Autoritäten kommen und gehen - der Herr bleibt!


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(00:00:00) Da in Hessen noch Schulferien sind und wir auch ein paar Tage weggefahren sind, musste ich schon vorher entscheiden, über was für ein Thema ich jetzt zum Ende dieser Woche etwas sagen möchte. Und ich habe daran zurückgedacht, dass Wolfgang Schäuble gestorben ist. Ein Mann, bei dem auch Personen, die ihm nicht nahestanden politisch, Personen, die sogar gegensätzliche Auffassungen hatten, einen großen Respekt erzeugt haben, das heißt, einen großen Respekt ausgesprochen haben, er einen solchen Respekt bei ihnen bewirkt hat. Und das zeigt, dass hier ein Mann gegangen ist, dass ein Mann gestorben ist, der moralische Autorität in einem Bereich hatte, der Politik, wo eigentlich Autorität und moralische Autorität schon gar nicht irgendwie noch zählen. Und das hat mich denken lassen an die Frage von Autorität inmitten der Versammlung Gottes. Gibt es da eigentlich noch Autorität? Zählt da Autorität? Autoritäten kommen und Autoritäten gehen. Wie war das im Alten Testament? Da finden wir, dass Mose Autorität besaß und als er ging, hatte Joshua diese Autorität. Das war ein Umbruch, aber Joshua besaß sie. (00:01:04) Als Elia ging, hatte Elisa dann diese Autorität. Auch eine Veränderung, wo wirklich Dinge sich neu ordneten. Wie ist das heute? Nun, Gott spricht über Autorität. Er spricht über Führer. In Hebräer 13 lesen wir in Vers 7, Das waren also Führer, das waren Autoritäten, die nicht mehr lebten. Sie waren heimgegangen. Und dann sollten die Gläubigen das Ende ihres Lebens sehen und sollten erkennen, dass da wirklich Glaube vorhanden war. Und sie sollten jetzt nicht die Personen imitieren, nachahmen, sondern sie sollten den Glauben dieser Führer, sollten sie in ihrem Leben verwirklichen und das als Beispiel auch für ihr eigenes Leben nehmen. Das ist doch ein ganz schönes Beispiel, was wir hier sehen. Das ist doch schön, dass auch wir in unserer heutigen Zeit, denn das ewige Wort Gottes bleibt bestehen, dass wir auf die Autoritäten, die Gott gegeben hat in seiner Versammlung, in der Gemeinde Gottes, inmitten der Gläubigen, dass wir sie anschauen dürfen und daran dankbar zurückdenken sollten, (00:02:02) aber eben den Glauben, den diese Führer gezeigt haben, nachahmen sollten. Dennoch hat man ja den Eindruck, dass solche, die Autorität inmitten der Gläubigen, dass solche, die Autorität inmitten der Gläubigen waren, dass sie kaum noch zu sehen sind. Sie sind alt geworden, vielleicht gar nicht mehr sichtbar, leben vielleicht noch, aber treten nicht mehr auf oder solche, die noch da sind, sind geradezu Einzelexemplare, ganz, ganz weniger. Und man könnte Angst haben, man könnte mit Sorge irgendwie beseelt sein, dass es keine Autoritäten mehr gibt, dass das nicht mehr weitergeht, dass jetzt nach und nach jeder tut, was er will, so im Sinne dessen, was wir im Buch der Richter finden, ein jeder tut, was recht ist in seinen eigenen Augen. Und es ist wertvoll, dass der Schreiber des Hebräerbriefes, wenn er über den Heimgang, über die Führer spricht, die nicht mehr sind, sofort hinzufügt, Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. Wenn auch moralische Autoritäten gehen mögen, da gibt es den einen, der bleibt, auf den wir uns immer stützen können und der nie uns verlassen wird, das heißt, der nie abtreten wird, (00:03:03) bevor er nicht die Gläubigen der jetzigen Zeit entrückt haben wird in den Himmel nach Esther, Thessalonicher 4. Er bleibt, er ist da, er ist derselbe, gestern und heute und auch in Ewigkeit. Auf ihn können wir uns verlassen und da können wir sicher sein, dass er seinem, wenn ich das in Ehrfurcht sagen darf, seine moralische Autorität weiter auf dieser Erde geltend machen wird. Ja, Autoritäten gehen und man könnte schon ein bisschen Sehnsucht haben nach solchen Zeiten, obwohl wir von anderen wissen, dass manchmal natürlich diese Autorität auch in einem Übermaß ausgeübt worden ist, wo man Fragen äußern kann, war das in Liebe, war das wirklich in Güte, war das in Gnade, aber sie war doch da und man hat