Ist eine "Affäre" wirklich ein Schrei nach Leben?


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(00:00:00) Eine Affäre ist ein Schrei nach Leben, so ein typischer Satz eines Paartherapeuten oder meistens eines Paartherapeutinnen heute und in aller Regel Ungläubige und in aller Regel nicht zu gebrauchen für eine wirkliche Paartherapie, denn das, was sie im Angebot haben, ist, muss man heute sagen, wie bei vielen Psychotherapeuten, die mit Gott und mit dem Herrn Jesus und mit dem Wort Gottes nichts am Hut haben, wirklich nicht zu gebrauchen. Heute steht die Ehe so lange, bis die Liebe stirbt, sagt man zum Beispiel. Was sagt Gottes Wort dazu? Denn die verheiratete Frau ist durch Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt. Wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. Ist in einer bestimmten Argumentation des Apostels Paulus, ist jetzt mal für uns nicht so wichtig, aber da ist ganz klar, nach Gottes Gedanken gibt es nichts anderes als eine Ehe bis ans Lebensende. In der Paartherapie, das sollte jeder wissen, der zu einem solchen Psychotherapeuten geht, schaut man immer darauf, was bedeutet die Institution Ehe in dieser Zeit. (00:01:03) Früher war die Ehe so, man musste viele Kinder haben, dann war man glücklich, dann war man gesichert. Dann gab es das Bild einer romantischen Ehe. Heute geht es in der Ehe in Beziehungen um Identität, also ein Begriff Identität, der uns leider auch im christlichen Bereich immer mehr begegnet und verfremdet wird, auch unbiblisch benutzt wird. Was ist das heute, die sogenannte Identität? Ich will, dass mein Partner mir dabei hilft, die beste Version meiner selbst zu werden. Hört sich ja großartig an und das ist dieser pure Egoismus, den wir auch heute tatsächlich finden. Was sagt Gottes Wort dagegen? Er sagt unseren Männern, ihr Männer, Epheser 5, 25, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Versammlung, Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat. Das heißt, ich warte darauf, dass meine Frau mir hilft, die beste Version meiner selbst zu werden. Im Gegenteil, ich habe die Aufgabe, meine Frau so zu lieben, ihr so zu dienen, wie Christus mich geliebt, wie Christus mir gedient hat. Das gilt natürlich umgekehrt auch für die Frau. (00:02:03) Das wird zwar bei dem Mann öfter gesagt, muss man leider sagen, dass wir offenbar dieses Problem stärker haben als eine Frau, aber es wird eben auch der Frau gesagt, wir lesen das in Titus 2, da sagt der Apostel Paulus den älteren Frauen, dass sie die jüngeren lehren sollen, unterweisen sollen, ihre Männer zu lieben. Das heißt, diese Liebe, diese Hingabe, dieses hingebungsvolle Dienen gilt dem Mann und der Frau. Es geht eben bei der Ehe gerade nicht darum, das Beste für mich rauszuholen, sondern das Beste für meinen Ehepartner zu bewirken. Ja, und da muss man dann sagen, dass wir in der heutigen Gesellschaft leider auch in dem christlichen Bereich weit davon entfernt sind. Immer mehr erlebt man, dass nach einer gewissen Zeit, vielleicht, also bei manchen geht das ja ganz schnell, aber bei vielen ist das dann irgendwie so eine Midlife-Crisis, wenn die Kinder erwachsen werden, vielleicht aus dem Haus gehen, wenn es zwei, drei Kinder sind, dass dann irgendwie eine Leere entsteht und dann ein Ehepaar sich nicht mehr viel zu sagen (00:03:03) hat und dann das Beste für sich kann ich mit meinem Partner eben nicht mehr haben, dann gehe ich eben. Früher war das eben so, dass die Frauen ökonomisch abhängig waren von den Männern und