Der Bundespräsident zweifelt an Gottes Wort und lehrt es doch


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(00:00:00) Der Kirchentag in Nürnberg hat viele Politiker angezogen. Klar, kann man verstehen, das ist eine politische Bühne. Kirchentag und Politik gehören ja zusammen heutzutage, nicht nach Gottes Wort, aber in der heutigen Zeit, wo man eben viele Zuhörer hat, wo man viele Medien bekommt, die über einen berichten, so auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Und wie das heute so üblich ist, machen Politiker dann eine sogenannte Bibelarbeit, d.h. sie nehmen einen biblischen Text und sprechen dann irgendwie darüber. Das hat natürlich mit Bibelauslegung in den seltensten Fällen irgendetwas zu tun, sondern das sind dann irgendwelche sozialen, politischen, pädagogischen und sonstigen Konzepte, die man irgendwie auf einen Bibeltext stülpt. Hier interessant ist, dass Steinmeier, der Bundespräsident, am 8. Juni 2023 über Johannes 2 gesprochen hat, und zwar über die Hochzeit in Kana, in Galiläa. Da lesen wir, und die Mutter Jesu war dort, es war aber auch Jesus mit seinen Jüngern (00:01:02) zu der Hochzeit geladen. Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm, sie haben keinen Wein. Und Jesus spricht zu ihr, was habe ich mit dir zu schaffen, Frau, meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern, was irgendwer euch sagen mag, tut. Es waren aber sechs steinerne Wasserkröge dort aufgestellt nach der Reinigungssitte der Juden, wovon jeder zwei oder drei Maß faßte. Jesus spricht zu ihnen, füllt die Wasserkröge mit Wasser, und sie füllten sie bis oben an, und er spricht zu ihnen, schöpft nun und bringt es dem Speisemeister, sie aber taten es. Als aber der Speisemeister das Wasser gekostet hatte, das Wein geworden war, und er wusste nicht, woher er war, die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm, jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie betrunken geworden sind, den geringeren. Du hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt. Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. Was ist das Problem, das Steinmeier mit diesem Text gemacht hat, oder hat, die Überschrift, (00:02:08) die man in manchen Artikeln eben auf seine Bibelarbeit, sogenannte Bibelarbeit, kann man das nur nennen, das mit die Überschrift, die man da findet, ist, warum der Bundespräsident an einer Bibelgeschichte zweifelt. Erfrage sich, wie er so eine Wundergeschichte in die Bibel geschafft habe. Jedes Mal lasse ihn diese Geschichte ratlos zurück. Jesus als Zauberer, ist das nicht etwas dick aufgetragen? Diese Übertreibung passe nicht zu seinem Jesusbild. Da muss man sich fragen, was haben wir eigentlich für ein Jesusbild? Ist der Herr Jesus ein Zauberer? Das ist er nicht. Er ist Gott, er ist der ewige Sohn Gottes. Ein Zauberer, das ist jemand, der mit okkulten Mächten in Verbindung steht. Das ist ein Zauberer. Da gab es in der Zeit Moses, da gab es Zauberer, aber der Jesus, er ist kein Zauberer. Es ist auch keine Übertreibung. Wie viele Wunder hat der Jesus getan, wenn er 5.000 Menschen gespeist hat, ist das nicht mehr als hier dieses Zeichen, was er in Cana vollbracht hat? (00:03:05) Jesus habe umgerechnet etwa 1.000 Flaschen Wasser zu Wein umgewandelt. Diese unglaubliche Menge klinge fast obszön und nach Lebensmittelverschwendung. Das schiere Übermaß an Wein kommt mir merkwürdig vor, so der Bundespräsident. Also wir sehen, dass nach menschlichen, nach heutigen sozialen Maßstäben das dann irgendwie überlegt wird. 1.000 Flaschen Wasser zu Wein, ich weiß gar nicht, ob das richtig ist, spielt auch keine Rolle. Aber hier geht es darum, dass der Herr Jesus sich als der ewige Sohn Gottes offenbart, dass er dann zusätzlich zeigt, was für einen Segen er in dem tausendjährigen Reich in der künftigen Zeit bewirken wird. Das ist nicht irgendwie eine Übertreibung, das hat mit Übertreibung nichts zu tun. Wenn er später drei Menschen aus den Toten auferweckt, ist das ein viel, viel größeres Wunder. Was haben wir für Vorstellungen von dem Herrn Jesus? Und wie kann man eine Bibelarbeit machen? Wie kann man sich als Lehrer von Menschen hinstellen, nur weil man Bundespräsident (00:04:01) ist oder dergleichen? Wir wollen ihn mit Respekt behandeln. Aber nur weil man irgendwie eine politische Funktion wahrnimmt, kann man dann den Bibeltext irgendwie auslegen und führt Menschen letztlich damit in die Irre. Da werden solche, die selber keinen Glauben haben, werden als Blinde zu den Leitern von anderen Blinden gemacht, das hat der Jesus einmal in seiner Zeit sagen müssen. Steinmeier, zur Folge steht der Wein für Lebensfreude und Kraft. Tatsächlich finden wir, dass der Wein in