1. Mose 13-17


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(00:00:00) Wir haben in 1. Mose 12 gesehen, dass Gott Abraham beruft, Abraham, der ein Hinweis ist auf das Volk Israel, das Gott herausgerufen hat aus dieser Welt, aus vielen Nationen und ihm einen Platz gegeben hat, nicht weil es mächtiger gewesen wäre als andere, nicht weil es besser gewesen wäre, sondern allein der Liebe Gottes wegen. So ist das Volk Israel ein Prototyp für das Handeln Gottes in souveräner Gnade. Er hat dieses Volk gewählt, er hat ihm einen besonderen Platz gegeben, er hat es geformt und in vollkommenem Zustand hat er es sozusagen ausgehen lassen in dieser Welt als seinen Zeugen, als sein Instrument auf der Erde. Was hat das Volk gemacht? Es hat von Anfang an, hat es sich von Gott losgesagt, so wie Abraham leider in den Süden gezogen ist und dann auch seine Frau ausgegeben hat als nicht seine Frau. Seine Beziehung zu Gott hat das Volk Israel geleugnet, sehr früh. Wir finden im Propheten Amos, dass Gott fragt, habt ihr mir überhaupt Opfer gebracht in der Wüste? Und von Anfang an sehen wir dieses Versagen, auch das goldene Kalb, das sie gebaut haben durch Aaron, einen Götzen von Anfang an. (00:01:04) Aber Gott hat sie zurückgebracht, er hat sie wiederhergestellt. So finden wir jetzt in 1. Mose 13, dass Abraham wieder zurückzieht aus Ägypten, zusammen mit seiner Frau und allem, was er hatte. Das, was er in dieser Welt, in Ägypten, was er mitgenommen hat, das, was das Volk Israel in dieser Welt durch sein Versagen mitgenommen hat, das ist dann zu einem Prüfstein für sie geworden, zu einer Prüfung und hat ihr Versagen immer wieder offenbar gemacht. So ist Kapitel 13 die Rückführung, wir können sagen die Wiederherstellung. Und wir finden, dass es eine vollständige Wiederherstellung ist, denn Abraham kommt zu dem Ort, wo im Anfang sein Zelt gewesen ist zwischen Bethel und Ai. Er hat wieder neu diesen Platz der Absonderung, wo er Gott einen Altar baut und wieder neu beginnt mit Gott. Aber die Folgen des falschen Handelns, wie das auch in unserem Leben oft der Fall ist, die kommen dann später hervor. So finden wir, dass jetzt, weil so viel an Herden und auch an Mitarbeitern da ist, kommt (00:02:03) es zum Streit zwischen Abrahams Hirten und Lots Hirten. Und wir finden, dass jetzt die Trennung vorgenommen wird. Ja, die Spreu muss sich von dem Weizen trennen. Das wird früher oder später auch in der heutigen Zeit wahr sein und das ist auch die Geschichte des Volkes Israel. Gott hat immer wieder deutlich gemacht, dass es dort einen gläubigen Teil des Volkes gibt, einen ungläubigen. Das wird in der Zukunft auch noch einmal so sein. Da wird, wenn wir entrückt sein werden, wenn der Herr Jesus nach 1. Thessalonicher 4 zur Entrückung gekommen sein wird, da wird er Gott mit seinem irdischen Volk anknüpfen und da wird es einen ungläubigen Teil im Land geben und es wird einen gläubigen Teil geben. Und sie werden sich trennen. Und diejenigen, die dem ungläubigen Teil gleichen oder diesem Teil von damals gleichen, die wirklich im Unglauben unter dem Antichristen dann das Böse tun werden, die wenden sich wie Lot nach Sodom und Gomorra. Da, wo die Unmoral ihren Platz, ihren Sitz hat, da wird dieser ungläubige Teil sein. Und Gott wird, so wie er Abraham sagt, schau dir das an, was jetzt übrig ist. (00:03:06) Erhebe doch deine Augen und schau von dem Ort, wo du bist, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen. Das ist das Erbe, das Gott seinem irdischen Volk geben wird im tausendjährigen Reich. Er wird sie reichlich segnen. Und das kommt, geht einher damit, das finden wir dann im Kapitel 14, wo ein Gericht stattfindet. Das ist ein Vorbild auf das Gericht, was Gott bringen wird über diese Erde, über sein Volk, das sich von ihm losgesagt hatte, über die Seinen, die letztlich, in die ist er hineingekommen. Er kam in das Seine und die Seinen nahmen ihn nicht an, sondern haben ihn verworfen, haben den Herrn Jesus an das Kreuz gebracht. Und so wird er sie durch eine Drangsal bringen, so wie in diesem Fall hier Lot in Gefangenschaft geführt wird, aber wieder