Die Bibel – ihre Entstehung und Überlieferung (18) - die Inspiration der Bibel (6)

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3.) Das Ergebnis der Inspiration – das geschriebene Wort Gottes

Die Schreiber der Bibel schrieben Wort für Wort unter der Leitung des Geistes Gottes auf. So entstanden über einen Zeitraum von etwa 1600 Jahren (1500 v. Chr. - 100 n. Chr.) das Alte und das Neue Testament. Die ganze Bibel besteht aus 66 Büchern, die das inspirierte Wort Gottes bilden.

Diese 66 Bücher sind in ihrem Inhalt durchaus unterschiedlich. Manche enthalten historische Berichte wie z. B. die geschichtlichen Bücher Josua bis Esther im Alten Testament sowie die Evangelien und die Apostelgeschichte im Neuen Testament. Andere enthalten persönliche Einsichten und Empfindungen wie viele Psalmen und der Prediger. Wieder andere Bibelbücher enthalten die neutestamentliche Lehre, die Gott uns in den Briefen offenbart hat (z.B.: Römer-, Epheser- und Kolosserbrief). Dazu kommen eine ganze Reihe von prophetischen Schriften. Das sind im Alten Testament die Bücher Jesaja bis Maleachi und im Neuen Testament die Offenbarung des Johannes. Dabei ist der Inhalt des Wortes Gottes vollkommen harmonisch. Er widerspricht sich an keiner einzigen Stelle.

Im Gegenteil, die Schriften zeugen besonders von einer Person: Jesus Christus, der Sohn Gottes (vgl. Joh 5,39). Wie ein roter Faden durchzieht Er die ganze Bibel. Er ist der Hauptgegenstand des gesamten inspirierten Wortes Gottes.

Wort für Wort - die Verbalinspiration

Als Gott den Schreibern den Auftrag gab, seine Gedanken niederzuschreiben, teilte Er ihnen jedes einzelne Wort mit. Streng genommen ist sogar jeder Buchstabe im Grundtext inspiriert (Mt 5,18).

So schreibt Paulus im ersten Brief an die Korinther: „… die wir euch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel“ (1. Kor 2,13).

Ein ähnlicher Grundsatz findet sich in 2. Mose 24,24 wieder. Dort lesen wir: „Und Mose schrieb alle Worte des Herrn nieder“.

Durch diese Bibelstellen wird deutlich, dass Gott den Schreibern nicht einfach nur eine Botschaft einhauchte, die sie durch eigene Worte formuliert, verkündigt oder niedergeschrieben hätten, sondern Er teilte Ihnen durch den Geist jedes einzelne Wort mit, das sie daraufhin aufschrieben. Es handelt sich bei der Bibel also um eine Verbalinspiration, eine Wort-für-Wort Inspiration.

Jedes Wort eine göttliche Auswahl

So ist es auch zu erklären, dass in der Bibel bestimmte Worte, die im damaligen Sprachgebrauch häufig vorkamen, gar nicht verwendet wurden und umgekehrt.

Beispielsweise findet man im gesamten Neuen Testament nicht ein einziges Mal das griechische Wort eros für Liebe. Stattdessen verwendet der Heilige Geist andere Wörter für Liebe wie das griechische Wort philos bzw. phileo oder auch agape.

Die Bibel - Gottes Wort

Gott gab uns sein Wort. Er gab uns 66 Bücher mit unterschiedlichem Inhalt, in denen Er jedes einzelne Wort inspiriert hat. Das macht die Bibel einzigartig und vollkommen. Sowohl in ihrem Inhalt und ihrer Botschaft als auch in ihrer Einheit. Sie offenbart uns seine Gedanken und teilt sie uns mit. Dabei ist die Bibel der Maßstab aller lehrmäßigen und moralischen Ansichten und bildet bei allen Fragen die einzig verlässliche Grundlage. Sie ist das inspirierte Wort Gottes.

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt“ (2. Tim 3,16.17).

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