Christus - unvergleichlich (1. Mo 1,30)


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(00:00:00) An dem sechsten Schöpfungstag, der zweiten Hälfte, wo der Mensch geschaffen wurde, finden wir jetzt noch eine neunte Herrlichkeit, die wir mit der Person des Herrn Jesus, allerdings auch mit uns, den Erlösen der Gnadenzeit, verbinden können. Normalerweise heißt es an jedem Ende eines Schöpfungstages oder eines Wirkungstages, dass Gott sagt, zum Beispiel 1. Mose 1 Vers 18, und Gott sah, dass es gut war, nämlich das, was er gemacht hat. Oder wir lesen in Vers 12 am Ende, und Gott sah, dass es gut war. Und bemerkenswerterweise finden wir das an diesem Tag nicht. Vielleicht sagt jemand, Moment, aber da steht doch in Vers 31, und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und das ist auch so. Aber dieses sehr gut, was er hier als ein Prädikat bezeichnet, über das, was er gemacht hat, bezieht sich nicht auf den zweiten Teil des sechsten Schöpfungstages oder des sechsten Tages, wo er wirkt, wo er macht, und in diesem Fall tatsächlich etwas geschaffen hat den Menschen, sondern das ist eine Betrachtung aller sechs Tage zusammen. (00:01:03) Und Gott sah alles, was er gemacht hat. In diesen sechs Tagen, die anfingen damit, dass er das Licht hervorrief, dieses Licht, was längst da war, aber das verschwunden war sozusagen hinter all dem Wasser und dem Salzwasser und hinter dem, was durch den Fall, wahrscheinlich den Fall Satans, an Negativen bewirkt worden war. Und das geht bis zu dem sechsten Tag jetzt, wo Gott den Menschen Adam und Eva geschaffen hat. Und alles zusammen, sagt er, das war sehr gut. Jeder einzelne Teil war ausgezeichnet, war gut. Nichts anderes ist das Prädikat über das, was Gott tut, was er damals getan hat und was er auch heute tut. Aber jetzt insgesamt kann er nur sagen, in diesem wunderbaren Zusammenwirken, in dieser Harmonie ist es sehr gut. Aber im Blick auf den Menschen, den er jetzt geschaffen hat, sagt er gar nichts. Da schweigt er. Und wir fragen uns, warum? Und das ist natürlich ein Stück weit vielleicht Spekulation, mag der ein oder andere sagen. (00:02:01) Aber doch kann man ja darüber nachdenken, warum wird das, was Gott am sechsten Tag gemacht hat, nicht weiter qualitätsmäßig gesagt, sondern nur dann alles gemeinsam, gemeinschaftlich in dieser Harmonie, in diesem gemeinsamen vor Augen geführt. Und eine Antwort scheint mir zu sein, wenn es um Christus geht. Und wir haben gesehen, was habe ich versucht zu zeigen, dass das letztlich in dem Herzen Gottes ist, uns an diesem sechsten Tag zu zeigen, dass er Christus als seinen Christus, als den Erstgeborenen in die Schöpfung wieder einführen wird. Dass wenn es um die Person des Herrn Jesus geht, der natürlich nicht geschaffen worden ist. Wir haben gesehen, das ist ein Schatten, sondern der, der Schöpfer ist. Aber es ist eben derjenige, den er nach Hebräer 1, den Gott wieder einführen wird in diese Schöpfung, nachdem er der Verworfene war, nachdem er von den Menschen hinaus geworfen worden ist, nachdem er an das Kreuz gebracht worden ist, wird er ihn wieder einführen, Hebräer 1 Vers 6. (00:03:02) Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er, alle Engel Gottes sollen ihn anbeten. Ja, dann ist er derjenige, dem jede Anbetung zuteil werden wird. Und wenn es um Christus geht, kann man ihn mit einem Qualitätsurteil, kann man sagen, das ist gut, wenn ich ihn sehe. Nun, tatsächlich finden wir, dass der Jesus der gute Hirte genannt wird, aber das ist dann im Blick auf ein Werk, im Blick auf das Werk, das er vollbringt. Aber