Philosophie der Tierrechte - was macht man aus Tieren, was aus Menschen?


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(00:00:00) Gibt es eine Gerechtigkeit für Tiere, wie das das Buch von Martha Nussbaum suggeriert? Gibt es eine Philosophie der Tierrechte? Wer kennt ein Schwein, das gut behandelt wird? Solch einen Titel las ich vor einiger Zeit im Blick auf die Behandlung von Tieren. Die Philosophin Martha Nussbaum fordert nämlich Gerechtigkeit für Tiere. Nun müssen wir uns immer wieder sagen, auch als solche, vielleicht als Christen, die im Blick auf die Tiere eine Haltung einnehmen, dass sie sagen, nach Gottes Wort hat der Mensch das Regiment. Da müssen wir uns doch sagen und sozusagen gefallen lassen, dass Gottes Wort im Blick auf die Tiere sagt, Sprüche 12 Vers 10, der Gerechte kümmert sich um das Leben seines Viehs, aber das Herz der Gottlosen ist grausam. Wir haben also als Christen überhaupt kein Recht und im Gegenteil, wir haben keinen Anlass (00:01:01) zu meinen, dass Tiere behandelt werden könnten, wie man will, dass man grausam und so weiter mit Tieren umgehen dürfte. Das ist überhaupt nicht der Fall. Aber das, womit wir heutzutage immer mehr zu tun haben, ist doch, dass Tiere auf die Ebene von Menschen gestellt werden, dass man Tiere nicht mal mehr schlachten darf, weil das ungerecht ist, dass Menschen meinen, eine Ethik haben zu sollen, auch Christen übrigens. Man muss vegan wenigstens als Vegetarier leben, weil es ja den armen Tieren so schlecht geht und man muss die Tiere eben behandeln wie Menschen. Nun, wenn man über diese Fragestellungen nachdenkt, wie das auch in diesem Buch von Martha Nussbaum geschieht, Gerechtigkeit der Tiere, dann muss man erstens sehen, ja, wir sollen Tiere nicht grausam behandeln, das ist immer noch was anderes, als sie so zu behandeln wie einen Menschen. Aber das ist absolut nicht richtig, dass man Tiere in einer grausamen Weise behandelt. (00:02:01) Zweitens, und das steht jetzt sicherlich im Widerspruch zu den meisten, die sich für solche Tierrechte einsetzen, wenn man sich mit dem Tierreich beschäftigt, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, es muss einen Schöpfergott geben, so etwas kann sich nicht von selbst entwickelt haben. Die Entdeckung der Wissenschaft zu den Fähigkeiten der Tiere hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, das wird im Blick auf dieses Buch auch gesagt und mit Recht. Und wenn man sieht, wie hochintelligent bestimmte Tiere sind, wir wissen aus dem Buch Hiob, dass Gott dem Strauß keine Intelligenz zugemessen hat. Also Gott hat das wie bei den Menschen sehr unterschiedlich gemacht und das müssen wir mal zur Kenntnis nehmen, aber die Intelligenz von Tieren in manchen Bereichen, in manchen Tierarten ist faszinierend in der Tat. Auch die Komplexität der Vorgänge innerhalb des Tieres, die ein Tier befähigen zu bestimmten (00:03:05) Fangmechanismen und so weiter, das ist schon phänomenal. Und wenn man darüber nachdenkt, dann kann man natürlich nur zu dem Schluss kommen, es muss einen Schöpfer geben, denn alle diese Funktionen müssten ja gleichzeitig von selbst zufällig entstanden sein, ohne dass das Tier in irgendeine bestimmte Richtung sozusagen geführt worden wäre, damit das funktioniert. Wenn irgendeines dieser Mechanismen nur nicht funktionsfähig wäre, würde das Tier zugrunde gehen, könnte es nicht fangen, würde es nicht überleben. Manchmal staunt man über die Torheit des Menschen, der eben einfach Gott nicht akzeptieren will, der sich von Gott schon vorher abgewendet hat und gar nicht merkt, Römer 1, dass es die Zucht Gottes ist, dass er dann auch weiter wie ein Tier sich benimmt, indem er keine Beziehung zu Gott haben möchte. Nein, wir