Die Versammlung Gottes (39) - Markus 14,14 (7)


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über das Thema die Versammlung, die Gemeinde Gottes und zwar in besonderer Weise, wie sie uns in Markus 14 durch diese Begebenheit, wo Petrus und Johannes das Passa für den Herrn zubereiten sollten, das letzte Passa vor seinem Tod, wie in dieser Begebenheit uns einige symbolische Hinweise auf das Zusammenkommen als Versammlung auf die Versammlung Gottes gegeben werden. Wir haben beim letzten Mal gesehen, dass wir es mit einem vollkommenen Lehrer zu tun haben. Die beiden Jünger sollten, wenn sie dann dem Menschen mit dem Wasserkrog in das Haus folgten, sollten sagen, der Lehrer sagt, und wir wissen, dass es nur einen Lehrer in absoluter Weise, den Lehrer gibt, unseren Herrn Jesus Christus. Und sie sollten dann dem Hausherrn sagen, der Lehrer sagt, wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passa essen kann, Markus 14 Vers 14. Das zeigt erstens, der Lehrer hat Autorität. Der Lehrer hat nicht nur Autorität über die Jünger, sondern er hat auch Autorität (00:01:02) über dieses Haus, über die Menschen überhaupt. Und das ist ein wunderbarer Hinweis auf den Herrn Jesus. Der Herr Jesus hat nicht nur Autorität über die Gläubigen. Ob die Menschen das anerkennen wollen oder nicht, der Herr Jesus hat Autorität. Er ist der Herr der Herren. Er ist der Meister. Er ist derjenige, dem alles zu Gebote steht. Er hat übrigens alle Menschen erkauft, nicht erlöst. Erlöst sind nur diejenigen, die ihn als Retter angenommen haben, aber er hat alle Menschen erkauft. Er ist der Herrscher über alle Menschen, weil das Kreuz auf Golgatha, das er erduldet hat, ihn auch als Menschen zum Herrn von allen Menschen macht, ob sie ihn annehmen oder nicht. Und daher besitzt er Autorität. Für uns ist natürlich die Frage, ob er diese Autorität in unserem Leben hat, ob er diese Autorität in unserem gemeinschaftlichen Leben hat, ob er diese Autorität auch in den Zusammenkünften hat. Und dieser Herausforderung wollen wir uns stellen. Nun, der Lehrer sagt hier in Vers 14, wo ist mein Gastzimmer? Der Jesus hat also einen Bereich, ein Gastzimmer, wir können sagen eine Herberge, da, wo man (00:02:03) Gäste empfängt, da, wo man ihnen Wohltun möchte, da, wo man die ganze Liebe ihnen gegenüber ausdrücken möchte. Und der Herr sagt den Jüngern, sie sollten fragen, diesen Hausherrn, wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Pasa essen kann? Der Herr macht das eben nicht zwischen Tür und Angel. Der Herr macht das nicht irgendwo draußen, wo man nicht in Ruhe sein kann, sondern der Herr macht das in einem Gastzimmer. Damit will ich nicht sagen, dass wir zum Brotbrechen immer in einem abgeschlossenen Bereich zusammenkommen müssen, gerade nicht abgeschlossen, weil wir natürlich wünschen, dass möglichst viele Gläubige diesen Platz kennen, erkennen und auch einnehmen, wo wir zum Namen des Herrn zusammenkommen können. Aber es ist eben nicht zwischen Tür und Angel. Natürlich können wir das, je nachdem wie die Gegebenheiten sind, auch draußen tun, also nichts dagegen. Aber wichtig ist, dass man zur Ruhe kommt. Ein Gastzimmer ist ein Bereich, in dem man zur Ruhe kommt, wo der Herr die ganze Liebe ausdrückt. Und seht ihr, das ist genau das, was der Jesus bei dem Brotbrechen möchte. (00:03:02) Er ist der Mittelpunkt. Wir kommen zusammen in seinem Namen und dann, wenn wir seine Autorität in ganz vollständiger Weise auch akzeptieren, dann ist er in der Mitte, dann ist er zum Segen für uns, dann dürfen wir den ganzen Segen auch genießen. Und da macht er einen Bereich, in dem wir uns wohlfühlen können. Wir sagen mit Recht, die Versammlung Gottes ist keine Wohlfühlgemeinde und wir suchen nicht ein Zusammenkommen, wir suchen nicht eine Gemeinde, nur eine Gemeinde, es gibt nur die eine Gemeinde, die aus allen Gläubigen besteht, aber wir suchen nicht irgendwie ein Zusammenkommen, wo Gläubige zusammenkommen, weil man sich da wohlfühlt. Und wenn man sich da nicht so wohlfühlt, dann gehen wir wieder. Leider gibt es immer wieder, das sehen wir schon in den Briefen des Neuen Testaments, Konflikte. Und das darf nie ein Grund sein, wegzugehen. Wir müssen von einem Ort weggehen, wenn Gottes Wort nicht mehr geduldet wird, wenn Gottes Wort nicht mehr anerkannt wird, wenn der Lehrer nicht mehr an seiner ganzen Autorität stehen gelassen wird, wenn man im Widerspruch zu Gottes Wort handelt, wenn Böses einfach geduldet wird, wenn man nicht nach Gottes Wort handeln möchte, wenn Böses auftritt. (00:04:04) Aber ansonsten sollen wir tragen, sollen wir ertragen in Liebe. Epheser 4 macht das ganz deutlich. Und doch wäre es seltsam, wäre es sehr seltsam, dass der Herr da in der Mitte