heute den Eindruck, in der Gesellschaft wird Autorität nicht mehr anerkannt und inmitten der Gläubigen auch immer weniger. Aber lasst uns nicht vergessen, dass ausdrücklich gesagt wird in Hebräer 13 Vers 7, Gehorcht euren Führern und seid fügsam, denn sie wachen über eure Seelen, als solche, die Rechenschaft geben werden, damit sie dies mit Freude tun und nicht mit Seufzen, denn dies wäre euch nicht nützlich. (00:04:01) Das heißt, es gibt Führer, es gab damals Führer, die einen waren heimgegangen, aber die anderen waren noch da und die Gläubigen sollten sich ihnen unterordnen, sie sollten ihnen sogar gehorchen. Nun, heute mag es so sein, dass Führer immer weniger werden, aber es gibt immer noch welche. Der Herr gibt immer noch solche, die Autorität besitzen. Nun ist es so, dass wir aus Gottes Wort ganz klar sehen, man kann sich Autorität nicht einfach anmaßen. Damals gab es amtliche Autorität, da gab es Apostel, die qua Amt, weil sie Apostel waren, Autorität hatten und auch auf dieser Autorität bestehen konnten. Denen konnte sich nicht einfach jemand widersetzen, sie hatten diese amtliche Autorität. Und in dieser Zeit haben sie auch Älteste eingesetzt, die dadurch, dass sie von den Aposteln eingesetzt wurden, auch amtliche Autorität besaßen. Das gibt es heute nicht. Heute gibt es weder Apostel noch eben Älteste in diesem Sinn, weil dafür ja Apostel nötig waren, um sie einsetzen zu können. Das gibt es heute nicht mehr. Gibt es heute keine Ältesten mehr? Natürlich gibt es sie in ihrem Dienst. Das heißt, es gibt solche, die einen Dienst tun, nicht weil sie irgendwie gewählt wären, das kennt Gottes Wort nicht, nicht weil sie irgendwie eingesetzt wären, das konnten nur die Apostel tun, aber weil es solche gibt, die am Ort arbeiten, (00:05:03) die die Geschwister besuchen, die sich um die Geschwister kümmern, die durch ein Hirtenherz geprägt sind und das auch in Autorität, geistlich moralische Autorität ausüben. Also es gibt sie, aber sie können das nicht für sich selbst beanspruchen. Sie können nicht sagen, ich bin Ältester, ich bin ein Führer, ich bin eine moralische Autorität, sondern wie wir das gesehen haben in Kapitel 13 Vers 7, das ist dadurch ist man moralische Autorität, dass man Gottes Wort predigt und man ist dadurch moralische Autorität, dass man das auch in seinem Leben verwirklicht. Das ist das Gegenteil von dem, was wir bei den Pharisäern finden. Die Pharisäer haben auch für sich eine solche Funktion in Anspruch nehmen wollen, aber sie haben das gepredigt, was sie nicht getan haben. Und was sie getan haben, das haben sie nicht gepredigt. Da war keine moralische Autorität. Wie hätte sie auch da sein können? Das heißt, wir müssen heute, wenn du eine Autorität moralischerweise sein möchtest, musst du sie dir erwerben dadurch, dass du Gottes Wort predigst und nicht deine eigenen Gedanken, nicht irgendwelche Spekulationen, nicht Abweichungen von Gottes Wort, nicht Vermischung mit irgendwelchen anderen Ideen, sondern wirklich Gottes Wort. (00:06:01) Und indem du das dann auch in deinem Leben verwirklichst, indem du das tust, was du predigst, dadurch hat man moralische Autorität. Gehorchet euren Führern, das wird uns dann aber gesagt. Und das heißt, Gottes Wort zeigt auch, dass es heute noch solche Führer gibt. Wie gehen wir mit Autoritäten um? Das ist meine erste Frage. Wie achten sie? Tun wir das noch? Sind wir bereit, auch wenn die Autoritäten abnehmen? Auch wenn man manchmal wirklich wehmütig sein könnte, manchmal vielleicht so diesen Eindruck hat, wenn wieder ein alter Bruder oder auch eine alte Schwester, die in jetzt anderem Sinn so eine moralische Autorität gewesen ist, abtritt, so wie Elisa das erlebt hat bei Elia. Als Elia im Sturmwind zum Himmel fuhr, dann heißt es in 2. Könige 2 Vers 12, und Elisa sah es und schrie, mein Vater, mein Vater, wagen Israels und seine Reiter. Und er sah ihn nicht mehr. Er hat empfunden, das ist irgendwie eine Zeitenwende, das ist ein Wechsel. Und jetzt, wie geht es weiter? Nun, in diesem Fall hat Gott Elisa benutzt als Autorität, so wie er Joshua im Anschluss an Mose benutzt