Menschen sind nicht so einzigartig im Vergleich zu Tieren - wirklich?


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(00:00:00) Wir Menschen sind nicht so einzigartig, wie wir denken, sagt der Verhaltensbiologe Norbert Sachser, der ein Buch herausgegeben hat, das die möglichen Konsequenzen dieser neuen Erkenntnisse aufzeigt. Tiere hätten nämlich viele Fähigkeiten, die man früher nur Menschen zugesprochen habe. Bis weit in die 70er Jahre hinein, sagt er, ging die Biologie davon aus, dass Tiere nicht denken könnten. Nun, da ist es ja wie oft einfach hilfreich, wenn man Gottes Wort kennt und liest. Gottes Wort ist ja kein Biologie-Buch oder kein naturwissenschaftliches Buch. Aber das, was Gottes Wort uns sagt, das ist immer richtig, das stimmt immer. Wenn zum Beispiel jetzt als neue Weisheit verkündigt wird, viele Säugetiere und Vögel können planen und denken, sie können sich im Spiegel erkennen, sie wissen, was andere wissen und bemerken sogar, wenn es sich dabei um falsches Wissen handelt, dann ist das schön, das ist großartig, weil es unseren Schöpfergott groß macht. Natürlich, solche Verhaltensbiologen oder (00:01:05) überhaupt Naturwissenschaftler, die heute in der Öffentlichkeit etwas zu sagen haben, wie Norbert Sachser jetzt in diesem Interview, die werden natürlich sagen, das ist eben so, dass die Tiere sich weiterentwickelt haben, wie die Evolution das eben in wunderbarer Weise dann zum Guten gesteuert hat. Was sagt Gottes Wort, als er die Landtiere gemacht hat am Anfang des sechsten Tages, die Erde, 1. Mose 1, 24, die Erde bringe lebendige Wesen nach ihrer Art hervor, Vieh und Gewürm und Tiere der Erde nach ihrer Art. Und es wurde so. Und Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Das, was Gott macht, ist immer gut. Und als er die Tiere geschaffen hat, das war ja etwas, was es vorher, also in der Schöpfung von der in 1. Mose 1 Vers 1, die Rede ist, noch nicht gab, sondern erst als Gott nach diesem Chaos dann alles wiederherstellte, da wurden (00:02:04) dann auch wirklich Tiere geschaffen. Die gab es offensichtlich vorher nicht. Jedenfalls wird das Wort schaffen in diesem Zusammenhang verwendet. Und da heißt es in Vers 20, es wimmeln die Wesen, Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen. Da steht eigentlich lebendiger Seelen. Das macht deutlich, dass Gott bei den Tieren etwas geschaffen hat, was in der Pflanzenwelt noch nicht vorhanden war, nämlich Seelen, das heißt Persönlichkeiten. Und hier haben wir also bei Tieren das Zusammentreffen von Seele und Körper. Der Verstand, das Gehirn ist ja Teil des Körpers, aber es gibt einen immateriellen Teil, das ist die Seele. Das ist der Teil, der die Persönlichkeit ausmacht und zum Beispiel auch zu Emotionen, zu Gefühlen das Wesen befähigt. Insofern wundert es uns nicht, dass es bei einigen Tieren, Säugetieren, Vögeln, natürlich auch Fischen, dass es solche gibt, die planen, denken können, sich (00:03:04) sogar im Spiegel erkennen können. Man hat das also herausgefunden bei Schimpansen, dass sie wirklich sich im Spiegel erkennen können, wenn sie sehen, dass, weil sie mit Farbe da eingefärbt waren, dass da irgendwas nicht stimmt, das zu entfernen versuchten. Also ein Bewusstsein hatten, dass sie selbst da vor dem Spiegel stehen. Oder dass sie merken, dass es sich um falsches Wissen handelt oder erkennen können, dass da andere zuschauen. Das hat man bei Raben entdeckt. Das ist wirklich faszinierend und das zeigt, was Gott alles in diese Tiere hineingelegt hat. Wenn sie merken, dass sie beobachtet werden und