Christus - Gott ähnlich? (1. Mo 1,26c)


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(00:00:00) Christus ist ohne jeden Zweifel das Bild Gottes, das finden wir im Neuen Testament, 2. Korinther 4, Vers 4 z.B., Kolosse 1, Vers 15 und an anderer Stelle. Jetzt finden wir in dem Schöpfungsbericht oder jedenfalls an dem 6. Tag, wo der Mensch geschaffen worden ist, dass es dort heißt, und Gott sprach, lasst uns Menschen machen in unserem Bild nach unserem Gleichnis. Und man stellt sich die Frage, ist der Herr Jesus im Gleichnis Gottes, ist er das Gleichnis Gottes? Und hier gilt es sehr aufzupassen. Im Hebräerbrief schreibt der Schreiber, wahrscheinlich Paulus, dass das Alte Testament nur ein Schatten ist. Was ist das Besondere eines Schattens? Der Schatten zeigt die Umrisse, also die Konturen, aber er zeigt nicht z.B. das Gesicht, er zeigt nicht die Details dessen, der diesen Schatten abbildet. Und genau das ist ganz wichtig, dass wir das verstehen im Blick auf die Person des Herrn Jesus. Denn der Herr Jesus, er ist nicht im Gleichnis Gottes, er ist nicht das Gleichnis Gottes (00:01:04) geworden, er ist auch nicht das Gleichnis Gottes. Im Gegenteil, der Apostel Paulus schreibt im Philippabrief, Kapitel 2, wo wir aufgefordert werden, die Gesinnung Christi zu haben, diese Gesinnung sei in euch, Vers 5, die auch in Christus Jesus war, Vers 6, der, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen raubartete Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte. Wir haben es hier mit dem Sohn Gottes zu tun, wir haben es mit Gott selbst zu tun, so drückt das auch der Apostel Johannes aus in seinem ersten Brief, Kapitel 5, Vers 20, wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus, dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Das heißt, der Herr Jesus, als er hier auf diese Erde kam, er war nicht Gleichnis Gottes, sondern er ist Gott selbst, er ist nicht wie Gott geworden, sondern er ist Gott und deshalb (00:02:04) kann der Schreiber des Hebräerbriefes in Kapitel 1 sagen, dass Gott am Ende dieser Tage zu uns geredet hat, im Sohn als Sohn, denn der Sohn ist es, durch den Gott geredet hat, der Sohn ist es, der Mensch geworden ist, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten gemacht hat, welcher die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seint. Er ist die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes, er hat sichtbar gemacht die Herrlichkeit Gottes und er ist zugleich der Abdruck seines Wesens, das heißt, wenn man ihn sieht, dann sieht man das Wesen Gottes, warum, weil er Gott ist, er kann das und konnte das vollkommen sichtbar machen, vollkommen tun, weil er selbst der ewige Gott ist und das wird uns auch in Johannes 1 noch einmal sehr eindrücklich vor das Herz gestellt. Der Evangelist hat es auf dem Herzen und er hat das inspiriert, durch den Geist Gottes auch vollendet, getan, über die ewige Herrlichkeit des Herrn Jesus zu sprechen. (00:03:03) Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist, Vers 14. Er wurde Fleisch und wohnte unter uns voller Gnade und Wahrheit und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater. Niemand hat Gott jemals gesehen, Vers 18, der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn kundgemacht. Hier spricht Johannes, der Apostel, von einer unfassbar, für uns Menschen unfassbaren Herrlichkeit. Derjenige, der das Wort ist, von dem wir gelesen haben, dass er Fleisch wurde, das macht deutlich, es geht um den Herrn Jesus. Er ist das Wort und er war im Anfang. Welchen Anfang du nimmst? Er ist da, er war da, Anfang der Schöpfung, Anfang des Erschaffens der Engel, Anfang der Zeit und weiter davor hingehen, jeder Anfang, er war, das heißt, er ist ewig von seinem Wesen. Das Wort war bei Gott, das heißt, er wird unterschieden innerhalb der Gottheit. (00:04:03) Nicht der Vater ist das Wort, auch nicht der Geist ist das Wort, sondern derjenige, der das Wort ist, das ist der Sohn, das heißt, innerhalb