Glaube für Jungbekehrte (5): Warum gibt es so viele Gemeinden und Kirchen? (FMN)

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In der Bibel liest man nur von einer, ja von der Versammlung (Gemeinde, Kirche). Warum aber gibt es dann in der heutigen Zeit unzählige Kirchen, Gemeinde und Versammlungen?

Tatsächlich ist in der Bibel nur von „der Versammlung [Gemeinde, Kirche] des lebendigen Gottes" die Rede (1. Tim 3,15). Der Herr Jesus spricht von „meiner Versammlung". An anderer Stelle sagt der Apostel Paulus: „Da ist ein Leib" (Eph 4,4). Es gibt also nur eine Versammlung (Gemeinde), die aus allen Erlösten weltweit bzw. an einem Ort besteht.

Damit stellt sich die Frage: Was ist dann falsch gelaufen, dass es heute so viele Gruppen von Gläubigen gibt? Die Antwort ist ebenso schlicht wie ernüchternd: So ziemlich alles ist falsch gelaufen. Christen haben sich vom Wort Gottes entfernt. So kam es, dass sich manche treuen Gläubigen von anderen trennen mussten, um weiterhin nach biblischem Muster zusammenzukommen (vgl. 1. Kor 11,18.19). Vielfach haben sich Christen leider auch im Eigenwillen von Christen getrennt, um nach eigenen Überlegungen eine neue Kirche, Gemeinde oder Versammlung zu gründen. Sie haben nicht nach Gott gefragt, sondern sehen manchmal sogar diese Gemeindevielfalt als einen wunderbaren Blumenstrauß an. Gott aber lehnt diese Zersplitterung ab.

Wenn Gott sagt, dass diese eine Versammlung existiert, dann braucht kein Christ eine (neue) Versammlung zu gründen. Es gibt sie ja längst. Jede „neue" Gemeinde oder Versammlung, die man neben die bereits bestehende eine Versammlung stellen will, ist damit eine Sekte, die etwas hinzufügt zu den Grundsätzen Gottes oder etwas davon wegnimmt. Sie kann nicht nach den Gedanken Gottes sein. Denn Er hat ja seine Versammlung längst gegründet. Das war nach Apostelgeschichte 2 am Pfingsttag nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi.

Natürlich dürfen immer wieder neu örtliche Zusammenkommen entstehen. Sie sind aber keine „neuen" Gemeinden oder Versammlungen, sondern Darstellungen der einen, weltweiten Versammlung. Sie grenzen sich nicht durch Namen oder abweichende Grundsätze von den bestehenden Versammlungen ab. Denn sonst handelt es sich um Parteiungen und Spaltungen.

Was kann man dann heute tun? Man kann noch immer auf der biblischen Grundlage von Epheser 4,4 („da ist ein Leib") und Matthäus 18,20 zusammenkommen: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte." Dann wird man sich mit denen versammeln, die auf der biblischen Grundlage der Versammlung Gottes zusammenkommen, seien sie nur noch zwei oder drei. Das ist, Gott sei Dank, bis heute möglich. Bei ihnen werden alle Kinder Gottes willkommen sein, die sich von aller Ungerechtigkeit trennen wollen. „Strebe nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen" (2. Tim 2,22).

Trotz aller unterschiedlichen Gemeinden und Versammlungen wollen wir nicht aus dem Auge verlieren, dass es bis heute die eine Versammlung/Gemeinde gibt, zu der alle Erlösten gehören - auch jeweils an einem Ort. Sie kann nicht zerstört werden und wird in Ewigkeit den einen Leib bilden, von dem Christus das Haupt ist.

Folge mir nach - Heft 3/2015

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Artikelreihe: Glaube für Jungbekehrte

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