können nur sagen, Gott ist der Schöpfer und so finden wir das ja auch in 1. Mose 1. Ab Vers 20 finden wir, dass Gott das Tierreich erschaffen hat und Gott sprach, es wimmeln (00:04:02) die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen und Vögel sollen über die Erde fliegen angesichts der Ausdehnung des Himmels. Und Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln nach ihrer Art und alle geflügelten Vögel nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Also wir finden hier an diesem fünften Tag, dass Gott tatsächlich die Tiere, erst die Wassertiere und dann auch die Landtiere am sechsten Tag geschaffen hat. Das ist eine Neuschöpfung, das war eine Sache, die es vorher so nicht gegeben hat. Und es ist interessant, dass dem Menschen gesagt wird oder das gezeigt wird, wenn Gott dem Menschen die Tiere gibt, 1. Mose 2 Vers 20 und der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes, dann wird deutlich, dass Gott den Menschen über die Tiere gesetzt hat. Also Gerechtigkeit der Tiere, wenn man über dieses Thema nachdenkt, dann bleibt zunächst (00:05:02) mal bestehen, dass der Mensch Autorität über die Tiere hat, dass der Mensch nicht den Tieren gleichgesetzt wird und die Tiere den Menschen, sondern dass der Mensch ein ganz anderes Wesen ist. Dazu kommt dann drittens, dass dem Menschen auch die Herrschaft über die Tiere gegeben anvertraut worden ist. Wir lesen in 1. Mose 1 Vers 28 und Gott segnete sie, Mann und Frau, den Menschen und Gott sprach zu ihnen, seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen. Das heißt, Gott hat dem Menschen ausdrücklich ein Herrschaftsgebot gegeben und er steht über den Tieren. Die Tiere sind nicht dem Menschen gleichgemacht, sondern er steht über den Tieren und soll sie herrschen, beherrschen, soll Autorität über sie ausüben, das wird heute nicht mehr akzeptiert in unseren gesellschaftlichen Entwicklungen, kommen wir gleich noch einmal darauf zurück. Dieser Herrschaftsanspruch übrigens wird auch nach dem Sündenfall wiederholt. (00:06:05) 1. Mose 9, da heißt es in Vers 2, die Furcht und der Schrecken vor euch, den Menschen, sei auf allen Tieren der Erde und auf allen Vögeln des Himmels und alles, was sich auf dem Erdboden regt und alle Fische des Meeres in eure Hand sind sie gegeben und sie sollen euch zur Speise sein. Also wir sehen hier ganz klar, dass drittens Gott also einen Herrschaftsanspruch des Menschen gegeben hat und der Mensch soll ihn ausführen. Viertens sehen wir, dass Tiere nicht gleich Menschen und Menschen nicht gleich Tiere sind. 1. Mose 2 Vers 20, für Adam fand Gott keine Hilfe, die ihm entsprach. Das heißt, die Tiere sind nicht Wesen, die dem Menschen entsprechen. Da mag der Mensch heute in seiner Verirrung, in seiner Verblendung, in seiner Bosheit auch die Tiere auf die Ebene von Menschen heben. Gott sagt, Tiere und Menschen sind nicht gleich. Das ist eben nicht das, was die Menschen heute sagen. (00:07:07) Man sieht hier, Elefanten, verschiedene Affen können auch Mitgefühl und Trauer äußern. Beides setzt das komplexe Erfassen einer Situation voraus. Das ist so. Also Tiere sind komplexe, sind zum Teil hochintelligente Wesen, aber sie sind nicht gleich dem Menschen. Es sind und bleiben Tiere, selbst wenn sie subjektiv Schmerz empfinden können und so weiter. Tiere sind Tiere. Nussbaum legt in ihrem Buch sehr viel Wert auf Befunde der Wissenschaft, weil sie die immer noch übliche Grenze zwischen unserer Art Mensch und den Tieren hinfällig machen. Ist das so? Es ist absolut nicht so, denn fünftens können wir feststellen, dass das Tier einen Körper hat und eine Seele hat. Das ist das Kennzeichen des Tieres und deshalb ist auch bei dem Tier von einem