der Gottheit des einen Gottes gibt es doch drei Personen, doch ist vielleicht schon der falsche Ausdruck, gibt es drei Personen, die eben im Unterschied zu uns Menschen nicht unabhängig voneinander sind. Er war bei Gott, das heißt, unterschieden innerhalb der Gottheit und das Wort war Gott, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, er ist dieses ewige Wort, er ist dieser ewige Gott, der Sohn, das Wort, das ist Gott. Derjenige, also der Gott offenbart hat und das ist der Sohn, das ist der Herr Jesus, er ist ewiger Gott, er war Gott. Dieses war am Anfang bei Gott macht deutlich, dass die Beziehungen, von denen hier geredet wird, dass sie ewig bestehen, dass das Wort ewig Gott ist, dass dieses Wort ewig unterschieden ist, dass also der Vater und der Sohn und der Heilige Geist in dieser Unterscheidung auch ewig sind und dieses Wort wurde Mensch, das ist natürlich einzigartig, das ist nur (00:05:03) bewunderungswürdig, da können wir nur anbeten vor Niederfallen, dass dieses ewige Wort, dass dieser ewige Sohn, dass er Mensch geworden ist, Fleisch geworden ist, um hier als Mensch unter Menschen zu leben. Wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, das konnten die Apostel sagen, sie haben gesehen, was das für eine Person war, dass er nicht Mensch unter Menschen war, das war er, sondern viel mehr als das, dass er der ewige Sohn war, der voller Gnade und Wahrheit hier gewesen ist. Der Eingeborene vom Vater, das ist nicht irgendjemand, der mal an irgendeinem Zeitpunkt geboren wurde, sondern das Wort meint nichts anderes als Einzige in seiner Art. Er ist der Einzige, da gibt es keinen Zweiten. Als Erstgeborener ist er der Erste von vielen, aber als Eingeborener gibt es keinen Zweiten, da ist nur ein Einziger dieser Art, das ist der ewige Sohn Gottes. Kehren wir zurück zu Erstemose 1, Adam wurde im Gleichnis Gottes geschaffen, wir verstehen, dass es um eine moralische Fragestellung geht. Das Bild, das ist der Repräsentant, aber das Gleichnis, da geht es darum, dass moralisch (00:06:06) der Mensch, Adam, moralischerweise im Gleichnis Gottes, gottähnlich geschaffen worden ist. Warum? Weil er ohne Sünde war. Er war nicht heilig wie Gott. Er war eben nicht gottgleich, aber er war im Gleichnis Gottes geschaffen worden. Der Jesus ist nicht irgendwie gottähnlich, ist nicht gottgleich, er ist Gott und deshalb moralischerweise ist der Mensch, den wir auf dieser Erde haben, sein Leben führend sehen, der beschrieben wird in den Evangelien, der beschrieben wird im Wort Gottes, das ist jemand, der moralischerweise dieselben Wesenszüge wie Gott trägt und zwar in Absolutheit, in absoluter Vollkommenheit, Licht und Liebe. Wenn du wissen möchtest, was Licht bedeutet, schau auf deinen Herrn Jesus. Keine Sünde in seinem Leben. Er hat die Sünde gehasst, er war der Abgesonderte inmitten seines Volkes, aber auch vollkommen Liebe. Er hat sich nicht einfach weggewendet von den Menschen, von ihrem Leid, sondern in vollkommener Liebe hat er sich den Menschen zugewendet, hat ihnen die gute Botschaft weitergegeben, (00:07:03) er hat in ihre Herzen und Gewissen gesprochen, hat in ihr Leben hineingesprochen, hat sie nicht allein gelassen mit ihren Nöten, sondern hat sich um ihre Nöte gekümmert. Das ist derjenige, von dem im Vorbild gesagt wird in unserem Gleichnis, ja, die Wirklichkeit ist viel größer als dieses Vorbild, das ist nur ein Schatten. Wenn wir auf den Herrn Jesus sehen, dann führt uns das zur Bewunderung, dann fallen wir in unseren Herzen vor ihm nieder, dann können wir nur danken, dass Gott ihn gegeben hat und dass er selbst gekommen ist, um dieses Erlösungswerk zu vollbringen. Derjenige, der nicht Gott gleich ist, sondern der Gott selbst ist und der hier am Kreuz von Golgatha als Mensch, ohne je aufgehört zu haben, Gott zu sein und zu bleiben, als Mensch sein Leben hingegeben hat, ihm die Ehre, heute schon und in alle Ewigkeit.
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