Jeder dritte Mensch in Deutschland fürchtet sich vor dem Tod


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(00:00:00) Jeder Dritte fürchtet sich vor dem Tod. Das hat eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA im Auftrag von Edea, Edea Spektrum herausgefunden. 41% fürchten den Tod nicht, gar nicht. Interessant ist, dass die Altersgruppe der 30-39-Jährigen mit 43% den Tod am meisten fürchtet. Bemerkenswert ist auch, dass, wenn man Konfessionen betrachtet, solche, die dem Islam folgen, die höchste Angst vor dem Tod haben, 40%. Schön ist, dass man sieht, dass sogenannte Evangelikale in dieser Nomenklatur von Edea unter evangelisch-freikirchlich gefasst mit 19% am geringsten den Tod fürchten. Trotzdem sind 19-20% jeder Fünfte doch eine hohe Zahl. Dabei muss man natürlich berücksichtigen, dass man die Frage womöglich unterschiedlich auffassen kann. Denn als Christen brauchen (00:01:05) wir den Tod nicht zu fürchten. Er ist das Eingangstor zu der Herrlichkeit, zu der ewigen Glückseligkeit. Andererseits das Sterben ist und bleibt ein schwieriger Vorgang. Natürlich als Christen brauchen wir das nicht zu fürchten. Aber wir haben auch Gläubige gesehen, die in den letzten Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, womöglich Jahren, wenn es um eine schwere Krankheit ging, wo sie doch sehr gelitten haben und wo das ein schwerer Weg war, der dann natürlich in dem Tod und damit in dem Paradies für die Gläubigen geendet hat. Insofern muss man immer vorsichtig sein, solche Zahlen zu interpretieren, weil man nicht genau weiß, was die Leute darunter verstehen, wenn ihnen eine solche Frage gestellt wird. Aber nehmen wir einmal das Positive, dass im evangelikalen Bereich solche also, die sich bewusst zu Christus bekennen, die sich bewusst für den Herrn Jesus Christus entschieden haben, dass bei (00:02:03) ihnen der Tod am wenigsten gefürchtet wird. Und das hat auch seine Begründung. Denn als Christen, wie gesagt, wissen wir, dass der Tod nur sozusagen das Übergangstor ist, durch das wir gehen, um dann in der ewigen Glückseligkeit im Paradies zu sein. So wie der Herr Jesus zu diesem Schecher, zu diesem Räuber gesagt hat am Kreuz, heute wirst du mit mir im Paradies sein. Unsere Hoffnung ist nicht, dass wir sterben müssen. Unsere Hoffnung ist nicht, dass wir noch in den Tod gehen müssen. Unsere Hoffnung ist tatsächlich, dass der Herr Jesus wiederkommt, oder? Dass der Jesus heute wiederkommt. Haben wir schon daran gedacht? Haben wir schon dafür gebetet, dass wir diese Haltung haben? Herr, wenn du heute kommst, ich freue mich darauf, dich zu sehen, von Angesicht zu Angesicht. Die Haltung, was den Tod betrifft, finde ich ganz besonders bei Paulus. Er sagt dort in Philippa 3 Vers 10, und in diesem Brief spricht er nicht als Apostel, sondern er spricht ja als ein Christ, er spricht ja als ein Gläubiger, (00:03:01) als jemand, der im tiefsten Sinn ein christliches Leben führt mit Christus zum Inhalt. Und da ist es sein Wunsch, in ihm, in Christus, gefunden zu werden, um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden. Philippa 3 Vers 10. Damit ist gemeint, im Leben, auch in Leiden, die Auferstehungskraft, die Kraft der Auferstehung, die wir heute schon verwirklichen können, besitzen in einem gewissen Sinn, weil wir mit Christus gestorben und mit ihm auferweckt worden sind, weil wir ein neues Leben besitzen und jetzt schon in den Bereich des neuen Lebens hineingeführt worden sind. Und als solche kennen wir Auferstehungskraft, kennen wir, was das bedeutet, nicht mehr nur gestorben zu sein mit Christus, das ist ja auch wahr, sondern mit ihm auferweckt zu sein und dadurch etwas von dieser Kraft, die einzigartig in dem Herrn Jesus gewirkt hat, das finden wir in Epheser 1 am Ende, und die jetzt auch in uns diese geistliche Auferweckung, neues (00:04:03) und ewiges Leben bewirkt hat. Und so dürfen wir ihn leiden, jetzt schon. Da, wo der Mensch eigentlich resigniert, wo er hoffnungslos ist, wo ein ungläubiger Mensch keine Hoffnung haben kann, denn worauf soll er hoffen? Wenn er stirbt, dann ist seine einzige Hoffnung, dass damit alles aus ist. Aber das wird es nicht sein. Und da Gott die Ewigkeit in unsere Herzen gelegt hat, weiß das auch ein Ungläubiger, instinktiv, wenn ich das so ausdrücken darf. Aber wir, wir haben eine Hoffnung und wir wissen, dass wir jetzt schon neues Leben besitzen, dass