wenn sie dann noch ein Bewusstsein haben, dass das ein Futterdieb ist, dann tun sie so, als ob sie das Futter an einer Stelle verstecken, legen es jedoch in einer unbeobachteten Sekunde ganz schnell dahin, wo es der Beobachter nicht sieht. Das hat man wohl auch bei Schimpansen gesehen. Also insofern, wir dürfen das, was man heute entdeckt und das ist faszinierend (00:04:03) und das dürfen wir auch zur Kenntnis nehmen, das darf uns als Christen dahin führen, dass wir den Schöpfergott in besonderer Weise vor Augen haben und ihn anbeten für dieses Wunderbare, was er in seine Schöpfung, in die Pflanzenwelt und hier mal in die Tierwelt hineingelegt hat. Jetzt hat Sachse auch herausgefunden, dass niemand mehr daran zweifle, dass Tiere Emotionen hätten, die den unsrigen sehr ähneln. Das sei eine aktuelle und spannende Erforschung, die erst neu sei. Diese Entwicklung ist noch jung. Erst seit den Nullerjahren werden Emotionen mit naturwissenschaftlichen Methoden überhaupt untersucht. Und dann hat man festgestellt, dass mindestens grundlegende Gefühle wie Furcht, Angst, Freude bei Menschen und Tieren gleich erzeugt werden. Elefanten, weiß man zum Beispiel, können trauern, wenn nahe Verwandte oder Gefährten sterben. Oder von Ratten wissen wir, dass sie Spaß haben. Ist das verwunderlich? Ich habe eben gesagt, dass bei den Tieren (00:05:05) auch eine Seele vorhanden ist. Sie werden ausdrücklich Seelen genannt. Seelen sind eben Persönlichkeiten, Persönlichkeiten mit Empfindungen, mit Gefühlen. Also wer Gottes Wort liest, wer Gottes Wort kennt, ist klar im Vorteil, weil er damit auch sofort weiß, dass Tiere natürlich damit Empfindungen haben können, Emotionen haben können, Gefühle entwickeln können. Das heißt, in Gottes Wort steht das schon seit 1. Mose 1. Das ist ja das Bemerkenswerte, dass wir dort dreimal in drei verschiedenen Hinsichten von Schaffen die Rede haben. Das ist erst, wo der Körper geschaffen wird. Zum Beispiel von dem Universum, von Himmel, von Erde, von Planeten und so weiter. Das ist der Körper. Dann als zweiter Schritt, wenn das zweite Mal von Schaffen die Rede ist, dann werden auch Seelen geschaffen. Das ist bei den Tierwesen. Das sind Seelen. Da ist eben etwas Inneres vorhanden, auch etwas Immaterielles, was eben von der Persönlichkeit spricht und was uns zeigt, dass da Wesen geschaffen (00:06:03) worden sind, die wirklich in der Lage sind, Empfindungen zu haben. Und was unterscheidet jetzt diese Schöpfung von der Schöpfung, die danach geschieht bei den Menschen? Da kommt der Geist hinzu. Und das unterscheidet den Menschen außerordentlich von allen anderen Lebewesen, dass er eben auch einen Geist besitzt und damit in der Lage ist, mit Gott Kontakt zu haben. Das erkennt natürlich ein atheistischer oder weltlicher Psychologe oder Evolutions- oder naturwissenschaftlicher Forscher nicht. Sachser wird die Frage gestellt, was unterscheidet Menschen von Tieren überhaupt noch? Und seine Antwort, Sprache, Selbstreflexion, besonders in die Zukunft zu projizieren, tun wir Menschen das? Projizieren wir das in die Zukunft? Würden wir dann nicht uns alle bekehren, wenn wir erkennen, dass in der Zukunft etwas vor uns liegt, von dem wir als Ungläubigen natürlich nicht genau wissen, was das ist, aber wo man doch sagt, wie kann es sein, dass Leben hier einfach nur entstanden ist und man wieder (00:07:01) vergeht? Kann das der Sinn des Lebens sein? Kann man sich so am Leben erhalten? Kann man so überhaupt einem ethischen Gesetz, einer ethischen Grundlage folgen, wenn es doch nachher sowieso