Rauchverbot in Neuseeland - der richtige Weg, Sünde zu überwinden?


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(00:00:00) Neuseeland verbietet künftigen Generationen das Rauchen. Im Dezember 2022 wurde bekannt, dass Neuseeländer, die am oder nach dem 1. Januar 2009 geboren werden, künftig keinen Tabak mehr kaufen können sollen. Die Regierung in Neuseeland und von Neuseeland will also bis 2025 das Land rauchfrei machen. Die neuen Gesetze sollen 2023 in Kraft treten und falls man dagegen handelt, sollen Strafgelder in Höhe von bis zu 150.000 Dollar, das sind also umgerechnet ungefähr 91.000 Euro, Folge sein. Wir fragen uns als Christen, was ist davon zu halten? Nun, erster Punkt, was ist mit dem Rauchen? Die allermeisten Raucher, wahrscheinlich 99,99 Prozent, sind keine Gelegenheitsraucher, die also alle irgendwann mal Jahre oder Monate zu einer Zigarette, zu einer Zigarre, zu einem Zigarello, zu einer Pfeife greifen, sondern die das regelmäßig tun. Und was sagt Gottes Wort dazu? Römer 6 Vers 16, (00:01:07) Wir wisst ihr nicht, dass wem ihr euch darstellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht, entweder der Sünde zum Tod oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit. Das macht deutlich, dass in Gottes Augen jede Sklaverei außer der Sklaverei des Gehorsams zur Gerechtigkeit Sünde ist. Das wollen wir uns sagen lassen. Das gilt ja nicht nur für das Rauchen, aber hier ist das mal das Rauchen der Anlass. Wir sind also nicht frei mal zu rauchen. Jeder, der Sklave des Rauchens ist, und das weiß man ja, das spürt man ja, Sklave des Rauchens heißt nicht, dass man ein Päckchen Zigaretten am Tag rauchen muss, dann ist man Sklave des Rauchens, dann ist man es allemal. Aber wenn man jeden Tag eine Zigarette braucht oder eine Zigarello oder eine Pfeife, dann ist das Sklaverei, nichts anderes. Und das hat ja nichts mit Essen zu tun. Das wird manchmal dann als Vergleich genommen. Wir müssen ja (00:02:01) auch durch unseren Hunger jeden Tag zweimal, dreimal essen. Das sind natürliche Bedürfnisse, die Gott in den Körper gelegt hat. Das hat mit dem Rauchen nichts zu tun. Also wer spürt, dass da eine Notwendigkeit in seinem Körper, ein Bedürfnis hochkommt, jetzt muss ich aber wieder zu der Pfeife oder zu der Zigarre greifen. Das ist Sklaverei. Nichts als Sklaverei. Und jede Sklaverei außer die des Gehorsams der Gerechtigkeit, des Gehorsams Gott gegenüber, des Gehorsams Jesus Christus gegenüber ist Sünde. Aber die Frage ist doch, was erreiche ich jetzt mit einem solchen Verbot, mit einem solchen Gesetz? Und es ist wahrscheinlich allen klar, dass es dazu führt, dass eben nicht die ab 2009 Geborenen dann die Zigaretten oder sonst was kaufen, sondern dass das dann die Älteren tun werden, die davor geboren sind und dass man das dann von ihnen übernimmt. Nicht kauft, sondern übernimmt. Wie immer versucht der Mensch Gesetze zu umgehen. Nicht nur das. Der Weg des Gesetzes ist letztlich genau der falsche Weg. In 1. Korinther 15 zeigt der Apostel Paulus (00:03:07) einen bedeutsamen Charakterzug des Gesetzes. 1. Korinther 15 Vers 56. Der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. Das ist genau das, was der Apostel Paulus später, nein vorher, in Römer 3, 5 und 7 in besonderer Weise darstellt, vorher also was den Text im Wort Gottes betrifft, wo wir sehen, dass das Gesetz gerade ein Auslöser ist, um die Sünde sichtbar zu machen, um die Sünde in dem Leben eines Menschen auszulösen. Die Kraft der Sünde liegt in dem Gesetz. Es ist das Gesetz, was die Sünde geradezu anstachelt. Lass uns dazu mal kurz ein paar Verse aus dem Römerbrief dazu nehmen. Römer 3 Vers 20. Darum aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm, vor Gott gerechtfertigt werden, denn durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Das (00:04:04) Gesetz zeigt gerade, dass ich das Gesetz nicht halten kann. Das Gesetz erweist sich als ein Offenbarer der Sünde. Römer 5 Vers 20. Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die Übertretung überströmend würde. Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überreichlicher geworden. Das heißt, durch das Gesetz wird deutlich, dass die Übertretung da ist, dass man das Gesetz nicht halten kann. Und Adam und Eva haben gezeigt, dass das einfachste Gesetz, was man sich vorstellen kann, von einem Baum nicht zu essen. Es gab wahrscheinlich zig hunderte andere Bäume. Es war also überhaupt keine Notwendigkeit, von diesem einen Baum zu essen. Aber dieses schlichteste, einfache Gesetz hat der Mensch nicht halten können. Deshalb wird er auch das Gesetz des Rauchens natürlich nicht halten können. Nein, durch das Gesetz wird die Übertretung überströmend. Also für diejenigen, die unter Gesetz standen. Wir als Heiden standen ja nie (00:05:01) unter Gesetz. Aber die Juden standen unter Gesetz. Bei ihnen ist deutlich geworden, dass die Übertretung überströmend geworden ist. Und dann fügt Paulus hinzu, wo aber die Sünde, denn diese Übertretung ist natürlich Sünde. Und damit ist das Gesetz ein Auslöser von Sünden, und zwar nicht nur von irgendeiner Sünde, sondern von überströmender Sünde. Römer 7 Vers 5. Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Das heißt, das Gesetz hat diese Leidenschaften ausgelöst. Das Gesetz verbietet etwas und weist damit meine Gedanken, meine ganzen Empfindungen, meine ganze Sehne gerade auf das eine. Das sieht man ja bei Eva. Gott hatte in die Mitte des Gartens den Baum des Lebens gestellt. Wovon spricht Eva auf einmal? Dass der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen in der Mitte des Gartens stünde. Ihr ganzes Sinnen ist auf das, was verboten war, gerichtet worden. Das macht das Gesetz. Das Gesetz richtet geradezu meinen Sinnen auf das und führt dazu, dass die (00:06:02) Leidenschaften durch das Gesetz erst angefacht werden. Römer 7 Vers 7. Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne. Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt als nur durch das Gesetz. Das heißt, das Gesetz macht meinem Blick, meinem Herzen klar, das ist Sünde, was ich tue, weil ich etwas übertreten habe. Vers 8. Die Sünde aber durch das Gebot Anlass nehmend bewirkte jede Begierde in mir, denn ohne Gesetz ist die Sünde tot. Das macht noch einmal deutlich, dass wir durch das Gesetz auf diese Leidenschaften sozusagen, dass sie eingefacht werden, hingewiesen werden. Und die Sünde nimmt das Gebot zum Anlass, um zu sündigen. Ohne Gesetz ist die Sünde tot. Vers 9. Ich aber lebte einst ohne Gesetz. Als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf. Die Sünde lebt geradezu aus, auf, durch das Gebot. Nun, was tat Gott? Das ist dann Römer 8 Vers 3. Denn das dem (00:07:10) Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch, unser Fleisch, kraftlos war, tat Gott, indem er seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sendend die Sünde im Fleisch verurteilte. Das Gesetz konnte mich aufmerksam machen auf Sünde, konnte die Sünde herausfordern, konnte aber die Sünde nicht abschaffen, konnte die Sünde nicht überwinden, konnte nicht die Grundlage dafür legen, dass ich nicht mehr sündige. Nein, dafür musste Gott Mensch werden in der Person des Herrn Jesus. Und Gott hat meine Sünde an ihm, an seinem Leib, an ihm, dem Menschen, hat er gerichtet. Und das hat mich frei gemacht von der Macht der Sünde und überhaupt hat mir die Sünden vergeben, hat mir ein neues Leben gegeben und hat die Macht über die Sünde, die in mir durch die Sünde, durch das sündige Fleisch war, hat er dadurch gebrochen. Wunderbarer (00:08:02) Herr! So ist es nicht das Gesetz, was uns hilft, sondern es ist die Gnade, die durch Christus Jesus gekommen ist, der heilbringend erschienen ist, als die Personifizierung der Gnade. Deshalb heißt es in Römer 6 Vers 14, denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Wodurch wird die Sünde nicht über uns herrschen, indem wir uns einem Gesetz unterstellen? Gerade nicht, sondern indem die Gnade Gottes in unserem Leben wirksam wird. Wir stehen nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade und deshalb wird und kann die Sünde nicht mehr über uns herrschen. Das Bewusstsein der Gnade Gottes bringt mich also weg, egal von welcher Sucht, ob es das Rauchen ist, ob es das Trinken ist, ob es das Spielen ist, ob es sexuelle Süchte sind und Sklavereien, in denen ich lebe. Es ist die Gnade, das Bewusstsein der Gnade, das mich davon wegbringt. Lasst uns also festhalten, dieses Gesetz mag sein, dass das dazu führt, dass das (00:09:02) Rauchen reduziert wird aus Angst vor Strafen, aber letztlich wird es die Macht dieser Sucht beim Menschen niemals wegnehmen können. Nicht das Gesetz befreit mich, sondern die Gnade. Nicht irgendein Gesetzgebot über mir, sondern Christus. Das ist der Schlüssel. Das ist die Lösung, um von Sklaverei wegzukommen. Das heißt nicht, dass das Gesetz nicht auch heute seine Bedeutung hat. 1. Timotheus 1 Vers 8. Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht, indem er dies weist, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Zügellose, für Gottlose und Sünder, für Unheilige und Ungöttliche, für Vaterschläger und Mutterschläger, für Menschenmörder, Hurer, Knabenschänder, Menschenräuber, Lügner, Meineidige und wenn etwas anderes der gesunden Lehre entgegen ist, nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut worden ist. Also das Gesetz ist bis heute ein wunderbares Mittel dafür, um deutlich zu machen, dass ein Mensch Sünder ist und dass er einen (00:10:06) Retter braucht. Insofern ist das Gesetz, das jetzt da auch gegen das Rauchen dasteht, noch einmal eine Chance, dass der Mensch sagt, wie komme ich von der Sucht des Rauchens frei? Nicht durch ein Gesetz, das werden sie merken, sondern ich brauche einen Retter. Aber dass auch uns, die wir Christen sind, ein Bewusstsein dafür haben, dass jede Sklaverei, jede Sucht Sünde ist und dass es nur einen gibt, der uns davon befreit, Christus und nur ein Charakter und das ist der Charakter der Gnade, in dem wir leben. Gott sei Dank, dass er uns diese Atmosphäre, dieses Geschenke geben hat, der Gnade Gottes, in der wir leben dürfen.
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