Die Versammlung Gottes (50) - 5. Mose 16,15.16


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(00:00:00) Die Versammlung Gottes im 5. Buch Mose. Wir sind immer noch im 16. Kapitel dieses Buches und haben bisher gesehen, dass da, wo es um den einen Ort geht, an dem Gott seinen Namen wohnen lassen wollte, als erstes vorgestellt wird, es ist ein Gott, den wir anbeten. Wir haben zweitens gesehen, er ist dieser Ort geprägt durch Gehorsam, drittens durch Anbetung, viertens durch Geben. Fünftens, dieser Ort bzw. das Opfer an diesem Ort ist die Grundlage der Gemeinschaft, unabhängig davon, ob man jetzt konkret für diese Gemeinschaft zusammenkommt oder ob es um Gemeinschaft außerhalb der Zusammenkünfte geht. Wir haben sechstens gesehen, es ist ein Ort der Hingabe, wo man sich dem Herrn hingebt oder wo man dem Herrn etwas gibt. Es ist siebtens ein Ort der Gemeinschaft, wo wir den Höhepunkt eigentlich der praktischen Gemeinschaft mit dem Herrn und miteinander haben. Es ist achtens ein Ort der moralischen Nähe zu Gott. Es ist neuntens ein Ort, wo wir die Gnade Gottes in besonderer Weise empfinden (00:01:04) und erleben. Es ist zehntens ein Ort für die ganze Familie. Gott möchte eben nicht, dass da nur der Vater oder die Mutter hingeht, sondern die ganze Familie. Es ist der Ort, wo wir an den Tod des Herrn Jesus denken. Es ist der Ort, das ist jetzt Punkt zwölf und dreizehn, wo wir neutestamentlich das Mahl des Herrn und auch den Tisch des Herrn, diese Gemeinschaft miteinander vor dem Herrn einnehmen dürfen, wo wir das begehen dürfen und wo wir Mahl und Tisch, wo wir die Praxis und die lehrmäßige Grundlage nicht voneinander trennen können. Und dann haben wir gesehen vierzehntens, dass es ein Ort ist, wo dem Grundsatz nach die Kinder Gottes alle zusammenkommen. Das Neue Testament gibt natürlich Einschränkungen, auch das Alte Testament übrigens, was dieses Vorbild betrifft, was diesen Ort betrifft, aber dem Grundsatz nach ist es ein Ort, wo jedes Kind Gottes seinen Platz hat. Nun sind (00:02:05) wir in 5. Mose 16 in Vers 15 angelangt und da lesen wir, sieben Tage sollst du dem Herrn dein Gott das Fest feiern an dem Ort, den der Herr erwählen wird. Es geht um das Laubhüttenfest, denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Werk deiner Hände und du sollst nur fröhlich sein. Das zeigt uns also, dass es ein Ort ist, wo wir gesegnet werden, wo Gott uns den ganzen Reichtum seines Segens geben möchte. Wenn du den ganzen Reichtum des Segens hast, dann reicht es nicht persönlich an den Herrn Jesus zu glauben, dann reicht es nicht im persönlichen Glaubensleben mit dem Herrn zu leben. Das ist gut und das ist wertvoll und das ist wichtig und das möchte der Herr auch. Aber der Herr hat darüber hinaus noch anderen Segen und den vollen Reichtum des Segens bekommst du nur, wenn du auch diesen Ort kennst, diesen Ort verwirklichst und zwar nach den Gedanken Gottes. Umgekehrt können wir natürlich auch nicht sagen, Hauptsache man ist an diesem Ort und der Rest ist egal. (00:03:05) Nein, beides gehört zusammen. Das heißt, das persönliche Glaubensleben und das gemeinschaftliche Glaubensleben gehen Hand in Hand. Ich kann nicht sagen, ich versammle mich ja da, wo der Herr in der Mitte ist nach Matthäus 18. Ich versammle mich da, wo man auf der Grundlage des Wortes Gottes, auf der Grundlage der Einheit, der Versammlung, Gemeinde, Kirche Gottes zusammenkommt. Aber was ich in meinem persönlichen Glaubensleben tue, das geht ja keinem was an und das ist auch ganz egal. Nein, so geht es nicht. Gott möchte Ausgewogenheit im Blick auf das persönliche und auch im Blick auf das gemeinschaftliche Glaubensleben. Aber, das lerne wir eben hier, der volle Segen, den kannst du nicht bekommen, wenn du nur persönlich mit dem Herrn lebst. Natürlich, du bist nicht nur dann gläubig, du bist nicht nur dann ein bekehrter Mensch, du bist nicht nur dann sicher für die Ewigkeit, wenn du auch an dem Ort bist, wo der Herr verheißen hat, in der Mitte zu sein, weil man im Namen des Herrn zusammenkommt. Das (00:04:01) wäre viel zu weitgehend. Aber der ganze Segen, praktische Segen, den Gott uns heute geben möchte, steht eben auch in Verbindung mit diesem Ort. Da kann man nur fröhlich sein. Jetzt sagst du vielleicht, ja, das ist aber ein Ideal. Da wo Menschen sind, da gibt es auch immer Probleme, da gibt es Konflikte, da gibt es auch Versagen, da gibt es Schwachheit. Das ist auch so. Aber es ist doch ein Ort, den Gott so vorgesehen hat und das ist Gottes Seite, dass man an diesem Ort fröhlich, freudig sein darf. Es ist kein Ort, wo man weinen muss. Natürlich gibt es Situationen, wo man weinen kann und auch, wo man weinen wird. Aber es ist ein Ort, wo wir in Freude, in Dankbarkeit zusammenkommen dürfen. Damals wurde das Fest gefeiert, das Gedächtnismal wird