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(00:00:00) Wir haben in Erstemose 1 bis 3 gesehen das Schöpfungswerk Gottes, die Fürsorge Gottes und dann auch den Sündenfall durch Adam und Eva. Jetzt in Erstemose 4 sehen wir, dass in Abel und in Kain, in Kain und in Abel, die beiden Wege des Menschen gezeigt werden. Beide, sowohl Kain als auch Abel, wollten Gott nahen. Hier wird also zunächst einmal der Mensch nicht in seiner Degradation, in seiner Unmoral gezeigt, sondern der Mensch als religiöser Mensch. Und es war sogar Kain, der als erster auf die Idee gekommen ist, Gott ein Opfer zu bringen. Das kam nicht von Abel, es kam von Kain. Aber dann finden wir, dass Kain eben zeigt den Weg ohne Gott, nicht auf der Grundlage des Wortes Gottes, sondern als denjenigen, der Gottes Wort verwirft. Kapitel 2 ist eben der Mensch in der gesegneten Ordnung. Kapitel 3 ist der Abfall von Gott in der Sünde. Und Kapitel 4 ist das Verwerfen der Gnade Gottes. Gott hat deutlich gemacht, dass er die Erde verflucht hat und dass es nur einen Weg gibt, zu ihm zu kommen, auf der Grundlage des Todes. (00:01:03) Er hat ja in wunderbarer Weise Adam und Eva bekleidet. Diesen Weg lehnt Kain leider ab. So finden wir eben diese zwei Wege des Menschen. Entweder auf der Grundlage des Werkes des Herrn Jesus, wie Abel zu Gott zu kommen. Dann ist man ein Geretteter, dann ist man ein Angenommener. Dann ist das der Wohlgeruch Christi, der vor Gott aufsteigt. Oder man kommt in eigenen Werken. Man kommt mit dem Versuch, selber von Gott akzeptiert zu werden, dass er Wohlgefallen an mir und meinen Werken hat. Und dann geht man verloren. Dann wird man früher oder später bitter. Und dann geht man, wie das Kain getan hat, von dem Angesicht des Herrn weg. Dreifach 16. Und er wohnte im Land Nott. Gewissermaßen Gott den Rücken zuzukehren, Gott nicht mehr vor Augen zu haben, keine Beziehung mehr zu Gott zu pflegen. Das ist der Weg Kains. Kain, der damit übrigens auch zugleich uns die Geschichte des Volkes Israel zeigt. Sein Weg ist der Weg von Israel. Sie kamen zu Gott in eigener Gerechtigkeit. Sie sagten, wir können das Gesetz tun. Das, was du uns geboten hast, können wir tun. (00:02:02) Und dann stellten sie fest, dass sie es eben nicht tun konnten. Aber statt sich zu beugen, haben sie dann Gott den Rücken zugekehrt. Das ist die Zeit, in der wir heute leben. Da ist weder Israel das heilige Land, noch das Volk Israel das Volk Gottes. Das wird eben leider übersehen von den sogenannten messianischen Juden, die meinen, da ist irgendwie noch etwas und da gibt es noch das heilige Land und da müssen wir doch versuchen, irgendwie auf dieser Basis Gott zu ehren. Das können wir nicht. Nein, wir müssen anerkennen, dass wir Verlorene sind und Verlorene waren und dass es nur in Christus Rettung gibt. Und dann finden wir in der Nachfolge von Kain die Familie des Teufels. Diejenigen, die zu ihm gehören, die Kinder des Zorns sind, Söhne des Ungehorsams. Das ist diese Linie von Kain. Da finden wir nicht in Kapitel 4, dass da großartig böse Dinge, direkt böse Dinge getan werden. Da werden sogar großartige Dinge getan. Eine Stadt finden wir nicht später, auch Jerusalem. Dann finden wir dort, dass auch das Handwerk seinen Ursprung hat. (00:03:01) Herdenbesitzer, die Schafhirten ebenfalls. Und dann finden wir dort die Musik. Ist das nicht alles großartig, was benutzt werden kann für Gott? Das kann es. Aber es wird eben ohne Gott, losgelöst von Gott getan. Und alles das, was ohne Gott und losgelöst von Gott getan wird, das zeigt, dass der Mensch verloren ist. Hier finden wir auch den Beginn der Vielehe. Lamech, der nicht nur mit einer Frau lebt, sondern damit unzufrieden war und gleich zwei Frauen genommen hat. Und natürlich finden wir die Gewalttat in der Ermordung von Abel durch Kain. Wir finden also hier wirklich die Familie des Teufels und das Böse, das uns vorgestellt wird. Wir finden aber auch, dass am Ende dann interessanterweise wieder die Annäherung zu Gott ist. Damals fing man an, den Namen des Herrn anzurufen. Das finden wir in der Zeit von Zed und von Enos oder Enos. Das heißt, der Mensch in seiner Schwachheit, der Mensch in seiner Hinfälligkeit, in seiner Sterblichkeit erkennt, dass er allein nicht fertig wird mit den Herausforderungen des Lebens. Und er wendet sich zu Gott, um ihn zu suchen und eine Beziehung mit ihm zu haben. (00:04:03) Nicht zu Gott, sondern den Namen des Herrn, also den Namen Jachwes anzurufen. Wunderbarer Weg, den es auch heute gibt. Der Weg des Volkes Israel in Kain wird hier auch bemerkenswert gezeigt. Lamech spricht hier zu seinen Frauen Ada und Silla, hört meine Stimme. Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Strieme. Natürlich historisch war das Hochmut, war das Arroganz, war das einfach, das konnte ich tun. Keiner konnte mir etwas da entgegentun. Aber es ist ein prophetischer Hinweis auf das, was das Volk Israel, der Überrest künftiger Tage einmal bekennen wird. Wir haben einen Mann erschlagen, wir haben Christus, den Mann Gottes, haben wir erschlagen, weil wir uns verwundet fühlten, weil wir nicht zufrieden waren mit der Situation. Einen Jüngling für meine Strieme. Da ist einer, hat die Striemen für uns auf sich genommen. Und ja, Gott wird dieses Bekenntnis annehmen. (00:05:02) Und dann finden wir in Kapitel 5, dass uns sozusagen die Familie Gottes beschrieben wird. Das sind die Geschlechter von Adam bis zu Noah. Wir finden Adam, Zed, Enosch, Kenan, Mahalalel, dann Jered, Henoch als den siebten, Methuselah als den achten, Lamech als den neunten und Noah als den zehnten. Ein Kapitel, das sozusagen die Abstammungslinie über Adam, eben nicht dann bei keinem, sondern über den Ersatz über Zed und Enosch zeigt, die Familie des Glaubens. Das ist die Familie, die in der heutigen Zeit lebt, die Familie der Christen. Und einerseits ist das Ziel, das hier gezeigt wird durch Noah, dass dann die neue Erde unter Noah erreicht wird. Die Familie des Glaubens, die tatsächlich an dem neuen Himmel und an der neuen Erde, Offenbarung 21, Anteil haben wird. Aber auf der anderen Seite ist dieses Kapitel auch ein trauriges. Es ist ja nicht von ungefähr, dass es zehn Personen sind, die Zahl zehn, die immer wieder mit Verantwortung (00:06:01) in Gottes Wort verbunden wird. Ja, und der Mensch hat versagt. Das große Thema des ersten Buches Moses ist Leben. Aber das große Thema von Kapitel 5 ist Tod. Denn jeder, von dem wir hier lesen, der stirbt dann. Nehmen wir Mahalalel ab Vers 15. Er lebte 65 Jahre, zeugte Jered. Und Mahalalel lebte, nachdem er Jered gezeugt hatte, 830 Jahre. Er zeugte Söhne und Töchter. Und alle Tage Mahalalels waren 895 Jahre und er starb. Und er starb. Das ist das, was immer wiederholt wird in diesem Kapitel. Und er starb. Nicht das Leben war überwunden, sondern war durch Überwinder gekennzeichnet, sondern der Tod. Alle sterben bis auf eine Ausnahme. Das zeigt uns, dass hier eben die Erlösung noch nicht vorhanden war. Ja, dass wenn wir von der Familie des Glaubens sprechen, wir das nur äußerlich sagen können. Das ist ein Bild von den Christen, die aber letztlich alle sich von Gott abgewendet haben. Denn tatsächlich ist auch aus dieser Familie, das ist ja nicht zu leugnen, das Ergebnis, dass sie alle unter die Folgen der Flut kamen (00:07:01) und unter das Gericht. Nicht die ersten, sie starben vorher. Auch Methuselah, der älteste Mensch, der gelebt hat, soweit wir das hier sehen, mit 969 Jahren. Er starb genau in dem Jahr der Flut. Und ähnlich finden wir dann später bei Lamech, der kurz vor der Flut gestorben ist. Es ist also auch aus dieser Familie ist es nicht besser gewesen. Auch sie kamen unter das Gericht Gottes und sie starben alle. Eine Ausnahme, Henoch. Wir sehen hier, Henoch wandelte mit Gott und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn weg. Wunderbarer, vorbildlicher Hinweis auf die Gemeinde, auf die Versammlung Gottes, auf die Gläubigen der heutigen Zeit, die, wenn der Herr Jesus wiederkommen wird, nicht durch den Tod gehen müssen, sondern die er nach 1. Thessalonicher 4 entrücken wird. Die wirklich denn erleben werden, was das bedeutet, dass Christus durch seinen Tod den Tod überwunden hat, den Tod den Stachel