Neues und Altes (3)

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Unser Herr nennt nach dem Verkünden der 7 Gleichnisse vom Reich der Himmel zunächst das Neue, weil es auf den ersten Blick manche neue Belehrung gab, von welcher der Herr Jesus sprach und die auch seine Nachfolger verkündigen würden. Bruder F. B. Hole nennt in diesem Zusammenhang vier Punkte, die für die Jünger neu waren:

  1. Der Herr bedient sich einer neuen, gleichnishaften Form der Unterweisung. Diese neue Methode fiel den Jüngern auf, wie man dem zehnten Vers entnehmen kann.
  2. Der Herr zeigt in dem ersten Gleichnis eine neue Art des göttlichen Wirkens an. Der Herr sucht keine Frucht mehr am Weinstock, wie Gott das bislang immer getan hat, sondern geht selbst aus, um zu säen. Er stellt die Juden als Volk nicht mehr unter die Verantwortung, Frucht zu bringen, sondern sät in souveräner Gnade neu aus.
  3. Der Herr Jesus zeigt, dass das Königreich der Himmel eine neue, geheimnisvolle Gestalt annehmen würde, wie sie zuvor nicht bekannt war. So bekommt der Ausdruck „Königreich“ eine neue Bedeutung.
  4. Der Herr verkündigt auch neue Offenbarungen, indem Er das ausspricht, was von Grundlegung der Welt an verborgen war (Mt 13,35). Wer kannte etwas von der äußeren Entwicklung des Königreichs in der heutigen Zeit? Wer kannte den Schatz, die Perle und die guten Fische im Netz, wie der Herr Jesus den inneren Kern und Wert des Königreichs beschreibt?

Heute jedoch gibt es nichts Neues mehr zu verkündigen. Alles ist im Wort Gottes enthalten und daher schon 2.000 Jahre lang verfügbar. Wir wollen uns daher auch gar nicht bemühen, etwas Neues zu finden oder zu erfinden. Aber wir dürfen das, was vielleicht wieder verschüttet worden ist, für diejenigen, die es hören wollen, neu wertvoll machen. Das aber ist nicht der eigentliche Punkt in Matthäus 13.

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Artikelreihe: Neues und Altes

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