Anregungen für Verlobte (41) – wenn Eltern ihre Finger im Spiel haben I

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Was die Bibel sagt

„Und sein [Simsons] Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volk keine Frau, dass du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen? Und Simson sprach zu seinem Vater: Diese nimm mir, denn sie ist recht in meinen Augen“ (Richter 14,3).
„Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Aksa zur Frau“ (Richter 1,12).

Guter oder schlechter Einfluss

Eltern können guten und schlechten Einfluss auf die Ehewahl ihrer Kinder nehmen. Sie können ihnen in Bezug auf einen möglichen Ehepartner rein irdische Motive wie Geld, Ansehen, Aussehen, Karriere, Einfluss etc. vorstellen. Oder die Eltern können ihre Kinder auf die Eigenschaften hinweisen, die aus biblischer Sicht für eine solche Wahl von größter Bedeutung sind. Zum Beispiel die Frage, inwieweit sich der potenzielle Ehepartner für den Herrn einsetzt, sein Glaubensleben als Christ auslebt, Energie in geistlichen Dingen unter Beweis stellt etc.

Die Eltern von Simson warnten ihren Sohn - zu Recht - vor der Ehe mit einer ungläubigen Person. Hätte Simson auf seine Eltern gehört, wäre er vor manchen Übungen bewahrt geblieben. Auch wenn es wahr bleibt, dass diese Dinge von Gott ausgingen, wie Vers 4 sagt, war es doch - subjektiv - die falsche Wahl!

Die richtige Wahl unterstützen

Und bei Kaleb war es, dass er für seine Tochter Aksa einen Ehemann wünschte, der sich für die Dinge Gottes einsetzte. Auch wenn wir heute - ich sage zum Glück - in einer Zeit leben, in denen auch die jungen Frauen selbst vor dem Herrn entscheiden können und sollen (auch wenn die damalige Sitte sicher keine schlechteren Ehen hervorgebracht hat), so dürfen Eltern ihren Kindern doch solche Eigenschaften wichtig machen.

Eltern werden sehr zurückhaltend „Einfluss“ üben. Zurückhaltend heißt nicht (!): subtil. Es heißt, dass sie sich bewusst sind, dass sie nicht diejenigen sind, die zu entscheiden haben. Aber Kinder werden Wert darauf legen, den Rat ihrer Eltern zu hören. So werden sie ihre Eltern auch befragen, bevor sie einer Person das Jawort geben. Wer das nicht tut, ist nicht nur unweise, sondern hat auch die Aufforderung Gottes vergessen, dass er seine Eltern ehren soll.

Das Vertrauen stärken

Eltern sind angesprochen, dieses Vertrauen ihrer Kinder nicht zu missbrauchen. Wir kommen in der nächsten Folge darauf zurück. Insofern werden Eltern alles vermeiden, um ihre Kinder zu kränken. Und sie werden sich nicht an äußeren Dingen festhalten, sondern das Ziel des Herrn im Auge behalten, dass die Kinder eine Ehe im und mit ihrem Herrn führen möchten und sollen.

In diesen sehr heiklen Wochen und Tagen ist von beiden Seiten Besonnenheit nötig. Wir Eltern wollen es unseren Kinder nicht schwer machen und zugleich unserer Verantwortung als Eltern gerecht werden. Und die „Kinder“, die Erwachsene sind, werden dankbar einen geistlichen Ratschlag ihrer Eltern annehmen. Das ist - zugegebenermaßen - ein gewisser Idealfall ...

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