Christus - verbunden mit seiner Braut (1. Mo 1,27)


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(00:00:00) In 1. Mose 1 Vers 27 lesen wir eine weitere Herrlichkeit, die die Person des Herrn Jesus betrifft und wo wir feststellen, dass das in diesem sechsten Schöpfungstag oder in diesem sechsten Tag besser gesagt, wo Gott die Dinge wieder herstellt, ganz anders genannt wird als in allen vorherigen Tagen. Da heißt es in Vers 27, Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, Mann und Frau schuf er sie. Das erste Mal finden wir hier in dem, ich nenne das mal Schöpfungsbericht, in dem Bericht eben über das, was Gott gemacht hat, sowie der Herstellung der Dinge, die durch den Teufel wahrscheinlich in chaotische Verhältnisse gekommen sind, das erste Mal, dass wir lesen, dass männlich und weiblich geschaffen wird. Natürlich wissen wir, dass auch die Tiere männlich und weiblich geschaffen wurden, das ist überhaupt keine Frage, das wird später immer wieder deutlich, aber es wird nicht genannt. Warum nicht? Es wird deshalb nicht vorher genannt, weil Gott diese Unterscheidung männlich und weiblich sich ganz besonders für den Menschen aufheben wollte, weil er hier deutlich machen wollte, (00:01:02) dass Gott von Anfang an in seinem Herzen hatte, den Menschen nicht allein zu schaffen. Wir wissen aus Kapitel 2, dass zunächst Adam, dass zunächst der Mann geschaffen worden ist. Und erst in einem zweiten Schritt, dann auch Eva, die Frau geschaffen worden ist, gemacht worden ist. Aber hier wird das in dem Schöpfungsbericht zusammengefasst, um deutlich zu machen, dass Gott von Anfang an wollte, männlich und weiblich. Bevor ich darauf eingehe, ist es natürlich bemerkenswert, dass wir hier jetzt das Wort schaffen wiederfinden. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn. Mann und Frau schuf er sie. Wir haben ja in 1. Mose 1 nur an drei Stellen, dass ausdrücklich dieses Wort benutzt wird, bara, was im Hebräischen immer nur im Blick auf Gottes Handeln vorgestellt wird. Nicht nur Gott machte, sondern auch der Mensch machte dies und machte jenes. Aber wenn von diesem Wort schaffen die Rede ist, dann ist der Autor, ist derjenige, der etwas tut, immer Gott, ausnahmslos. (00:02:01) Und das Ergebnis ist ausnahmslos etwas Überraschendes, das heißt etwas, was vorher nicht zu erwarten gewesen wäre. Wir können aber weiterhin nicht sagen, dass das immer etwas ist, wo aus dem Nichts heraus geschaffen worden ist. Gott hat überhaupt nie aus dem Nichts heraus geschaffen, weil er ja war. Aber wenn man 1. Mose 1 Vers 1 nimmt, im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde, dann könnte man so materiell sagen, da gab es noch nichts Materielles, er hat aus dem Nichts geschaffen. Das ist aber nicht immer der Fall. Aber es ist immer, dass Gott der Autor ist und es ist zweitens immer, dass das Ergebnis nicht vorhersehbar war. Nur das erste Mal wurde das in 1. Mose 1 Vers 1 gesagt. Gott schuf die Himmel und die Erde. Da finden wir, dass das Materielle, wir können sagen, das Körperhafte der Körper wurde geschaffen. Dann finden wir das zweite Mal in Vers 21, und Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln. Also die Tiere wurden geschaffen. Was kam hinzu? Die Seele kam hinzu, denn Gott hat auch die Tiere mit einer Seele gemacht und wie es später (00:03:05) in Kapitel 2 heißt, eine lebendige Seele wurden sie. Also Gott hat die Seele geschaffen. Das ist etwas Weiteres, das ist etwas darüber hinausgehendes. Und jetzt beim Menschen kommt noch ein Aspekt hinzu, denn wir wissen aus 1. Thessalonicher 5 Vers 23, dass der Mensch besteht aus Geist, Seele und Leib. Er besteht nicht nur aus Körper, wie dieses Weltall, das Universum. Er besteht nicht nur aus Seele und Leib, Körper, wie die Tiere, sondern der Mensch besteht aus Geist, Seele und Leib. Und das finden wir eben hier in 1. Mose 1 Vers 27, dass dieser zusätzliche Aspekt, diese zusätzliche Dimension, die es vorher so nicht gab, hinzugefügt wird und deshalb schaffen. Aber wenn wir auch nur bei drei Gelegenheiten von dem Schaffen hier in 1. Mose 1 lesen und hören, dann ist doch auffallend, wie sehr dieses Schaffen bei Adam und Eva betont wird. Drei Mal in Vers 27 wird dieser Begriff benutzt und das macht deutlich, dass das wirklich (00:04:03) aus Gottes Sicht die Krone der Schöpfung ist, die er hier bereitet hat, der Mensch. Obwohl der Mensch natürlich winzig klein im Vergleich zum Universum ist und letztlich auch in Bezug auf die Tierwelt. Da hat Gott ja nicht nur ein Tier geschaffen, sondern alle möglichen Tiere hat er geschaffen. So ist der Mensch verschwindend klein und doch ist er ganz anders, ist er viel weiter gehender, ist er in der Schöpfungskomplexität, wenn ich das so ausdrücken darf, viel, viel höher, eben Geist, Seele und Leib. Ein zweiter Punkt, den ich sagen möchte, dass