Haben bekennende Christen mehr Angst als andere?


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(00:00:00) Jeder Dritte hat aus Angst Vorräte angelegt. Das ist doch ein erstaunliches Ergebnis einer Umfrage, das von Insar im Auftrag von Edea durchgeführt worden ist. 58% haben überhaupt keine Vorräte angelegt, 5% Antworten mit weiß ich nicht. Das bemerkenswerte ist, dass bei den Parteiinteressen diejenigen, die zur FDP tendieren, die größte Angst offenbar haben, diejenigen also die von Freiheit sprechen, die haben die größte Angst. Wenn man sich die Altersklassen anschaut, dann ist es interessanterweise bei den 30-39 jährigen mit 43% und bei den 18-29 jährigen mit 41%, bei den 40-49 jährigen mit 40% die große Angst haben und Vorräte anlegen. Das Erstaunliche und Erschütternde ist, wenn man nach Konfession und Religion unterscheidet, sind es die sogenannten evangelisch-freikirchlichen, die mit 50% mit Abstand die größte Angst (00:01:07) haben, dann solche, die islamisch geprägt sind, 46% und dann geht es weit runter. Wie ist das möglich, dass diejenigen, die von sich behaupten, Christen zu sein, wahre Christen zu sein, entschiedene Christen zu sein, dass sie die größte Angst haben und Vorräte angelegt haben für eine Problemzeit. Ist das nicht widersprüchlich, ist das nicht ein Paradox? Genau das ist es. Und es ist beschämend für uns, dass wir diejenigen sind, die am wenigsten Vertrauen auf Gott zu haben scheinen. Immer wieder liest man und man hat wirklich den Eindruck, wenn man mit Christen spricht, dass gerade, wir nennen das mal hier evangelisch-freikirchliche, solche, die wirklich behaupten, einen lebendigen Glauben an den Herrn Jesus zu haben, dass die am meisten für Verschwörungstheorien offen sind. Dass die oftmals gerade solchen Parteien auf den Leim gehen wie der AfD, dass sie gerade (00:02:04) diejenigen nicht sind, die durch Vertrauen auf den Herrn geprägt sind, sondern Radikalideen haben. Die Welt bricht zusammen und so weiter. Wird die Welt zusammenbrechen? Ja, das wird sie. Wann wird sie zusammenbrechen? Sie wird zusammenbrechen, wenn wir entrückt im Himmel sind. Irgendwie ist das seltsam, dass wir sagen, wir leben mit dem Jenseits, mit dem Himmel, wir leben mit dem Herrn, der jetzt verherrlicht zur Rechten Gottes ist. Und in der Realität leben wir so irdisch, dass wir mit so einer Angst leben. Man hört von Christen, dass sie sich einen Garten anlegen, damit sie autark sind, um nicht in solche Probleme kommen zu müssen. Das ist doch widersinnig. Wir lesen schon im Alten Testament, dass Gott sagt, Jesaja 41 Vers 10. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott, ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Recht meiner Gerechtigkeit. Und das ist ein Volk, im Alten Testament, ein irdisches Volk Gottes, das so von Gott (00:03:01) gestützt wird, dass sie keine Angst zu haben brauchen. Wie heißt es vorher schon in Jesaja 28 Vers 16. Darum so spricht der Herr, Jachwe, siehe, ich gründe einen Stein in Zion, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, aufs Festeste gegründet. Das ist der Herr Jesus Christus, von dem wir im Neuen Testament mehrfach lesen, dass er die Grundlage der Versammlung Gottes, des Hauses Gottes ist, der Gemeinde Gottes. Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen. Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen. Und warum sind wir dann so ängstliche Wesen? Warum sind dann wir solche, die eben nicht die Worte des Herrn in Matthäus 6 verwirklichen, bedenken? Wer aber unter euch vermag, mit Sorgen seiner Größe eine Elle zuzufügen, Matthäus 6, Vers 27 Vers 34, so seid nun nicht besorgt für den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug. Warum hören wir nicht auf die Worte des Herrn? (00:04:01) Natürlich, er wird uns prüfen, ob das Wahrheit ist bei uns. Philippa 4 Vers 6 und 7, wir kennen das so gut, seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst euch Gebet und Flehen mit Danksagung eurer Anliegen vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus. Warum ist von diesem Vertrauen, von dieser Abhängigkeit im Gebet so wenig bei uns zu erleben? Natürlich sollen wir nüchtern sein, wir brauchen auch Toilettenpapier und wir brauchen das auch für eine Woche, aber waren wir diejenigen, die am meisten gehortet haben? Sind wir diejenigen, die Angst hatten, dass der Herr uns verkürzen wird? Es ist so traurig. Wir können alle unsere Sorge auf ihn werfen, das sagt der Apostel Petrus in seinem ersten Brief, 1. Petrus 5 Vers 7, indem ihr all eure Sorge auf ihn werft, denn er ist besorgt für euch. Meint ihr wirklich, der Herr ist nicht besorgt für uns, dass er uns im Stich lassen wird, dass er uns Probleme bereiten wird? Ja, er wird unser Vertrauen, unser Glauben, unser Glaubensbekenntnis prüfen, das wird (00:05:03) er. Aber wird er uns wirklich enttäuschen? Gott kann uns nicht enttäuschen. Römer 8 Vers 35, wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangseil oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Was sollen denn die Gläubigen sagen in Verfolgungsgebieten? Es ist irgendwie erschütternd, dass wir so wenig Vertrauen auf den Herrn haben, dass wir diejenigen sind, die aus Angst horten. 1. Johannes 4 Vers 18 zum Schluss noch. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe. Ich wünsche dir, ich wünsche mir, dass wir mehr Vertrauen auf den Herrn haben, dass wir nicht zu diesen evangelisch-freikirchlichen 50 Prozent jeder Zweite, der aus Angst Vorräte angehäuft, gehortet hat, dass wir nicht dazu gehören, sondern dass man von uns sagen kann, dass unsere Mitmenschen, unsere ungläubigen Mitmenschen sagen können, er vertraut auf den Herrn, er lebt mit dem Herrn, er geht mit dem Herrn und er weiß, dass der Herr für (00:06:04) ihn sorgt. Das wünsche ich dir. Das wünsche ich mir. Lasst uns da Vorbilder sein und lasst uns nicht im Widerspruch zu unserem Bekenntnis handeln. Das ist so beschämend. Was mag Gott über uns denken? Wir können ihn nicht enttäuschen, aber wir können leben in einer Weise, dass er sagt, das sind nicht wirklich Christen, zwar ihrem Bekenntnis nach, aber nicht ihrem Leben nach. Wir wollen uns ändern da, wir wollen uns an dem Wort Gottes ausrichten, wir wollen neu Vertrauen fassen auf unseren Herrn.
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