Gottes Wort Psalm 104 zum Beispiel auch in dem Buch der Richter Kapitel 9, dass er verbunden wird mit Freude. Es ist natürlich nicht einfach irgendeine Freude gemeint, sondern dieses Symbol der Freude ist von wahrer, tiefer, echter Freude. Jesus ermuntert uns zur Feier, sagt Steinmeier. Ja, ist das der Fall? Ist das die Botschaft dieses Abschnittes? Es ist ein wunderbares prophetisches Bild und es zeigt, dass der Jesus damals tatsächlich jemand war, der Wunder vollbringen konnte, dass er übernatürliche Dinge getan hat und (00:05:06) sie offenbarten ihn als den ewigen Sohn Gottes. Was dann aus einem solchen Text gemacht wird, das muss uns eigentlich irgendwie schütteln. Der Bundespräsident wies darauf hin, dass Jesus für sein erstes Wunder einen kleinen Ort am Rande des Römischen Reiches gewählt habe. Der Bundespräsident rief dazu auf, die Landbevölkerung nicht zu vernachlässigen. Wenn sich größere Gruppen der Bevölkerung nicht in den Debatten wiederfinden, verliere die Demokratie an Legitimation. Was hat der Bibeltext damit zu tun? Da sehen wir, wie sehr wir aufpassen müssen, auch wir selbst übrigens, wie wir einen Bibeltext anwenden. Wenn wir jetzt mit eigenen Vorstellungen, hier politischen Vorstellungen, ich möchte eben irgendwie Demokratie fördern und Legitimation in die Demokratie bringen. Damals gab es keine Demokratie, mit Demokratie hat dieser Bibeltext nichts zu tun. Dann kann ich natürlich solche Abwendungen von Bibeltexten machen, aber bringen sie uns denn weiter? (00:06:02) Damals waren die meisten Orte kleiner Natur. Diese Weltstädte gab es damals auch, aber in wesentlich geringerem Maß. Ja, ein bemerkenswerter Punkt ist, den Herrn Jesus habe die Zwangslage der Brautleute nicht kalt gelassen. Interessanterweise lesen wir davon gar nichts, von dieser Zwangslage und doch ist das so, dass den Herrn Jesus nicht kalt lässt, wenn jemand in einer schwierigen Situation ist. Nein, er ist da, er ist bei uns und er steht uns zur Seite, selbst Menschen, die nicht an ihm glauben, weil er ihnen eine Hilfestellung geben möchte. Ja, wenn Wasser zu Wein wäre, heißt das nichts anderes zu Steinmeier, als dass man Zuversicht haben dürfe. Diese Zusicherung tue gut. Das Problem ist nur, eins vergisst der Bundespräsident, nur der Herr Jesus kann diese Zuversicht geben. Wir können Leid nicht immer fort abschaffen, aber die Zustände bessern. (00:07:02) Wir können Zustände gar nicht bessern, der Herr Jesus kann das tun. Natürlich können wir bestimmte Dinge tun, letztendlich, aber wenn er nicht eingreift, wenn er nicht hilft, wenn er nicht zur Hilfe kommt, dann können wir überhaupt nichts tun, wenn wir das einmal lernen würden. Wir waren es zwei, eigentlich bedauerlich, in was für einen Kontext solch eine Geschichte gestellt wird. Man kommt zum Zweifeln über Übertreibungen, da ist ein Zauberer tätig, Jesus als Zauberer, da geht es darum, die Demokratie zu legitimieren, Hoffnung haben, irgendwelche irdischen Freuden feiern. Das ist doch der Bibeltext nicht. Und da sieht man, wie die Kirche Gottes auf der Erde, jetzt hier, was ihre Verantwortung betrifft, in diesem Fall die protestantische Kirche, was für einen Weg sie wählt und wir wollen das als Spiegel auch auf uns zurückwerfen lassen. Wie gehen wir mit Bibeltexten um? Versuchen wir wirklich das zu erkennen, was Gott uns dazu sagt? Steht der hier Jesus im Mittelpunkt und nicht irgendwie als ein Zauberer, sondern als der ewige Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, der in der Fülle seiner ganzen Macht gekommen (00:08:03) ist, aber diese Fülle der Macht hingegeben hat, um als demütiger Mensch, als Erlöser zu sterben. Und doch strahlt immer wieder seine Herrlichkeit hervor, die uns zeigt, wer das ist, der hier als demütiger Mensch, als abhängiger Mensch, als Erlöser gekommen ist, um am Kreuz von Golgatha zu sterben. Letztlich ist es aber das Erlösungswerk, das uns Hilfe gibt, nicht irgendein Wunder, das der Jesus getan hat. Diese Wunder haben bewiesen, wer er war, wo er herkam. Aber das, was dem Menschen Rettung gibt, das ist das Werk auf Golgatha, das ist sein Sterben, das ist, dass er zum Retter der Welt wurde und das unterscheidet die biblische Geschichte von jeder, anderen kann man nicht sagen, das ist ja gar keine Religion, von jeder Religion, mit der wir es zu tun haben. Deshalb, lasst uns neu nicht auf Politiker in dieser Weise hören, sie können uns nicht weiterhelfen, wenn es um den Glauben geht, sondern lasst uns auf den Herrn Jesus sehen, lasst uns auf das Wort Gottes sehen und das ernst nehmen, dann haben wir Hilfe und dann und nur dann haben wir auch wirkliche Freude in unseren Herzen.
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