wir hier lernen, dass das alte Testament, wie der Schreiber des Hebräerbriefes das ausdrückt, immer nur ein Schatten dessen ist, gerade im Blick auf Christus, was die Realität bei ihm ist. Hier werden Adam und Eva, der Mann, wird geschaffen, der Mensch. Natürlich, wenn es um Christus geht, er ist nie geschaffen worden, er ist überhaupt nie ein Geschöpf. Das ist das, was ich meine, es ist nur ein Schatten, ein Schatten gibt uns Umrisse, gibt uns aber keine Details. (00:05:01) Wir müssen einfach erkennen, dass das hier Bilder sind von geistlichen Realitäten, die in Christus Wahrheit geworden sind. Christus ist nicht geschaffen worden, weder in der ersten, noch in der zweiten, in der Neuschöpfung. Er ist nie ein Geschöpf gewesen und wird das auch nie sein. Er ist der Schöpfer, und zwar sowohl der ersten Schöpfung als auch der Neuschöpfung. Er musste der Erstgeborene aller Schöpfung sein, weil er als Schöpfer in seine eigene Schöpfung eintrat, nicht als Geschöpf, sondern als Schöpfer. Auch als Mensch hat er diese Herrlichkeit, der Schöpfer zu sein, und er ist der Schöpfer. Und als er in dieses Universum eintrat, dann hat er eben diesen ersten Platz gehabt, weil er über allem steht. Auch die Neuschöpfung, da ist er der Anfang, wie Kolosser 1 das ausdrückt, aber er ist niemals ein Geschöpf. Gott bewahre uns davor, solch eine entwürdigende Äußerung zu tun oder auch nur diesen Gedanken zu fassen. Er ist der Schöpfer, er ist der Anfang, er ist der Ausgangspunkt dieser neuen Schöpfung. Nun zurück, Mann und Frau schuf er sie. Das macht deutlich, dass Gott von Anfang an wollte, dass es Teil seines ewigen Ratschlusses (00:06:07) Gottes ist, dass Christus nicht allein bleibt, sondern dass Christus verbunden ist mit einer Braut. Und wir verstehen, das ist die Versammlung Gottes, das ist die Gemeinde Gottes. Sie ist die Braut Christi. Und Gott hat in seinem ewigen Ratschluss gefasst, dass Christus untrennbar verbunden ist mit seiner Braut, mit seiner Frau, mit der Versammlung Gottes. Wir finden im Neuen Testament, Epheser 5, dass unter diesem Gesichtspunkt, unter diesem Blickwinkel die Versammlung Gottes gesehen wird, Braut Christi. Wir finden die Hochzeit des Lammes in Offenbarung 19. Wir finden dort, dass die Versammlung als die Braut, auch in Kapitel 21, als die Braut und die Frau, die Gattin des Lammes, dieses Bräutigams gesehen wird. Wunderbar, dass der Herr Jesus einen Gegenstand der Liebe vor seinem Herzen haben wollte. Wir brauchen für unseren Glauben einen Gegenstand, auf den wir schauen. Das ist Christus verherrlicht zu Recht in Gottes. (00:07:01) Er brauchte das nicht, er wollte das. Er wollte einen Gegenstand der Liebe haben, das ist die Versammlung. Und so hat Gott das schon in das Schöpfungswerk hineingelegt, dass dieser Gedanke uns von Anfang an gewissermaßen begleitet, dass der Herr Jesus nicht allein bleiben sollte, dass der Jesus nicht allein bleiben wollte, dass Gott, der Vater, ihn nie alleine lassen wollte, als Mensch wohlgemerkt, sondern wie das der Apostel Paulus in Epheser 1 in wunderbarer Weise, erstaunlicher Weise ausdrückt, da heißt es, dass Gott ihm Christus alles seinen Füßen unterworfen hat und ihn als Haupt über alles der Versammlung gegeben, nicht als Haupt des Leibes der Versammlung gegeben, sondern als Haupt über alles, er ist über alles gestellt und ist ein Geschenk Gottes des Vaters an die Versammlung, an die Gemeinde, an diese Braut, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. Wir sind als Versammlung Gottes, also alle Erlösten zusammen, sind die Fülle, sind die Vervollständigung dessen, der allerdings in sich selbst alles in allem erfüllt. (00:08:05) Also das bringt uns an unsere Grenzen des Verständnisses, dass wir hier einen vor uns haben, der als Mensch nicht vollständig wäre, ohne seine Frau, ohne die Braut, ohne die Versammlung, obwohl er zugleich, damit wir keinen falschen Gedanken im Blick auf ihn und auf unseren Platz haben, er ist derjenige, er und nur er, der alles in allem erfüllt. Nun das finden wir eben schon vorgeschattet hier in 1. Mose 1 Vers 27, er ist wirklich dieser Bräutigam, dieser Mann, der ohne seine Frau nicht leben möchte. Wir fallen in unseren Herzen vor ihm nieder, wir staunen über diese Herrlichkeit und dass er uns wert geachtet hat, nicht nur unter ihm regiert zu werden, sondern an seiner Seite zu stehen. Der Gegenstand der Liebe des Herrn Jesus, der ewigen Liebe und der dauerhaften Liebe und der stets aktuellen Liebe zu sein und diese Atmosphäre der Liebe genießen zu dürfen (00:09:03) und Gegenstand ihrer sein zu dürfen. Allein ihm gehört die Ehre dafür und wir fallen in unseren Herzen vor ihm nieder, obwohl er uns so sehr erhöht hat an seine Seite.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament

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