Rezession in Deutschland? – und in unserem Leben?

Lesezeit: 2 Min.

Die Rezessionen Simsons und Salomos

Wer stellte schon im Leben Simsons fest, dass es bergab ging (Richter 13 ff)? Offenbar keiner. Sicher, seine Eltern waren über seine Wahl einer Frau von den Philistern sehr traurig. Aber sonst? Es erwies sich noch viel Kraft in seinem Leben. Und doch erlebte er eine fast dauerhafte „Rezession“. Sichtbar wurde diese erst, als ihm buchstäblich die Haare abgeschnitten wurden. Aber das war schon der Moment, wo seine Haare wieder anfingen zu wachsen - der nächste, leider auch der letzte Aufschwung in seinem Leben.

Wer machte sich Gedanken über die Rezession im Leben Salomos? Erst war es „nur“ die Tochter des Pharaos, dann kam eine Frau nach der anderen hinzu. Und schließlich kam er, der den großen Gottesdienst zur Einweihung des Tempels gefeiert hatte, vollkommen vom Dienst Gottes ab und diente toten Göttern. Und zu dieser Zeit hörte er nicht auf Propheten des HERRN.

Auch im Neuen Testament kennen wir „Rezessionen“

Wie war es bei Demas, dem Begleiter und Mitarbeiter von Paulus? Fiel es nur Paulus auf, dass er „den jetzigen Zeitlauf lieb gewonnen hat“? Was war in seinem Leben passiert, dass nichts mehr passierte? Wo war auf einmal die Hingabe für den Herrn geblieben? Mehrere Quartale seines Lebens ging es nach und nach bergab. Aber es kam kein Aufschwung mehr - jedenfalls wissen wir von keinem. Leider.

Vielleicht ist es bei dem einen oder anderen von uns auch so. Der Abschwung hat schon eingesetzt - andere merken es noch nicht. Bibellesen und Beten zum Herrn Jesus sind zu einer Qual geworden, die wir besser nicht erleben wollen. Und die Zusammenkünfte besuchen wir noch maximal deshalb, weil sonst Gerede entsteht. Am Anfang (oder bis heute?) haben wir selbst von diesem Abschwung gar nichts gemerkt. Vielleicht fällt es uns heute zum ersten Mal auf. Und wir merken, dass es nicht erst seit gestern so ist mit unserem geistlichen Zustand, sondern bereits mehrere Quartale lang - eine echte Rezession!

Neu atmen!

Dann wollen wir uns gegenseitig ermutigen, wieder neu anzupacken und einen Aufschwung erleben. Das beste Mittel gegen Bibellesemüdigkeit ist? Bibel lesen, am besten etwas von dem Herrn Jesus. Das beste Mittel gegen Betemüdigkeit ist? Beten, den Herrn bitten, dass Er uns neu motiviert und anspricht. Das beste Mittel gegen Zusammenkunftsbesuchsmüdigkeit ist? Mit echten Fragen und Bitten in die Zusammenkünfte gehen, mit neuem Engagement dem Herrn danken!

Das brauchen wir alle. Der eine oder andere von uns vielleicht noch ein bisschen mehr.

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Stromausfall in den USA/London - Blackout in unserem Leben? Michael Hopp Stromausfälle scheinen sich zu häufen. Erst in Amerika, jetzt auch in London. Stromausfall - auch im Leben eines Menschen? Oder ist noch nie "Strom" vorhanden gewesen? Artikel lesen
Sexualethik - in der katholischen Kirche und in unserem Leben Manuel Seibel Nicht alles ist verkehrt, was innerhalb dieses verkehrten Systems der Römisch-Katholischen Kirche gelehrt wird. In der Sexualethik gibt es dort viel Wahrheit. Aber warum hat das keinen Einfluss mehr in unserer Gesellschaft? Weil die "Amtsträger" ... Podcast anhören
Lebensgemeinschaften in Deutschland Manuel Seibel Statistiker untersuchen die sogenannten „Lebensgemeinschaften“ in Deutschland. Jetzt wurden Zahlen für 2012 vorgelegt. 0,2 % leben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, 43,8 % in einer Ehe. Artikel lesen
Öde Orte in unserem Leben – kennen wir sie? Sascha Bastian „Kommt ihr selbst her an einen öden Ort für euch allein und ruht ein wenig aus“ (Mk 6,31). Artikel lesen
Gedanken der Konferenz Zürich 1958 Schon in den Tagen des greisen Apostels Johannes waren kräftige Irrtümer im Umlauf. Aber Gott schenkte zu jener Zeit seinem Volke das vierte Evangelium, das diesen Irrtümern besonders wirksam begegnet. Dieses Evangelium hat nicht den Messias und ... Artikel lesen
Der Schlüssel zu einem glücklichen Glaubensleben mit Gott (3) - ein Leben in der Gnade Manuel Seibel Um glücklich als Christ zu leben, reicht es nicht, den Herrn Jesus zu kennen und zu achten sowie durch Gottesfurcht geprägt zu sein. Wie leicht lassen wir uns ein gesetzliches Leben aufdrängen. Nein - nur auf der Grundlage der Gnade werden wir ... Podcast anhören