten sind? Also es geht auch um ihn. Er macht sich eins mit Prinzipien und das wollen wir ihm deutlich machen. Mit Prinzipien, die er normalerweise nicht praktiziert. Warum nicht? Also darüber ist zu reden. Dann dürfen wir nicht übersehen, dass es eine gute, eine biblische Balance geben muss zwischen, ich nenne das, innen und außen. Wir dürfen jetzt nicht, wenn es um einen Besucher geht, in einer besonderen Weise Sorgfalt üben, aber nach innen, egal sagen, naja, da nimmt mir jemand am Brotbrechen teil, dann ist schon alles okay, dann kann man damit umgehen. Nein, wir müssen nach innen mit der gleichen Sorgfalt handeln, wie wir jetzt auf einmal mit jemandem sprechen und sorgfältig sind, der von außen dazukommt. Es ist eben nicht nebensächlich, wie wir auch mit denen unsere Verantwortung wahrnehmen, unserer Verantwortung nachkommen, die schon am Brotbrechen teilnehmen. Die Heiligkeit des Hauses Gottes hält man nicht dadurch, dass man Besucher strenger prüft als diejenigen, die vor Ort sind. (00:07:02) Es gilt derselbe Maßstab nach innen wie auch nach außen. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht, weil wir nach innen versagen, dann eben auch nach außen die Dinge irgendwie locker nehmen. Oder dürfen, weil wir nach außen die Dinge jetzt eng sehen, dann sagen, gut, dann müssen wir das nach innen irgendwie auch auf neue Füße stellen. Ja, wir müssen uns immer an Gottes Wort prüfen, wir müssen immer uns korrigieren und korrigieren lassen nach Gottes Wort. Aber lasst uns das ernsthaft prüfen, was tun wir mit solchen, die besuchsweise kommen. Nehmen wir da höhere Maßstäbe vielleicht, als mit denen, die regelmäßig am Brotbrechen teilnehmen, weil wir dann Angst haben, wir würden sie verlieren oder was. Lasst uns da ernsthaft vor dem Herrn, auch in Heiligkeit, auch in Liebe, das prüfen, was wir tun, wie wir es tun, mit wem wir es tun. Und lasst uns, ja, falls notwendig, das korrigieren und auch vor dem Herrn bekennen. Gerade wenn am Ort oder in der Gegend dessen der Besuchsweise kommt, kein Zusammenkommen auf der Grundlage der Schrift ist, soweit wir das wissen, so wird man in besonderer Weise ein weites Herz zeigen. (00:08:03) Da wird man nicht einfach die Grundsätze der Schrift übergehen und sagen, ist ja alles nicht so wichtig. Aber wenn es ein solches Zusammenkommen dort nicht gibt oder auch nicht erreichbar gibt, dann wollen wir gerade mit einem weiten Herzen so jemanden von Herzen aufnehmen, es sei denn, dass es eben durch die genannten Prinzipien des Wortes Gottes nicht möglich ist. Also lasst uns nicht zu hohe Hürden aufstellen, aber lasst uns eben Gottes Wort ernst nehmen. Das sind Punkte, die ich heute einmal in Verbindung mit den Schlussfolgerungen nennen möchte, die wir in den vergangenen Podcasts anhand der einzelnen Bibelstellen wie 2. Timotheus 2, 1. Korinther 10, Matthäus 18, 1. Korinther 11 usw. vor uns gehabt haben.
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