ja nicht gerade ein Fest genannt, aber doch ist es etwas, wenn wir an den Herrn Jesus denken, wenn wir von dem Herrn Jesus belehrt werden, wo wir mit Dankbarkeit und mit Freude zusammenkommen dürfen. Dann heißt es in 5. Mose 16 Vers 16 weiter. Dreimal im Jahr sollen alle deine Männlichen vor dem Herrn (00:05:02) deinem Gott erscheinen, an dem Ort, den er erwählen wird, am Fest der ungesäuten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten. Und man soll nicht leer vor dem Herrn erscheinen, jeder nach dem, was seiner Hand geben kann, nach dem Segen des Herrn, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Nun, im Alten Testament waren es nur die Männer, die dreimal im Jahr nach Jerusalem gehen mussten. Wir haben gesehen schon, dass Gott bereits in das 5. Buch Mose gelegt hat, dass die ganze Familie, dass die ganze Familie des Volkes Gottes auch kommen konnte, kommen durfte, kommen sollte. Hier sehen wir jetzt, dass es ein Ort ist, wo man nicht leer erscheinen soll, wo man etwas mitbringt. Und ich habe deshalb gesagt, nicht nur die Männer, weil das heute im Blick auf das Gedächtnis, mal im Blick auf das Zusammenkommen zur Freude des Herrn, zur Verherrlichung des Herrn, dass es eindeutig nicht nur um die Männer, um die Brüder geht. Natürlich sind es nach 1. Korinther 14 nur die Brüder, nur (00:06:05) die Männer, die sich ausdrücken, die also ein Gebet sprechen laut, die ein Lied vorschlagen, die eine Bibelstille vorlesen, die vielleicht in dem Zusammenkommen zur Offerbauung auch ein Wort lesen und verkünden. Ausdrücklich sagt Gottes Wort, das sind nur die Männer. Gott möchte das so, auch wenn das in unseren gesellschaftlichen Strömungen heute natürlich verpönt ist. Gott möchte das so. Aber das heißt eben nicht, dass die Schwestern nicht auch mit vollem Herzen kommen. Nicht nur das ist Anbetung und dem Herrn wohlgefällig, was hörbar ausgesprochen wird, sondern auch das, was in unseren Herzen ist und was wir persönlich dem Herrn in diesem Zusammenkommen sagen. Wir sollen nicht leer kommen. Der Herr möchte, dass wir gefüllte Herzen haben mit ihm. Dabei geht es gar nicht in erster Linie oder überhaupt darum, dass wir uns jetzt die Woche mit ihm beschäftigt haben und dann mit etwas Konkretem in die Stunde gehen. Nun, wir sollen uns mit dem Herrn Jesus beschäftigen. Das ist etwas außerordentlich Wertvolles, wenn wir Tag für Tag das Wort (00:07:01) Gottes lesen und immer wieder darüber nachdenken, was sagt mir das über den Herrn Jesus? Wie macht das den Herrn Jesus groß? Wie macht das den Herrn Jesus wertvoll für mein Herz? Das ist unbedingt gut. Aber es ist ja nicht so, dass jeder jetzt mit seiner Bibel lese, oder mit dem, womit er sich in der Woche beschäftigt hat, in diese Zusammenkunft geht. Dann wäre das ja ein totales Chaos und Durcheinander. Aber wenn ich mich mit dem Herrn Jesus beschäftigt habe, dann wird mein Herz voll sein von ihm. Und er wird unabhängig davon, was konkret ich gelesen habe, ich etwas auf dem Herzen haben, was ich ihm gerne bringen möchte. Und nochmal, da geht es eben ausdrücklich nicht nur darum, was wir als Brüder, was wir als Männer dann auch öffentlich hörbar ausdrücken, sondern sowohl die Brüder als auch die Schwestern haben ja persönlich auch anbetende Gedanken, haben persönlich etwas auf dem Herzen, was sie dem Herrn bringen. Und das dürfen wir in diesem Zusammenkommen auch tun. Wir sind also nicht darauf beschränkt, unsere Gedanken in Verbindung mit dem zu haben, was dann auch konkret als Lied gesungen wird, was ein Bruder konkret im Namen der Versammlung (00:08:02) öffentlich betet, sondern in der Zeit der Stille ist es so wertvoll, wenn wir auch persönlich unsere Gedanken dem Herrn sagen im Gebet, in Anbetung. Und das ist das, was hier ist. Nicht leer kommen, sondern eben jeder hat damals sein Tier, sein Rind, seinen Schaf, seine Taube, die er mitbringt. Und auch wir dürfen ja, wir sollen das haben, wir sollen eben nicht leer kommen. Und du wirst nicht leer kommen, wenn du dich mit der Person des Herrn Jesus, mit seinem Wort beschäftigt hast im Laufe der Woche. Es geht also nochmal nicht darum, dass man jetzt irgendwas konkret sich vornimmt, sondern einfach, dass wir Freude in dem Herzen haben, dem Herrn auch in der Stille an Betung zu bringen. Und er schätzt das. Und hier sagt er ausdrücklich bei diesem 16. Vorkommen dieses Ortes, den er erwählen wird, dass genau das sein Wille ist, dass wir nicht leer kommen. Wie ist das an diesem ersten Tag der Woche? Sind wir solche, die wirklich mit gefüllten Herzen, mit Freude in dem Herzen, mit etwas, was uns an den Herrn Jesus erinnert, was uns den Herrn Jesus wertvoll (00:09:01) macht, was uns die Liebe Gottes wertvoll macht, kommen? Wir wollen uns dazu gegenseitig ermutigen.
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