Christus - der Bewahrer der Schöpfung Gottes (1. Mo 2,15)


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(00:00:00) Adam, der erste Adam, ist ein Vorbild auf Christus, den letzten Adam. Wir lesen in Römer 5 in Vers 14 am Ende Adam, der ein Vorbild des Zukünftigen ist. Des Zukünftigen, des aus seiner Sicht Zukünftigen, der natürlich zur Zeit, als der Apostel Paulus schrieb, längst hier auf dieser Erde gelebt hat, von Christus. Und so finden wir das auch in 1. Mose 1, 2, Vers 15. Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. Das heißt, Gott zeigt hier, dass Adam die Aufgabe hat, das, was Gott geschaffen hat, dass er das bebauen und bewahren sollte. Nun, Adam als ein Vorbild des Zukünftigen zeigt uns Christus. Christus kam in diese Schöpfung hinein und war derjenige, der das erhielt, was Gott geschaffen hatte. Nun wissen wir aus Kolosse 1, aus Johannes 1, aus Hebräer 1, dass der Jesus selbst der Schöpfer war. Aber hier geht es um ihn als den Menschen. Gott hat ihm als Menschen einen Platz gegeben, zu bewahren. (00:01:04) Das hat er damals getan. Wir sehen, wie die wilden Tiere nach Markus 1 ihm gedient haben. Da, wo kein Mensch Autorität haben konnte, da finden wir, dass der Herr Jesus in der Lage war, sich bedienen zu lassen oder umgeben zu lassen von solchen wilden Tieren. Das heißt in Markus 1, in Vers 13, er war 40 Tage in der Wüste und wurde von dem Satan versucht und er war unter den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. Da sehen wir, dass die Tiere ihm nicht nur nichts anhaben konnten, sondern dass sie sich gewissermaßen wohl gefühlt haben bei dem, der hier kam. Natürlich nicht in erster Linie, um die Schöpfung zu bewahren, sondern um das Erlösungswerk zu vollbringen. Aber diese Erlösung war auch zum Segen für die Tiere, für die Tierwelt. Wenn wir daran denken, dass nach Römer 8 die ganze Schöpfung seufzt, und zwar wegen des Sündenfalls, wegen der Sünde und des Bösen, was Adam begangen hat. (00:02:04) Es heißt in Römer 8 Vers 20, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden, nicht freiwillig, sondern dessen Wegen, der sie unterworfen hat. Das ist Adam. Durch seinen Sündenfall hat er diese Schöpfung eben diesem Verfall unterworfen. Auf Hoffnung, dass auch die Schöpfung selbst freigemacht werden wird von der Knechtschaft des Verderbens zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Und wann wird das sein? Das lesen wir in Vers 19. Das sehnliche Herr in der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Wenn wir, die wir zusammen mit Adam diese Schöpfung diesem Verfall ausgesetzt haben, wenn wir wieder auf diese Erde zurückkommen werden, wenn nämlich nach der Entrückung, die nach 1. Thessalonicher 4 stattfinden wird, wenn der Herr Jesus uns in den Himmel holen wird, und wir nach dieser Entrückung und der Zeit in der Herrlichkeit im Himmel, im Vaterhaus, zusammen mit dem Herrn Jesus nach Offenbarung 19 auf diese Erde zurückkehren werden, (00:03:03) dann wird genau in diesem Augenblick diese Schöpfung verändert werden. Und warum können wir mit Christus zurückkommen? Weil Christus kommt. Warum kann Christus kommen? Weil er das Erlösungswerk vollbracht hat. Und dann nach Gottes Gedanken hier auf dieser Erde alles wieder einrichten wird. Alles wieder so verändern wird, dass Gott auch mit der ersten Schöpfung zu seinem Ziel kommen wird. Damals also ist er gekommen, um die Frage zu regeln, was die Sünde betrifft, aber eben auch, was den Niedergang der Schöpfung betrifft. Und das finden wir in großartiger Weise in Kolosser 1 vorgestellt. In Kolosser 1 schreibt der Apostel Paulus darüber, dass sein Werk auch die Grundlage für die Versöhnung dieser Schöpfung ist. Es heißt in Kolosser 1 Vers 19, denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, es seien die Dinge auf der Erde und die Dinge in den Himmeln. (00:04:02) Also bevor der Apostel dort in Kolosser 1 dann im nächsten Vers auf die Versöhnung der Menschen, die Sünder waren, eingeht, spricht er zunächst davon, dass er Versöhnung bewirkt hat für diese Schöpfung, dass diese Schöpfung wieder ins Lot gebracht werden kann, dass diese Schöpfung diesem Kreislauf des Verfalls und des Niedergangs entrissen werden kann. Und das wird Gott tun, wenn er, und das ist so interessant