Gott degradieren? So nicht!

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„Wer sich nur in Not auf ihn besinnt, degradiert Gott", heißt die Überschrift eines Artikels, den Peter Hahne am vergangenen Sonntag über die Gebete für Michael Schumacher veröffentlichte, den in einem Ski-Gebiet verunglückten Serien-Weltmeister in der Formel 1. Offenbar seien viele Menschen „Notbeter". Gebet sei aber keine Körperhaltung, sondern eine Lebenshaltung. Wer sich allein in der Not auf Gott besinne, setze sich dem Verdacht aus, Ihn zum Erfüllungsgehilfen und Ablassautomaten zu degradieren.

Warum soll Gott auf Menschen hören, die meinen, Ihn an guten Tagen nicht nötig zu haben? Gott ist kein „Notnagel", auf den man zurückgreifen kann, wenn es einem schlecht geht. Wer meint, das Gute komme von ihm selbst, das Schlechte aber müsse Gott richten, ist schief gewickelt.

Ich weiß nicht, was Deine Lebenseinstellung ist. Hast Du auch das Gebet im Instrumentenkasten, wenn es einem Freund, einer bekannten Persönlichkeit oder Dir selbst schlecht geht? Dann lass den Kasten zu. So kannst Du mit Gott nicht umspringen.

Gott lässt sich finden, wer Ihn ernsthaft sucht: „Jeder Bittende empfängt und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden" (Mt 7,8). Wer zu Jesus Christus kommt und sich bewusst ist, dass er als Sünder keine Ansprüche hat, sondern allein auf Gottes Gnade angewiesen ist, ist bei Ihm richtig. Denn Jesus Christus hat sein Leben gerade für solche Menschen in den Tod gegeben. Für diese hat Er die Strafe über ihre Sünden auf sich genommen. Ihnen kann Er Rettung von ihrer Sündenschuld anbieten.

Aber für diejenigen, die meinen, wenn es irgendwem schlecht geht, dann kann man in die Kirche gehen und „zum lieben Gott" beten, gibt es ausreichend Götter in dieser Welt. Ich hörte kürzlich, dass es in Indien Millionen dieser Götter gibt. Dann nimm Dir einen solchen. Denn dafür kannst Du den wahren Gott des Himmels nicht missbrauche. Für unseren Egoismus und unsere Romantik ist Er nicht zu haben!

Aber für jeden, der wirklich ein Interesse an einer Beziehung zu Gott hat, ist Er da. Immer! Für diesen gilt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen" (Joh 6,37).

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