alles vorbei ist? Dann kann ich ja tun und lassen, was ich will, dann brauche ich doch keiner Ethik zu folgen. Das zeigt eben, dass nicht mal das, was hier als angeblicher Unterschied zwischen Tieren und Menschen gesagt wird, Realität ist. Aber, fügt Sachser hinzu, grundlegend anders zwischen den Menschen und anderen Säugetieren ist nicht viel. Was für ein großer Irrtum. Menschen bleiben ewig. Menschen haben eine Fähigkeit mit Gott kommunizieren, Kontakt haben zu können und damit sind sie auch verantwortliche Wesen gegenüber Gott. Das ist ein Tier nicht. Ein Tier hat einen Instinkt und handelt danach, aber ist nicht verantwortlich. Wir sind verantwortlich und das bedeutet natürlich in der Konsequenz, dass Gott uns auch verantwortlich macht. Wir können uns also bekehren, denn Gott ruft (00:08:03) uns auf dazu, du Buße. Wir können das also tun, aber wir können es auch, weil Gott uns einen menschlichen Willen gegeben hat, wir können das auch ablehnen. Und dann bleiben wir unbekehrt, aber mit der Verantwortung, dass Gott uns ewig richten wird. Also es gibt einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen Tieren und Menschen und das ist, dass wir einen Geist haben, nicht Verstand, sondern einen Geist, das heißt eine immaterielle, innere Kapazität, um Gott zu erkennen, um mit Gott Kontakt zu haben, um mit Gott zu kommunizieren, um verantwortlich zu sein mit Gott. Und was machen wir damit? Das ist die Frage. Dieser gewaltige Unterschied, der uns zu moralischen Wesen macht, der uns zu verantwortlichen Wesen macht, wie gehen wir damit um? Nun, in der Verhaltenspsychologie ist es so, dass man dann auch der Meinung ist, dass jedes Individuum Kopien seiner eigenen Gene weitervererben möchte, auch die Tiere und deshalb werden sie zum Teil gewalttätig. Kann er dies nämlich (00:09:03) mit prosozialem Verhalten sicherstellen, tut er das, gelingt dies aber nicht, sondern nur mit Gewalt, so wendet er diese an. So ist das naturell von Tieren und von Menschen. Durch die Sünde ist das bei den Menschen vielleicht so, dass er dadurch dann Gewalt anwendet und dergleichen. Aber das musste nicht so sein. Und bei Tieren ist das schon gar nicht so. Das sind ihre Instinkte, die so oder so funktionieren. Da kann der Mensch mit seiner Meinung noch so viel interpretieren. Der Befund ist natürlich so, dass man denken könnte, das ist eine Folge von Evolution. Nicht alles, was Evolutionisten sagen, ist einfach aus der Luft gegriffen oder ist einfach nur Torheit. Aber tatsächlich gibt Gottes Wort uns eine Erklärung, die ganz anders lautet. Die Erklärung, dass eben auch bei der Tierwelt natürlich der Sündenfall Folgen herbeigerufen hat, die tragisch sind, die auch zu mehr Gewaltheit sicherlich beigetragen haben. Aber erst recht bei uns Menschen. (00:10:02) Lasst uns den Unterschied zwischen Mensch und Tier klar erkennen, Gottes Wort macht ihn ganz deutlich. Die Menschen herrschen über die Tiere. Ihnen ist dieser Auftrag gegeben worden. Tiere sind nicht gleich Menschen. Wir sind eben auch nicht weiterentwickelte Tiere, sondern wir sind Wesen, die eine ganz entscheidende Fakultät, Fähigkeit haben, die Tiere nicht haben. Lasst uns auch als Christen damit verantwortungsbewusst umgehen und uns vor Gott beugen, verantwortlich vor Gott leben und damit zeigen, dass dieser Unterschied nicht nur existiert, sondern dass Gott diesen Unterschied zum Segen gegeben hat, weil wir dadurch in der Lage sind, uns vor Gott zu beugen, ein Leben für ihn und mit ihm zu führen.
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