16.01.2019 Ehe & Familie

Transgender

Vor einiger Zeit las ich in factum, einem christlichen Magazin aus der Schweiz, zu Themen wie Schöpfung und Glaube, dass die Zahl der jungen Menschen, die sich einer Geschlechtsveränderung unterziehen, in Großbritannien in einem Jahrzehnt von 97 auf 2.510 gestiegen ist. Ähnliches gilt auch für die USA. Begründet werden diese OPs damit, dass junge Leute in der Pubertät an der Unklarheit über ihre geschlechtliche Identität leiden. Innerhalb der Gender-Ideologie werden solche Menschen als „Transgender“ bezeichnet. Man spricht auch von einer Geschlechtsdysphorie, also einer psychischen Unsicherheit und Bedrückung.

 

Woher kommt dieser Trend? Da ist zum einen die Pädagogik, die uns einreden will, dass jeder jedes Geschlecht haben kann (und noch mehr). Sie bläut Kindern von frühster Jugend ein, dass sie selbst entscheiden und empfinden können, wer oder was sie sind. Und sie wären frei, dementsprechend zu leben und das auch umoperieren zu lassen. Was sie aber nicht weitergeben, sind die Qualen und Suizide, die Betroffene nach den entsprechenden OPs zu erleiden haben bzw. durchführen. Die Wissenschaft will das von natürlich nichts wissen. Nur die Realität zeigt das …

 

Auch die Medien tragen ihren Teil zu dieser Entwicklung bei. Sie schreiben in deutlich überproportionaler Weise über diese Themen, weil sie eben Mode sind. Und damit tun sie so, als ob das alles normal wäre. Und ein Zeichen der gesellschaftlichen Freiheit, entsprechend zu entscheiden und zu leben. Der Mensch merkt gar nicht, wie unfrei er damit ist. Man muss nur Römer 1,18-32 lesen, um Gottes Urteil über solche Entwicklungen zu lesen.

 

Gerade das ständige Einprasseln dieses Themas auf junge und älter werdende Menschen führt dazu, dass diese sich damit auseinandersetzen. Und wer ein bisschen weiß, wie anfällig Menschen sind, die solchen Schwankungen ausgesetzt sind, der kann erahnen, wie gefährlich solche Beeinflussungen für diese Menschen sind. Gerade deshalb brauchen vor allem junge Menschen Unterstützung, wenn sie in der Pubertät sind und solchen Gedankengängen offen gegenüberstehen.

 

Entsprechende OPs sind im Allgemeinen irreversibel. Und nicht selten zeigt sich im Nachhinein, dass die Leiden und Qualen viel schlimmer geworden sind, wenn man sich „verändert“ hat. Chrismon und andere Magazine, die sich „christlich“ nennen, blasen ins gleiche Horn. Was für ein Gräuel in Gottes Augen!

 

„Es soll nicht Mannszeug auf einer Frau sein, und ein Mann soll nicht das Gewand einer Frau anziehen; denn jeder, der dies tut, ist ein Gräuel für den Herrn, deinen Gott“ (5. Mo 22,5).

 

Das ist Transvestitismus. Und das Schlimme bei Betroffenen: Sie lassen sich zwar umoperieren, können so aber ihre Identität und damit ihr Geschlecht gar nicht verändern. Aber was sie damit tun, ist, ihr Elend noch weiter zu vergrößern.

 

Wir können natürlich nicht verneinen, dass es Menschen gibt, die durch den Sündenfall Adams und seine Folgen anders empfinden, als sie geboren werden. Dass es auch leider solche Menschen gibt, die Merkmale von zwei Geschlechtern aufweisen. Ihnen müssen wir helfen und sie unterstützen. Aber sicher nicht dadurch, dass wir versuchen, ihr Geschlecht zu verändern. Das wird nie zu einem guten, segensreichen Ziel führen.

 

Dankbar kann man sein, dass es inzwischen auch Ärzte gibt, die deutlich vor solchen OPs und Veränderungen warnen und nicht in das Lied der Freiheit einstimmen. In Großbritannien wird die Herausforderung derart ernst genommen, dass eine behördliche Untersuchung im Gange ist.

 

Wir können jungen Menschen nur vermitteln, dass es das Beste ist, in dem richtigen Gottesbild auch das anzunehmen, was Gott gegeben hat. Wie Er mich geschaffen hat oder wie Er zugelassen hat, dass ich mit Empfindungen zu tun habe, die wechselhaft sind. Eine antigöttliche Ideologie hilft nur im Marketing, nicht aber den betroffenen Menschen. Die stehen am Ende allein da. Und ohne Gott wird alles nur noch schlimmer!

 

Wer sich von Gott geliebt weiß, hat es besser. Das kann man nicht fühlen und spüren. Aber Gott sagt es uns in seinem Wort. Und daher nehmen wir das ernst und an. Und freuen uns über die Liebe und Fürsorge Gottes, auch und gerade in schwierigen Zeiten!