25.09.2020 Persönlicher Glaube

Die Bibel – ihre Entstehung und Überlieferung (2)

Bild: Mose

Über das Schreiben (1)

 

Warum das Thema des Schreibens von Bedeutung ist

Die Frage nach einem Schriftsystem zur Zeit Moses ist nicht unwichtig. Denn in der modernen Theologie waren Kritiker viele Jahre davon überzeugt, dass man zur Zeit Moses noch nicht hätte schreiben und der Pentateuch zu dieser Zeit gar nicht hätte entstehen können (ca. 1500 v. Chr.). Man behauptete, er sei ca. 800 Jahre später geschrieben worden. Dann hätte aber nicht Mose der Schreiber des Pentateuchs gewesen sein können - er war ja schon entschlafen - sondern ein anderer Schreiber müsste ihn verfasst haben. Doch die Bibel berichtet uns mehrfach, dass Mose ihn niedergeschrieben hat (5. Mo 31,24).

 

Wieder mal wurde die Authentizität der Bibel in Frage gestellt...

 

Das aber ist nicht das einzige Problem, das diese Kritik hervorrief. Wenn man zur Zeit Moses noch nicht hätte schreiben können, dann müsste das Wort Gottes mündlich überliefert worden sein. In dieser Art der Verbreitung und Widergabe kann es natürlicherweise schnell zu Ungenauigkeiten und Fehlübertragungen kommen. Die Folgen für die Bibel wären unabsehbar. Denn wer könnte dem Wort Gottes dann noch Vertrauen schenken, wenn die Überlieferung durch ein Medium geschah, dass in sich selbst ein hohes Risiko birgt?

 

So führte diese Kritik beispielsweise dazu, den Schöpferbericht als unzuverlässig abzustempeln und dem Evolutionsgedanken die Türen zu öffnen.

 

Eine Kritik ohne Grundlage

Die Kritik, dass man zur Zeit Moses nicht schreiben konnte, hatte allerdings keine wissenschaftliche Grundlage zu bieten. Es waren menschliche, zum Teil philosophische Gedanken und Ideen, die solche Behauptungen hervorriefen.

 

Aus diesem Grund möchten wir uns zunächst dem Thema des Schreibens widmen und uns ansehen, welche Erkenntnisse die Wissenschaft heute gewonnen hat. Dabei werden wir sehen, dass die Theorie, dass man zur Zeit Moses noch nicht schreiben konnte, als unwahr entlarvt worden ist.

 

Natürlich brauchen wir, die wir an Gott, an den Herrn Jesus und sein Wort glauben, diese Hinweise nicht. Wir vertrauen, dass das, was Er uns geschrieben hat, wahr ist. Aber in Unterhaltungen ist es doch nützlich, darauf verweisen zu können, dass wir heute wissen und nachvollziehen können, dass es damals schon Schreibfähigkeit gab.