deshalb natürlich auch nicht gehen konnten. Das ist heute anders und auch im christlichen Bereich. Immer mehr Frauen arbeiten, gläubige Frauen und ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es bestimmte Lebenssituationen gibt, vielleicht auch Orte gibt, wo das nicht anders möglich ist, obwohl ich immer wieder auch erlebt habe, dass Gläubige, die zufrieden sind mit dem, was der Hellen gegeben hat, eben diesen Weg nicht gegangen sind und das zum Segen war, zum Segen für die Ehe, zum Segen für die Familie, zum Segen auch für die örtliche Versammlung, örtliche Gemeinde, das örtliche Zusammenkommen. Nun, was erlebt man in der sogenannten Paartherapie und wir erleben das in dem seelsorgerlichen Hirtendienstbereich leider auch, dass es sogenannte Seitensprünge gibt. Das ist ein furchtbares Wort, weil es ein Euphemismus ist, weil es total in einer kleinen (00:04:07) Weise das Ausdruck, was in Wirklichkeit los ist, das ist in Gottes Augen und nach Gottes Wort Ehebruch, das ist Hurerei, Markus 7, 1. Korinther 5, das ist ein sündiger, ein böser Zustand. Es ist zu befürchten, dass das unter Christen viel, viel häufiger vorkommt, als wir uns dessen bewusst sind und auch als das zugegeben wird. Das ist ja im weltlichen Bereich schon so, dass man das nicht zugibt und hofft, dass das irgendwie nicht herauskommt und im christlichen Bereich ist das leider auch der Fall. Immer mal wieder bekommt man das dann im Nachhinein mit, was da passiert ist und kein Wunder, dass die Ehen nicht gesegnet sind, dass die Familien nicht gesegnet sind, dass die örtlichen Zusammenkommen nicht gesegnet sind, weil so viel Sünde vorkommt und eben auch da. Man kann nur sagen, wenn du so etwas getan hast, geh sofort, so schnell wie möglich erst natürlich zu dem Herrn, aber dann auch zu einem verantwortlichen Bruder, einem verantwortlichen (00:05:02) gläubigen Mann im örtlichen Zusammenkommen, der Verantwortung trägt, der auch Einsicht in Gottes Wort hat, denn du kannst diese Frage nicht alleine klären, du kannst es nicht einfach dem Herrn bekennen und dann ist die Sache gegessen. Im Gegenteil, die Versammlung Gottes ist betroffen, die Heiligkeit des Hauses Gottes, der Versammlung der Gemeinde ist betroffen und das kannst du dann nicht mehr alleine regeln, aber mit einem solchen Ehebruch, der einmalig begangen ist, ist durchaus nicht, wie das Wort vermitteln könnte, die Ehe ein für alle Mal zerstört. Ja, da muss neues Vertrauen aufgebaut werden und ja, der unschuldige Teil, der muss natürlich vergebungsbereit sein und nein, wir können bei weitem in vielen Fällen nicht sagen, der unschuldige Teil, der ist verantwortlich dafür. Natürlich kann ich als Teil der Ehe, wenn ich mich verweigere, wenn ich mein Leben nicht zeitlich auch einsetze für meinen Ehepartner, ob Mann, weil ich ja im Beruf total aufgehe (00:06:01) oder Frau, weil ich eben andere Interessen habe, dann kann ich natürlich die Ehe belasten, aber das berechtigt ja erstens nie jemanden, einen solchen Schritt zu gehen und zweitens ist das in vielen Fällen gar nicht der Fall. Es wird dann immer unterstellt, ja, der andere, der hat schon seinen Anteil daran, kann ja auch sein und bis zu einem gewissen Grad wird das so sein, aber ist das bei uns allen so, dass wir ja unvollkommen leben, auch in der Ehe. Also lasst uns diese Dinge auch nicht kleinreden, was jetzt eben diesen Ehebruch betrifft. Bekenne das dem Herrn, das wird dir früher oder später, wird dir das, ja das ist auch schon wieder viel zu lustig