als Person steht er außerhalb jeder Bewertung, außerhalb jeder Beurteilung. Da kann man nicht sagen, das ist jetzt sehr gut im Vergleich zu dem anderen, was gut ist. Das ist jetzt ausgezeichnet im Blick auf das andere. Ja, er ist der Ausgezeichnete vor vielen. Aber wenn Gott wirksam wird, wenn er ihn hineinbringt, wenn er dazu führt, dass Christus hier in dieser Schöpfung wieder eingeführt wird oder als er ihn damals gesandt hat, dann kann der Jesus nicht verglichen werden. Er ist unvergleichlich. Und deshalb finden wir kein Werturteil im Blick auf seine Person, die hier vor uns kommt. (00:04:04) Nein, er ist nicht sehr gut, er ist nicht ausgezeichnet, er ist nicht besser als alles andere. Er ist unvergleichbar. Ist das auch für unsere Herzen so, dass der Jesus wirklich unvergleichlich ist, dass wir nichts mit ihm vergleichen lassen, dass er so außergewöhnlich ist, so einzigartig in seiner Herrlichkeit, dass wir in unseren Herzen nicht anders können, als uns mit ihm zu beschäftigen, als ihn zu suchen im Wort Gottes, als Herrlichkeiten von ihm vor uns zu haben, um dann in Anbetung und in Dankbarkeit vor ihm niederzufallen? Noch einmal, hier wird kein Urteil über seine Person gegeben, aber es ist Adam und Eva, es sind Mann und Frau, die hier vor uns kommen. Und so wollen wir nicht übersehen, dass das in gleicher Weise auch uns gilt. Nicht nur Christus steht außerhalb jedes Vergleichs, sondern auch wir mit ihm, denn wir gehören zu ihm. Wir sind untrennbar mit ihm verbunden. Wenn Gott seine Versammlung vor sich hat, dann ist sie Teil des ewigen Ratschlosses Gottes. (00:05:03) Da ist nicht irgendeine andere Familie, die Teil des ewigen Ratschlosses Gottes ist, sondern wir als Erlöste dieser Zeit allein. Nicht allein oder nicht in erster Linie als solche, die einzeln Söhne Gottes, Kinder Gottes sind, sondern als solche, die gemeinschaftlich diesen einzigartigen Organismus bilden, die Versammlung Gottes, die Gemeinde Gottes, diesen einen Leib, von dem Christus das verherrlichte Haupt ist, dieses Haus Gottes, in dem Gott wohnt, diese Versammlung Gottes, dieses Bauwerk Gottes, das dem Herrn Jesus gehört. Auf diesem Felsen werde ich meine Versammlung bauen. Und diese Versammlung ist, auch wenn der Herr Jesus dort in Matthäus 16 als ewiger Sohn Gottes, als Sohn des lebendigen Gottes gesehen wird, auch da ist sie letztlich unvergleichbar. Sie thront, sie wohnt auf ihm, dem Sohn Gottes. Er ist die Sicherheit dieses Fundaments, sodass Satan diese Versammlung nicht überwinden kann. Und wenn wir an die Versammlung denken als Brautchristi, wie könnte da irgendein Vergleich herbeigezogen werden? (00:06:04) Ja, es ist wahr, dass auch das Volk Israel, das irdische Volk, als Braut Gottes gesehen wird. Aber das ist nicht vergleichbar mit diesem himmlischen Platz, den der Herr Jesus uns geben wird, ja uns schon gegeben hat. So wollen wir voller Anbetung vor ihm stehen und wollen bewundern, dass Gott für ihn keinen Vergleichsmaßstab gelten lässt. Und wollen mit Dankbarkeit, mit Herzen, die einfach erfüllt sind und die überrascht sind von diesem Platz, den Gott uns an der Seite des Herrn Jesus gibt, der ebenfalls nicht vergleichbar ist mit irgendeiner anderen Familie, die Gott geschaffen hat, die Gott an der Seite oder in Verbindung mit Christus sieht. Ja, wir können nur dankbar sein und Christus vor Augen haben, vor ihm niederfallen und ihm in jeder Hinsicht die Ehre geben.
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Artikelreihe: Christus im Alten Testament

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