Mit allen Menschen in Frieden leben - sich nicht rächen (Röm 12,18.19)


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(00:00:00) Wir sollen ehrbar leben vor allen Menschen, und dann fügt der Apostel Paulus in Römer 12,18 hinzu, wenn möglich so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden. Wir sollen also das tun, was ehrbar ist, was recht ist, was gut ist vor allen Menschen, was sie auch als solches empfinden, was sie als solches anerkennen. Und dann sollen wir, was an uns ist, mit allen Menschen in Frieden leben. Das ist ja nicht möglich, mit allen Menschen in Frieden zu leben. Das ist auch nicht im Blick auf alle Menschen möglich. Es gibt solche, die wollen keinen Frieden. Die haben einfach einen solchen Nerven, dass sie mit jedem, mit dem sie in Berührung kommen, eigentlich Streit anfangen. Aber was an uns ist, wir könnten mehr tun für Frieden, wir könnten mehr dafür tun, dass wir mit unseren Nachbarn, mit unseren Arbeitskollegen, mit deinen Studienkollegen, mit deinen Schulkameraden in Frieden lebst und dass du sie nicht provozierst. Ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern, wo ich große Freude hatte, andere zu ärgern, zu provozieren. Und das ist eben nicht das, was Christen tun. (00:01:02) Christen versuchen, mit allen Menschen in Frieden zu leben, soweit das möglich ist. Wir haben auch nicht die Aufgabe, jedem Menschen zu sagen, was er falsch tut. Wir haben eine Aufgabe in unserem Umfeld, da wo wir Verantwortung tragen, inmitten der Gläubigen, auf Dinge aufmerksam zu machen, im Persönlichen. Aber diese Aufgabe haben wir nicht in dieser Welt. Das ist etwas anders als das, was Johannes der Täufer tun musste. Er war im jüdischen Glauben, er war inmitten der Juden und da hatte Gott gewisse Anforderungen an das Volk und um die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten, war es auch nötig, dass man so lebte. Wenn also Herr Rodes in Hurerei lebte als jemand, der sich als König inmitten des jüdischen Volkes anmaßte, Recht zu sprechen, dann war das tatsächlich die Aufgabe von Johannes dem Täufer, ihn darauf hinzuweisen. Wir haben aber nicht die Aufgabe, jedem Menschen darauf hinzuweisen, was er alles an Unbiblischem tut. Wir sollen die gute Botschaft verkörpern, wir sollen die gute Botschaft weitergeben, wir sollen deutlich machen, dass Jesus Christus für jede Sünde gestorben ist und dass jeder (00:02:02) Mensch ein Sünder ist. Diese Aufgabe haben wir schon. Aber wir haben auch die Aufgabe, was die äußeren Beziehungen betrifft, sollen wir möglichst in Frieden leben mit jedem. Wir sollen nicht den Streit suchen. Wir sollen nicht suchen, wie wir es einem Menschen möglichst unangenehm machen, sondern das Gegenteil. Auch dadurch können wir ein Zeugnis sein, auch dadurch können wir Menschen öffnen für die gute Botschaft, für das Evangelium. Sind wir wirklich solche, die den Frieden suchen? Das kann man sich natürlich auch unter Gläubigen fragen, wobei das hier nicht im Vordergrund steht. Aber bin ich jemand, der eine Friedensspur hinterlässt oder bin ich jemand, der eine Konfliktspur hinterlässt? Wenn jemand mit mir zu tun hat, hat er dann Sorge, dass er nachher nur im Streit ist oder freut er sich, dass ich den Frieden suche und dass auch da, wo ich vielleicht Dinge anders sehe, wo ich Dinge nach der Schrift versuche, klar und deutlich zu sehen und auch weiter zu sagen, dass es trotzdem in einer Art und Weise ist, die das Wohl meines Bruders, meiner Schwester, die das Gute meines Bruders, meiner Schwester auch sucht. (00:03:01) Wenn möglich so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden. Also die Tatsache, dass ich aus dieser Welt heraus erlöst worden bin, dass ich jetzt ein neues Leben habe, dass ich nicht mehr zu dieser Welt gehöre, bedeutet keineswegs, dass ich eben mit den Menschen erstens überhaupt keinen Kontakt habe und zweitens, wenn ich Kontakt habe, dass sie sich immer irgendwie eingeschüchtert oder negativ angesprochen fühlen oder angepiekt fühlen. Nein, was möglich ist, sollten wir mit Frieden charakterisieren. Wie sind unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen? Sind unsere Arbeitskollegen, wenn sie bei uns sind, wohlaufgehoben? Fühlen