zurückgebracht wird. So wird es einen gläubigen Teil geben, der zurückgeführt wird und den Gott aus dieser Drangsal heraus retten wird oder in dieser Drangsal retten wird und sie zurückführen wird. Aber es wird Gericht geben an dem ungläubigen Teil, so wie es hier zu sehen ist, dass da (00:04:05) Gericht geübt wird. Abraham ist dann sogar das Mittel, um Lot zu retten. Da finden wir, dass gewissermaßen Abraham zu einem himmlischen Gläubigen wird, der seinen Verwandten, der, der zu ihm gehört, Lot heraus rettet. So wird Gott eben diesen Gläubigen überreißt, wird er retten, auch aus dieser Not, aus dieser Gefangenschaft heraus und das findet dann statt in Verbindung mit dem tausendjährigen Reich. So ist es kein Wunder, dass wir hier Melchisedek vor uns haben, dem Abraham begegnet, dem er sogar den Zehnten gibt, nicht, wie das später bei Jakob ist, als eine Art von Gesetzlichkeit, sondern er gibt ihm den Zehnten aus Freiwilligkeit. So sehen wir, dass das Herz des Volkes Israel, des gläubigen Überreistes in künftigen Tagen vollständig für Gott, für den Herrn Jesus da sein wird. Melchisedek, der König von Salem, er brachte Brot und Wein heraus. (00:05:01) Dieser Segen, der im tausendjährigen Reich kommen wird, wahre Nahrung und wahre Freude wird es geben durch Christus. Er war Priestergottes des Höchsten. Da sehen wir, dass Gott gesehen wird, dass der Herr Jesus gesehen wird, nicht so sehr als der Yahweh seines Volkes, obwohl er das ist und noch bleiben wird, sondern als derjenige, der der Höchste ist, der über allem steht. Die Menschen haben den Herrn Jesus verworfen, sie haben auch Gott verworfen in Christus, aber er wird sich erweisen als dieser Höchste, der über allem steht, so wie er dann auch in Hebräer 7 uns vorgestellt wird. Dann findet ab Kapitel 15 ein Neuabschnitt statt. Da finden wir den zweiten Teil der Geschichte des Volkes Israel. Jetzt geht es nicht mehr so sehr um die äußeren Wege, wie das in den Kapiteln 12 bis 14 ist, sondern da geht es mehr um die inneren Wege, die Gott mit seinem irdischen Volk, mit dem Volk Israel gehen wird. Er hat ihnen wunderbare Verheißungen gegeben, aber was wird mit diesen Verheißungen passieren? Hier in der Geschichte verstehen wir gut, der König von Sodom hatte Abraham manches (00:06:07) angeboten. Er hat ihm gesagt, gib mir die Seelen und die habe, nimm für dich. Er wollte diese Seelen haben und da sehen wir das, was das Werk Satans ist, was dieser König von Sodom darstellt, den Antichristen unter der Herrschaft des Teufels, der möchte alle Seelen für sich haben, ist bereit, äußere Sachen dann abzugeben. Aber Abraham stand fest und hat gesagt, nichts nehme ich von dir an, gar nichts. Und das konnte dann die Frage erscheinen, Gott hatte ihm verheißen, zu einer großen Nation zu werden, hat aber noch keinen Nachkommen, ja wie soll das denn werden? Und so kamen gewisse Zweifel in Abraham auf und Gott führt ihn durch diese inneren Not, über diese inneren Zweifel, um in seinem Leben echten Glauben hervorzurufen. Es heißt in Vers 5, blicke doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm, so wird deine Nachkommenschaft sein. Und er glaubte dem Herrn und errechnete es ihm zur Gerechtigkeit. Das ist das, was im Neuen Testament verschiedentlich angeführt wird, als einen Gegensatz des Gesetzes. (00:07:03) Da war wahrer Glaube vorhanden und diesen Glauben nimmt Gott als Grundlage dafür, dass er Abraham und in ihm sozusagen geistlicherweise, glaubensmäßig auch uns rechtfertigt. Gott zeigt ihm dann auch den Weg, den er mit dem Volk Israel gehen würde. Er verheißt ihm sozusagen Rettung nach einer schwierigen Zeit. Vers 13, du sollst sicher wissen, dass deine Nachkommen Fremde sein werden in einem Land, das nicht das ihre ist. Und sie werden ihnen dienen, nämlich den Ägyptern, und sie werden sie bedrücken 400 Jahre. Aber ich werde die Nation auch richten, der sie dienen werden, und danach werden sie ausziehen mit großer Habe, das Volk Israel. Das heißt, Gott zeigt Abraham die Geschichte des Volkes Israel. Das ist eine Geschichte, die durch Glaubenszweifel, wie wir sie hier am Anfang