Anhaltendes Gebet, Bedürfnisse und Gastfreundschaft (Röm 12,12.13)


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(00:00:00) Christen dürfen sich in der Hoffnung freuen, dass der Jesus wiederkommt. Christen harren aus in schwierigen Lebensumständen. Und das Zehnte, was jetzt vor uns kommt, und das ist etwas besonders Wertvolles für uns Christen, im Gebet haltet an. Wir haben eine Möglichkeit, mit Gott zu sprechen, wir haben eine Möglichkeit, uns auszutauschen mit Gott. Wir haben eine Möglichkeit, unsere Sorgen, unsere Probleme, unsere Herausforderungen, unsere Fragen, unsere Ängste, alles das, was unser Herzen erfüllt, mit Gott zu besprechen. Wir sind in jeder Hinsicht von Gott abhängig, ob wir das wissen oder nicht, ob wir damit leben oder nicht, aber Gott möchte, dass wir diese Abhängigkeit von ihm ausdrücken, dass wir durch das Gebet deutlich machen, dass uns bewusst ist, dass wir nicht einen Schritt ohne ihn gehen können. Und dafür hat er uns das Gebet gegeben, er hat uns sein Wort gegeben, damit wir wissen, was seine Gedanken sind, und er hat uns das Gebet gegeben, damit wir alles das ihm sagen können, was unser Herzen erfüllt, an Freude, an Leid, an Hoffnung, an Trauer, an Nöten, (00:01:06) aber auch an den Dingen, die uns eben Freude machen, im Gebet haltet an. Wir brauchen das Gebet für uns selbst, damit wir die richtigen Schritte tun, damit wir Weisheit haben, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir brauchen das Gebet, weil wir selber nicht fertig werden können, nicht mit einer einzigen Herausforderung, nicht mit einer einzigen Arbeit, die in unserem Leben auf uns wartet. Wir brauchen das Gebet, weil wir ihn brauchen, wir brauchen das Gebet, weil wir selber zu schwach sind, auch zu unwissend sind, unfähig sind, mit den Dingen richtig umzugehen. Aber das betrifft nicht nur uns selbst, wir brauchen das Gebet auch für, sagen wir, unsere Familien. Wir brauchen das Gebet für die Geschwister, mit denen wir am Ort zusammenkommen. Wir brauchen das Gebet im Blick auf unsere Arbeitsstellen, wir brauchen das Gebet im Blick auf unsere Nachbarschaft. Wir haben durch das Gebet, ja, ich möchte nicht sagen eine Waffe, aber doch ein Instrument, (00:02:03) das Gott uns gegeben hat, zum Segen für uns und andere. Im Gebet haltet an. Sind wir solche, die wie der Apostel Paulus wirklich nicht nur so mit Strohfeuer mal intensiver beten zu Gott, sondern die das regelmäßig tun, die wirklich in diesem Gebet auch anhalten und das nutzen zum Segen für uns selbst und für andere. Das Gebet ist etwas wertvolles. Es kommt nicht darauf an, wie lange du betest, es kommt darauf an, dass du betest. Es kommt nicht darauf an, wie oft du betest, aber es kommt darauf an, im Gebet anzuhalten. Es kommt nicht darauf an, mit wie vielen du betest, aber es kommt darauf an, dass du betest. Also dieses Gebet, das Gott uns gegeben hat, ist etwas, was außerordentlich wertvoll ist. Lasst uns diese Ermahnung, und wir brauchen diese Ermahnung, weil wir ohne diese Ermahnungen einfach sehr schnell aufgeben würden. Lasst uns diese Ermahnung ernst nehmen und annehmen. Dann heißt es weiter, an den Bedürfnissen der Heilige nehmt teil. Ganz bestimmt ist hier in besonderer Weise die materiellen Bedürfnisse gemeint. (00:03:04) Gott möchte, dass wir mit dem, was er uns anvertraut hat, nicht nur für uns sorgen, das sollen wir. Ihr sollt für uns und für die unsrigen sorgen, sagt der Apostel Paulus. Also wir sollen tatsächlich arbeiten, wir sollen nicht meinen, es ist geistlich nicht zu arbeiten, sondern ins Recht Gottes zu gehen. Das mag für den einen oder anderen, für ganz wenige mag das richtig sein, sondern unsere Aufgabe ist es, im irdischen Bereich zu arbeiten, das ist für uns dann das Recht Gottes. An den Bedürfnissen nehmt teil. Wir sollen eben nicht nur für uns selbst sorgen, sondern auch sehen, wenn andere vielleicht nicht genug haben und es gibt genug auf dieser Erde, die nicht genug haben, dann sollen wir an ihren Bedürfnissen, und zwar jetzt hier der Heiligen, der Gläubigen teilnehmen. Gott hat uns nicht aufgerufen, die ganze Welt zu bedienen mit unserem Einkommen, mit unserem Vermögen. Aber er hat uns deutlich gemacht, dass es Gläubige