wir jetzt Auferstehungsleben haben und dass wir deshalb in dieser Auferstehungskraft auch leiden, auch Herausforderungen, auch Schwierigkeiten erdulden können. Aber dann fügt Paulus noch hinzu, in Vers 11, ob ich auf irgendeine Weise hingelangen möge zur Auferstehung aus den Toten. Und da ist jetzt tatsächlich nicht mehr von der Auferstehungskraft im Leben die Rede, sondern dass, wenn er heimgegangen sein würde, wenn der Herr Jesus noch nicht (00:05:01) gekommen sein würde, er dann auch diese Auferstehungskraft aus den Toten erleben würde, die der Herr Jesus buchstäblich an seinem Körper, an seinem Leib erleben durfte. Nun, der Herr Jesus ist Kraft eigener Göttlichkeit selbst auferstanden, aber er ist auch auferweckt worden, finden wir an anderer Stelle. Und diese Kraft wollte Paulus erleben. Irgendwie ist das beeindruckend. Es war ein Mann, der sich so nach Christus sehnte und der, das finden wir in Kapitel 1, abwägte. Was möchte ich mehr? Möchte ich hierbleiben zum Segen der Gläubigen, zum Segen für Ungläubige, die noch das Evangelium hören? Oder möchte ich bei Christus sein? Und da war beides gleich schwer, weil beides Christus für ihn war. Aber hier in diesem Abschnitt sagt er, ob ich auf irgendeine Weise hingelangen möge zur Auferstehung aus den Toten. Da war es doch sein Wunsch, obwohl das demütigend ist, weil es entkleidet, durch den Tod gehen zu müssen, war es doch sein Wunsch, auch das zu erleben. Warum? Weil Christus das erlebt hat. Weil Christus durch den Tod gegangen (00:06:02) ist, wollte auch er bereit sein, durch den Tod zu gehen. Und so demütigend es ist, eben durch den Tod gehen zu müssen, sterben zu müssen, so gewaltig ist das, dann auch die Auferstehungskraft in einer Weise zu erleben, wie sie Christus erlebt hat. Christus ist nicht wie wir, die wir auf den Herrn Jesus warten, um überkleidet zu werden, ist Christus nicht überkleidet worden. Nein, er ist freiwillig in den Tod gegangen und hat deshalb Leben aus dem Tod, Auferstehungsleben, Auferstehungskraft erlebt. Und genau das war der Wunsch auch des Apostels Paulus. So brauchen wir den Tod nicht zu fürchten, denn wir wissen, dass dann diese wunderbare Auferstehungskraft auch an uns wirksam werden wird. Nun kommen wir zurück. Fürchten wir den Tod? Nein, wir brauchen ihn nicht zu fürchten. Wir brauchen ihn deshalb nicht zu fürchten, weil Christus den Tod überwunden hat, weil der Tod keinen Stachel mehr hat, weil die Macht des Todes gebrochen worden ist, dadurch, dass der Jesus diesen Tod erduldet hat und auferstanden ist und damit dem Tod die Kraft genommen hat. (00:07:05) Aber zweitens wollen wir natürlich dieses Thema benutzen, um ungläubigen Menschen die gute Botschaft weiterzugeben. Es gibt eben viele Menschen, jeder Dritte und manchmal in bestimmten Bereichen ist es mehr als jeder Dritte, die sich fürchten vor dem Tod. Haben wir da nicht eine Möglichkeit, ihnen die gute Botschaft weiterzugeben, ihnen zu zeigen, dass für uns wir den Tod nicht fürchten? Ja, da muss man sich natürlich fragen, ob wir das in den letzten zwei, drei Jahren auch so gezeigt haben oder ob wir mehr um unsere Gesundheit gefürchtet haben als Ungläubige, ob wir mehr Angst hatten zu sterben an Corona als Ungläubige vielleicht manchmal. Und dass sie eigentlich auf uns hätten sehen können, aber nicht sehen konnten, weil wir eben in einer Weise gelebt haben, als ob wir mehr Angst haben müssen vor dem Tod als sie. Aber wir wollen diese Möglichkeit nutzen in der guten Botschaft, in unserem Bekanntenkreis, in unserer Nachbarschaft. Wenn es am Arbeitsplatz Kollegen gibt, die ungläubig sind und die eine solche Angst irgendwie ausstrahlen, dann (00:08:03) suchen wir Gelegenheiten, wo wir das in einem guten Umfeld, in einer guten Weise, in einer annehmbaren Weise ihnen auch weitergeben, dass ein Mensch keine Angst haben muss, wenn er Frieden mit Gott hat, wenn er weiß, dass alle seine Sünden vergeben sind, dann haben wir eine wunderbare Botschaft ihnen zu sagen, wir brauchen das nicht zu fürchten, aber womöglich wird der Herr uns dann auch prüfen, ob auch wir wirklich diesen Tod nicht fürchten. Lasst uns so an der Hand des Herrn Jesus gehen und lasst uns in diesem Bewusstsein gehen, der Tod ist die Tür zum Leben. Und wir warten nicht auf den Tod, wir warten auf den Herrn Jesus, der heute, der jetzt wiederkommen kann.
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