bei Abraham finden, geprägt sein würde. Das ist eine Geschichte, wo das Volk sich immer wieder Gott zuwenden und von Gott abwenden würde. Und genau das wird hier vorhergesagt, dass Gott aber am Ende dann wirklich den Sieg diesem (00:08:04) Volk geben wird. Sie würden bedrückt werden, nicht nur 400 Jahre, wir wissen heute, dass das eine viel, viel längere Zeit war, aber Gott würde sie wieder segnen und würde sie herausholen. Dabei mussten sie, damit bin ich in Kapitel 16, aber lernen, dass sie nicht auf sich selbst vertrauen sollten. Das finden wir in Kapitel 16, wo wir sehen, dass Sarai, Abrahams Frau, nicht gebar und dann Hagar ihre ägyptische Magd Abraham gibt und sagt, sieh doch, der hat mich verschlossen, dass ich nicht gebäre, geh doch ein zu meiner Magd, vielleicht werde ich aus ihr erbaut werden. Das Volk ist mit eigenen Mitteln, das Volk Israel in eigener Überlegung. Wir wollen tun, was Gott sagt, sagen sie später in 2. Mose 19 und 2. Mose 24. Es ist das gesetzliche Handeln, ich tue etwas und dann wird mich Gott segnen. Und Gott muss das irdische Volk dahin führen, dass sie erkennen, dass sie selbst gar nichts tun können, dass alles das, was sie versuchen zu tun, dass das zum Scheitern verurteilt ist. Alles gesetzlich ist nicht nur in der heutigen Zeit zum Scheitern verurteilt, sondern immer. (00:09:03) Noch nie ist ein Mensch auf der Grundlage, auf der Basis des Gesetzes gerechtfertigt worden. Gesetz und Gnade sind einander entgegengesetzt, Fleisch und Geist sind es, die kämpfen gegeneinander. Also finden wir hier, dass der Versuch des Volkes auf eigene Wegen, mit eigenen Mitteln zum Ziel zu kommen, scheitern muss. Stattdessen, dann in Kapitel 17, nach einer langen Zeit, Abraham war 86 Jahre, 16 x 16 und erst als er 99 Jahre alt wird, also 13 Jahre später, dazwischen finden wir keine Offenbarung, keine Kommunikation Gottes, kommt Gott zu ihm als der Allmächtige. Hätte er das doch vorher erkannt, würden wir das doch vorher erkennen, dass wir nicht in eigener Kraft handeln müssen, dass wir gar nicht in eigener Kraft handeln können, weil wir in uns selbst gar keine Kraft haben, dass wir es aber mit Gott, dem Allmächtigen zu tun haben, in dem alle Kräfte sind. Und das finden wir hier. Hätte Abraham gewartet, dann hätte er Gott als den Allmächtigen kennengelernt und hätte manche schwierigen Wege nicht gehen müssen. Aber Gott in seiner Gnade kommt als dieser Allmächtige. (00:10:02) Das ist übrigens ein Titel Gottes, den er auch im tausendjährigen Reich, gerade im tausendjährigen Reich haben wird. Und wir finden hier die Beschneidung und die auf der Beschneidung beruhenden Verheißungen Gottes. Wunderbarer Segen, der hier in dieser Verbindung uns vorgestellt wird. Die Beschneidung, die in Kolosser 2 verbunden wird mit dem Tod des Herrn Jesus. Ja, die Beschneidung war Teil des Gesetzes und ist letztlich etwas, worauf sich die Juden etwas einbilden. Sie haben etwas, was andere nicht haben. Die Beschneidung kann also etwas werden, wo man meint, ich könnte in eigener Kraft handeln. Aber Gott zeigt uns, das einzige Mittel, um erlöst zu werden, das einzige Mittel, wodurch er auch das Volk Israel auf einen Boden des Segens bringt, wo er ihnen Verheißungen geben kann, ist die Verschneidung des Christus, ist der Punkt, wo Christus gestorben ist, wo er an das Kreuz gegangen ist, wo er gelitten hat und wo er die Erlösung für uns bewirkt hat. Und da gibt Gott in Verbindung mit dieser Beschneidung dann die Segensverheißungen, dass ab Vers 15 nicht nur Abraham und Sarai neue Namen bekommen, sondern dass er ihr auch (00:11:05) einen Sohn gibt. Vers 16, ich werde sie segnen und von ihr gebe ich dir einen Sohn und ich werde sie segnen und sie wird zur Nation und werden Könige von Völkern und sollen aus ihr kommen. Ja, alle Verheißungen erfüllt Gott in Christus, in seinem Tod, in seiner Beschneidung und das wird hier geistlicherweise vorgestellt in dieser Beschneidung in Kapitel 17.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Altes Testament): ein Überblick über Gottes Gedanken

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