gibt, die Nöte haben, die wir vielleicht selber nicht haben und ihnen dabei eine Hilfe zu sein, was sehr wertvoll ist. Aber wir dürfen das auch erweitern auf innere Bedürfnisse, auf geistliche Bedürfnisse. (00:04:07) Daran sollen wir ebenfalls teilhaben, sollen wir teilnehmen und eine Hilfe sein. Wo wir sehen, dass Gläubige Nutzen haben dadurch, dass wir uns um sie kümmern, sei es äußerlich oder innerlich, sei es materiell oder sei es geistlich, lasst uns daran teilnehmen, Anteil haben. Dazu musst du ein offenes Ohr, ein offenes Auge haben, musst du zuhören, musst du zusehen musst du mitempfinden können, wo da vielleicht Nöte sind. Das ist ja so, dass kaum einer von uns direkt sagen würde, mir fehlt es jetzt an diesem oder an jenem, weil man sich dessen vielleicht schämt, weil man vielleicht durch die falsche Belehrung auch denkt, ein Gläubiger, der hat keine materiellen Nöte, der hat keine Sorgen, der hat keine geistlichen Nöte. Doch Gott gibt uns immer Situationen und zwar jedem früher oder später mal, wo er solche Bedürfnisse hat und da ist es gut, sie auch zu teilen, aber wenn das ein anderer (00:05:04) eben nicht tut, dann kommt es darauf an, dass wir ein Empfinden haben, dass es da solche Bedürfnisse, solche Nöte gibt und lasst uns daran aktiv teilnehmen, nach Gastfreundschaft trachtet. Ein ganz wertvoller Dienst, der ganz bestimmt von den Frauen, von den Schwestern, von den Ehefrauen, von den Müttern ausgeht, denn wir können ja nicht einfach unsere Häuser vollladen, einladen und unsere Frauen können das dann ausbaden, was wir als Männer uns dann überlegt haben oder tun. Es ist eine gemeinsame Entscheidung und es ist wohl und wertvoll, wenn wir sie auch gemeinsam fällen. Aber wer ein solches offenes Haus hat, eine offene Wohnung, das ist wertvoll. Nach Gastfreundschaft sollen wir trachten, dass wir Gäste haben, dass wir ihnen etwas mitteilen können von dem, was Gott uns materiell gegeben hat, es passt also auch zu dem vorherigen, aber auch eben an Geistlichem, dass wir miteinander beten, dass wir einen Austausch haben über den Herrn Jesus, also nach Leib und Seele, nach Geist, Seele und Leib, wenn man so will, (00:06:04) dürfen wir diese Gastfreundschaft üben. Das ist etwas Wertvolles, aber es ist auch etwas Notwendiges, in Verbindung mit dem Ältestendienst zum Beispiel und auch dem Diakondienst wird ausdrücklich gesagt, dass das eine Voraussetzung ist, einen solchen Dienst zu tun. Immer wieder erlebt man, dass es Brüder gibt, die meinen, sie könnten Autorität ausüben, aber ihre Häuser sind leer, ihre Häuser sind nicht durch Gastfreundschaft geprägt. Nein, das ist von Gottes Seite aus eine sogar Bedingung dafür, einen solchen Dienst zu tun, ansonsten kann man keinen Ältestendienst tun. Aber wir wollen das nicht tun, damit man irgendetwas anderes tun kann, sondern weil der Herr es segnet und weil es der Wunsch des Herrn ist, dass wir gastfreundschaftliche Häuser haben. Wir wollen als Männer unsere Frauen dabei unterstützen, wollen ihnen die Arbeit nicht aufhalsen und wollen sie nicht allein lassen mit der Arbeit, sondern wollen ihnen dabei eine Hilfe sein. Dabei helfe uns oder wird uns der, unser Herr wird uns dabei helfen und dafür dürfen wir (00:07:01) dankbar sein, aber wir müssen dafür eben auch Energie aufbringen, Zeit. Man muss vielleicht einkaufen, man muss Dinge vorbereiten, aber es ist etwas Wertvolles, Gastfreundschaft zu üben, weil Gott uns da auch ein Geschenk macht durch diese Freude der Gemeinschaft und mehr als das, dass wir Freude haben dürfen, solche zu beherbergen, die ihm angehören. Und der Schreibung des Hebräerbriefes macht ja deutlich, dass damals sogar manche Engel dadurch beherbergt haben, ohne dass sie das vielleicht gemerkt haben, gewusst haben, die unterwegs waren und auch ein Stück weit damit die Gastfreundschaft geprüft haben. Ein wertvoller Dienst, den der Herr segnen wird und der unser Herzen freudig machen wird, auch weiter ihm nachzufolgen und das wünsche ich dir und uns allen für die vor uns liegende Zeit.
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Artikelreihe: Die biblische Lehre in der Praxis verwirklichen (Römer 12)

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