Erschaffungsvorgang, (00:08:03) das ist immer etwas besonderes, schaffenbarer, wird immer nur im Blick auf Gott benutzt und im Blick darauf, dass er etwas tut, was über das normale Maß hinausgeht, was ein überraschendes Ergebnis herbeiführt. Vorher gab es nur Körper, Pflanzen und so weiter sind alles Dinge, die einen Körper haben, aber jetzt kam die Seele bei dem Tier hinzu, aber bei dem Menschen heißt es gleich dreimal, dass er erschaffen worden ist, in 1. Mose 1, dann ab Vers 27, und bei dem Menschen kommt ein Element hinzu, was das Tier nicht hatte, das ist der Geist. Der Mensch besteht, 1. Thessalonicher 5 Vers 23, aus Geist, Seele und Leib, das heißt die Fähigkeit mit Gott zu kommunizieren, die Fähigkeit Kontakt mit Gott zu haben, dass Gott mit dem Menschen sprechen kann und der Mensch das verstehen kann und antworten kann, das gibt es nicht in der Tierwelt, da mag die Tierwelt noch so hochgehoben werden, das ist aber eben nicht der Fall. Und das führt sechstens dazu, dass man eben Tiere und Menschen nicht austauschen kann, (00:09:02) das heißt ja nicht von ungefähr, dass der Mensch den Tieren Namen geben sollte, Tiere haben nicht den Menschen Namen gegeben, sondern der Mensch hat den Tieren Namen gegeben. Die Autorin Nussbaum, sie meint eben die Frage nach der Schmerzempfindung und Leidensfähigkeit, sei nicht der Maßstab dessen, was man Tieren antun kann, sondern da gibt es, sie sind soziale Partner, man muss den Einsatz ihrer Intelligenz und so weiter berücksichtigen. Und das macht, das hebt Tiere fast auf die Ebene des Menschen. Und das ist ja genau das, was der Teufel möchte, was auch seine Instruktion heute ist. Aus Tieren macht er Menschen, aus Frauen macht er Männer, aus Männern macht er Frauen, aus Kindern macht er Eltern, aus Eltern macht er Kinder. Man will die Schöpfungsordnung total auf den Kopf drehen, auf den Kopf stellen. Und das ist der Ansatz, das ist die Strategie, die der Teufel verfolgt. Er möchte, dass Menschenrechte zu Tierrechten werden und Tierrechte zu Menschenrechten werden. (00:10:05) Aber das ist Gottes Wort nicht. Gott macht ganz deutlich, dass es einen Unterschied gibt zwischen Tieren und Menschen. Und auf einer ganz anderen Ebene natürlich einen Unterschied gibt zwischen Frauen und Männern, zwischen Eltern und Kindern und so weiter. Wir sehen also daran, dass der Teufel weiter daran arbeitet, auf eine Art und Weise, die der Mensch zum Teil gar nicht erkennt, erfasst, die Ordnung, die Gott in seine Schöpfung gelegt hat und die, wenn man sie beachtet, zum Segen des Menschen ist, ihn glücklich macht, ihm den richtigen Rahmen gibt für sein Leben, dass er sie zerstören will. Und dem dürfen wir uns als Christen, jedenfalls was unsere Auffassung, was unser Handeln, was unser Leben betrifft, nicht beugen. Wir wollen erkennen, dass Tiere von Gott bereitet worden sind, dass Gott Tiere geschaffen hat, dass sie auch Schöpfungswerke Gottes sind und dass wir sie als solche auch behandeln dürfen und sollen. Zweitens aber, dass wir herrschen dürfen und sollen über die Tiere. (00:11:03) Sie sind uns so gegeben, wir sollen uns nicht beherrschen lassen. Wir sollen Tiere drittens nicht wie Menschen behandeln und meinen, sie könnten Menschen ersetzen und wir sollten das alles auch vor einem Menschenbild und Tierbild tun, was in dieser Welt völlig im Widerspruch zu Gottes Wort ist. Wenn wir dann uns darüber hinaus so verhalten, dass wir vor Gott stehen und auch Gott verantwortlich sind, auch in dem, was wir und wie wir mit Tieren tun und wie wir mit ihnen handeln, dann werden wir das Richtige tun, dann werden wir leben zur Ehre Gottes, auch in einer Zeit, wo Gott keine Rolle mehr spielt.
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