ist von Gläubigen, wo man sich nicht wohlfühlen kann. Also wir sind nicht auf der Suche nach einer Wohlfühlgemeinde, aber wenn man in dem Zusammenkommen, wo ich, wo du mit Verantwortung trägst, wenn man sich da nicht wohlfühlt, dann muss doch irgendwas faul sein. Da wo der Herr ist, kann man sich doch wohlfühlen. Der Herr hat ein Gastzimmer, das ist es eben. Das ist ein Zimmer, wo man sich wohlfühlt, wo man bei ihm ist, wo man seine Liebe empfindet, wo er diese Liebe auch schenkt, wo er in seiner Fürsorge, in seiner Güte, in seiner Barmherzigkeit, in seiner Gnade tätig ist. Und wenn man das in dem Zusammenkommen, wo wir zu Hause sind, nicht empfindet, dann müssen wir uns ernsthaft fragen, ist da irgendwas faul? Früher oder später kann da, wo die Liebe Gottes, wo die Liebe des Herrn Jesus nicht sichtbar wird, wo sie nicht ausgelebt wird, kann der Herr nicht sein, denn der Herr ist (00:05:04) ein Herr der Liebe, er ist auch der Gott des Lichts. Es wäre genauso natürlich absurd zu denken, da könnte jeder tun lassen, was er will, Hauptsache man ist lieb zueinander. Das ist nicht der Herr und das ist auch nicht die Grundlage des Zusammenkommens nach den Gedanken des Herrn. Aber ich möchte doch sehr dafür werben, dass wir nicht auf einer Seite vom Pferd kippen, dass wir nicht eine Seite betonen und die andere dann außen vor lassen. Licht und Liebe sind immer in einem wunderbar ausgewogenen Verhältnis und das dürfen wir einfach nicht übersehen. Es ist ein Gastzimmer, es ist da, wo der Herr die Gäste, die Fremden, hinbittet, um ihnen den ganzen Segen seines Herzens, des Hauses sozusagen, zu schenken. Wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Pasa essen kann? Das macht der Herr mit seinen Jüngern. Wir haben gesehen, es sind diejenigen, die seine Autorität anerkennen, es sind diejenigen, die sein Leben besitzen mit meinen Jüngern und da möchte er das Pasa essen, da tut er (00:06:02) nicht irgendwas, da sitzt er nicht einfach herum, wenn ich das mal in aller Ehrfurcht sagen darf, sondern er hat einen großen Gegenstand, das ist bei unseren Zusammenkünften. Da sind wir zusammen zum Brotbrechen, da sind wir zusammen zum Gebet, da sind wir zusammen zur Auferbauung der Versammlung der Gemeinde Gottes. Da ist immer ein fester, ein klar umrissener Inhalt. Nicht, dass wir da formstarr werden oder so, aber es geht eben hier damals um das Pasa, es geht um das Brotbrechen. Das heißt, wir kommen nicht zusammen und überlegen dann mal irgendwie, wie kann es jetzt weitergehen, worum geht es jetzt eigentlich? Sondern es ist ein fest umrissenes Thema, was dann in der ganzen Freiheit des Geistes Gottes auf der Grundlage des Wortes Gottes in unseren Herzen sich entwickeln kann. Kommen wir so zu dem Gedächtnismahl an jedem ersten Tag der Woche, in diesem Bewusstsein, wir kommen zusammen für uns nicht zum Pasa, sondern zum Brotbrechen, zum Gedächtnis des Herrn. Haben wir vorbereitete Herzen, die Jünger wussten, wenn sie zum Pasa kommen, was sie erwartete dem Grundsatz nach. Sie wussten, dass sie mit dem Herrn versammelt waren. Sie wussten, dass sie dort zurückdenken würden an das, was in Ägypten zu ihrem Segen einmal (00:07:05) geschehen ist, wie Gottes mächtige Hand sie befreit hatte. So kommen wir zusammen und feiern jetzt nicht unsere Errettung, aber wir feiern den, oder jedenfalls haben wir anbetend den vor unseren Herzen, der diese Errettung bewirkt hat, den Erretter. Wir haben den großen Herrn, den Sohn Gottes, wir haben den Erlöser vor uns, wir haben denjenigen vor uns, der in Gehorsam bis an das Ende seines Lebens, bis an das Kreuz gegangen ist, der dort in den drei Stunden der Finsternis Gottes Verherrlichung bewirkt hat in jeder Hinsicht. Wir kommen zum Pasa zusammen. Haben wir vorbereitete Herzen? Haben wir uns mit der Person des Herrn Jesus beschäftigt? Das zeigt uns dieser Vers 14. Er kam zusammen mit seinen Jüngern, um das Pasa zu essen. Wir kommen zusammen, um das Gedächtnismahl einzunehmen, um Gemeinschaft mit dem Herrn zu haben, um Gemeinschaft miteinander zu haben. Und das kann ich eben auch nicht zwischen Tür und Angel, das kann ich auch nicht, indem ich gerade mal rausgerissen werde, mich rausreiße aus dem Beruf und danach gleich wieder in den Beruf weitergehe, sondern bedarf es einer Ruhe, davon spricht auch dieses Gastzimmer. (00:08:04) Ich wünsche dir, ich wünsche uns, dass wir ein Bewusstsein haben von der Liebe des Herrn, gerade in diesen Zusammenkünften, dass wir ein Herz haben, das ihm sich öffnet, das ihm Anbetung bringt und das ihn und dadurch durch ihn auch Gott, den Vater verherrlicht. Das ist sozusagen die geistliche Belehrung dieses Verses 14.
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