Neues und Altes (2)

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Um Schriftgelehrter nach den Worten des Herrn zu sein, muss man im Königreich der Himmel belehrt worden sein. Das würde auf die Jünger zutreffen, wenn der Herr sein Werk vollbracht und nach dem Tod und der Auferstehung in den Himmel aufgefahren sein würde, um dann den Heiligen Geist auf diese Erde zu senden.

Jemand, der sich vom Herrn Jesus belehren lässt, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt. Der Herr verwendet hier das Bild eines Hausherrn, der in seinem Haus über einen größeren Hausschatz verfügt. In diesem gab es alte und neue, jeweils wertvolle Dinge. So wird auch ein Lehrer des Wortes Gottes Neues und Altes hervorbringen. Gerade in der Anfangszeit des Christentums gab es viele Dinge, welche die Apostel und besonders Paulus lehrten, die eben im Alten Testament noch nicht bekannt waren. Die Geheimnisse im Neuen Testament gehören dazu. Das Alte ist das Reich, wie es im Alten Testament angekündigt war, das Königreich in Herrlichkeit. Das Neue dagegen ist das Königreich in dem Charakter, den es nach der Verwerfung des Königs angenommen hat, von der die Gleichnisses dieses Kapitels reden.

Es gab also Neues. Aber es gab auch eine ganze Reihe von weiterhin aktuellen Belehrungen, die im Alten Testament vorhanden waren. Wenn man beispielsweise den Hebräerbrief oder auch den Römerbrief anschaut, dann ist das regelrecht eine Beweisführung aus altbekannten Büchern des Alten Testamentes. In der Apostelgeschichte lesen wir mehrere Male, wie die Apostel oder Stephanus und andere ihre Belehrungen aus dem Alten Testament herleiteten (vgl. Apg 9,22; 18,28, wo direkt auf die alttestamentlichen Schriften Bezug genommen wird). Aber der Epheserbrief und der Kolosserbrief sind eben nicht aus dem Alten Testament ableitbar.

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Artikelreihe: Neues und Altes

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