genommen hat und damit der Tod nicht mehr eintreten muss, sondern man diesen Tod überwinden kann. Und dann finden wir zum Schluss Lamech, Noah, von dem Lamech prophetisch sagt, dieser wird uns trösten über unsere Arbeit (00:08:01) und über die Mühe unserer Hände wegen des Erdbodens, den der Herr verflucht hat. Das zeigt uns in großartiger Weise, dass der Fluch, den Gott wegen der Sünde über diese Erde bringen muss, überwunden werden kann. Er wird überwunden in Christus, dem wahren Noah. Er wird uns auf die neue Erde, in den neuen Himmel bringen. Er wird uns den Tod überwinden lassen. Aber dazu ist erst Gericht nötig. Und das finden wir dann in den Kapiteln 6 bis 9. Wir finden in Kapitel 6, dass auch diese Familie, wie auch die Nachkommen keinen, sich verdorben haben. Das heißt hier in Vers 5, der Herr sah die Bosheit des Menschen, dass die Bosheit des Menschen groß war auf der Erde und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es reute den Herrn, dass er den Menschen gemacht hat. Vers 11 und die Erde war verdorben vor Gott und die Erde war voll Gewalttat. Das war das prägende Merkmal. So schnell nach der Erschaffung Gottes, nach der Wiederherstellung und auch nachdem er Gnade geschenkt hat durch Abel und dann auch in Sett, finden wir, dass die ganze Welt verdorben war. (00:09:01) Das ist der Zustand heute. Das ist jetzt wirklich Unmoral und auch Gewalttat. Und Gott sagt, ich bringe ein Ende. Er gibt dem Menschen damals 120 Jahre noch Zeit. Das ist irgendwie die Barmherzigkeit Gottes, die den Menschen immer noch Aufschub gibt, dass er sich bekehrt und umkehrt und dass er zu Gott kommt. Aber wir finden, dass in dem Prediger der Gerechtigkeit, 2. Petrus 2 Vers 5 in Noah, diese Errettung, diese Erlösung, diese Möglichkeit, gerettet zu werden, vorgestellt wird, dass aber keiner sie annimmt, außer der Familie von Noah. Das ist irgendwie erschütternd, dass die Menschen das alle ablehnen. Sie hätten alle in die Arche kommen können und die Arche hatte noch manchen Platz. Sie hätten alle kommen können gewissermaßen, aber es kam nicht ein einziger. Nur die Familie von Noah, sie wurde gerettet. In Hebräer 11 heißt es ausdrücklich, dass er zur Rettung seines Hauses diese Arche bereitete. Wunderbar, Gott rettet auch heute Häuser, Familien. Und so finden wir das hier. Aber außer seiner Familie ist nicht ein einziger gerettet worden. (00:10:02) Noah ist ein Vorbild auf das Volk Israel, auf den künftigen Überrest, der durch diese Gerichtszeit, die kommen wird, wenn wir in den Himmel sein werden. Denn wir werden bewahrt werden vor dieser Stunde des Gerichtes, dieser Stunde der Prüfung, dieser Periode. Sieben Jahre, die als Gerichtszeit über diese Erde kommen werden. Offenbarung 3 Vers 20 oder ungefähr ist das, wo diese Verschonung in dem Brief an Philadelphia vorgestellt wird. Und so finden wir das hier, dass Noah verschont wird. Er ist ein Vorbild auf Christus, der seinen gläubigen Überrest Judas durch diese furchtbare Zeit der Prüfung hindurch bringen wird. Und er wird bei ihnen sein, so wie Noah bei seiner Familie in der Arche war. Aber dieses Gericht kommt, das finden wir in Kapitel 7. 40 Tage lang kam die Flut über die Erde, regnete es ununterbrochen, öffneten sich die Schleusen oben und unten. Wahrscheinlich hat es vorher noch nicht geregnet und hat hier dadurch ein komplett neues Klima begonnen. Und wir dürfen davon ausgehen, dass die ganzen Fossilien, die wir heute haben und so weiter, dass sie aus dieser Katastrophe (00:11:01) und dann folgenden Erdbeben und so weiter hervorgekommen sind. Kapitel 7 zeigt uns also die Arche. Und das ist nach 1. Petrus 3 Vers 20 ein Vorbild auf die Rettung, die Gott uns in Christus schenkt. Und wir finden eben hier die Rettung des Überrestes künftiger Tage, aber auch ein Vorbild auf die Rettung, die wir erleben dürfen. Soweit dieser Podcast zu den Kapiteln 4 bis 7 und dann machen wir beim nächsten Mal mit Kapitel 8 weiter.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Altes Testament): ein Überblick über Gottes Gedanken

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