hat. Das wird ja wohl heute keiner für sich in Anspruch nehmen. (00:07:01) Das wäre ja schon Hochmut. Aber Gott gibt auch heute weiter Autorität. Und auch wenn wir mit einem solchen, wie soll man sagen, Gefühl, es geht alles den Bach runter, es wird immer geistlich ärmer, es ist immer mehr Individualismus und nicht wirklich, dass man gemeinsam nach Gottes Wort fragt, nach Gottes Gedanken fragt. Jeder tut, was recht ist, in seinen Augen. So gilt doch nach wie vor, es gibt diese Autoritäten. Es sind solche Brüder, die dem Herrn Rechenschaft ablegen über das, was sie tun. Sie wachen über die Seele, sie haben ein Gebetsleben für die Gläubigen. Und wir sollen sie achten, wir sollen uns ihnen unterordnen, damit sie diesen Dienst nicht mit Seufzen tun. Das wird uns und ihnen nur dann gelingen, in diesem Zusammensein, wenn Vers 24, 13 Wirklichkeit ist. Grüßt alle eure Führer und alle Heiligen. Das heißt, da war eine Gemeinschaft mit solchen, die moralische Autorität war. Das waren eben nicht solche, die einfach geherrscht haben über die Seelen der anderen, sondern solche, die ein Herz hatten, die voll Licht und Liebe in ihrem Leben geprägt waren (00:08:06) und so sich um die Herde gekümmert hat und die Herde das auch dankbar angenommen hat. Wie gehen wir mit Autoritäten um? Achten wir sie? Sind wir wirklich von Herzen ihnen gehorsam, weil sie uns Gottes Wort bringen? Ja, die zweite Frage ist, gibt es sie heute noch? Hebräer 13 Vers 17 hätte keinen Sinn. Überhaupt, dass Gottes Wort über Autorität spricht und jetzt nicht über Autorität im Sinne von uns, die wir Eltern sind, unseren Kindern gegenüber, sondern Autorität in der Versammlung, in der Gemeinde Gottes. Wenn Gottes Wort darüber spricht im Neuen Testament, dann deshalb, weil es auch in der nachapostolischen Zeit so etwas gibt. Es gibt sie. Wir müssen sie erkennen. Wir müssen solche sehen, 1. Thessalonicher 5, die in unserer Mitte arbeiten am Ort und einen solchen Dienst tun. Und dann stellt sich die dritte Frage, akzeptieren wir sie? Nochmal, niemand kann das für sich beanspruchen, Autorität zu sein. Aber sind wir solche, die wirklich bereit sind, die Autorität, die Brüder haben, auch anzuerkennen? Es gibt sie. Mögen die Ausmaße der Autorität heute auch kleiner sein als früher? (00:09:04) Aber doch gibt es solche, die Gottes Wort predigen und die danach zu leben suchen und die wir anerkennen wollen. Oder folgen wir dem Zeitgeist? Folgen wir dem Merkmal der Welt, wo Autorität nicht mehr akzeptiert wird, wo man Autorität ablehnt? Judas 8, doch ebenso beflecken auch diese Träumer das Fleisch und verachten die Herrschaft und lästern Herrlichkeiten. Im Unterschied zu Michael, dem Erzengel, der Satan nicht verachtet hat, nicht gelästert hat. Sind wir auch solche, die dieser Welt folgen, die keine Autorität mehr akzeptiert? Impfen wir schon unseren Kindern, dass sie alles hinterfragen sollen und mit ihrer eigenen Meinung gegenhalten sollen? Natürlich sollen wir ein Urteil nach Gottes Wort haben. Aber dieser Geist, den man immer wieder erlebt, den man immer wieder neu spürt, dass keine Autorität mehr akzeptiert werden soll, das ist antichristlich. Das ist wiedergöttlich, das ist im Widerspruch zu Gottes Wort. Und wir wollen uns fragen, ob wir dem in unserem eigenen Leben, in unseren eigenen Auffassungen, in unseren eigenen Sinnen, (00:10:02) aber auch im Blick auf das, was wir unseren nachfolgenden Generationen beibringen, ob wir das einimpfen. Es gibt Autoritäten, auch heute noch, mögen sie noch so schwach sein. Sind wir bereit, sie anzuerkennen? Und solche, die Autorität letztlich besitzen, sind sie solche, die wirklich diese Autorität unter Gottes Wort stellen. Das heißt, sich dem Wort Gottes unterstellen und wirklich in dem Leben auch danach leben. Wenn beides vorhanden ist, dann ist das zum Segen des Volkes Gottes. Ein Volk verfällt ohne Führung, aber ein falscher Führer kann ein Volk in eine völlig falsche Richtung führen. So gilt es, Verantwortung zu übernehmen auf beiden Seiten und dadurch zur Ehre des Herrn zu leben.
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