Anregungen für Verlobte (51) – Familienplanung und Verhütung IV

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Was die Bibel sagt

„Hast du Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott. Glückselig, wer sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt“ (Römerbrief, Kapitel 14, Vers 22).

„Und er [Jakob] liebte Rahel auch mehr als Lea ... Und als der HERR sah, dass Lea gehasst war“ (1. Mose, Kapitel 29, Verse 30.31).

Wir müssen bei dem Thema Familienplanung etc. sehr aufpassen, das für andere entscheiden zu wollen, wovon wir selbst überzeugt sind. Wir leben in der Zeit der Gnade und des Gesetzes der Freiheit! Und das, was wir für uns selbst für richtig vor dem Herrn erkennen, dürfen wir nicht anderen aufoktoyieren wollen. Gerade bei Punkten, die in der Schrift nicht gesetzbuchartig geregelt worden sind, freuen wir uns, dass wir alle uns vor dem Herrn in seinem Sinn entscheiden dürfen - ganz individuell.

Andere beurteilen?

Zu diesem Bereich gehört dann auch, dass wir nicht meinen, scheel auf solche herabsehen zu können, die keine oder nur ein, zwei Kinder haben. Unser himmlischer Gott und Vater führt es in seiner Weisheit manchmal genau so, dass eben keine oder nicht mehr Kinder geschenkt werden. Oder für eine längere Zeit nicht. Insofern muss man ja auch mit diesem Thema sehr empfindsam umgehen. Wie leicht sind wir jemandem nicht nur zu nahe getreten, sondern haben ihn (oder sie!) regelrecht verletzt. Wobei wir uns selbst immer so verhalten und sehen sollten, dass wir uns nicht verletzen lassen ...

„Jedes Kind ist ein Geschenk vom Herrn! „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter“, schreibt uns Jakobus (Kapitel 1, Vers 17). Gerade Kinder dürfen wir als ein solche Geschenk des Herrn ansehen!

Was ist bei einem „ungeplanten“ Kind?

Dazu gehören auch die Kinder, die man vielleicht nicht erwartet, sozusagen „geplant“ hat. Natürlich kann es eine Schrecksekunde geben - vielleicht dauert sie auch ein bisschen länger ... Aber wir sollten dann immer wieder zu dieser Haltung zurückkehren: Der Herr hat uns ein Geschenkt gemacht. Wie schlimm, wenn schon etwas ältere Kinder oder auch andere Geschwister oder sogar ungläubige Menschen von uns hörten: „Auf dieses Kind habe ich mich überhaupt nicht gefreut. Ich weiß nichts damit anzufangen. Es ist mir eine Last.“ Das gibt es leider. Und wenn das Kind, das von dieser Aussage betroffen ist, diesen Satz irgendwann einmal mitgeteilt bekommt - oft hat es diese Haltung ja längst gespürt - dann gibt es meistens tragische Konsequenzen.

In einem ganz anderen Fall sehen, wozu das führen kann: bei Lea und Rahel. Da ging es nicht um Kinder, sondern um den Ehemann. Natürlich war es überhaupt verkehrt in den Augen Gottes, zwei Frauen zu haben. Aber offensichtlich hat Jakob auf direkte Weise gezeigt, dass er die eine Frau liebte, die andere aber nahezu ablehnte. Sie jedenfalls empfand sein Verhalten als „Hass“. Kinder sind sehr feinfühlig. Sie merken, ob wir uns „auf sie freuen“, oder ob wir einfach „müssen“.

Hilfe sein!

Allerdings sind wir als Geschwister in solchen Umständen gefordert, eine Hilfe zu geben. Mitzuhelfen, mitzutragen, anzupacken. Das ist doch eine der wertvollen Folgen, dass wir als Gläubige nicht isoliert sind, sondern zu dem einen Leib geformt worden sind (1. Korintherbrief, Kapitel 12, Vers 13). Wir gehören zusammen. Und wir helfen einander, wir kümmern uns umeinander!

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Artikelreihe: Anregungen für Verlobte

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