Die Versammlung Gottes (5) - Kennzeichen 2

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„Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung, nachdem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, weggetan hatte, damit er die zwei, Frieden stiftend, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe, und die beiden in einem Leib mit Gott versöhnte durch das Kreuz, nachdem er durch dieses die Feindschaft getötet hatte. Und er kam und verkündigte Frieden, euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. Denn durch ihn haben wir beiden den Zugang durch einen Geist zu dem Vater. Also seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes" (Epheser 2,13-19). In diesen Versen lernen wir eine Reihe an wichtigen Charakterzügen der Versammlung Gottes, die wir uns kurz ansehen wollen.

Das Blut Christi ist Grundlage jeder Segnung – auch der Versammlung (Eph 2,13).

Das vergossene Blut des Christus – also die Hingabe seines Lebens – hat aus uns, die wir Feinde Gottes waren, in Gottes Nähe gebracht. Es ist die Basis für die vertikale, das heißt nach oben gerichtete Verbindung zu Gott. Nötig war dafür, dass unsere Schuld gesühnt wurde. Christus hat dafür leiden und sterben müssen.

Christus – unser Friede (2,14)

Der Mensch hat seit jeher versucht, Frieden zu bewerkstelligen. Bis heute ohne Erfolg. Mit Gott kann der Mensch nicht Frieden bekommen, außer auf der Grundlage des Werkes des Herrn. Und auch unter Menschen – sei es zwischen Juden und den Nationen – oder auch ganz allgemein gesehen – ist Friede nur über den Herrn Jesus möglich. Das ist ein wichtiges Kennzeichen der Versammlung – sie ruht auf Christus, der ihr den Frieden erworben hat.

Nicht mehr zwei, sondern eines (2,14).

Die Versammlung, die Gott gehört, hat aber nicht nur eine „neue" Beziehung nach oben geschaffen, sondern hat mit neuen Beziehungen unter Menschen, also in einer horizontalen Richtung, zu tun. Die alte (von Gott verordnete) „Mauer" zwischen Juden und Heiden ist durch das Werk des Herrn am Kreuz zerstörte worden. Gläubige auf beiden „Seiten" der Mauer – das sind die Juden und die Nicht-Juden – bilden jetzt eine Einheit. Alle Gläubigen – egal welcher Nationalität – gehören in der Versammlung Gottes zusammen.

Ein neuer Mensch (2,15)

Diese Einheit ist nicht mehr „negativ" – also das Gegenteil von Trennung (Vers 14), sondern positiv – damit geht sie viel weiter. Wir sind als Gläubige (denn wir haben gesheen, dass alle Gläubigen heute die Versammlung bilden) direkt miteinander verbunden, ein neuer Mensch. Das ist Christus, dargestellt in allen Christen zusammen. Wenn wir zusammen diesen einen neuen Menschen, Christus, darstellen, dann würde etwas fehlen, wenn ein Gläubiger auf einmal nicht mehr zu diesem Menschen gehörte. Nein – wir alle gehören unmittelbar zusammen.

Ein Leib (2,16)

Das ist vielleicht die Bezeichnung für die engste Verbindung, die man sich vorstellen kann. Ein Leib – ein Körper – das ist eine vollendete Einheit. Hand und Fuß gehören und passen zueinander. Das eine dient dem anderen – und wenn eines fehlen würde, gäbe es Mangelerscheinungen. Nein, der Körper ist insgesamt eine echte Einheit, und wir sind aufeinander angewiesen. Und auch das beruht auf dem vergossenen Blut Christi, seinem Sühnungswerk.

Zugang zum Vater (2,18)

Das Werk des Herrn Jesus hat für die Versammlung noch eine gesegnete vertikale Konsequenz: Wir haben jetzt gemeinsam Zugang zum Vater, dürfen Ihn anbeten. Er ist nicht mehr ein Gott, der ein unzugängliches Licht bewohnt – auch wenn das immer wahr bleibt. Nein, Gott ist eine Beziehung zu seiner Versammlung eingegangen. Wir kennen ihn als unseren Vater.

Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes (2,19)

Erlöste Menschen haben ein gemeinsames Bürgerrecht, gleiche Interessen, und sie wohnen zusammen mit Gott, dem Heiligen Geist (1. Korinther 3,16) in seinem Haus (Epheser 2,22). Das bedeutet, dass wir sogar Gemeinschaft mit Gott in seiner unmittelbaren Gegenwart genießen dürfen!

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