ausgedrückt, auf die Füße fallen, das wird, das ist in Gottes Augen, ist das etwas furchtbares, wenn ich sowas begehe. Wir sehen das bei David, ja, diesen Ehebruch, den er begangen hat, dass er da sogar in eine Ehe reingegangen ist und für Gott ist das keine Kleinigkeit. Am schlimmsten wäre es, wenn das erst vor dem Richterstuhl des Christus geklärt würde, dann hätte das die tragischsten, die weitreichendsten Folgen. Viel, viel besser ist, wenn das hier auf dieser Erde bekannt und vergeben werden kann, selbst (00:07:03) wenn deine Ehe dadurch erschüttert wird. Das ist mit Sicherheit der Fall, aber gibt es immer Wege zurück. So und jetzt komme ich zu der Paartherapie. Im weltlichen Bereich, wenn du einen Psychotherapeuten hast, selbst im christlichen Bereich heute ist das, naja, da muss man eben auseinander gehen, wenn es nicht mehr geht. Ja, wenn auch nicht mal, wenn ein Ehebruch vorgekommen ist, sondern wenn man sich halt nicht mehr versteht, irgendwann bringt es nicht mehr, zusammenbleiben zu wollen und das ist völlig im Widerspruch zu Gottes Wort. Nein, Gott möchte, dass die Ehepaare zusammenbleiben. Natürlich, Gott hat gesagt, wenn Hurerei vorkommt, Matthäus 19, dann ist in Gottes derart angegriffen, dass der unschuldige Teil frei ist, danach auch noch einmal zu heiraten. Nicht der schuldige Teil. Aber es ist doch nicht der erste Weg, den der unschuldige Teil geht, dass er jetzt versucht, aus der Ehe rauszukommen. Im Gegenteil, Gott möchte verbinden, weil das für alle Seiten der viel, viel bessere Weg ist, wenn man, wenn das eben möglich ist, vergibt und zusammenbleibt. (00:08:01) Und das wird man in aller Regel dann nur schaffen, wenn man durch einen örtlichen Bruder, deren Ältestendienst oder Ehepaar besser, was seinen Ältestendienst tut oder einen hirtendienst, örtlichen Hirtendienst tut, dann auch Hilfestellung bekommt. Aber sind wir bereit, dann noch an der Ehe zu arbeiten? Sind wir bereit, dann zusammenzubleiben? Sind wir bereit, zu vergeben? Und sind wir als solche, die einen Hirtendienst tun, die einen Seelsorgerdienst tun, sind wir bereit, Zeit zu investieren, um eine Ehe wieder zusammenzubringen? In Gottes Augen lohnt sich das. Und wir, die wir noch nicht gefallen sind, vielleicht manchmal kurz vor dem Fall waren, ist uns das bewusst, mir hat das ja mal jemand gesagt, ich habe das an anderer Stelle auch schon mal weitergegeben, wie jemand sagte, ich bin doch nicht bereit für die Faszination eines Augenblicks meine Ehe aufs Spiel zu setzen. Ist uns das bewusst? Ja, die Faszination eines Augenblicks, selbst wenn vielleicht unser Ehepartner ein bisschen robust, ja, kein, nicht feinfühlig, nicht mit Gefühlen auf uns eingeht, will ich eine Ehe, die von Gott ist und der einzige Weg, auf dem Gott mich auch segnen kann, will ich (00:09:04) die aufs Spiel setzen für so einen Augenblick? Lasst uns da wirklich wachsam sein. Ja, die Affäre kann mal ein Schrei nach Leben sein, aber oft ist sie einfach nur ein Beweis unserer Fleischeslust, ist sie ein Beweis, dass ich Gott nicht gehorsam sein will, selbst in vielleicht manchmal schwierigen Lebensumständen. Lasst uns die Ehen retten, lasst uns zusammenbleiben, lasst uns versuchen, ein gutes Miteinander zu führen in Ehe und Familie und einander zu helfen. Wir können das in den Örtlichen zusammenkommen, wir können das durch einen Hirtendienst von Eheleuten und auch von Einzelnen und lasst uns da wirklich zum Segen, zum Guten tätig sein.
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