sie sich wohl? Wissen sie, da ist jemand, mit dem sie umgehen können, der mit ihnen in einer netten, in einer guten, in einer nicht nur gerechten, sondern auch friedvollen Weise umgeht? Lasst uns das mehr bedenken. Und dann Vers 19, Punkt 22 in dieser Auflistung, Römer 12 Vers 9 bis 21. Recht nicht euch Selbstgeliebte, sondern gebt Raum dem Zorn. (00:04:01) Denn es steht geschrieben, mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr. Vielleicht, und das schließt so ein bisschen an, an das, was wir in Vers 17 haben, vergeltet niemand Böses mit Bösem, vielleicht rächen wir uns. Da hat uns jemand eine Falle gestellt, da hat uns jemand ein Bein gestellt und das wollen wir ihm doch heimzahlen. Da wollen wir ihm deutlich machen, das ist nicht fair, das ist nicht gerecht, das ist sogar böse und das soll er auch erleben. Nein, wir sollen uns nicht selbst rächen, wir sollen dem Herrn, wir sollen Gott die Rache überlassen, wie das in 5. Mose 32 heißt, mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr. Sind wir solche, die dem Herrn zutrauen, dass er gerecht richtet, dass er die Sachen schon recht einordnet? Wie oft leben wir von Menschen und wollen da als stark, als gerecht, als klar irgendwie erscheinen und wir übersehen, dass es einen gibt, der über allem steht, der unsichtbar ist in dieser Welt, aber der der Herr und der Gott ist in jeder Hinsicht, an dessen (00:05:03) Auge alles vorbeigeht. Er wird schon ein rechtes Urteil fällen, das hat er immer gehabt und das wird er auch immer haben. Und wir müssen die Dinge nicht selbst in die Hand nehmen, wir schaden mehr, wenn wir uns rächen. Wir haben eine Möglichkeit ausgelassen, eine Menschenseele gewinnen zu können. Selbst wenn wir das jetzt nicht können, weil sie mir böse gesonnen ist, mag das ja sein, dass es später möglich ist und dazu kommt dann in den letzten Versen auch noch ein Hinweis. Lasst uns in dieser Hinsicht zuvorkommend sein, lasst uns in dieser Hinsicht für solche beten, die uns Böses erweisen und lasst uns nicht rächen. Diese Rache, ich habe bei einem anderen Mal schon das Fußballspiel angeführt, wenn mir jemand Böses getan hat, mich provoziert hat, vielleicht bespuckt hat, vielleicht mir einen Foul gemacht hat und sich dann zu rächen, das ist viel schlimmer, weil das erstens oft viel härter ist, die Rache ist in dem Ausmaß oft über die Maßen und geht über das Maß hinaus, was wir selber erfahren haben, vor allen Dingen ist es nicht aus dem neuen Leben, (00:06:01) es ist nicht von dem Herrn, es ist nicht von Gott. Wie hat der Herr Jesus reagiert, als er an das Kreuz gebracht wurde? Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Lasst uns in dieser Haltung den Menschen reagieren, auf die Menschen reagieren. Das ist leicht gesagt hier an so einem Mikrofon, es ist sehr schwer zu verwirklichen. Und wir wollen uns das für heute und für die vor uns liegende Zeit vor Augen stellen, wenn wir hart angegangen werden, wenn man uns Böses getan hat, wenn man uns Böses erwiesen hat, dann lasst uns das dem Herrn übergeben, er wird schon die rechte Antwort finden, früher oder später. Vielleicht wirst du das nicht mehr erleben hier auf der Erde, aber sei sicher, Gott ist gerecht, ist absolut gerecht und er wird eine rechte Antwort geben auf das, was dir erwiesen worden ist. Wenn du dich rächst, dann wird Gott dir kein Recht geben und dann wird er dich auch nicht belohnen. Aber wenn du ihm die Rache überlässt, wenn du sagst, ich übergebe dir das und ich bete dafür sogar, dass jemand, der mir Böses tut, Gutes erwiesen bekommt, sei sicher, das wird einen großen Lohn geben und du wirst innerlich glücklich sein. Du bist nicht glücklich, wenn du zurückgeschlagen hast, aber du bist glücklich, wenn du die (00:07:04) Dinge dem Herrn übergibst, wenn du Gutes herbeisehnst, herbeibetest für so jemand und wenn du dich weiter wieder, Herr Jesus, in Liebe, in Gnade, in Güte, in Barmherzigkeit zu jemand gegenüber verhältst. Das wünsche ich dir und mir und die Kraft, die dafür nötig ist, von dem Herrn.
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Artikelreihe: Die biblische Lehre in der Praxis verwirklichen (Römer 12)

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