Bald sind die Christen in der Minderheit


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(00:00:00) Bald sind die Christen in der Minderheit, so schrieb kürzlich ein Kirchenjournalist in einer Tageszeitung. Er schreibt dazu, bald sind die Christen in Deutschland in der Minderheit, wir werden die Kirchen dann von Gott sprechen und von der Gesellschaft. Erstmals wird wohl in einigen Monaten weniger als die Hälfte, so schreibt dieser Journalist, weniger als die Hälfte der Deutschen in einer der beiden großen Kirchen Mitglied sein. Nun ist es natürlich schon erstaunlich, dass die Mitgliedschaft in den beiden großen Kirchen gleichgesetzt wird mit den Christen. Wahrscheinlich ist die Bewegung inzwischen außerhalb dieser beiden großen Kirchen, der katholischen Kirche und der protestantischen Kirche, viel viel stärker und vor allen Dingen viel lebendiger als in diesen beiden großen Kirchen. Aber mal abgesehen davon, dass diese falsche Gleichsetzung natürlich davon zeugt, dass Christentum falsch verstanden wird heute, selbst von solchen, die sich damit immer wieder (00:01:01) auseinandersetzen, bleibt doch die Frage für uns bestehen, ist das eigentlich ungewöhnlich, ist das eigentlich seltsam? Wir denken erst einmal daran, was der Herr Jesus in dem Gleichnis in Matthäus 13 gesagt hat. Da spricht er von der Christenheit. Und da sagt er, ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen, das Reich der Himmel ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war. Drei Maß Mehl, das ist eben die Wahrheit, die Wahrheit des Wortes Gottes, die Wahrheit, die der Jesus verkündigt hat. Und diese ganze Wahrheit wird im Laufe der Zeit total durch Sauerteig, durch Böses, durch Sünde wird sie durchsäuert, zerstört. Und tatsächlich ist das Gleiche auch wahr für die Christenheit. Da ist eben nicht nur falsche Lehre jetzt überall, der ganze Teig ist dadurch geprägt, sondern eben auch die Menschen, die eben sich Christen nennen. Inzwischen ist es die absolute Ausnahme, wenn man auf einen Christen trifft, der eben nicht (00:02:04) durch Sauerteig, durch Sünde, durch Böses, durch falsche Lehre geprägt ist und damit, wenn man das im vollen Sinn sieht, der auch ein Ungläubiger ist. Wie viele Ungläubige gibt es in den Kirchen, gibt es in der Christenheit, gibt es in den Gemeinden. Man muss das nicht nur auf die großen Kirchen beziehen. Wir müssen doch zugeben, dass selbst in dem sogenannten christlichen Bereich, bei weitem wir nicht mehr davon sprechen können, dass Christen Christen sind. Sie sind vielleicht Namenschristen, aber da ist kein Leben aus Gott. Immer wieder merkt man das, wenn man mit solchen sogenannten Christen auch spricht und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Christen in der Minderheit sind. Sie waren am Anfang in der Minderheit, als die Versammlung Gottes, die Gemeinde Gottes hier auf der Erde überhaupt erst entstanden ist und relativ schnell, als dann das Christentum zur Staatsreligion erhoben worden ist und es eben zum guten Ton gehörte, Christ zu sein, war klar, dass viele Christen gar nicht wirkliche Christen, echte Christen sind, sondern (00:03:01) nur dem Namen nach. Und der Jesus sagt ja nicht von ungefähr, in Johannes 15 Vers 19, wenn ihr von der Welt wehrt, würde die Welt das ihre lieb haben, weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt. Ja und die Welt, das ist die Welt der ungläubigen Menschen und da sind die Christen bei weitem in der Minderheit, nicht nur weltweit, sondern inzwischen ohne Zweifel auch in Deutschland. Das ist also nicht etwas Besonderes, sondern der Herr Jesus hat uns von Anfang an darauf vorbereitet, dass wir nie davon träumen sollten, dass die Christen irgendwie hier diese Welt überrennen würden, dass der Sauerteig eben nicht die Christen sind. Ja, die bald die ganze Erde, den ganzen Teig, alle Menschen sozusagen prägen werden. Nein, es ist das Gegenteil, es ist das Böse, es sind die Ungläubigen, selbst wenn sie sich Christen nennen, die überall die Mehrheit haben. Wenn das sogar für die Gläubigen galt, was Paulus sagt in 2. Timotheus 1, du weißt dies, Vers 15, dass alle, die in Asien sind, sich von mir abgewandt (00:04:03) haben. Alle, die in Asien sind, hatten sich von ihm abgewandt. Sie haben sich natürlich nicht vom Christentum abgewandt, aber von dem Apostel Paulus. Und das zeigt schon, dass wer wirklich als Christ leben möchte, früher oder später einsam werden wird, nicht total einsam, Paulus hatte auch gerade im zweiten Brief, schreibt er noch von Freunden, von anderen, aber es wird ruhig um einen, wenn man wirklich ein Leben mit dem Herrn Jesus führt, wenn man Christ ist. Wir brauchen uns also nicht zu wundern, dass wir in der Minderheit sind, wir brauchen uns damit nicht zu rühmen, ja, das wäre ein völlig falscher Gedanke, aber sind wir bereit, zu der Minderheit zu gehören, sind wir bereit, auch wenn viele uns nicht verstehen, trotzdem für den Herrn Jesus zu leben? Wie war das denn in der Zeit des Herrn Jesus? Er war der Einsame, er war mehr oder weniger allein, er hatte seine elf Jünger um sich herum, es waren noch einige außer ihm dabei. Wie war das denn, als Johannes der Täufer sozusagen die Endzeit, die absolute Endzeit vor dem öffentlichen Auftreten des Messias einläutete? 400 Jahre Schweigen Gottes und wo waren denn die Gläubigen, dieser gläubige Überrest (00:05:04) in Juda? Da gab es fast niemand. Und so ist das auch heute. Wir brauchen uns nicht zu wundern, wir sollen uns dadurch aber auch nicht irritieren lassen, sondern wir sollten umso mehr ein Leben für den Herrn führen, als Salz der Erde und als Licht der Welt, scheinend hier, um so viele wie eben möglich noch zu gewinnen, um den Herrn Jesus als Retter anzunehmen. Das können wir im Wesentlichen durch unser Leben, durch ein vorbildliches, gerechtes, einladendes, liebevolles, klares Leben nach der Wahrheit, können wir das verwirklichen. Und das können wir, wo es angemessen ist, wo es passt, wo der Herr uns dazu auch führt und leitet, auch durch die rechten Worte ergänzen. Lasst uns als Christen leben, lasst uns nicht auf die Masse schauen, lasst uns nicht danach schauen, wie groß die Zahlen sind, sondern lasst uns einfach schlicht den Auftrag des Herrn erfüllen, ihm gegenüber und auch den Menschen um uns her. Dann sind wir zum Segen, dann sind wir zur Freude des Herrn, dann sind wir zu seiner Verherrlichung. Und das können wir sein, auch in dieser schweren Zeit und gerade jetzt in der Zeit vor dem Jahresende (00:06:04) ist das eine Möglichkeit auch, die gute Botschaft weiter zu sagen, vielleicht mit Kalendern und den einen oder anderen noch zu erreichen. Wir brauchen nicht nach großen Ergebnissen zu suchen, jede einzelne Seele ist wertvoll, um für sie tätig zu sein und ihr diese gute Botschaft weiter zu sagen.
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