Muhammad Ali – er bleibt?

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Manchmal dauert es nur ein paar Tage - und dann spricht schon (fast) keiner mehr von dem „Toten". Aber er ist ja nur in dem Sinne tot, dass er gestorben ist. Seine unsterbliche Seele bleibt existent. So groß das Echo auch auf der Erde gewesen sein mag - darauf kommt es für einen Gestorbenen ja nicht an. Er erlebt das nicht mehr mit.

Entscheidend für ihn ist: Wo ist er jetzt eigentlich. Da nützt es nichts, wenn Barack Obama, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, sagt: „Muhammad Ali war The Greatest. Punkt." Oder, was der amtierende UN-Generalsekretär sagt: „Mit einer unvergleichlichen Mischung aus Prinzipien, Charme, Humor und Anmut hat er für eine bessere Welt gekämpft."

Die entscheidende Frage ist: Wo ist er jetzt? In dem Bewusstsein der Menschen und Medien bleibt er nicht. Immer mal wieder, wenn es um „größte Menschen" geht, wenn es einen Jahres- oder Jahrzehnt- oder Jahrhundertrückblick gibt, wird man ihn erwähnen. Aber sonst?

Wir wissen, dass er als Sohn eines baptistischen Ehepaars aufgewachsen ist. So wurde er von frühester Kindheit an im christlichen Glauben auferzogen. 1962, also mit 22 Jahren, konvertierte er zum muslimischen Glauben. 1975 wurde er Sunnit.

Kann ein von neuem geborener Christ Muslim und Sunnit werden? Eigentlich nicht. Aber bis heute und gerade heute gilt: „Der Herr kennt, die sein sind" (2. Tim 2,19). Wir leben in derart verdrehten Zeiten, in denen in Kirchen Furchtbares gelehrt wird, so dass man manchmal wirklich nicht mehr weiß, ob jemand wirklich Eigentum des Herrn Jesus ist.

Bei Cassius Clay können wir das nicht mehr sagen - die Würfel dafür sind, wie man so sagt, gefallen. Für uns ist wichtig: Nicht der irdische Ruhm zählt, sondern dass unsere Namen in den Himmeln angeschrieben sind (Lk 10,20). Und wenn wir uns bekehrt haben, dann lasst uns dabei bleiben. Nur auf diesem Weg können wir Gott wirklich ehren. Dann bleibt „unser Name", weil ein Gedenkbuch existiert, in dem diejenigen, die den Herrn fürchten und seinen Namen achten, verzeichnet sind. Darauf kommt es an.

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