hier gesagt, Gott setzt ja Adam in den Garten Eden, wenn Gott ihn wieder in diesen Erdkreis hineinführen wird. Das finden wir in Hebräer 1 ausgedrückt. Da heißt es im Blick auf den Herrn Jesus, dass er nach Vers 6, wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er und alle Engel sollen ihn anbeten. Das heißt Gott selbst wird den Herrn Jesus auf diese Erde zurückbringen. Wenn es um die Entrückung geht, lesen wir nicht, dass der Vater ihn sendet, sondern da kommt er selbst, da ist seine Sehnsucht nach seiner Braut so groß, (00:05:03) dass er selber in die Wolken kommen wird. Wenn es aber um seine Herrschaft geht, da finden wir, dass er sich auch da als der Mensch unter die Hand Gottes stellt und dass er gesendet wird, dass Gott selbst ihn einführen wird. Und was wird dann geschehen? Das finden wir in Epheser 1. In Epheser 1 heißt es in Vers 8, die er uns, den Reichtum seiner Gnade, die er uns gegenüber hat, überströmen lassen in aller Weisheit und Einsicht, indem er uns kundgetan hat, das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat, in sich selbst für die Verwaltung der Fülle der Zeiten, alles unter ein Haupt zusammenzubringen, in dem Christus, das, was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist, in ihm. Das heißt, Gott wird in der Person des Herrn Jesus eine wunderbare Harmonie auf dieser Erde und im Himmel schaffen. Himmel und Erde werden in einer Einheit gesehen werden, wie es sie nie zuvor gegeben hat, nie zuvor sichtbar gewesen ist. (00:06:01) So wie Jakob schon träumte von dieser Leiter, die den Himmel mit der Erde verbindet und die Erde mit dem Himmel, so wird das nach Johannes 1, wo das auf die Person des Herrn Jesus, auf den Messias bezogen wird, wird das in einer vollkommenen Weise in Christus stattfinden. Die Engel werden auf und nieder steigen auf ihn. Er wird der Mittelpunkt des Universums sein. Er ist sowieso der Mittelpunkt des Ratschlusses Gottes, aber dann wird er derjenige sein, der den Himmel mit der Erde verbindet und endlich dazu führen wird, dass es keine Diskrepanz, keine Spaltung, keine Unterscheidung, keine Trennung mehr zwischen Erde und Himmel geben wird, sondern dass alles wunderbar harmonisch sein wird. Und dann wird er das, was Adam eben nicht getan hat, er ist seiner Verantwortung nicht nachgekommen. Er hat den Garten Eden letztlich nicht bebaut und bewahrt. Vielleicht hat er einen Anfang gemacht mit Bebauen, aber von Bewahren kann keine Rede sein. Er wurde ja sogar vertrieben aus dem Garten Eden, weil er gesündigt hat. (00:07:02) Aber der Herr Jesus wird das tun. Er wird diese Erde zu einem Schauplatz des Segens machen. Auch äußerlich, wenn wir das lesen im Propheten Jesaja, wird es eine wunderbare Erntezeit sein. Tausend Jahre lang wird es keine Missernte geben. Wird es tausend Jahre lang auch keine Wüsten geben, außer dem, was in Hesekiel 47 noch übrig bleibt, um an die Sünde zu erinnern und daran zu erinnern, dass eben diese Erde noch immer nicht befreit ist von der Sünde in dem Sinn, dass man noch Sünder hier auf dieser Erde haben wird. Denn am Ende des tausendjährigen Reiches wird Satan, wenn er wieder freigelassen wird, eine Unmenge an Menschen gegen Christus und gegen sein Volk aufbringen. Also Sünde wird es am Ende eben immer noch geben. Insofern gibt es noch diese Lachen, diese Salzlachen. Aber an und für sich wird diese Erde, auch was die Landwirtschaft betrifft, wird es ein wunderbarer Platz des Segens und der Ernte sein. Er wird bebauen, er wird bebauen lassen und er wird bewahren. (00:08:01) Da wird nichts mehr zerstört werden. Ja, er wird am Ende des tausendjährigen Reiches diese Erde zusammenfalten wie ein Gewand, wie ein Kleid, weil er neue Himmel und neue Erde schaffen wird. Aber das wird alles im Segen sein. Und das wird erst sein, nachdem Gott mit dieser Schöpfung in Christus eben zu einem wunderbaren Ziel, zu einem wunderbaren Ergebnis gekommen ist. So dürfen wir hier in Adam, den Herrn Jesus sehen, der der wahre Adam ist, der letzte Adam, in dem alles zu einem wunderbaren Ergebnis, zu einem wunderbaren Ziel, zu einem wunderbaren Segen zur Verherrlichung Gottes führen wird.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament

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